CH199589A - Metalldampfentladungslampe mit aktivierten Elektroden. - Google Patents
Metalldampfentladungslampe mit aktivierten Elektroden.Info
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Description
lwietalldampfentladungslampe mit aktivierten Elektroden. Die Erfindung betrifft eine Entladungs lampe, in welcher der elektrische Bogen in Dämpfen verdampffähiger Metalle brennt, z. B. in Dämpfen von Quecksilber, Kadmium und dergleichen. Bei diesen Lampen machte bisher die Metallfüllung grosse Schwierig keiten. Wenn die Füllung so gross war, dass beim Betrieb ein Überschuss von Metall in flüssiger oder fester Form in der Röhre blieb, so eignete sich die Lampe nicht für hohe Leistungen, da sich nach längerem Betriebe die Röhre so erwärmte, dass der Druck der Metalldämpfe zu hoch wurde und die Lampe erlosch.
Es wurden deshalb Röhren herge stellt, bei denen die Füllung derart dosiert wurde, dass beim Betriebe das Metall nur in Dampfform in der Röhre vorhanden war. Bei diesen Röhren machte das Abmessen der Füllung Schwierigkeiten, sowie auch der Umstand, dass der gesamte Druck in der Röhre sich nach längerem Betriebe änderte und dass eine solche Röhre auf Überheizung sehr empfindlich war. Es wurde vorgeschlagen, einen besonderen Speicher anzuordnen, in welchem sich das Metall in Überschuss befand, und welcher beheizt wurde, um den nötigen Dampfdruck zu erreichen. In diesem Falle war jedoch die Schwierigkeit entstanden, dass bei dem An zünden der Lampe alles in der Röhre be findliche Metall in dem noch kalt bleibenden Speicher kondensiert wurde und das Zünden eine lange Zeit beanspruchte.
Gemäss der vorliegenden Erfindung ist zwischen dem Speicher und dem Entladungs gefäss ein aus einem gapillarrohr und einem in dieses frei eingelegten Stück Metalldraht bestehendes Ventil vorgesehen, derart, dass die im kalten Zustande der Lampe nieder geschlagenen Dämpfe des Metalles zwischen dem Draht und der Kapillarrohrwand ange häuft sind und durch Adbäsion den Durch gang schliessen, so lange die Temperatur im Speichergefäss für die Entwicklung von Me talldämpfen zu gering ist. Die Sperrung dauert so lange, bis der Speicher und das Verbindungsrohr sich so weit erwärmt haben, dass das Metall in diesen verdampft.
Das gemäss der Erfindung angeordnete Ventil wirkt zuverlässig, da es keine bewegte Teile aufweist, sondern ausschliesslich durch Ad häsion wirkt, und als weiterer Vorteil ist die Möglichkeit einer einfachen Herstellungs weise anzuführen.
Zur Erwärmung des Speichers kann eine selbständige äussere Wärmequelle benützt werden. Bei einer bevorzugten Ausführungs form der Lampe nach der Erfindung wird aber die eigene, beim Brennen entstehende Wärme der Röhre zur Erwärmung des Spei chers benützt, die entweder unmittelbar durch Strahlung oder auch durch besondere, wärme leitende Mittel auf den Speicher übertragen werden kann. Durch bessere oder schlechtere Wärmeleitung kann man den Druck in der Röhre und damit auch die Spannung und Leistung der Lampe nach Belieben einstellen und ihn ohne jede weitere Überwachung ständig innehalten. Dann regelt sich eine solche Lampe selbsttätig auf die eingestellte Höchstleistung (in Watt).
Wird der Druck, bei dem die Leistung eine maximale ist, überschritten, so sinkt die Leistung des Bogens, also auch die Temperatur der Röhre. Damit vermindert sich aber wieder die Wärmeübertragung auf den Speicher und die Dämpfe beginnen sich zu kondensieren, bis der Druck wieder die der Höchstleistung entsprechende Höhe erreicht.
Eine ähnliche Wirkung des selbsttätigen Regelns lässt sich bei einer andern Aus führungsform dadurch erzielen, dass man den Speicher durch einen der Lampe vorge schalteten Widerstand erwärmt, der um so weniger heizt, je grösser der Widerstand der Lampe ist.
Im normalen Betriebszustande schnürt sich der Bogen in ein schmales Band zu sammen. Diese Entladung zerstört die Elek troden gewöhnlich in kurzer Zeit. Um diesen Mangel zu beheben, ist es deshalb vorteil haft, Elektroden zu benützen, die aus zwei ineinander gelegten Schüsseln bestehen, wo bei der so entstandene Ringraum mit akti- vierter Masse ausgefüllt und die innere Schüssel mit einer Spitze versehen ist, die aus dieser Schüssel herausragt und die die Punktentladung übernimmt, wodurch die untern Teile der Elektroden geschützt werden.
