CH199584A - Hochspannungsentladungsröhre. - Google Patents

Hochspannungsentladungsröhre.

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CH199584A
CH199584A CH199584DA CH199584A CH 199584 A CH199584 A CH 199584A CH 199584D A CH199584D A CH 199584DA CH 199584 A CH199584 A CH 199584A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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Philips Nv
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  • Vessels, Lead-In Wires, Accessory Apparatuses For Cathode-Ray Tubes (AREA)

Description


      Hochspannungsentladungsröhre.       Bei der Anwendung von sehr hohen Span  nungen zum Betriebe von Entladungsröhren  machte sich der Übelstand bemerkbar, dass  sehr grosse Abmessungen für die Röhren er  forderlich waren. Die Röhren wurden dadurch  zerbrechlich und weil sie auch verhältnis  mässig teuer sind, ist dies ein schwerwiegen  der Nachteil. Die Beweglichkeit der Röhren,  auf die     matt    besonders bei Bestrahlungsröhren  Wert legt, wird durch die grossen Abmes  sungen natürlich sehr beeinträchtigt.  



  Die Erfindung hat zum Zweck, die ge  nannte Schwierigkeit zu beseitigen und die  Herstellung von Entladungsröhren für sehr  hohe Spannungen möglich zu machen.  



  In einer     Hochspannungsentladungsröhre     nach der Erfindung weist die das Vakuum  begrenzende Wand wenigstens an einem Ende  der Röhre eine die Röhrenachse zylindrisch  umgebende, nach aussen     offene    Falte auf, die  bis vor dem zwischen den Elektroden liegen  den     Hochspannungsgefälleraum    in das Va-         kuum    hineinragt und mit einem isolierenden  Medium gefüllt ist.  



  Die     Hochspannungsentladungsröhre    nach  der Erfindung kann eine Röntgenröhre,       Gleichrichterröhre,    oder     Korpuskularstrahlen-          röhre    sein und insbesondere eine solche Röhre,  bei welcher die Wand in an sich bekannter  Weise eineu Mittelteil aufweist, in dem keine  Potentialunterschiede auftreten können. Ein  solcher     äquipotentialer    Teil kann aus einem  Metallring bestehen, an dessen Rändern die  isolierenden Teile, welche die Spannungs  differenzen zwischen den Elektroden auf  nehmen,     angeschmolzen    sind. Er kann auch  durch Metallbeläge gebildet werden, welche  einen Teil der Glaswand elektrostatisch ab  schirmen, so dass dieser Teil ein konstantes  Potential hat.

    



  Derartige     Äquipotentialteile    ermöglichen  eine stabile Verteilung der     dielektrischen     Belastung der isolierenden Wandteile und  gestatten dadurch, diese Wandteile für eine      dieser Verteilung entsprechende Spannung  herzustellen, die im allgemeinen niedriger ist  als die Spannung, mit der sonst zu rechnen  wäre. Es zeigt sich, dass hierbei die durch  die erfindungsgemäss angeordneten Falten  ermöglichte Verkürzung der Röhrenlänge  grösser sein kann, als bei Röhren, deren  Wand nicht durch einen     Äquipotentialteil     spannungsunterteilt ist.  



  Es ist bereits eine Röntgenröhre bekannt  geworden, die einen nach aussen offenen  Hohlkörper in Form einer von dem Katho  denende her in das Vakuum hineinragenden  Falte aufweist. In diesem Hohlkörper ist eine  Blende angeordnet, die dazu dient, uner  wünschte Röntgenstrahlen zu absorbieren.  Der Zweck dieser bekannten Anordnung wird  am besten erreicht, wenn die Blende oder  die Falte selbst aus leitendem Material be.  steht.  



  Der die Blende enthaltende Hohlkörper  umgibt bei dieser bekannten Röhre die beiden  Elektroden der Röntgenröhre und den da  zwischen liegenden     Spannungsgefälleraum.     Dagegen enden bei einer Röhre nach der  Erfindung die Falten vor dem Hochspan  nungsgefälleraum. Würden sie diesen ganz  oder teilweise umgeben, so würde eine der  artige Verbesserung der Isolierfähigkeit, wie  sie die vorliegende Erfindung bezweckt, nicht  erreicht werden, wegen der     Aufladung    des  Faltenrandes durch aus der Entladungsbahn  heraustretende Ladungsträger.

   Bei der be  kannten Röhre kam diese     Überlegung    nicht  zur Geltung, weil es bei ihr darum zu tun  war, eine Strahlenblende in der Luft und  auf geringem     Abstande    von der Strahlen  quelle anzuordnen, nicht aber,     um    die Iso  lation zu verbessern.  



