Röntgenstr ahlenapparat. Die Erfindung bezieht sich auf einen Röntgenstrahlenapparat.
Da für den Betrieb einer Röntgenröhre hohe Spannungen erforderlich sind, muss man einen Transformator verwenden, der diese Spannungen durch Umformung der Netzspannung liefert. Es ist bekannt, den Transformator und die Röntgenröhre zu einer Apparateinheit zu vereinigen, die auf einem Fuss einstellbar befestigt ist. Weil die erzeugten Spannungen hoch sind und es er wünscht ist, eine wirksame Abkühlung auch für einen möglichst gedrungenen Aufbau des Apparates zu erreichen, muss der Transfor mator in<B>01,</B> Petroleum oder einer ähnlichen Isolierflüssigkeit untergebracht sein.
Da in vielen Fällen ein angenehmes Äusseres des Apparates erwünscht ist, ergeben sich Schwierigkeiten ein Gehäuse für den Trans formator herzustellen, das gleichzeitig öl- dicht ist und ein angenehmes Äusseres be sitzt. Der erfindungsgemässe Röntgenstrahlen apparat ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Transformator in einer Isolierflüssigkeit in nerhalb eines Gehäuses liegt, und dass eine Röntgenröhre, die in einem mit Isoliermate rial gefüllten Behälter fest angebracht ist, von der Unterseite des Transformatorgehäu- ses getragen wird.
Als Isolierflüssigkeit, in welchem der Transformator eingebettet liegt, und als Iso liermaterial, mit welchem der Behälter für die Röntgenröhre gefüllt ist, wird zweck mässigerweise ein für diesen Zweck geeigne tes Öl verwendet. Durch diesen Aufbau kann der Transformator von der Oberseite her in sein Gehäuse eingesetzt werden, und die Verbindungsstelle zwischen Gehäusemantel und dem nachher draufgesetzten Deckel be findet sich nicht unter dem Druck des Öls, wodurch ein Auslaufen von Öl verhindert ist.
Das Transformatorgehäuse und der Be hälter für die Röntgenröhre können gemein- sam von einem äussern Gehäuse umgeben sein. Auf diese Weise ist es leicht möglich, die Teile des Transformatorgehäuses öldicht miteinander zu verschweissen, da es nun nicht mehr nötig ist, auf das gute Aussehen des Gehäuses zu achten, während das äussere Gehäuse poliert werden kann, so dass es ohne Rücksicht auf öldichtigkeit ein angenehmes Aussehen hat. Dabei können die erforder lichen elektrischen Anschluss- und Verbin dungsteile innerhalb des äussern Gehäuses untergebracht werden, wodurch das ge wünschte angenehme Aussehen des Appara tes gewahrt wird.
Das Transformatorgehäuse kann an der Innenseite des äussern Gehäuses befestigt werden. Dieses kann drehbar auf einem Fuss angebracht werden, während der die Rönt genröhre enthaltende Behälter drehbar in Lagern angeordnet werden kann, die vom Transformatorgehäuse getragen werden. Da bei können diese Lager gleichzeitig so aus gebildet sein, dass sie einen Teil der Klem men der Sekundärwicklungen des Transfor mators bilden.
Nachstehend wird eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstan des, welche in der beiliegenden Zeichnung dargestellt ist, näher erläutert.
In der Zeichnung zeigt: die Fig. 1 eine teilweise im Schnitt dar gestellte Vorderansicht eines Röntgenstrah- lenapparates, die Fig. 2 eine teilweise im Schnitt ge zeigte Seitenansicht des Apparates nach Fig. 1, die Fig. 3 einen Längsschnitt durch den die Röntgenröhre enthaltenden Behälter und die Fig. 4 Einzelheiten eines Lagers für diesen Behälter.
In der Fig. 1 besteht der Behälter für den Transformator aus einem Metallgehäuse 1, das auf seiner Oberseite durch einen Deckel 2 aus Isoliermaterial öldicht ver schlossen ist. An diesem sind geeignete Klem men (nicht dargestellt) angebracht, die in- nerhalb des Behälters mit verschiedenen An zapfungen des Transformators verbunden sind. Die Klemmen sind gemäss den einzelnen Spannungen und Frequenzen mit geeigneten Bezeichnungen versehen, damit die äussern Drähte mit den richtigen Klemmen verbun den werden können, wenn der Apparat an eine bestimmte Netzspannung angeschlossen wird.
