CH199711A - Elektrische Heizanlage für intermittierende Stromaufnahme. - Google Patents

Elektrische Heizanlage für intermittierende Stromaufnahme.

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CH199711A
CH199711A CH199711DA CH199711A CH 199711 A CH199711 A CH 199711A CH 199711D A CH199711D A CH 199711DA CH 199711 A CH199711 A CH 199711A
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Walter Von Sauer
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Walter Von Sauer
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  • Steam Or Hot-Water Central Heating Systems (AREA)

Description


  Elektrische Heizanlage für     intermittierende    Stromaufnahme.    Vielfach sind die     Verteilungsnetze    der  Elektrizitätswerke und     mitunter    auch die  Kraftwerke selbst insofern nur .gering aus  genutzt, als sie für die höchste     Belastungs-          spitze    bemessen     ,sein    müssen, die jedoch er  fahrungsgemäss nur einmal im Jahre für  wenige Stunden auftritt;

   während aller  übrigen Stunden des     Jahres    hingegen sind  die Leitungen und Kabel nur zu einem mehr  oder weniger geringen     Bruchteil    ihrer Lei  stungsfähigkeit beansprucht.     Diese    Tatsache  ergibt sich in erster Linie aus dem Anschluss  der Lichtabnehmer, deren Strombedarf natur  gemäss durch     Jahres-        und.    Tageszeit bestimmt  wird. Zwar hat man versucht, einen Aus  gleich durch den Anschluss elektrischer Herde  und     Heisswasserspeicher    zu schaffen, welch  letztere namentlich während der Nachtzeit  Strom entnehmen, doch sind     diese    zusätz  lichen Verbraucher nicht in der Lage, eine  gleichmässige Belastung .des Netzes herbei  zuführen.

   Dieser Mangel     ist    für die     Elek-          trizitätsversorgungsunternehmen    um so fühl-    barer, als     gerade    das Verteilungsnetz und  namentlich das Niederspannungsnetz einen  besonders hohen Kapitalaufwand erfordert,  der ein Mehrfaches der Kosten für die Er  richtung     .des        Kraftwerkes    beträgt. Es ist  daher, wie in neuerer Zeit erkannt wurde,  weit     wichtiger,    das Verteilungsnetz     eines     Elektrizitätswerkes gleichmässig zu     belaeten,     als     etwa    nur das Kraftwerk.  



  Dieses Ziel kann durch den Anschluss er  findungsgemässer     elektrischer    Heizanlagen  für     intermittierende    Stromaufnahme erreicht  werden, welche einen Wärmespeicher zur  Deckung des     Wärmebedarfes    während der       Stromsperrzeit    und ausserdem     eine    Heizein  richtung zur unmittelbaren Heizung während  .der Stromentnahmezeit     aufweisen.    Zwar er  fordert die elektrische Heizung zu ihrem  wirtschaftlichen Betrieb überaus niedrige  Strompreise, doch werden diese eingeräumt,  wenn solche Heizanlagen die Spitzenlast  nicht vergrössern und daher auch keine Er-           weiterung    der     bestehenden    Anlagen erfor  dern.

    



  Zur praktischen Verwirklichung der     bes-          seren    Ausnutzung der Elektrizitätswerke und  ihrer     Verteilnetze    sind die Zentralheizungs  anlagen vorzüglich     geeignet,    da man bei die  sen zum     Beispiel    nur den     Feuerungskessel     durch einen elektrischen Durchlauferhitzer  zu ersetzen und hydraulisch-parallel zu die  sem Durchlauferhitzer einen     ,Speicher    zu  schalten braucht. Eine solche Heizanlage ist  als Ausführungsbeispiel der Erfindung in  der Zeichnung veranschaulicht und im fol  genden näher erläutert.  



  litt 2 ist der Rücklauf und mit 3 der  Vorlauf einer gewöhnlichen Warmwasser  zentralheizungsanlage bezeichnet.     Zwischen     dem Rücklauf 2 und dem Vorlauf 3 ist der       Rehälter    4     eingeschaltet,    dessen     Rauminhalt     etwa 50     Liter    betragen möge und daher als  Durchlauferhitzer bezeichnet wird. Es     sei     ferner angenommen, dass der maximale     etünd-          liche    Wärmebedarf des Hauses 39000 WE       betrage.    Demzufolge muss der Durchlauf  erhitzer 4 eine     Leistungsaufnahme    von  
EMI0002.0020     
    aufweisen.

