CH199564A - Drehschiebermaschine. - Google Patents
Drehschiebermaschine.Info
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Description
Drehschiebermaschine. Die Erfindung betrifft Drehschieber maschinen, zum Beispiel Verbrennungskraft maschinen, Dampfmaschinen, Pumpen oder dergleichen, bei welchen der Drehschieber in einem zweiteiligen Schiebergehäuse gelagert ist und durch den im Maschinenzylinder herrschenden Druck vom Schiebergehäuse- deckel auf den andern Schiebergehäuseteil gedrückt wird. Es hat sich herausgestellt, dass bei -derartigen Maschinen, namentlich bei solchen mit hoher Drehzahl, die Be lastung des Schiebers wesentlich grösser ist,
als an sich zur Erzielung eines dauernd gas dichten Abschlusses zwischen Schieber und Schieberspiegel erforderlich wäre, so dass die Steuerteile häufig einer verhältnismässig ra schen Abnutzung unterliegen.
Diesem Nachteil der obenerwähnten vor bekannten Maschinen wird erfindungsgemäss dadurch abgeholfen, dass zur Regelung des von dem Schiebergehäusedeckel auf den Drehschieber ausgeübten Druckes ein Über- tragungsmechanismus vorgesehen ist, welcher durch den im Zylinder herrschenden Druck betätigt wird und derart übersetzt ist,
dass die durch Vermittlung des Schiebergehäuse- deckels auf den Drehschieber ausgeübte An- pressungsdruckkraft stets kleiner ist als die auf den Zylinderboden in achsialer Richtung wirkende Druckkraft.
In. der Zeichnung sind mehrere Ausfüh- rungsbeispiele des Erfindung gegenstaädes veranschaulicht, und zwar zeigt:
Fig. 1 die schematische Darstellung des ersten Ausführungsbeispiels, Fig. 2 eine teilweise geschnittene Seiten ansicht des zweiten Ausführungsbeispiels, Fig. 3 eine Draufsicht der Ausführungs form nach Fig. 2, Fig. 4 die teilweise geschnittene Seiten ansicht einer dritten Ausführungsform.
Bei allen diesen drei Ausführungsbeispie len handelt es sich um Brennkraftmaschinen. Bei dem Ausführungsbeispiel Fig. 1 ist das Gehäuse des den Ein- und den Auslass des Arbeitsmediums steuernden Drehschie bers 1 in einer waagrechten Ebene in zwei Teile geteilt, nämlich in einen obern Teil oder Gehäusedeckel 3 und einen untern Ge häuseteil 4, der mit dem Zylinder 2 in einem Stück gegossen ist. Der Zylinder 2 ist schwe bend angeordnet, das heisst er ist. lediglich zwischen dem Kurbelgehäuse 7 und dem obern Drehschiebergehäuseteil 3 eingeklemmt, mit dem Kurbelgehäuse 7 also nicht wie sonst üblich durch Schrauben fest verbunden.
Zwischen den Gehäuseteilen 3 und 4 ist eine Dichtung 5 und beim Zylinderfuss eine Dich tung 6 angeordnet, auch der Teil 3 ist schwe bend angeordnet. Der Schieber ist im übri gen oberhalb des mit einem von ihm ge steuerten Durchlass für das Arbeitsmedium versehenen Zylinderbodens angeordnet.
Die auf diesen Zylinderboden in achsialer Rich tung jeweils wirkende Druckkraft wird iii -eiter unten näher beschriebener Weise auf den Schieber 1 übertragen, um ihn in gas dichter Anlage an den zylinderförmigen Sehieberspiegel der untern Schiebergehä.use- hälfte 4 zu halten.
Der Deckelteil 3 des Schiebergehäuses wird durch einen Hebelmechanismus gegen den Gehäuseteil 4 gehalten, welcher bei 13 an dem Maschinenzylinder 2 angreift, bei 11 drehbar an einem mit dem Kurbelgehäuse 7 verschraubten Tragarm 12 gelagert ist und sich gegen die Aussenseite des Gehäuse deckels 3 legt, so dass sich der Zylinder 2 nicht vor dem Kurbelgehäuse 7 abheben kann.
Der den Übertragungsmechanismus bil dende Hebelmechanismus liegt an dem Ge häuseteil 3 mit, einem Querträger 8 an, des sen Enden durch zwei Stangen 9 mit den einen Enden von zwei zweiarmigen Hebeln 1.0 gelenkig verbunden sind. Jeder dieser Hebel ist an einem Zapfen 11 gelagert, der an einer mit dem Kurbelgehäuse 7 fest ver bundenen Platte 12 festsitzt, die ein vom Kurbelgehäuse nach oben ragendes Glied bildet. Die andern Enden der Hebel 10 sind mit dem vom Zylinder 2 herausragenden Zapfen 13 verbunden.
