CH199785A - Verfahren zur Darstellung eines wasserlöslichen Kondensationsproduktes. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines wasserlöslichen Kondensationsproduktes.

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CH199785A
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A-G J R Geigy
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Geigy Ag J R
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/08Chemical tanning by organic agents
    • C14C3/18Chemical tanning by organic agents using polycondensation products or precursors thereof
    • C14C3/20Chemical tanning by organic agents using polycondensation products or precursors thereof sulfonated

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Description


  Verfahren zur Darstellung eines     wasserlöslichen    Kondensationsproduktes.    Es ist bekannt,     hydrogylgruppenhalüge     aromatische Verbindungen durch Behandlung  mit     Formaldehydsulfit    in     wasserlösliche          bezw.    leichter lösliche Verbindungen überzu  führen. Diese Reaktion hat auch bei der  Herstellung von Gerbstoffen Verwendung  gefunden.

   So ist es bekannt, Kondensations  produkte aus     Phenolen    und Formaldehyd  nach dieser     Reaktion    in wasserlösliche Ab  kömmlinge zu verwandeln, ebenso können       Diogydiarylsulfone,durch    Erhitzen mit Form  aldehydsulfit     unter    Druck in neue Verbin  dungen übergeführt werden, die wasserlös  lich sind und gerbende Eigenschaften auf  weisen.  



       Versuche    zur Übertragung dieser Reak  tion auf die     Kondensationsprodukte    aus       Dio$ydiarylsulfonen    und Formaldehyd     bezw.     Formaldehyd und aromatischen     Ogysulfon-          säuren        zeigten,        dass    in der Regel keine  wasserlöslichen Erzeugnisse erhalten werden.

    Dies war auch zu erwarten, da sich aus dem  Verhalten     des    Ausgangsstoffes, des Diogy-         @diphenylsulfons,    das nur unter     Aufwand     stärkerer Reaktionsbedingungen,     wie        Druck     und höhere Temperatur, reagiert, geschlossen  werden konnte, dass sich die     Kondensations-          produkte    aus     Diogydiphenylsulfonen        mit     Formaldehyd     -E-        'Sulfiten    überhaupt     nicht     umsetzen würden.  



       Überraschenderweise    wurde nun ;gefun  den,     dass    gewisse, unter bestimmten Bedin  gungen     hergestellte        Kondensationsprodukte     aus     Diogydiarylsulfonen    und     Formaldehyd          bezw.    Formaldehyd und     aromatischen        Ogy-          sulfonsäuren,

      mit Formaldehyd     -f-        Sulfiten     viel leichter reagieren als die Ausgangs  stoffe -     Diogydiphenylsulfone    -     selbst.    Die       Kondensationsbedingungen        sind    einerseits       abhängig    von dem     verwendeten        Sulfon        bezw.     von deren Gemischen, die je nach ihrer Zu  sammensetzung leichter oder schwerer kon  densieren und anderseits von den     Reaktions-          bedingungen,    insbesondere von ,der     Alkalität     und der verwendeten Menge Formaldehyd,

        ferner von der Konzentration des     Ansatzes     und der     Temperatur.     



  Wichtig für die Erzielung eines für die  spätere Umsetzung mit     Formaldehydsulfit     geeigneten     Reaktionsproduktes    ist die Inne  haltung     schwach        alkalischer    Reaktion bei  der Kondensation von     Oxydiphenylsulfon     mit Formaldehyd     bezw.    Formaldehyd     +    aro  matische     Oxysulfonsäuren,

      wobei die     obere          Grenze    der     Alkalität    ungefähr bei deutlich  werdender     phenolphtaleinalkalischer        Reak-          tion    liegt und sich am     vorteilhaftesten    in sol  chen Grenzen bewegt, dass .zirka 1-1,1     Mol.          NaOH    auf 2     Mol.        Sulfon    angewandt wer  den.

   Die     Aldehydmenge        beeinflusst    ebenfalls  den Verlauf der Kondensation; verwendet  man zur     Vorkondensation    geringere Mengen,  beispielsweise     '/g        Mol.    auf 2     Mol.        Sulfon,    so  erfordert die Kondensation bis zu ihrer Be  endigung wesentlich     längeres    Erhitzen als  bei Verwendung grösserer     Mengen    Formalde  hyd,     beispielsweise    1,

  25     Mol.    auf 2     Mol.        Sul-          fon.    Im     letzteren    Falle ist jedoch die Ge  fahr der schädlichen     Überkondensation    be  deutend     grösser.    Die Kondensationsdauer ist  ausser von der     Alkalität    und     Aldehydmenge     noch abhängig von der Konzentration des  Ansatzes und der Temperatur.