   Diese     Leistung    entnimmt er mit  Hilfe der Heizelemente aus dem Netz     F>,    die       zweckmässigerweise    in     mittels    der     Schütze     29a, 29b.<B>299e</B> einzeln schaltbare Gruppen  5a,     5b,   <B>5e</B> unterteilt sind, so dass eine jede  von ihnen 15     kW        aufnimmt.        Dem    Durch  lauferhitzer 4 ist der Speicher 7 parallel       geschaltet,    dessen Volumen sich aus dem  maximalen stündlichen Wärmebedarf des       Hauses    und nach der Dauer der Strom  unterbrechung richtet.

       Beträgt        diese        @Strom-          sperrzeit    drei Stunden, so muss er  <B>39000</B> - 3 =<B>117000</B> WE  aufspeichern. Da nun das Wärmegefälle  zwischen Vor- und Rücklauf normaler     Warm-          wasserzentralheizungsanlagen    20' beträgt,  aus jedem Liter Speicherinhalt mithin 20 WE  entnommen werden können,     errechnet    sich    das Volumen des Speichers in dem angenom  menen Falle zu  
EMI0002.0039     
    Die Heizelemente des Speichers sind     zweck-          mässigerwei6e    gleichfalls in drei     Guppen    9a,  9b, 9c     unterteilt,

      welche normalerweise über       das    Schütz 25 parallel zu den     entsprechenden     Gruppen 5a     bezw.    5b     bezw.    5c des Durch  lauferhitzers liegen.     Während    der     beispiels-          weise    neunstündigen     Betriebszeit        des    Durch  lauferhitzers 4 wird daher der Speicher 7  mit     ebensovielen    Heizelementen aufgeheizt,  wie Elemente des     Durchlauferhitzers    ein  geschaltet sind.

   Wird nun zur     'Spitzenzeit     die Stromaufnahme in     bekannter    Weise  durch die Sperruhr 30     unterbrochen,    so wird  das in dem     Durchleuferhitzer    4 befindliche  Warmwasser infolge der geringen Behälter  kapazität von 50 Liter     schnell        durch    den  Vorlauf entwichen     sein,    und es beginnt dann  der Speicher, sein     Warmwasser    abzugeben.

    indem er von dem rücklaufenden, etwa 20'  kälteren     Wasser    wieder aufgefüllt wird.     Der     Speicher ist     jedoch    so gross     bemessen,    dass       das    während der ganzen     Stromsperrzeit    vor  laufende     Wasser        konstante        Tmperatur    be  sitzt, dass also das in den     Speicher    zurück  laufende     Wasser    vor der     nächsten        Aufheiz-          periode    nicht     wieder    in den Vorlauf gelangt.

    Nach     Beendigung    der     Spitzensperre    werden  die beiden Sätze 5 und 9 von Heizwider  standegruppen wieder an das Netz an  geschlossen. Infolge des geringen     Wasser-          inhaltes    des     Durchlauferhitzers    erwärmt sich  das in diesem inzwischen abgekühlte     Wasser     nahezu augenblicklich und übernimmt nun  wieder die     alleinige        Versorgung    der Anlage,  bis :die     Wassertemperatur    im     .Speicrer    die       Wassertemperatur    des Durchlauferhitzers er  reicht hat.

