Verfahren und Einrichtung zur Oberflächenbehandlung von Blechen, insbesondere Blechbändern. Die hohen Anforderungen, die heute an die Oberflächenbeschaffenheit, die Sauber keit und das Aussehen von Blechen gestellt werden, machen bei der Blechherstellung ,die Behandlung der Oberflächen zu einem wesentlichen Faktor.
Bei den bisher angewendeten Bürst- resp. Reinigungsverfahren wird bei Nass- reinigung das Blech durch paarweise über einander angeordnete, schnell umlaufende Bürstwalzen mit Fiberborstenbelag .gleich zeitig auf beiden Seiten und lediglich unter Hinzuspritzen von Wasser gebürstet.
Bei der Trockenreinigung erhalten die Walzen paare bisher an Stelle des Fiberborsten- belages einen scharf angreifenden iStahl- oder Bronzedrahtbelag.
Demgegenüber unterscheidet sich das Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Blechen nach der Erfindung dadurch, dass ein oder mehrere durch Beizen oder -Spülen bereite vorbehandelte Bleche in einem fort- laufenden Arbeitsgang abwechselnd auf der einen und dann auf der andern Seite mittels Walzen und eines diesen selbsttätig zugeführ ten Scheuer- oder Schleifmittels, z. B. ,Sand, Schmirgel und dergl., mechanisch bearbeitet werden.
Dabei kann bei Blechbändern eine solche Oberflächenbehandlung unmittelbar im Anschluss an einen Beizvorgang erfolgen, indem man beispielsweise mehrere Blech bänder gleichzeitig mit ununterbrochener.,: gleichmässiger Geschwindigkeit von Ablauf trommeln aus zunächst durch Beiz-, Spül- und Lehmbäder, unmittelbar hierauf über und unter die Oberflächenbearbeitungswalzen und anschliessend daran entweder unmittel bar durch ein Heisswasserbad, sowie eine Trockenvorrichtung bewegt und wieder auf wickelt, oder aber zunächst noch durch einen Glühofen,
ein Beizbad und eine Waschvor richtung führt und dann erst trocknet und wieder aufwickelt. Die Erfindung ermög licht somit eine äusserst wirtschaftliche Ober- flächenbehandlung von Blechen, insbesondere von Blechbändern, wobei diese gleichzeitig die für Qualitätsbleche geforderten, metal lisch reinen und gleichmässig aussehenden Oberflächen erhalten.
Auf der Zeichnung sind Ausführungs beispiele einer Einrichtung zur Durchfüh rung des Verfahrens nach der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 zeigt in Seitenansicht und Fig. 2 in Aufsicht eine erste Ausfüh rungsform; Fig. 3 zeigt einen Teil einer zweiten Aus führungsform in Seitenansicht;
Fig.4 zeigt in grösserem Massstabe ein Ausführungsbeispiel der Zuführungsvorrich- tung für das Scheuer- oder Schleifmittel im Längsschnitt; Fig. 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbei- spiel einer solchen Zuführungsvorrichtung in Seitenansicht und teilweise im Schnitt; Fig. 6 zeigt einen Schnitt nach der Linie I-I der Fig. 5 ;
Fig. 7 und g zeigen eine dritte und vierte Ausführungsform der Zuführungsvorrich- tung für das ,Scheuer- oder Schleifmittel im Längsschnitt.
Der wesentlichste Teil der dargestellten Einrichtungen ist die Einrichtung A zur mechanischen Bearbeitung der Blechober flächen. Diese Einrichtung besitzt ein Ge häuse 3, in dem oberhalb und unterhalb des durchlaufenden Arbeitsgutes, z. B. vier neben einanderliegende Blechbänder, vorzugsweise elektromotorisch angetriebene Bearbeitungs walzen 41 bis 4, mit je einer verstellbaren Anpressrolle 5 für das Arbeitsgut x angeord net sind.
Bei der in Fig. 1 und 2 dargestellten Einrichtung sind zunächst zwei als Putz bürsten vorgesehene Bürstwalzen 41 und 42 unterhalb, zwei ebenfalls als Putzbürsten vorgesehene Bürstwalzen 43 und 4, oberhalb und zwei weitere, als Waschbürsten dienende Bürstwalzen 45 und 48 abwechselnd unter- und oberhalb des Arbeitsgutes derart hinter einander angeordnet,
da.ss Ober- und Unter seite des Arbeitsgutes abwechselnd mit den Bürstwalzen in Berührung kommen, wobei den als Putzbürsten dienenden Bürstwalzen 41 bis 4, ein Scheuer- oder Schleifmittel, z. B. Sand, Schmirgel und dergl., mechanisch' so zugeführt werden kann, dass es mit Sicher heit zwischen Arbeitsgut und Bürstwa.lzen gelangt.
Die Zuführung des Scheuer- oder Schleif mittels kann zum Beispiel, wie die Fig. 1 und 2 veranschaulichen, durch quer zur Laufrichtung des Arbeitsgutes laufende Transportbänder 6 erfolgen, die beispiels weise von einem Elektromotor 7 aus über eine Welle 8 und Kettentriebe 9 gemeinsam angetrieben werden.