  Auch bei andern bekannten Röhren mit  einer den     Spannungsgefälleraum    teilweise       umgebenden    Falte hat diese einen andern  Zweck. Sie dient dabei als Träger einer lei  tenden Schicht, die sich auf der mit der  Aussenluft in Berührung stehenden Seite der  Glaswand befindet. Die Falten sind also bei  diesen Röhren nicht isolierend. Sie können  die erforderlichen Abmessungen der Röhre    nicht wesentlich vermindern. Dies wird erst  möglich, wenn die Falten auch an ihrer  Oberfläche gut isolierend sind, und besonders,  wenn in der Falte ein fester Isolator ange  ordnet ist. Dieser kann mit einem innern  Vorsprung versehen sein, der in die eine  Elektrode tragende Stulpe hineinragt.  



  Wenn eine Elektrode mit einer gross  flächigen     Anschmelzung    an der Glaswand  befestigt ist und Gefahr der Zerstörung der       Arrschmelzstelle    durch Wärmeleitung oder  Wärmeausstrahlung aus den wirksamen Tei  len der Elektroden besteht, kann man die  Stelle der     Anglasung    nach dem mit einer  Falte versehenen Ende der Röhre verlegen,  und diese somit weit von den Steller., an  denen die Wärme entwickelt wird, entfernt  halten. Bei einer Röhre, die nicht mit einer  Falte versehen ist, würde man bei     Anschmel-          zung    der Elektroden an dem Röhrenende  erheblich an Isolierlänge einbüssen.

   Bei einer  an diesem Ende mit einer Falte versehenen  Röhre liegt immer noch die ganze     Isolier-          länge,    gemessen über die beiden Seiten der  Falte, als Kriechweg zwischen der Ein  schmelzung und der Peripherie.  



  Die Zeichnung veranschaulicht ein     Aus-          führungsbeispiel    einer     Hochspannungsentla-          dung8röhre    nach der     Erfindung,    in Form einer  Röntgenröhre mit     ungekühlter    Anode.  



  Die das Vakuum umschliessende Wand  besteht aus einem Metallteil 1 und Glasteilen  2 und 3. Die Glasteile haben eine nach aussen  offene, die Röhrenachse zylindrisch umge  bende Falte (4 und 5), die in das Vakuum       hineinragt,    jedoch vor dem     Spannungsgefälle-          raum    zwischen den Elektroden 6 und 7 en  det. Sie werden dadurch nicht merklich von  aus der Entladungsbahn heraustretenden  Ladungsträgern     getroffen.     



  Bei dem den Kathodentopf 7 tragenden  Glasteil 3 setzt sich die Wand in üblicher  Weise in einen nach innen ragenden Teil 15  fort. Der Kriechweg zwischen den Metall  teilen 1 und 7 hat hier eine Länge, die mehr  als das dreifache der in der     Achsenrichtung     gemessenen Länge des Glasteils 3 beträgt.      An dem Anodenende der Röhre ist ein der  artiger in das Vakuum hineinragender Wand  teil nicht vorgesehen. Die Anode besteht aus  einer Scheibe 9 aus hochschmelzendem Me  tall, beispielsweise Wolfram, die an einem  verhältnismässig dünnen Stab 10 befestigt ist.  Der Stab ist seinerseits an einer Metallplatte  11 befestigt, an deren Rand die Innenwand  der Falte 4     angeschmolzen    ist.

   Dadurch,  dass die Verbindung des Glasteils 2 mit der  Anode nach dem Ende der Röhre verlegt  ist, wird verhindert, dass sie durch Wärme  leitung aus der beim Betriebe hoch erhitzten  Scheibe 9 auf eine zu hohe Temperatur ge  bracht wird. Die Isolierung hat jedoch nicht  darunter zu leiden, denn die gesamte     Isolier-          länge    des Teils 2 beträgt noch immer mehr  als das Doppelte der in der Längsrichtung  der Röhre gemessenen Länge dieses Teils.  



  Durch die beschriebene Formgebung der  Röhrenwand gelingt es, Röntgenröhren für  300     kV    herzustellen mit einer     achsialen     Länge von ungefähr 30 cm.  



  Selbstverständlich kann die Röhre nach  der Erfindung auch eine Entladungsröhre  sein, die nicht einen die Entladungsbahn  umgebenden, leitenden Wandteil besitzt, oder  deren Glaswand einen doppelseitigen, leiten  den Belag zur Bildung einer     äquipotentialen     Strecke hat.  