   Tritt     dieser    Fall noch vor Be  endigung der     neunstündigen    .Stromentnahme  zeit ein, so läuft der 'Speicher bis zu deren       Beendigung    als zweiter Durchlauferhitzer  mit, weil die weitere Wärmeentwicklung     sei-          ner        Heizelemente    mit     Bezug    auf     das    vom  Durchlauferhitzer 4     geförderte        Wasser    eine      Auftriebskraft erzeugt.

   Wird nun, wie spä  ter im einzelnen noch näher erläutert wird,  dieses System in Abhängigkeit von der       Raumtemperatur        thermostatis.ch    ein- und  ausgeschaltet, so stellt sich in ihm von selbst  jene mittlere Wassertemperatur ein, die dem  jeweiligen Wärmebedarf das Gleichgewicht  hält. Bei milder gälte     wird        nämlich    der  Thermostat schon bei einer Oberflächen  temperatur der Radiatoren von beispielsweise  <B>35'</B>     ansprechen    und den     Durchlauferhitzer     ausschalten, während bei strenger     gälte    der  Thermostat erst bei Erreichen einer Radiator  temperatur von beispielsweise<B>75'</B> anspricht.  



       Es    kann nun aber vorkommen,     dass    der  Wärmebedarf eines     Hauses    gerade während  der Sperrzeit regelmässig     ,geringer    oder auch  grösser ist als während ;der Zeit der Strom  entnahme. Um     dieser-    Umstand     Rechnung     zu tragen, ist im gezeichneten Ausführungs  beispiel eine Differentialschaltung vorge  sehen, welche zum Beispiel aus den beiden  Widerstandsthermometern 10,<B>11</B>     besteht,     deren eines sich im Speicher 7 und deren  anderes sich im Durchlauferhitzer 4 befindet.

    Die beiden Thermometer sind     mittels    der       Widerstände    12,<B>13,</B> des     Verbindungsleiters    14,  sowie der     'Aromquelle    32 zu einer     Wheat-          stoneschen    Brücke geschaltet, deren Diagonale  22 über die Spule eines polarisierten Relais 23  führt, welches den     Stromkreis    der     Einschalt-          und    Haltespule 24 des     Schützes    25 steuert  und damit die Stromaufnahme der Heiz  widerstandsgruppen     9a,    9b,     9c        des    Speichers 7  beherrscht.

   Fliesst ein     Ausgleichstrom    in der  Brückendiagonale 22     bezw.    durch das Relais  23 in der einen Richtung, so wird der     Strom-          kreisder    Spule 24 geschlossen, der Speicher 7  also eingeschaltet;

       fliesst    dagegen ein     Aus-          glerchstrom    in der andern Richtung, so wird  die Heizung des Speichers     unterbrochen.     Durch Verschieben des     ,Schleifers    an     dein     zur Stromquelle 32 führenden     Leiter    17  längs der beiden Widerstände 12, 13 kann  man nun beliebig einstellen, bei welcher       Wideratands-differenz    zwischen den Thermo  metern 10 und 11     bezw.    bei welcher Tempe  raturdifferenz in den Behältern 7     und.    4     ;der       Strom in der Diagonale 22 Null sein soll.

    Befindet sich beispielsweise .der Schleifer des  Leiters 17     in    der elektrischen     Mitte    der  Widerstände 12 und 13, so tritt     Stromlosig-          keit    der Brückendiagonale bei Temperatur  gleichheit der Behälter 7 und 4 auf.

   Ist der  Schleifer     des    Leiters 17 dagegen,     wie    in der  Zeichnung     dargestellt,    aus der elektrischen       Mitte    ein wenig nach rechts verschoben, so  befindet sich die Brücke im Gleichgewicht,  wenn der Widerstand     .des    Thermometers 10  kleiner ist als der     -des    Thermometers 11       bezw.    wenn die Temperatur des Speichers 7  unter der Temperatur des     Erhitzers    4 liegt.

