Naehteffektfreier Impuls-Peilempfänger. Vorliegende Erfindung betrifft einen nachteffektfreien Peiler. Es ist bekannt, dass elektrische Peilverfahren, die mit einer Rah menantenne arbeiten, immer dann grosse Fehlpeilungen aufweisen, wenn ausser der direkten Bodenstrahlung indirekte Strah lung durch Reflexion an Schichten, insbeson dere über der Erdoberfläche, auftritt. Es sind auoh Verfahren bekannt, die diese Feh ler vermeiden. Eines dieser Verfahren ist unter dem Namen Impulspeilung bekannt.
Das Verfahren arbeitet mit Senderimpulsen, die am Peilempfänger nach vorheriger Ver stärkung oszillographiert werden, und zwar zumeist so, dass ein stehendes Bild auftritt. Erscheinen nun ausser den Senderimpulsen der .direkten Bodenwelle noch reflektierte Impulse der Raumwelle (Echos), so sind Hauptimpulse und Echos dadurch zu unter- scheiden,
dass infolge des zwischen direkten und reflektierten Strahlen die Impulsbilder von Hauptimpulsen und Echos im Oszillographen getrennt zu sehen sind. Wird zum Beispiel als Oszillograph eine Braunsche Röhre benutzt, so sieht das Bild auf dem .Schirm etwa so aus, wie in Abb. 1 gezeichnet; auf dem [Schirm 1 der Braunsehen Röhre sieht man .das Bild 2 des Hauptimpulses und getrennt davon das Bild 3 des Echos.
Bei dem bisher bekannten Ver fahren .dreht man den Peilrahmen so, dass das Bild .des Hauptimpulses verschwindet bezw. ein Minimum aufweist.
Es sind Vorschläge gemacht worden, um an Stelle dieser optischen Peilung eine Pei lung mit dem Gehör zu setzen, da bekann termassen das Gehör sehr viel besser in der Lage ist, den Senderton aus dem allgemeinen Störspiegel herauszusieben, als dies bei einer optischen Peilung möglich ist.
Man hat zu diesem Zweck eine automatische Lautstärke- regelung vorgeschlagen, die beim Eintreffen des Hauptsignals den Peilempfänger für kurze Zeit so verriegelt, dass die Echos un- wirksam werden. Die Zeitkonstante der au tomatischen Venstärkungeregelung muss also für die Verriegelung so kurz sein,
dass in nerhalb der Zeit zwischen Hauptimpuls und erstem Echo die Verstärkung genügend weit heruntergeregelt wird. Anderseits muss die Zeitkonstante der Entriegelung so bemessen sein, dass beim Eintreffen des nächsten Hauptimpulses die volle Empfindlichkeit wieder da ist.
Dieser Vorschlag lässt sich aber mit einem Minimumpeiler nicht durchführen, da ja bei der Peilung der Hauptimpuls ins Empfangs minimum gedreht wird, so dass letzterer die automatische Verstärkungsregelung nicht mehr anregen kann.
Man hat nun weiter vorgeschlagen, zur Betätigung dieser automatischen Verriege lung des Peilempfängers einen zweiten Emp fänger aufzustellen, der an einer Linear antenne arbeitet und dessen Ausgangsspan- nung die automatische Verstärkungeregelung des Peilempfängers betätigen soll.
Dieses Verfahren hätte aber den Nachteil, dass der notwendige Aufwand sehr gross ist, da der zweite Empfänger in bezug auf Empfind lichkeit und Trennschärfe nicht schlechter sein darf als der eigentliche Peilempfänger.
Es sind nun eine ganze Reihe von Peil verfahren bekannt und zum Teil auch in die Praxis eingeführt, die nicht mit einem Emp- fangsminimum arbeiten,
sondern nach dem Prinzip des Energievergleiches. Diese Ver fahren sind unter dem Sammelbegriff Flim- merpeiler bekannt. Eine besondere Abart dieser Flimmerpeiler sind zum Beispiel die Zielflugpeiler,
die in letzter Zeit immer grö ssere Bedeutung für die Luftfahrt erlangt haben.
Erfindungsgemäss wird daher ein Flim- merpeiler mit einer automatischen Verstär- kungsregulierung versehen, die den ober- genannten Bedingungen entspricht.
Besonders wertvoll wird dieses vorge schlagene Verfahren, wenn als Flsmmerpeiler ein sogenannter Zielkurspeiler verwendet wird.
