CH199972A - Verfahren zur Herstellung von nicht durchschlagenden und nicht abschmierenden Durchschreibefarbbelägen auf Trägern, wie Durchschreibepapieren, Durchschreibeformularen und dergleichen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von nicht durchschlagenden und nicht abschmierenden Durchschreibefarbbelägen auf Trägern, wie Durchschreibepapieren, Durchschreibeformularen und dergleichen.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von nicht durchschlagenden und nicht abschmierenden Durchsehreibefarbbelägen auf Trägern, wie Burchschreibepapieren, Durchsehreibeformularen und dergleichen. Gegenstand des Hauptpatentes ist ein Verfahren zur Herstellung von nicht durch schlagenden und nicht abschmierenden Durch- schreibefarbbelägen auf Trägern, wie Durch schreibepapieren, Durchschreibeformularen und dergleichen.
Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man eine Grundfarbe auf einen Träger aufbringt, die auf diesem nur schwach anhaftet und mindestens im wesentlichen frei von Ölen, Fetten, Wachsen und Wachsemulsionen ist, und auf diese Grundschicht eine weitere Schicht aufbringt, die mit der Grundschicht bindet und dadurch das Übertragen der letzteren auf die Unter lage beim Durchschreiben verursacht und so mit der Grundschicht zusammen den Durch schreibefarbbelag bildet und gleichzeitig als Schutzschicht für die Grundschicht wirkt.
Es wurde nun gefunden, dass man solche Durchschreibefarbbeläge auf Trägern von be sonders guter qualität nach dem Verfahren des Hauptpatentes dadurch herstellen kann, dass man zur Erzeugung der Grundschicht eine Mischung aus 10 bis 15 Teilen färben den Stoffen, etwa 2 Teilen eines organischen Haftmittels, das praktisch frei ist von Ölen, Fetten, Wachsen und Wachsemulsionen,
und 20 bis 35 Teilen eines Lösungsmittels für letzteres und zur Erzeugung der Deckschicht eine etwa 3 Teile Pottasche und 2 Teile Tri- kresylphosphat enthaltende Emulsion von 10 Teilen Wachs in 20 bis 30 Teilen Wasser verwendet.
Diese Schichtzusammensetzungen haben den Vorteil, dass sie es gestatten, die Schich ten ausser nach andern bekannten Verfahren, wie Aufstreichen, Aufspritzen, Schablonie ren und Aufwalzen auch nach dem Offset- und Tiefdruckverfahren auf das Trägermate rial aufzubringen, wobei es sich empfiehlt, die Zusammensetzung der Schichtmassen ent sprechend zu wählen, Nachstehend werden einige beispielsweise Zusammensetzungen solcher Schichtmassen angegeben:
EMI0002.0002
<I>Beispiel <SEP> 1:</I>
<tb> Grundschicht:
<tb> a) <SEP> Russ <SEP> 50(1 <SEP> Teile
<tb> Farbstoff <SEP> 500 <SEP> "
<tb> Harz <SEP> 200 <SEP> "
<tb> Lösungsmittel <SEP> 2500 <SEP> "
<tb> b) <SEP> Russ <SEP> 1000 <SEP> Teile
<tb> Harz <SEP> 200 <SEP> "
<tb> Lösungsmittel <SEP> 3500 <SEP> "
<tb> c) <SEP> Farbstoff <SEP> <B>1000</B> <SEP> Teile
<tb> Harz <SEP> 200 <SEP> "
<tb> Lösungsmittel <SEP> 2000 <SEP> "
<tb> Deckschicht:
<tb> Wachs <SEP> 1000 <SEP> Teile
<tb> Wasser <SEP> 3000 <SEP> "
<tb> Pottasche <SEP> 300 <SEP> "
<tb> Trikresy <SEP> lphosphat <SEP> 200 <SEP> " Eine der Farbschichten nach a, b oder c wird auf den Träger aufgebracht und mit der Deckschicht überzogen. Die vorstehenden Zusammensetzungen eignen sich insbesondere zum Auftragen nach dem Tiefdruckver fahren.