    Im allgemeinen wird jedoch gerade der um  gekehrte Fall erwünscht sein, das heisst     dass     das Speicherwasser eine etwas höhere Tem  peratur aufweist als das Wasser im Durch  lauferhitzer, weil erfahrungsgemäss die       Stromsperrzeiten    meistens gerade     in    die  Tagesstunden fallen, in denen der     grösste     Wärmebedarf herrscht.

   Man     wird    daher den  Schleifer am Leiter 17 aus der elektrischen       Mitte    der elektrischen Widerstände 12, 1,3  nach links verschieben und in der den Rück  lauf 2 mit dem Speicher 7 verbindenden     Lei-          tung    ein Ventil 8 vorsehen, um zu verhin  dern, dass     das    Speicherwasser nach Erreichen  der im Durchlauferhitzer herrschenden Tem  peratur an der Zirkulation teilnimmt.

   Dieses  Ventil kann     selbsttätig    arbeiten,     beispiels-          weise        elektromagnetisch    derart. gesteuert  sein,     -dass    es nach Einschalten der Anlage  geschlossen ist und sich bei Stromunter  brechung selbsttätig öffnet.  



  Die     Verschiebung        des    Schleifers des  Drahtes 17 längs der Widerstände 12, 13  erfolgt     zweckmässigerweise    längs einer Skala,  auf der die     positive    und     negative    Tempera  turdifferenz zwischen dem Wasser des Spei  chers 7 und dem des Durchlauferhitzers 4  aufgezeichnet ist.

   Da ,die beiden Wider  standsthermometer in     Differentialschaltung     liegen,     ist    der     @Stromfluss    in der Diagonale  22 in der Tat unabhängig von der wirklichen       Temperatur    und lediglich eine     Funktion    der  Temperaturdifferenz.     Überdies    schafft die       Verwendung    der Differentialschaltung die      Möglichkeit. die Thermometer 10,<B>1'1</B>     statt     aus     Edelmetalldraht    aus.

   gewöhnlichem  Kupferdraht zu wickeln und sie einer derart  hohen Strombelastung     auszusetzen,    dass der       Differentialstromfluss    in der Diagonale 22  verhältnismässig gross wird, wodurch das  Relais 23 spezifisch unempfindlicher, das  heisst robuster und billiger gebaut werden  kann.  



  Um zu verhindern,     dass    im Durchlauf  erhitzer 4, z. B. bei zu     starkem        Drosseln    des  Wasserumlaufes, gefährliche     Übertempera-          turen    auftreten, ist er mit einem sogenannten  Tauchregler 15 versehen, der in der     gemein-          - amen    Zuleitung 33 der Einschult- und  Haltespulen 34a, 34b. 34c für die Schütze  29a, 29b, 29c liegt und diese Spulen ab  schaltet, sobald die     eingestellte    Höchsttempe  ratur erreicht ist.

   Der Speicher 7 dagegen       benötigt    keinen solchen Tauchregler, weil in  ihm Übertemperaturen gar nicht     auftreten     können, sofern sein Inhalt und     seine    Ui  stungsaufnahme richtig bemessen sind und  Gewähr für die Einhaltung der     %Schaltzeiten          besteht;    werden     diese    durch     Synchronuhren     bestimmt, so     erscheint    diese     Voraussetzung     hinreichend erfüllt.  



  Die Anlage lässt sich sehr leicht derart  in Abhängigkeit von der in den zu beheizen  den Räumen     gewünschten    Lufttemperatur  regeln, dass auf schnellste Weise alle Räume  aufgeheizt werden, ohne irgendwo Über  temperaturen zu erzeugen. Zu diesem       Zwecke    wird in     jedem    der zu beheizenden  Räume ein Thermostat 18a, 18b,<B>18e,</B>     18d   <B>...</B>  vorgesehen. Die Thermostaten sind solche,  welche bei steigender Temperatur einschal  ten. und sie liegen sämtlich in Reihe mit der  Steuerspule 19 eines in der     gemeinsamen    Zu  leitung 33 der Spulen     34a,    34b, 34e liegen  den     Quecksilberschalters    20.