Die durch den Zapfen 13 auf den Hebel mechanismus übertragene Zylinderdruckkraft wirkt an der Berührungsstelle des Querträ- gers 8 und des Schiebergehäusedeckels 3 ein und veranlasst einerseits, dass der Zylinder in Arbeitsstellung auf dem Kurbelkasten 7 ge halten wird, obwohl er mit diesem sonst eine dauernd feste Verbindung nicht besitzt,
an derseits bewirkt dieser Anlagedruck des Querträgers 8 das Anpressen des Drehschie bers 1 gegen den Schieberspiegel des Ge häuseteils 4 durch Vermittlung des lose auf diesem sitzenden Gehäusedeckels 3. Die am Zapfen 13 wirksame Druckkraft wird durch den auf den Zylinderboden wirkenden Druck gebildet.
Die Grösse des so auf den Teil 3 übertra genen Zylinderdruckes hängt von der innern Übersetzung des gesamten Hebelmechanis mus, das heisst von der Lage der Drehachse 11 der Hebel 10 mit Bezug auf den Dreh zapfen 13 ab. Die Drehachsen 11 sind so angeordnet, dass durch den Hebelmechanis mus auf den Teil 3 eine Druckkraft über tragen wird, die kleiner ist als die am Zapfen 13 wirksame Druckkraft im Zylinder 2.
Durch entsprechende Anordnung der Dreh achsen 11 kann deshalb irgend eine ge wünschte Druckverminderung des Zylinder druckes .beim Gegeneinanderpressen der Ge häuseteile erzielt werden.
In Fig. 1 ist beispielsweise eine Überset zung von 1. : 3 angenommen. Bezeichnet man die in dem Zylinder nach oben auf den Zy linderboden wirkende Druckkraft mit R', so wird jeder der Drehzapfen 11 mit dem Druck
EMI0002.0046
belastet und infolge der übersetzung jede der Stangen 9 mit der Kraft
EMI0002.0048
nach unten gezogen,
so dass die nach unten gerichtete Gesamtbelastung des obern Sehiebergehäuse- teils 1
EMI0002.0057
beträgt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 und 3 wird die Brücke 15 durch vier am Kurbelgehäuse befestigte Säulen 14 gehalten. In der die Säulen miteinander verbindenden Brücke 15 sind an parallelen Zapfen 19 zwei zweiarmige Hebel 16 gelagert. Das eine Ende 17 eines jeden Hebels 16 drückt auf das eine Ende des obern Gehäuseteils 3, der ein fach auf die Säulen 14 aufgeschoben ist.
Die Druckkraft wird auf den obern Gehäuseteil durch zwei Druckstangen 20 übertragen, die bei 21 im mit dem Zylinder fest verbundenen untern Gehäuseteil 4 befestigt sind und an ihren obern Enden auf die andern Enden 18 der Hebel 1,6 einwirken.
Die Säulen 14 und der Zylinder 2 wer den zusammen mit der Dichtung 6 beim Zylinderfuss an einem Zwischenstück 22 an geordnet, das oben an dem Kurbelgehäuse 7 befestigt wird.
Bei dieser Ausführungsform wirken die Übertragungshebel 16 direkt auf den obern Schiebergehäuseteil 3 ein; auch hier hängt der auf den Teil 3 wirkende Anlagedruck von der Übersetzung der Hebel 16, das heisst der Lage der Drehachsen 19 ab, und da auch hier wieder das Übersetzungsverhältnis <B>1:</B> 3 vorgesehen ist, so wird auch bei diesem Aus führungsbeispiel die durch den Teil 3 auf den Drehschieber 1 ausgeübte Anlagedruck kraft jeweils ein Drittel der auf den Zylin derboden nach oben ausgeübten Druckkraft sein.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 dient der Schiebergehäusedeckel 3 selbst als ein zu dem übersetzten Übertragungsmecha nismus gehöriger zweiarmiger Hebel, indem er sich um eine feststehende Achse 25 am Ende eines Zapfens dreht, der auf einer von feststehenden Bolzen 27 getragenen Brücke 26 befestigt ist.
Die auf den untern Ge häuseteil 4 nach oben wirkende Druckkraft wird auf den linken Hebelarm des Teils 3 mittels eines Druckstückes 23 übertragen. Die wirksamen Längen der Hebelarme des Teils 3 hängen von der Lage der Schwenk achse 25 zwischen dem Druckstück 23 und der durch die Achse des Schiebers 1 gehen den lotrechten Mittelebene ab, so dass die Grösse des dem Schieber 1 vermittelten An lagedruckes ebenfalls von der Lage der Achse 25 abhängt An der dem Druckstück 23 gegenüberliegenden Seite ist zwischen den Gehäuseteilen eine elastische Dichtung 24 angeordnet.