EMI0002.0003
<I>Beispiel <SEP> 2:</I>
<tb> Clrundschicht
<tb> a) <SEP> Russ <SEP> 1000 <SEP> Teile
<tb> Farbstoff <SEP> 500 <SEP> "
<tb> Schwerbenzin <SEP> 2000 <SEP> "
<tb> Trikresylphosphat <SEP> 2() <SEP> (1
<tb> b) <SEP> Russ <SEP> 1500 <SEP> Teile
<tb> Schwerbenzin <SEP> 3(l0() <SEP> "
<tb> Trikresylphosphat <SEP> 200 <SEP> "
<tb> c) <SEP> Farbstoff <SEP> 1500 <SEP> Teile
<tb> Schwerbenzin <SEP> 2()()0 <SEP> "
<tb> "
<tb> Trikresylphosphat <SEP> <B>200</B>
<tb> Deckschicht:
<tb> Wachs <SEP> 1000 <SEP> Teile
<tb> Wasser <SEP> 2000 <SEP> "
<tb> Pottasche <SEP> 300 <SEP> "
<tb> Trikresylphosphat <SEP> 200 <SEP> " Eine der Farbschichten nach a, <I>b</I> oder c wird auf den Träger aufgebracht und mit der Deckschicht Überzogen.
Die vorstehen- den Zusammensetzungen eignen sich insbe sondere zum Auftragen nach dem Offset druchverfahren.
Bezüglich der technischen Durchführung des Verfahrens sei auf die Angal)en des Hauptpatentes verwiesen, wobei bemerkt werden soll, dass das Aufbringen der Sehich ten nach dem Offset- oder Tiefdruckverfah ren nur eine bevorzugte Ausführungsform darstellt, und dass die Schichten selbstver ständlich auch durch jedes andere geeignete Verfahren auf die Träger aufgebracht wer den können.
Auch hier wird, wie im Hauptpatent, die aufgetragene Grundschicht erst durch das Zusammenwirken mit der darüber aufge brachten Schicht zum eigentlichen Durch- schreibefarbbelag mit den gewünschten Ei genschaften. Durch die schwache Bindung der Grundschicht mit dem Träger wird der bedeutende technische Fortschritt erzielt, dass das Übertragen der Grundschicht auf die Unterlage beim Durchschreiben fast restlos und sehr ).eicht erfolgt.
Ein geringer Druck beim Durchschreiben genügt, um eine grosse Anzahl übereinander liegender, scharfer und gut leserlicher Kopien zu erzeugen. und zwar auch noch nach längerem Lagern der For mulare, während bei den bisherigen, auf dein Träger gut haftenden Durchschreibefarb- belägen ein grosser Teil der Durchschreibe farbe mit dem Träger bindet und in ihn ein dringt,
wodurch nur ein Bruchteil auf die Unterlage beim Durchschreiben übertragen wird und infolgedessen eine grössere Farb- menge zur Erleichterung der gleichen Durch schreibewirkung und ein grösserer Druck beim Durchschreiben erforderlich ist, um die Erzeugung weniger scharfer Kopien zu er möglichen, welche Fähigkeit noch durch das Lagern sehr stark herabgesetzt wird.
Das neue Verfahren bringt auch eine beträcht- liche Ersparnis an Durchschreibefarbe, da letztere nicht in das Papier eindringt und sozusagen ganz auf die Unterlage übertra gen wird, so dass eine dünne Farbschicht ge nügt, um zweckmässige Durchschriften zu er zielen. Es können auch Farben verwendet werden, deren Bindemittel in Wasser löslich ist. Ferner können Farben verwendet wer den, deren Bindemittel in beliebigen andern Lösungsmitteln, so zum Beispiel Alkohol, Benzin und dergleichen, löslich sind.
Wesent lich ist, dass die verwendete Farbe nach dem erfolgten Auftragen auf dem Träger nur schwach anhaftet und entweder völlig frei von Ölen, Fetten und Wachsen oder Wachs emulsionen ist, oder dass derartige Stoffe nur in untergeordneter Menge, wie sie etwa zur Erzielung der notwendigen Druckfähigkeit bei derartigen Farben verwendet werden, vorhanden sind. Als Farbstoff kommt hier für zum Beispiel in Frage Russ, Miloriblau und beliebige Teerfarblacke.