   Mit Vorteil  wird nur unter Zusatz von möglichst     wenig          Wasser    und     beim        Siedepunkt    der     Mischung     (zirka 103 bis 104'C) gearbeitet, wodurch  praktisch die optimalen     Bedingungen    erfüllt  sind.  



  Infolge dieser zahlreichen massgebenden       Faktoren    für den Verlauf der Kondensations  reaktion ist     es    ersichtlich, dass die technisch  möglichen     Bedingungen    nicht durch einfache  Angaben umgrenzt werden können.

   In der  Praxis ist es jedoch sehr einfach, die ge  eigneten     Bedingungen    für jedes     Dioxydiaryl-          sulfon        bezw.    für deren Gemische aufzufin  den, indem man durch     Vorversuche        feststellt,     ob Kondensationsprodukte     erhalten    werden,  die sich nachher mit     Formaldehydsulfit    zu  wasserlöslichen     Enderzeugnissen    umsetzen  lassen oder nicht. Anhand der obigen An  gaben gelingt es leicht, die     besten    Verfah-         rensbedingungen    für jeden Fall     ausfindig    zu  machen.  



       Üblicherweise        wird    zur zweiten Konden  sation ungefähr je 1     Mol.        Sulfit    und Form  aldehyd auf 1     Mol.        des        ursprünglich    an  gewandten     Sulfone    verwendet, jedoch können  schon mit     geringeren        Mengen    lösliche Pro  dukte erzielt werden.

       Es        ist    oft von Vorteil,  wenn man ein Gemisch von     Bisulfit    und neu  tralem     Sulfit    anwendet, das derart zusam  mengesetzt wird, dass bei der Zugabe zur       Kondensationsmischung    keinerlei     Aufchei-          dung    erfolgt.     Bisulfit    allein ist zu     stark     sauer,     neutrales        Sulfit    im allgemeinen .zu  schwer löslich in der     konzentrierten    Ansatz  masse.  



  Die neuen     Produkte        sollen    als     Hilfsmittel     in der Gerberei-     oder        Textilindustrie    Ver  wendung finden.  



  Gegenstand des     vorliegenden        Patentes    ist  ein Verfahren zur     Darstellung    eines     wamer-          löslichen        Kondensationsproduktes,        wonach     man     p-Diogyydiphenylsulfon    erst alkalisch  mit     Formaldehyd        vorkondensiert    und dann  mit einem     Gemisch    aus     neutralem    und sau  rem     Sulfit    und Formaldehyd kondensiert, bis  das Harz, das beim Ansäuern ausfällt, in  Wasser klar löslich ist,

   worauf das Konden  sat mit     verdünnter    Mineralsäure behandelt  und das gefällte Harz abgetrennt wird.  



       Die    neue     Verbindung    ist ein helles Pul  ver, das in     Wasser    sehr     gut    löslich ist und  in saurer     Lösung    Blösse in ein weisses, gut  gefülltes     Leder    von     sehr    guter     Lichtechtheit     verwandelt.  



       Beispiel:     100 Teile     p-Diozydiphenylsulfon.    25  Teile Natronlauge     30,%    und 15 Teile Wasser  werden 5 Stunden bei     100.      C mit 16 Teilen  Formaldehyd 30%ig erhitzt. Nach Zugabe  von 2,6 Teilen     Natriumsulfit        wasserfrei    und  einer Lösung von 35 Teilen     Natriumbisulfit     (25<B>% 'SO,)</B> und 38 Teilen Formaldehyd 30  wird so lange auf<B>100'</B> C erhitzt (zirka  5 Stunden), bis das Harz, das beim An  säuern ausfällt, in     Wasser    wieder klar lös  lich ist.

   Dann wird der ganze Ansatz mit       verdünnter    Mineralsäure behandelt, das ge-      fällte Harz abgetrennt, getrocknet oder durch  Verrühren mit Wasser     wieder    gelöst. Vor  der Verwendung als     Gerbstoffbrühe    wird       schwaeh    sauer gestellt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines wasser löslichen Kondensationeproduktes, dadurch gekennzeichnet, dass man p-Diogydiphenyl- sulfon erst alkalisch mit Formaldehyd vor kondensiert und dann mit einem Gemisch aus neutralem und saurem Sulfit und Form aldehyd kondensiert, bis das Harz, das beim Ansäuern ausfällt, in Wasser klar löslich ist,
    worauf das Kondensat mit verdünnter Mine ralsäure behandelt und das .gefällte Harz ab- ,getrennt wird. Die neue Verbindung ist ein helles Pul ver, das in Wasser sehr gut löslich und in saurer Lösung Blösse in ein weisses, gut .ge fülltes Leder von sehr guter Lichtechtheit verwandelt.
CH199785D 1936-06-25 1937-06-10 Verfahren zur Darstellung eines wasserlöslichen Kondensationsproduktes. CH199785A (de)

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