CH199588A - Künstlich gekühlte Hochdruckquecksilberdampfentladungsröhre. - Google Patents
Künstlich gekühlte Hochdruckquecksilberdampfentladungsröhre.Info
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Description
Künstlich gekühlte Hochdruckquecksilber dampfentladnngsröhre. Es sind künstlich gekühlte Hochdruck- quecksilberdampfentladungsröhren bekannt, die Elektroden in festem Aggregatzustand enthalten, welche beim Betrieb der Röhre nach deren Innern zu nur wenig, d. h. weniger als 5 mm aus einer sie umgebenden, aus Quecksilber oder Amalgam bestehenden Menge an verdampfbarem Metall herausragen. Diese Röhren können mit sehr hohen Belastungen (die in der Regel erheblich grösser sind als 400 Watt pro cm Länge der Entladungsbahn) und sehr hohen, eine starke Einachnürung der Entladung bewirkenden Dampfdrucken betrieben werden.
Dadurch, dass die festen Elektroden nur wenig aus der Menge an ver- dampfbarem Metall herausragen und die Röhren künstlich gekühlt werden, zum Beispiel mit Hilfe von längs der Röhre entlang fliessen dem Wasser, findet eine starke Abfuhr der an den festen Elektroden entwickelten Wärme statt, wodurch eine vorzeitige Zerstörung dieser Elektroden hintangehalten wird.
Es wurde gefunden, dass es sehr vor teilhaft ist, die Röhre mit Gleichstrom zu betreiben. In diesem Falle kann eine erheb lich längere Lebensdauer der Röhren erreicht werden als bei Wechselstrombetrieb.
Die Erfindung ermöglicht nun eine Ver besserung der oben beschriebenen Röhrenart, wodurch sich diese für Gleichstrombetrieb besser eignet.
In der erfindungsgemässen Röhre ist der Querschnitt des aus der Menge an verdampf- barem Metall nach dem Röhreninnern zu herausragenden Teils der Anode grösser als der Querschnitt des herausragenden Teils der Kathode. Hierdurch wird unter sonst gleichen Verhältnissen eine verlängerte Lebensdauer erreicht, was in nachstehender Weise erklärt werden kann. Bei gleichem Querschnitt der Kathode und Anode würde bei Gleichstrom betrieb der aus der Metallmenge hervorra gende Teil der Anode heisser werden als der entsprechende Teil der Kathode. Dadurch würde an der Anodenseite anfänglich eine stärkere Verdampfung der Metallmenge statt finden als an der Kathodenseite.
Der Abstand, um den die Anode beim Betrieb aus der ver- dampfbaren Metallmenge herausragt, würde dann grösser werden als der Abstand, um den die Kathode aus der Metallmenge heraus ragt. Die Anode würde dann eine noch er heblich höhere Temperatur zeigen, was die Lebensdauer der Anode verringern würde.
Dadurch, dass der Querschnitt der Anode der erfindungsgemässen Röhre gegenüber dem jenigen der Kathode vergrössert ist, ist der Anodenfall und somit die an der Anode ent wickelte Wärme verringert. Überdies findet unter sonst gleichen Verhältnissen eine bes sere Wärmeableitung durch die Anode hin durch zu der verdampfbaren Metallmenge und von dort zu dem Kühlmittel statt. Auch ist die Wärmeausstrahlung des aus der Me tallmenge herausragenden Teils der Anode infolge des grössere Anodenquerschnittes ver grössert. Der von der verdampfbaren Metall menge entwickelte und längs der Anode streichende Dampf findet auch eine grössere Berührungsfläche mit der Anode, was eben falls eine verbesserte Wärmeabfuhr zufolge hat.
In dieser Weise wird eine vergrösserte Wärmeabgabe der Anode erreicht, ohne dass der Abstand, um den die Anode aus der ver- dampfbaren Metallmenge herausragt, ver grössert wird. Hieraus ergibt sich eine ver längerte Lebensdauer der Anode und somit der Entladungsröhre.