Die Sekundärklemmen des Transfor mators sind durch die Isolierbuchsen 3 und 4 herausgeführt, die an der Unterseite des Gehäuses 1 befestigt sind. Zwei durch die Buchse 4 herausgeführte Anschlüsse dienen zur Verbindung mit den Heizfadenklemmen der Röntgenröhre. Einer dieser beiden durch die Buchse 4 herausgeführten Anschlüsse besteht aus einem Metallstab 5, der an seinem Ende mit einem Gewinde versehen ist, das in eine nicht dargestellte Isolierbuchse im In nern eines Metallrohres 7 passt, das den an dern Anschluss bildet.
Der durch die Buchse 3 herausgeführte Anschluss besteht aus einem Metallstab 8, in den ein Metallstab 6 einge schraubt ist.
Auf dem Stab 6 ist ein Lager angeordnet, das in Fig. 4 besonders dargestellt ist. Ein ähnliches Lager, das in Fig. 1 nicht gezeigt ist, befindet sich auf dem Stab 5. In diesen Lagern ist der in Fig. 3 dargestellte Rönt- genröhrenbehälter drehbar angebracht, in dem eine Röntgenröhre 10 fest. angeordnet ist. Diese Röhre 10 wird von Briden 11 und 12 gehalten, die auf einer flachen Hart- gummiplatte 13 befestigt sind, deren Stärke an einem der Antikathode der Röhre gegen überliegenden Teil 15 verringert ist.
An der Platte 13 ist ein den Teil 15 umgebendes Rohrstück 16 befestigt, das ein Innenge winde besitzt, in das ein Metallrohrstück 17 eingeschraubt ist, das sich an seinem Ende nach aussen erweitert. Auf das nach aussen erweiterte Ende des Rohrstückes 17 ist der übliche Fokussierungskonus 17a aus Hart gummi aufgeschraubt. Die Stärke des Teils 15 zusammen mit der Stärke der Wandung des Konus<I>17a</I> muss gering genug sein, um die Röntgenstrahlen ohne beträchtliche Ab sorption durchtreten zu lassen.
Zwischen Auflageflächen der Rohrstücke 16, 17 ist ein ringförmiges Ansatzstück 18a, welches der Mantelfläche des metallenen Hohlzylin ders 18, dessen Zweck später erläutert wird, eine kreisrunde Öffnung gibt, festgeklemmt.
Über der Röntgenröhre 10 ist ein halb zylindrisches Gehäuse 14 mit flachen Stirn flächen 19 und 20 angebracht, das an der Platte 13 öldicht befestigt ist. Über einer Öffnung der Stirnfläche 19 ist ein Ver- schlussstück 21 aus Hartgummi aufgesetzt. Auf der Aussenfläche des Verschlussstückes 21 befinden sich metallische Lagerringe 22 und 23, die durch Schrauben 24 und 25 ge halten werden, welche letztere in eine Boh rung 28 hineinragen und als Verbindungen zu steifen Drähten 26 und 27 dienen, die durch biegsame Drähte 29 und 30 mit dem Heizdraht der Röhre 10 verbunden sind.
Wenn die Verbindungen zwischen 27 und 30 einerseits und zwischen 26 und 29 ander seits hergestellt sind, wird das Verschluss- stück 21 öldicht auf das Gehäuse 14 auf gesetzt. Das Gehäuse 14 wird dann gedreht, so dass die Röhrenachse senkrecht steht, und durch die Öffnung der Stirnfläche 20 mit Öl gefüllt. Die Temperatur des Öls wird er höht, indem man Strom durch die Heizlei- tungen fliessen lässt. Dann wird ein Ver- schlussstück 31 über die Öffnung der Stirn fläche 20 des Gehäuses 14 angebracht.
Dieses Verschlussstück 31 ist ähnlich ausgebildet wie das Verschlussstück 21. Es trägt jedoch nur einen äussern Lagerring 32, der durch eine Schraube 33, welche als Verbindung zu einem steifen Draht 34 dient, befestigt ist. Nachdem der Draht 34 durch einen bieg samen Draht 35 mit der Antikathode der Röhre 10 verbunden ist, wird das Verschluss- stück 31 öldicht auf das Gehäuse 14 auf gesetzt.
Der Behälter der Röntgenröhre wird dann in die auf den Metallstäben 5 und 6 ange brachten Lager gesetzt. Wie in Fig. 4 ge zeigt, besteht jedes dieser Lager aus einem Metallstück 36, das einen Absatz 37 mit In nengewinde besitzt, mit dem es auf den Stab 5 oder 6 aufgeschraubt werden kann, wobei eine Mutter 9 (Fig. 1) zur Einstellung des Stückes 36 dient. Das Metallband 40 ist an einem Ende um einen Metallzylinder 39 um gebogen. Die Schraube 38 durchsetzt den Zylinder 39 und ist in das Stück 36 einge schraubt, wobei ein Schlitz in dem Metall band 40 belassen ist, um ihm Bewegungsfrei heit zu geben.