Eine beispielsweise Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung ist in der Zeich nung dargestellt, und zwar zeigen: Fig. 1 und 2 eine erfindungsgemässe Ent ladungslampe in zwei zueinander senkrechten Schnitten, Fig. 3, 4 und 5 die Elektroden in zwei zueinander senkrechten Schnitten und einer Draufsicht.
Gemäss Fig. 1 ist 1 die,<B>U-</B> oder V-förmig gebogene Entladungsröhre, die vorzugsweise aus schwer schmelzbarem Glas oder Quarz hergestellt ist und an jedem Ende eine Elek trode 2 bezw. 3 besitzt. Der Speicher 4 ent hält das Quecksilber 6 in flüssiger Form oder als festes Amalgam und ist annähernd in der Mitte zwischen den Enden der Röhre 1 angeordnet und oben durch das Kapillar rohr 5 mit der Biegung der Röhre 1 ver bunden. In das Kapillarrobr ist frei, d. h. ohne irgendwo befestigt zu sein, ein Platin draht 7 (Fig. 2) eingeschoben. Die Röhre 1 ist unter niedrigem Druck mit einem Zünd- gas, z. B. Argon, gefüllt.
Die Quecksilber füllung befindet sich teils in der Röhre 1, teils im Speicher 4 und im Kapillarrohr 5.
Beim Anzünden entsteht zuerst eine Glimmentladung; zugleich beginnt aber das in der Röhre 1 befindliche Quecksilber zu verdampfen, so dass die Leistung der Lampe bald. zunimmt. Das in dem Kapillarrohr 5 kondensierte Quecksilber schliesst die Verbin dung zwischen dem Speicher und dem Rohr so lange, bis sich das gapillarrohr und der Speicher genügend erwärmt haben. Dann beginnt auch das Quecksilber 6 im Speicher 5 zu verdampfen, wodurch der Druck im Rohr erhöht wird. Die Lampe erreicht nun dauernd ihre normale Leistung. Der Druck im Speicher 4 bestimmt nach der Erwärmung des letzteren auch den Druck im Rohr 1.
Um dem Speicher 4 die erforderliche Wärmemenge zuzuführen, ist er aussen durch wärmeübertragende Mittel, z. B. Aluminium bleche 8, mit den Enden der Röhre 1 ver bunden. Beim Auslöschen der Lampe schlägt sich ein Teil der Quecksilberdämpfe in dem Speicher 4 und dem gapillarrohr 5 und ein Teil in der Entladungsröhre 1 selbst nieder. Versuche haben gezeigt, dass die Lampe sehr schnell etwa 70 0% und nach 4 Minuten schon 90 % ihrer Normalleistung erreicht.
Die in den h'ig. 3, 4 und 5 dargestellte Elektrode besteht aus einer äussern Schüssel 10 und einer innern Schüssel 11, zwischen denen sich die aktivierte Masse 14 befindet, sowie aus der Spitze 12 und dem Strom leiter 13.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Selbstzündende Metalldampfentladungs- lampe mit aktivierten Elektroden und einem Speicher für das verdampffähige Metall, da durch gekennzeichnet, dass zwischen dem Speicher- und dem Entladungsgefäss ein aus einem Kapillarrohr und einem in dieses frei eingelegten Stück Metalldraht bestehendes Ventil vorgesehen ist, derart, dass die im kalten Zustande der Lampe niedergeschla genen Dämpfe des Metalles zwischen dem Draht und der Kapillarrohrwand angehäuft sind und durch Adhäsion den Durchgang schliessen, so lange die Temperatur im Spei chergefäss für die Entwicklung von Metall dämpfen zu gering ist.UNTERANSPRüCHE 1. Entladungslampe nach Patentanspruch mit einer<B>U-</B> oder V-förmigen Entladungsröhre und einem zwischen den beiden Röhren enden angeordneten Speichergefäss, da durch gekennzeichnet, dass wärmeleitende Mittel vorgesehen sind, die die Rohrenden des Entladungsgefässes umhüllen und mit dem Speichergefäss in Verbindung stehen, so dass die durch die Lampe erzeugte Wärme auf den Speicher übertragen und dadurch in demselben Dampfentwicklung bewirkt wird. 2. Entladungslampe nach Patentanspruch und Unterauspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ihre Elektroden mit einer über die untern Teile derselben hervorragenden Spitze versehen sind, welche die Ent ladung beim normalen Betriebszustande der Lampe übernimmt.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH (1) | CH199589A (de) |
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1937
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