Die Eigenschaften der gemäss dem Ver fahren der vorliegenden Erfindung erhält lichen Durchschreibepapiere hinsichtlich der Lagerungsbeständigkeit, der Klarheit und Schärfe der Vervielfältigungen, des nicht Durchschlagene und nicht Abschmierens, sind noch besser als diejenigen der gemäss dem Verfahren des Hauptpatentes erhaltenen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von nicht durchschlagenden und nicht abschmierenden Durchschreibefarbbelägen auf Trägern, wie Durchschreibepapieren, Durchschreibeformu- laren und dergleichen nach dem Patent anspruch des Hauptpatentes, dadurch ge kennzeichnet, dass man zur Erzeugung der Grundschicht eine Mischung aus 10 bis 15 Teilen färbenden Stoffen, etwa 2 Teilen eines organischen Haftmittels, das praktisch frei ist von Ölen, Fetten, Wachsen und Wachs emulsionen,und 20 bis 35 Teilen eines Lö sungsmittels für letzteres und zur Erzeugung der Deckschicht eine etwa 3 Teile Pottasche und 2 Teile Trikresyphosphat enthaltende Emulsion von 10 Teilen Wachs in 20 bis 30 Teilen Wasser verwendet. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Herstellung der Deckschicht eine Emulsion folgender Zusammensetzung verwendet: EMI0003.0013 Wachs <SEP> 10 <SEP> Teile <tb> Wasser <SEP> 30 <SEP> " <tb> Pottasche <SEP> 3 <SEP> " <tb> Trikresylphosphat <SEP> 2 <SEP> " 2.Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Herstellung der Grund schicht eine Mischung folgender Zusam mensetzung verwendet: EMI0003.0015 Russ <SEP> 5 <SEP> Teile <tb> Farbstoff <SEP> 5 <SEP> " <tb> Harz <SEP> 2 <SEP> " <tb> Lösungsmittel <SEP> 25 <SEP> " 3. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Herstellung der Grund- schicht eine Mischung folgender Zusam mensetzung verwendet: EMI0003.0019 Russ <SEP> 10 <SEP> Teile <tb> Harz <SEP> 2 <SEP> " <tb> Lösungsmittel <SEP> 35 <SEP> " 4.Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Herstellung der Grund schicht eine lIischung folgender Zusam mensetzung verwendet: EMI0003.0021 Farbstoff <SEP> 10 <SEP> Teile <tb> Harz <SEP> 2 <SEP> " <tb> Lösungsmittel <SEP> 20 <SEP> " 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Herstellung der Deckschicht eine Emulsion folgender Zusammensetzung verwendet: EMI0003.0023 Wachs <SEP> 10 <SEP> Teile <tb> Wasser <SEP> 20 <SEP> " <tb> Pottasche <SEP> 3 <SEP> " <tb> Trikresylphosphat <SEP> 2 <SEP> " 6.Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Herstellung der Grundschicht eine Mischung folgender Zusammenset zung verwendet: EMI0003.0024 Russ <SEP> 10 <SEP> Teile <tb> Farbstoff <SEP> 5 <SEP> " <tb> Schwerbenzin <SEP> 20 <SEP> " <tb> Trikresylphosphat <SEP> 2 <SEP> " 7. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Herstellung der Grund schicht eine Mischung folgender Zusam mensetzung verwendet: EMI0004.0001 Russ <SEP> 15 <SEP> Teile <tb> Schwerbenzin <SEP> 30 <SEP> " <tb> Trikresylphosphat <SEP> 2 <SEP> " B.Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Herstellung der Grund schicht eine Mischung folgender Zusam mensetzung verwendet: EMI0004.0002 Farbstoff <SEP> 15 <SEP> Teile <tb> Schwerbenzin <SEP> 2(1 <SEP> " <tb> Trikresylphosphat <SEP> 2 <SEP> .,
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH199972T | 1937-08-24 | ||
| CH164211T | 1937-08-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH199972A true CH199972A (de) | 1938-09-15 |
Family
ID=25717945
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH199972D CH199972A (de) | 1937-08-24 | 1937-08-24 | Verfahren zur Herstellung von nicht durchschlagenden und nicht abschmierenden Durchschreibefarbbelägen auf Trägern, wie Durchschreibepapieren, Durchschreibeformularen und dergleichen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH199972A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1225480B (de) * | 1962-02-07 | 1966-09-22 | Ici Ltd | Wachsfreies Kohlepapier |
-
1937
- 1937-08-24 CH CH199972D patent/CH199972A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1225480B (de) * | 1962-02-07 | 1966-09-22 | Ici Ltd | Wachsfreies Kohlepapier |
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