  Die Röhrenwand kann auch über einen  so grossen Teil ihrer Länge mit einem     Äqui-          potentialteil    versehen sein, dass die nach in  nen ragenden, isolierenden Wandteile durch  ihn umschlossen werden und diese Teile mit  der ganzen Hochspannung belastet werden,  das heisst jedes Röhrenende mit der halben  Betriebsspannung, wenn beide Elektroden  vom     Äquipotentialteil    für Hochspannung iso  liert sind oder mit der ganzen Betriebsspan  nung, wenn dies nur mit einer Elektrode der  Fall ist.  



  Die Anode der Röhre kann auch gekühlt  sein. Wenn die Anode die bei Röntgenröhren  gebräuchliche Gestalt eines wärmeleitenden  Körpers mit darin eingebetteter     Auftreffplatte     für die Kathodenstrahlen aufweist, wird es  meistens nicht nötig sein, dass die Verbin-         dung    der Glaswand mit dem metallenen  Träger der Anode an dem Röhrenende liegt,  wie in der Zeichnung dargestellt; auch kann  die Glaswand 2, ebenso wie der Teil 3, in  der Zeichnung eine nach innen ragende Stulpe  haben, an deren innerem Ende der metallene  Anodenträger befestigt ist.  



  In den Falten 4 und 5 ist ein fester Iso  lator (12 und 13) angeordnet. Dieser ver  hindert ein Durchschlagen     zwischer    den ein  ander gegenüberliegenden Wänden der Falte,  die einen hohen Spannungsunterschied haben  und nicht durch einen Vakuumraum getrennt  sind,  Der Isolator 13 besitzt einen innern Vor  sprung 14, der in die Stulpe 15 hineinragt  und ein Durchschlagen zwischen den Strom  zuführungsleitungen 16 und 17 und der Wand  der Stulpe 15 verhindert.  



  Um die Möglichkeit des Auftretens schäd  licher     Ionisationserscheinungen    soviel wie  möglich zu verhindern, kann man die unver  meidlichen Zwischenräume zwischen den  festen Isolatoren und der Glaswand, zwischen  dem vorstehenden Teil 14 und der Drähten  16 und 17 und zwischen dem Isolator 12  und dem Stromleiter 18 der Anode mit einer  isolierenden Kittmasse, vorzugsweise einer  sich erhärtenden, nicht schrumpfenden Iso  liermasse,     auffüllen.     



  Wenn die Röhre in eine Schutzhülle ein  gesetzt wird, die mit Stützteilen zur Auf  nahme der Röhrenenden versehen ist, so sind  diese und die Isolatoren 12 und 13 einander  zweckmässig so anzupassen, dass sie zusam  men ein Ganzes bilden. Gegebenenfalls kann  man die Isolatoren 12 und 13 als Teile einer  in Form eines einheitlichen Körpers herge  stellten Röhrenfassung ausführen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Hochspannungsentladungsröhre, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens an einem Ende der Röhre die das Vakuum begrenzende Wand eine die Röhrenachse zylindrisch um gebende, nach aussen offene isolierende Falte aufweist, die bis vor dem zwischen den Elektroden liegenden Hochspannungsgefälle- raum in das Vakuum hineinragt und mit einem isolierenden Medium gefüllt ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Hochspannungsentladungsröhre nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Röhrenwand in der Mitte einen Äqui- potentialteil aufweist.
    2. Hochspannungsentladungsröhre nach Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Falte ein fester Isolator an geordnet ist. 3. Hochspannungsentladungaröhre nach Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, EMI0004.0009 dass <SEP> der <SEP> Isolator <SEP> einen <SEP> innern <SEP> Vorsprung <tb> aufweist, <SEP> der <SEP> in <SEP> eine <SEP> die <SEP> Elektrode <SEP> tra gende <SEP> Stulpe <SEP> hineinragt. <tb> 4. <SEP> Hoehspannungsentladungsröhre <SEP> nach <SEP> Un teranspruch <SEP> 2, <SEP> dadurch <SEP> gekennzeichnet, <tb> dass <SEP> von <SEP> der <SEP> Falte <SEP> und <SEP> dem <SEP> festen <SEP> Isola tor <SEP> eingeschlossene <SEP> Hohlräume <SEP> mit <SEP> einer <tb> isolierenden <SEP> Bittmasse <SEP> aufgefüllt <SEP> sind.
CH199584D 1936-12-16 1937-12-14 Hochspannungsentladungsröhre. CH199584A (de)

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