Auch bei der Ausführungsform nach Fig. 4 ist also der Zylinder 2 schwe bend gelagert, das heisst mit dem Kurbel gehäuse nicht direkt, sondern durch Vermitt lung eines in sich auf Reduktion des über tragenen Druckes übersetzten, an dem Schie- bergehäusedeckel angreifenden mechanischen Systems verankert.
Im Falle der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen ist der Maschinenzylin der durchwegs lotrecht angeordnet und der Drehschieber am obern Zylinderende ange bracht, wobei das Schiebergehäuse in einer waagrechten Ebene geteilt ist, um einen obern und einen untern Gehäuseteil zu bil den. Bei Anwendung der Erfindung bei ab weichenden Maschinenkonstruktionen wird die Übereinstimmung der Teile mit der den Ausführungsbeispielen eigentümlichen An ordnung dem Fachmann ohne weiteres klar sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Drehschiebermaschine mit einem zweitei ligen Schiebergehäuse, bei welcher der Dreh schieber durch den im Maschinenzylinder herrschenden Druck vom Schiebergehäuse- deckel auf den andern Schiebergehäuseteil gedrückt wird, dadurch gekennzeichnet, dass zur Regelung des von dem Schiebergehäuse- deckel auf den Drehschieber ausgeübten Druckes ein Übertragungsmechanismus vor gesehen ist,welcher durch den im Zylinder herrschenden Druck betätigt wird und der art übersetzt ist, dass die durch Vermittlung des Schiebergehäusedeckels auf den Dreh- schieber ausgeübte Anpressu nb ,druckkraft stets kleiner ist als die auf den Zylinder boden in achsiaIer Richtung wirkende Druck- kraft. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Drehschiebermaschine nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Schiebergehäuseteil (4) fest mit dem Zylinder (1.) verbunden und gemeinsam mit ihm schwebend gelagert ist, und dass der andere Schiebergehäuseteil (3) die Übertragung des von dem Übertragungs- mechanismus ausgeübten Druckes auf den Drehschieber vermittelt.2. Drehschiebermaschine nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der t\bertragungsmechanismus aus einem He belmechanismus besteht, der an einem Zapfen (13) des Zylinders angelenkt ist und auf den Schiebergehäusedeckel eine Druckkraft überträgt, welche dem Über setzungsverhältnis des Übertragungs mechanismus entsprechend kleiner ist als die auf den Zylinderboden in achsialer Richtung wirkende Druckkraft.3. Drehschiebermaschine nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass so wohl der mit dem untern Schiebergehäuse- teil fest verbundene Zylinder, als auch der obere Schiebergehäuseteil schwebend angeordnet sind und der zylindrische Drehschieber zwischen diesen Gehäuse teilen oberhalb des Zylinders gelagert ist, wobei zwischen den Gehäuseteilen und beim Zylinderfuss Dichtungen angeordnet sind.4. Drehschiebermaschine nach Patentan- spruch, dadurch gekennzeichnet dass der Übertragungmechanismus aus an einem vom Kurbelgehäuse nach oben ragenden Gliede (12) gelenkig angeordneten, zwei a.rmigen Hebeln (10), einem auf dem obern Schiebergehäuseteil drückenden Querträ- ger (8) und aus letzteren mit den Hebeln (10) verbindenden Stangen (9) besteht.5. Drehschiebermaschine nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Übertragungsmechanismus aus an dem Kurbelgehäuse befestigten, nach oben ra genden Säulen, einer letztere über dem obern Schiebergehäuseteil miteinander ver bindenden Brücke (15) und zwei in dieser Brücke gelagerten, zweiarmigen Hebeln (16) besteht, welche Hebel (1-6) mit ihren einen Enden (17) auf die Enden der obern Schiebergehäusehälfte (3) drücken, wobei die Zylinderdruckkraft durch Druckstangen (20), die in dem mit dem Zylinder (2) fest verbundenen untern Schiebergehäuseteil (4)befestigt sind. auf die andern Enden (18) der Hebel (16) übertragen wird. 6. Drehschiebermaschine nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Schiebergehäuseteil (3) als ein zwei armiger, um eine feststehende Achse (25) schwenkbarer Hebel ausgebildet ist, wo bei der eine Hebelarm als Lager auf den Schieber drückt und der Zylinderdruck von dem untern, mit dem Zylinder (2) fest verbundenen Schiebergehäuseteil (4) auf den andern Hebelarm mittels eines Druckstückes (23)übertragen wird.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB199564X | 1936-02-21 | ||
| GB270336X | 1936-03-27 |
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|---|---|
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Family
ID=26254336
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH199564D CH199564A (de) | 1936-02-21 | 1936-12-10 | Drehschiebermaschine. |
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| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH199564A (de) |
-
1936
- 1936-12-10 CH CH199564D patent/CH199564A/de unknown
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