Die Schraube 38 ist mit ihrem versenkten Kopf im Zylinder 39 durch Bol zen festgehalten, die durch sie selbst und durch das Stück 36 bezw. durch den Zylin der 39 hindurchgehen. Die Lagerringe 23 und 32 (Fig. 3) an den Verschlussstücken 21 und 31 werden in die entsprechenden Stücke 36 eingesetzt und die Bänder 40 kontaktfest an die Lagerringe 23 und 32 angedrückt. Die Bänder 40 werden in ihrer richtigen Lage mit Hilfe von an den Stücken 36 drehbar gelagerten Schrauben 41 gehal ten, die in Schlitze der Bänder 40 gelegt werden, und durch zylindrische Stücke 42 und aufgeschraubte Muttern 43 festgehalten werden.
Eine Bride 44 (Fig. 1) ist an dem Stab 7 befestigt und trägt zwei vertikale elastische Metallstreifen 45, von denen nur einer eingezeichnet ist. Diese sind mit dem Metallring 22 am Verschlussstück 21 des Be hälters der Röntgenröhre in Berührung.
Das Transformatorgehäuse und der Be hälter der Röntgenröhre sind in einem äussern Metallgehäuse gelagert, das aus drei Teilen besteht, und zwar einem Hauptteil 46, einem Oberteil 47 und einem Unterteil 48. Der Oberteil 47 besitzt an der Innenseite zwei Lappen 49. Das Gehäuse 1 des Transforma tors hat aussen die Lappen 50. Das Transfor- matorgehäuse wird vom Oberteil des Aussen gehäuses durch Stifte 51, die durch die Lap pen 49 und 50 gehen, gehalten. Der Haupt teil 46 des Aussengehäuses ist am Oberteil durch in die Lappen 49 ragende Schrauben 52 befestigt.
Der Unterteil 48 ist am Haupt teil 46 mit Hilfe von Schrauben 54 ange bracht, deren Köpfe innerhalb rechtwink liger Einschnitte 53 des Unterteils 48 liegen. Die Schrauben 54 gehen in verdickte Teile des Hauptteils 46. Der Hauptteil 46 und der Unterteil 48 des Aussengehäuses sind gemäss Fig. 1 so ausgebildet, dass eine zylindrische Ausspa rung vorgesehen ist, in der der an dem Ge häuse der Röntgenröhre angebrachte Metall zylinder 18 angeordnet ist. Es gibt also keinen Teil des Apparates, der nicht durch das Gehäuse strahlungsgeschützt ist. Der Un terteil 48 des Aussengehäuses ist abnehmbar, so dass das Gehäuse der Röntgenröhre zu gänglich ist, und die Röhre ersetzt oder ein gestellt werden kann, ohne dass der ganze Apparat auseinandergenommen wird.
In der Mitte des Oberteils 47 des Aussen gehäuses ist ein röhrenförmiger Teil 56 be festigt, der in bekannter Weise in einem um eine vertikale Achse drehbaren Lager ange bracht ist. Die mit den an der Aussenseite des Deckels 2 angebrachten Klemmen ver bundenen Zuleitungen sind durch die innere Röhre 57 des rohrförmigen Teils 56 geführt und mit den an der Aussenseite des Teils 56 befindlichen Schleifringen 60 elektrisch verbunden. Innerhalb des Lagers liegen die Bürsten, die mit dem Netzanschluss verbun den sind und auf diesen Schleifringen glei ten.
Der Anschluss des beschriebenen Appara tes an irgendeine besondere Netzspannung oder eine Änderung des Anschlusses kann sehr leicht ausgeführt werden. Nach Ab nehmen der Schrauben 52 lässt sich der Hauptteil des Gehäuses 46 vom Unterteil trennen, und wenn man einen der Stifte 51 entfernt, lässt sich der ganze Apparat um den andern Stift 51 wie um ein Scharnier drehen, so dass die Anschlüsse an den Klem men des Deckels 2 geändert werden können. An den Verschlussstücken 21 und 31 der Röntgenröhre sind Metallstücke 61 und 62 angebracht. die eine Skala besitzen, von wel cher unter einer am äussern Gehäuse ange brachten Marke das Ausmass der Drehung des Röhrenbehälters genau abgelesen werden kann.