Bekanntlich benutzt man dazu richtungs- empfindliche Kombinationen von Rahmen antennen (Kreuzrahmen, Kreuzrahmengonio- meteranordnungen), Linearantennen mit Rah- menantennen oder Adcocksysteme (z. B. nach DRP 481703).
Bei allen derartigen Flimmer- peilanordnungen erfolgt die Peilung durch Amplitudenvergleich und nicht durch Auf suchen des Empfangsnull, so da.ss die vom Empfänger aufgenommene Energie in jedem Falle in der Kursrichtung grösser als Null ist.
Erfindungsgemäss wird nun ein nacht effektfreier Peilempf & nger vorgeschlagen, der dadurch gekennzeichnet ist, dass durch automatische Verriegelung von einer derarti- gen Zeitkonstante, dass durch den Impuls der Bodenwelle der Impuls der Raumwelle ver- iiegelt wird,
die Nachteffektfreiheit erzielt wird, und dass die Bestimmung der Peilrich tung nach Art .der Flimmerpeiler durch Energievergleich geschieht. In dieser Kom- bination kann nämlich die Regelspannung, deren Grösse von der Amplitude des Haupt impulses abhängt,
nicht Null werden. Als grösster Vorteil gegenüber andern Peilemp fängern kommt hinzu, dass hierbei jeder belie- bige Indikator benutzt werden kann, so dass man von der optischen Anzeige mit der Brauaschen Röhre unabhängig wird;
ausser dem benötigt der Peilempfänger keinen Zu satzempfänger oder andere Zusatzgeräte.
In der Abb. 2 ist eine beispielsweise Ausführungsform eines erfindungsgemässen Peilempfängers dargestellt. Rahmen R und Hilfsantenne A sind in an sich bekannter Weise mit der Eingangsspule des eigent lichen Empfängers gekoppelt. Der Umschal- ter U,
dessen Betätigung den Aimmereffekt hervorruft, schaltet die Hilfsantenne abwech selnd gleich und ,gegensinn,lig zum Rahmen auf die Spule L des Empfängers. Hinter der Hochfxequenzröhre Hf schliesst sich der nor male Empfänger E am, an dessen Ausgang ein Kopfhörer oder ein Anzeigeinstrument vorgesehen ist.
Dem Empfänger E wird an einer geeigneten Stelle die Regelspannung V entnommen und diese dem Gitter der Uoeh- frequenzröhre zugeführt.
Durch .geeignete Wahl des Widerstandes W und,des Konden- sators C wird die Zeitkonstante derart ge wählt, dass :der zuerst kommende Impuls der Bodenwelle,den Empfänger fier alle Impulse der Raumwelle sperrt.
Die Impulsfrequenz des Senders braucht im Prinzip nicht grösser zu sein, als die Flimmerfrequenz. Bedingung ist aber dabei, dass zwischen beiden eine wohlbestimmte Phasenlage herrscht. Um eine Synchronisie- rung, die schwierig durchzuführen wäre, zu vermeiden, ist es zweckmässig, die Impuls frequenz in bezug auf :die Flimmerfrequenz zu verdoppeln oder zu vervielfachen, so dass auf jeden Fall auf eine Umschaltung eine Impulstastung des Senders fällt.
Es ist bekannt, dass man die Zielkurs- peilar automatisch arbeiten lassen kann, in dem man die Ausgangsenergie des Gerätes nicht auf ein einziges Instrument, sondern gegebenenfalls unter Zwischenschaltung von Relais und Verstärkern auf einen Motor arbeiten lässt, der ,den Peilrahmen bezw. die Goniometerspule in die Senderrichtung dreht.
Dieser an sich bekannte, direktzeigen.de Pei- ler wird durch Mitverwendung der oben ge kennzeichneten Impulspeilung durch auto matische Verstärkungsregelung besonders einfach. Das Ergebnis dieser Kombination ist ein nachteffektfreier automatischer Peiler.
Impulse direction finder free of seam effects. The present invention relates to a nocturnal direction finder. It is known that electrical direction finding methods that work with a frame antenna always have large incorrect bearings when, in addition to direct ground radiation, indirect radiation occurs through reflection on layers, especially above the surface of the earth. Methods are also known which avoid these errors. One of these methods is known as pulse bearing.