   Hat     beispiels-          weise    der Thermostat 18a die     Endtempera-          tur    erreicht, so schliesst sein Kontakt.     Es     sei angenommen,     dass    dabei gleichzeitig der  Heizkörper     des    betreffenden Raumes auto  matisch dadurch     geschlossen    werde, dass die  Thermostaten mit zusätzlichen     Kontaktsätzen     ausgerüstet sind, die im Stromkreis von elek-         tromagnetischen        Ventilen        liegen,

          mittels     derer die weitere     Wärmezufuhr    zu den  Radiatoren unterbunden wird.     Hierdurch     wird die Temperatur des vorlaufenden     Was-          sers    alsbald     zunehmen,    so dass der     nächste     Thermostat, z.

   B. 18b, um     so    schneller seinen  Kontakt schliesst, worauf der     ,Heizkörper    in  dem betreffenden Raum gleichfalls     abgestellt     wird, ohne jedoch die     Stromaufnahme    der  Anlage zu     beeinflussen.    Die Wassertempe  ratur wird daher nun sehr     rasch    ansteigen  und die übrigen     Thermostaten    um so schneller  zur     Schliessung    ihrer Kontakte     veranlassen.     Erst wenn der letzte     Thermostat    angespro  chen hat, wird der     Stromkreis    der Spule 19       geschlossen,

      der     Quecksilberschalter    20 hier  durch geöffnet, wodurch die Spulen 34a, 34b,  34e der     Hauptschütze    29a, 29b, 29e stromlos  werden und alle     Heizwiderstandsgruppen    der  Anlage     abschalten.    Sobald jedoch in einem  Raum die Temperatur den     eingestellten    Wert  wieder     unterschreitet,        wird    der Stromkreis  der Spule 19 wieder     unterbrochen    und da  durch die     Schützen    29 wieder eingeschaltet.  



  Um nun zu     vermeiden,    dass bei kleinerem       Wärmebedarf    die     Anlage    mit vollem An  schlusswert     betrieben        wird,    was ein     häufiges     Ein- und     Ausschalten    grosser     Leistungen    und  daher     unerwünschte        Stromstösse    im Netz zur  Folge haben würde, sind, wie     bereits    er  wähnt,

   die     Heizwiderstandsgruppen    des  Durchlauferhitzers 4 und des Speichers 7 in       beispielsweise    je zwei     Gruppen        unterteilt.    Im  Stromkreis der Spulen 84b und 34c des zwei  ten und     dritten        Schützes    29b und 29c wer  den daher Schalter     35b        bezw.   <B>35e</B>     vorgesehen,     die     aufeinanderfolgend        oder    gegebenenfalls  auch gleichzeitig erst bei grösserem Wärme  bedarf     geschlossen    werden.

       Diese    Schalter  können unter Einfluss der     Aussentemperatur     stehende     Thermostaten    sein, welche auf ver  schiedene     Ansprechtemperaturen        eingestellt          sind.     



  Die bisher     beschriebene    Anlage erfüllt die       Bedingung,    dass ein Gebäude in     kürzester          Zeitspanne    aufgeheizt     wird,    ohne     da.ss    irgend  wo     Übertemperaturen        entstehen,    wobei die  Aufrechterhaltung der in den     verschiedenen         Räumen jeweils gewünschten Temperatur  durch das     Vorhandensein    der erwähnten  Thermostaten     selbsttätig    erfolgt.

   Es kann  nun aber überdies erwünscht sein, dass die  Erreichung     bezw.    die Aufrechterhaltung der  gewünschten Raumtemperaturen     unter    Be  grenzung der in den Radiatoren herrschen  den Wassertemperatur erfolgt. Bei     mildem     Wetter wird es beispielsweise als angenehmer  empfunden werden, wenn die Oberflächen  temperatur der Heizkörper dauernd nur un  gefähr 45   C beträgt, als wenn die Radia  toren zeitweilig mit<B>80'C</B> gespeist werden.