Zweckmässig wird der Querschnitt der Anode 1,5 bis 5 Mal grösser als der Kathoden querschnitt gemacht. In jedem praktischen Falle kann durch einige Versuche das gün stigste Verhältnis leicht experimentell fest gestellt werden.
Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbei spiel des Erfindungsgegenstandes schematisch dar.
Die abgebildete Entladungsröhre besteht aus einem zylindrischen Quarzrohr 1 mit innerem bezw. äusserem Durchmeseer von 2 bezw. 4 mm. Die Röhre ist mit zwei Elek troden in festem Aggregatzustand 2 und 3 versehen, die von den Enden von zwei durch die Wand der Entladungsröhre geführten Wol- framdrähten 4 und 5 gebildet werden. Der Durchmesser der Elektrode 2 beträgt 600 Mikron, während der Durchmesser der mit 3 bezeichneten Elektrode 1000 Mikron ist.
Die Röhre wird mit Gleichstrom betrieben, wobei die Elektrode 2 die Kathode und die Elektrode 3 die Anode bildet. Die Glüh- kathode 2, die nicht von einem besondern Heizstrom, sondern von der Entladung ge heizt wird, kann gegebenenfalls mit stark elektronenemittierenden Stoffen, etwa Erd- alkalioxyd, versehen sein. Die Kathode und Anode sind teilweise von einer Menge an verdampfbarem Quecksilber 6 umgeben und ragen nur wenig, d. b. weniger als 5 mm, vorzugsweise etwa 0,5 bezw. 1,5 mm aus dem Quecksilber hervor.
Infolge der niedri geren Temperatur in den Röhrenenden bleibt das Quecksilber hier haften. In der Röhre befindet sich auch eine Menge Argon unter einem Druck (bei Zimmertemperatur) von 50 mm Quecksilbersäule. Der gegenseitige Abstand der Elektroden 2 und 3 beträgt 12,5 mm.
Die beschriebene Entladungsröhre ist von einem zylindrischen Glasgefäss 7 umgeben, das an den Enden durch Pfropfen 8 und 9 abgeschlossen ist, durch die die Stromzufüb- rungadrähte 10 und<B>11</B> geführt sind. Diese Drähte sind von isolierenden Röhrchen 12 und 13 umgeben. Durch das Gefäss 7 wird eine Kühlflüssigkeit, am einfachsten Wasser, geführt, das längs der Röhre 1 strömt und eine intensive Kühlung der Entladungsröbre bewirkt. Die Röhre wird über einen Wider stand an eine Gleichstromquelle angeschlossen, deren Spannung z.
B. 600 Volt beträgt, wo bei der Vorschaltwiderstand derart eingestellt werden kann, dass der Strom, nachdem die Entladung ihren Endzustand erreicht hat, 2 Amp. ist. Die Spannung zwischen den Elek troden beträgt dabei 500 Volt, was einem Quecksilberdampfdruck von ungefähr 100Atm. entspricht. Die Belastung der Röhre beträgt 800 Watt pro cm Länge der Entladungsbahn. Falls das Gefäss 7 aus einem Material hergestellt wird, das ultraviolette Strahlen durchlässt, kann die Röhre nicht nur zum Aussenden von sichtbarem Licht, sondern auch von ultravioletten Strahlen benutzt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Künstlich geküblte Hochdruckquecksilber- dampfentladungsröbre mit Elektroden in festem Aggregatzustand, die beim Betrieb der Röhre nach deren Innern zu nur wenig aus einer sie umgebenden, aus Quecksilber oder Amal gam bestehenden Menge an verdampfbarem Metall herausragen, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des aus dieser Metall menge nach dem Röhreninnern zu heraus- ragenden Teils der Anode grösser ist als der Querschnitt des aus der Metallmenge heraus ragenden Teils der Kathode.UNTERANSPRUCH: Entladungsröhre nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Querschnitt der Anode das I,5-5fache des Querschnit tes der Kathode beträgt.
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