The method works with transmitter pulses that are oscillographed on the direction finder after prior amplification, mostly in such a way that a still image appears. If, in addition to the transmitter pulses of the direct ground wave, reflected pulses of the sky wave (echoes) also appear, then main pulses and echoes must be distinguished by
that as a result of the between direct and reflected rays, the impulse images of main impulses and echoes can be seen separately in the oscilloscope. If, for example, a Braun tube is used as an oscilloscope, the image on the screen looks something like the one shown in Fig. 1; on the [screen 1 of the Braunsehen tube you can see image 2 of the main impulse and separately image 3 of the echo.
With the previously known method .turns the bearing frame so that the image of the main impulse disappears or has a minimum.
Proposals have been made to set a Pei development with the ear in place of this optical bearing, since known termassen the hearing is much better able to screen out the transmitter sound from the general interference mirror than is possible with an optical bearing .
For this purpose, an automatic volume control has been proposed which, when the main signal arrives, locks the direction-finding receiver for a short time so that the echoes are ineffective. The time constant of the automatic gain control must therefore be short enough for the locking
that within the time between the main pulse and the first echo, the gain is turned down sufficiently. On the other hand, the time constant of the unlocking must be dimensioned so that the full sensitivity is there again when the next main impulse arrives.
However, this suggestion cannot be carried out with a minimum direction finder, since the main impulse is turned into the reception minimum when bearing, so that the latter can no longer stimulate the automatic gain control.
It has now been proposed to set up a second receiver to operate this automatic Verriege development of the direction finder, which works on a linear antenna and whose output voltage is to operate the automatic gain control of the direction finder.
However, this method would have the disadvantage that the effort required is very great, since the second receiver must not be worse than the actual DF receiver in terms of sensitivity and selectivity.
A whole series of direction finding methods are known and some have been put into practice that do not work with a reception minimum,
but according to the principle of energy comparison. These methods are known under the collective term “Flimmerpeiler”. A special variant of these flicker direction finders are, for example, the target direction finder,
which have recently become more and more important for aviation.
According to the invention, a flicker direction finder is therefore provided with an automatic gain control which corresponds to the above-mentioned conditions.
This proposed method is particularly valuable when a so-called target heading is used as the direction finder.
As is well known, direction-sensitive combinations of frame antennas (cross frame, cross frame gonometer arrangements), linear antennas with frame antennas or Adcock systems (eg according to DRP 481703) are used for this purpose.
In all of these types of flicker DF arrangements, the bearing is taken by comparing the amplitudes and not by searching for the reception zero, so that the energy absorbed by the receiver is always greater than zero in the course direction.
According to the invention, a nocturnal direction finder is proposed which is characterized in that by automatic locking of such a time constant that the pulse of the ground wave is locked by the pulse of the sky wave,
the freedom from night effects is achieved, and that the direction of the bearing is determined according to the type of flicker direction finder by comparing energy. In this combination, the control voltage, the size of which depends on the amplitude of the main pulse, can be
not become zero. The greatest advantage over other direction finders is that any indicator can be used, so that one becomes independent of the optical display with the Brauasch tube;
Apart from that, the DF receiver does not require any additional receivers or other additional devices.
FIG. 2 shows an example of an embodiment of a direction finder according to the invention. Frame R and auxiliary antenna A are coupled in a known manner to the input coil of the actual receiver. The switch U,
whose actuation causes the Aimmer effect, the auxiliary antenna switches alternately the same and, in opposite directions, lig to the frame on the coil L of the receiver. The normal receiver E am, at the output of which headphones or a display instrument is provided, is connected behind the high frequency tube Hf.
The control voltage V is taken from the receiver E at a suitable point and fed to the grid of the Uoeh frequency tube.
By appropriately choosing the resistance W and the capacitor C, the time constant is selected in such a way that: the first impulse of the ground wave, the receiver blocks all impulses of the sky wave.
In principle, the pulse frequency of the transmitter does not need to be greater than the flicker frequency. The condition is that there is a well-defined phase relationship between the two. In order to avoid synchronization, which would be difficult to carry out, it is advisable to double or multiply the pulse frequency with respect to: the flicker frequency, so that in any case a switchover causes a pulse keying of the transmitter.
It is known that the target course direction finder can be made to work automatically by not allowing the output energy of the device to work on a single instrument but, if necessary, with the interposition of relays and amplifiers on a motor, which, the Peilrahmen or. the goniometer coil rotates in the transmitter direction.
This direct show.de direction finder, which is known per se, is made particularly easy by using the above-identified impulse bearing through automatic gain control. The result of this combination is an automatic direction finder with no nighttime effects.