    Um dies zu erreichen, können nie Spulen  34a 34b 34e .der Schütze 29a, 29b, 29c in  Reihe mit weiteren Thermostaten 36a, 36b,  <B>36e</B> liegen, welche an irgend einer     .Stelle    des  zirkulierenden Systems sitzen und beispiels  weise Tauchregler sind, die, wie     der,Sicher-          heitsregler    15, im. Durchlauferhitzer 4 an  geordnet sind. Jeder     dieser    Tauchregler ist  nun auf eine andere     Ansprechtemperatur    ein  gestellt.     Es    sei angenommen, dass der Regler  36a bei 40' C, der Regler 36b bei 45' C und  der Regler     3,6c    bei<B>50'</B> C seine Kontakte  öffnet. Öffnet sich nach     längerer    Betriebs  pause, z.

   B. im Herbst, einer der Thermo  staten 18a<B>...</B> 18d, so wird die Wassertempe  ratur im Durchlauferhitzer zum Beispiel 15  bis 20' C betragen. Infolgedessen werden  alle drei Thermostaten 36a, 36b,<B>36e</B> geschlos  sen sein, so dass jetzt alle drei     Heizwider-          standsgruppen    5a, 5b, 5e des Durchlauf  erhitzern 4 .Strom aufnehmen. Da (nach Vor  aussetzung) jedoch nur einer der Thermosta  ten 18a..-. 18d geöffnet     hatte,    das heisst nur  in einem einzigen Raum     Untertemperatur     herrscht und durch die automatische Steue  rung der     Radiatorventile    auch nur die Radia  toren in dem einen Raum offen sind, wird  die Wassertemperatur im Durchlauferhitzer  sehr schnell ansteigen.

   Sobald sie 40' C er  reicht hat, wird der Tauchregler 36a öffnen  und daher die     Heizwiderstandsgruppe    5a ab  schalten. Die     Wassertemperatur    wird dann  zwar langsamer, aber doch weiter ansteigen  und schliesslich den Regler 36b zum An  sprechen     bringen    und damit die Abschaltung    der     lleizwiderstandsgruppe        5b    bei einer     'rem-          peratur    von 45   C zur Folge haben. Die  dritte     Heizwiderstandsgruppe    5e übernimmt  nun die Heizung des     dntertemperierten    Rau  mes allein.

   Ist auch seine     Leistung    noch  so gross, dass die     Wassertemperatur   <B>50'</B> C  übersteigt, so wird auch diese dritte Reiz  widerstandsgruppe 5c unter Wirkung des  Thermostaten 3,6e zeitweilig     ausschalten,        bis     ,die Wassertemperatur wieder unter<B>50'</B> C  sinkt.

   Ist dagegen die Leistung der einen  Heizwiderstandsgruppen 5c zu klein, um  nach Ausschalten des     Heizkörpers    5b die  Wassertemperatur von     45'C    aufrechtzuerhal  ten, so wird vorübergehend die     Heizwider-          standsgruppe    5b     eingeschaltet.    Dieses wech  selseitige Spiel zwischen den Reglern 36a,  36b und 36e wird sich so lange wieder  holen,     bis    auch der     letzte    der Thermostaten       18a   <B>...</B> 18d seinen Kontakt wieder     gesehlos-          sen    hat.  



  Die     Regler    36a, 36b, 36c sind zweck  mässigerweise so beschaffen, dass ihre An  sprechtemperatur beliebig eingestellt werden  kann.  



  Die     Leistung    der im Speicher 7 vor  gesehenen     Heizwiderstandsgruppe    ergibt sich  einerseits aus den aufzuspeichernden WE  und anderseits aus -der Dauer -der zu ihrer  Bereitstellung verfügbaren     Aufheizzeit.    Be  trägt diese     Aufheizzeit    beispielsweise neun  Stunden, so muss die Leistung der     Heiz-          widerstandsgruppen    bei dem oben angenom  menen Ausführungsbeispiel  
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    betragen. so dass die Anlage während der  Stromentnahmezeit     maximal     45     -f-    15.2 = 60,2     kW     benötigt.

   Da der Speicher -nur .den statischen  Druck -der Wassersäule auszuhalten hat, der  bei der üblichen Gebäudehöhe kaum mehr als  1-11/2     Atm.    beträgt, so kann er     aus    ver  hältnismässig .dünnen Blechen     bestehen,    wel  che     zweckmässigerweise    zusammengeschweisst  und sodann in.     bekannter    Weise isoliert wer  den.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrische Heizanlage für intermittie- rende Stromaufnahme, gekennzeichnet durch einen Wärmespeicher zur Deckung des Wärmebedarfes während der Stromsperrzeit und durch eine Heizeinrichtung zur un mittelbaren Heizung während der @Strom- entnahmezeit. UNTERANSPRüCHE: 1.
    Als Zentralheizungsanlage ausgebildete Anlage nach Patentanepruch, gekenn zeichnet durch einen elektrischen Durch lauferhitzer, der zwischen Rück- und Vorlauf der Anlage und hydraulisch parallel zu einem elektrisch beheizten Speicher liegt. ?.
    Anlage nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl der Durch lauferhitzer, als auch der Speicher je ein Eintauchwiderstandsthermometer be sitzen, welche derart in eine Schaltein- richtung eingeschaltet sind, dass sie ein Relais beeinflussen, welches die Strom aufnahme des Speichers unterbricht, sobald dessen Inhalt eine Temperatur er reicht hat, die um ein bestimmtes ein stellbares Mass von der im Durchlauf erhitzer herrschenden Wassertemperatur abweicht. 3.
    Anlage nach Unteranspruch 2, gekenn zeichnet durch ein im Kreislauf des Speichers liegendes Ventil. I. Anlage nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil selbst- tätig während der Stromaufnahme des Speichers geschlossen und in der Strom sperrzeit geöffnet wird. 5.
    Anlage nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch in den verschiedenen Räu men angebrachte Thermostaten, welche bei steigender Temperatur elektrische Kontakte schliessen, wobei die Kontakte der verschiedenen Thermostaten in Reihe liegen, so dass nach Schliessen des letzten Kontaktes der Stromkreis einer Vorrich tung geschlossen wird, durch deren An sprechen die Stromaufnahme des Durch lauferhitzers unterbrochen wird. 6.
    Anlage nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Thermostat beim Schliessen seines Kontaktes einen besonderen Stromkreis steuert, in wel chem elektromagnetisch gesteuerte Ab sperrventile für die Radiatoren liegen. 7.
    Anlage nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizwider- standsgruppen des Durchlauferhitzers in mehrere, einzeln schaltbare Einheiten unterteilt sind und dass die verschiedenen Schütze für diese Einheiten von Thermo staten gesteuert werden, welche auf die an einer Stelle des Rohrsystems herrschende Temperatur ansprechen und deren jeder auf eine andere An6prech- temperatur einstellbar ist,
    so dass ein jeder Thermostat bei Erreichen seiner Ansprechtemperatur das ihm zugeord- nete Schütz ausschaltet, um es bei Unter schreiten dieser Temperatur wieder ein- zuschalten. B.
    Anlage nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in Reihe mit den Thermostaten des zweiten, dritten, vier ten usw. Schützes weitere Schalter liegen. 9. Anlage nach Unteranspruch B. dadurch gekennzeichnet, dass die Schalter die Kontakte von Thermostaten sind, die unter Einfluss der Aussentemperatur stehen.
CH199711D 1934-07-25 1935-07-25 Elektrische Heizanlage für intermittierende Stromaufnahme. CH199711A (de)

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