Das von den Transport- bändern aus Vorratsbehältern 10 kontinuier lich herangeführte -Scheuer- oder Schleif- mittel wird durch von aussen her verschieb bare Abstreifer 11 (Fig. 2) in regelbaren Mengen von den Bändern 6 abgestreift und mittels Querrinnen 12 zwangläufig zwischen Arbeitsgut und Bürstwalze gebracht,
indem es kurz vor dem Durchgang des Bleches zwi schen Bürstwalze und Druckrolle entweder auf die Walze aufgebracht und von dieser an die Bearbeitungsstelle geschleudert - ver gleiche die Verhältnisse bei den "untern" Walzen 41 und 42 - oder aber auf das Blechband gegeben und von diesem selbst an die Bearbeitungsstelle gebracht wird - ver gleiche die Verhältnisse bei den "obern" Wal zen 43 und 4,.
Wie Fig. 4 veranschaulicht, kann die Zu führung des Scheuer- oder Schleifmittels auch durch quer zur Laufrichtung des Arbeitsgutes x gelagerte Transportschnecken 16 erfolgen, die das zum Beispiel mittels eines Schiebers 17 aus dem Vorratsbehälter 10 regelbar abzulassende Scheuer- oder Schleifmittel über eine Rutsche 18 fördern,
von der das Scheuer- oder Schleifmittel auf die Bearbeitungswalze 4 oder das Arbeits gut x gelangt.
Bei den Zuführungsvorrichtungen nach den Fig. 5 bis 7 wird das aus dem Vorrats- behälter 10 mittels des Schiebers 17 abzu lassende Scheuer- oder Schleifmittel durch einen elektromotorisch oder sonstwie an- getriebenen Schleuderflügel 19 in eine über die ganze Breite der .Bearbeitungswalze 4 reichende Haube 20 (Fig. ö) oder 21 (Fig. 7) geschleudert,
aus der das Scheuer- oder Schleifmittel wieder über eine Rutsche 18 auf die Bearbeitungswalze 4 bezw. das Arbeitsgut gelangt.
Bei der Zuführungsvorrichtung nach Fig. 8 ist an Stelle der Schleudervorrichtung 19 ein Gebläse 22 seitlich am Gehäuse 3 an geordnet. Sowohl dem Gebläse 22, als auch den Schleuderflügeln 19 kann, wie,die Fig. 7 und 8 veranschaulichen, ein Verteiler 23 für das. Scheuer- oder Schleifmittel vorgeschaltet sein.
Die in -den Fig. 1 und 2 dargestellte An lage arbeitet wie folgt: Die vier Blechbänder x werden gleich zeitig mit ununterbrochener, gleichmässiger Geschwindigkeit von Ablauftrommeln B aus zunächst durch ein Beizbad C, dann durch ein Spülbad D und hierauf durch ein Bad E mit Lehmmasse gezogen. Zwischen den Bädern sind Gummiwalzen 13 zum Ab quetschen der von den Bändern mitgenom menen Badflüssigkeit vorgesehen.
Aus dem Lehmbad E werden die Bänder unmittelbar durch die Einrichtung A zur mechanischen Bearbeitung ihrer Oberflächen geführt, wobei erst die Unterseite und dann nach Führung der Bänder über eine Leit- rolle 14 die Oberseite .der Bänder hinterein ander zweimal mit den Putzbürsten in Be rührung kommen und von diesen dabei unter Hinzufügen,des Scheuer- oder Schleifmittels und Wasser bearbeitet werden. Das mit dem Wasser abfliessende .Scheuer- oder Schleif mittel wird unten im Gehäuse 3 in Sammel- behältern aufgefangen, getrocknet und wie der verwendet.
Nach dem Verlassen der Putzbürsten kommen die Bänder abwechselnd mit ihrer Ober- und Unterseite mit den Waschbürsten 4, und 4E in Berührung, die die Bänder von dem noch anhaftenden Scheuer- oder Schleif mittel reinigen. Von hier aus gehen die Bän der durch ein Heisswasserbad F, in welchem die letzten Reste des noch anhaftenden Scheuer- oder Schleifmittels beseitigt und die Bänder gleichzeitig vorgewärmt werden, so dass sie nach dem Durchgang durch die Abquetschwalzen 13 bereits angetrocknet in die zum Beispiel mit Heissluft betriebene Trockenvorrichtung G gelangen.
Aus dieser treten die Bänder nach dem Passieren von Filzwalzen 15 vollkommen trocken aus, so dass sie unmittelbar darnach wieder auf Trommeln H aufgewickelt werden können.
Wie Fig. 3 veranschaulicht, kann das Arbeitsgut x nach dem Verlassen der Ein richtung A zunächst noch mittels angetrie bener Transportwalzen 24 durch einen Glüh- ofen K, anschliessend hieran durch ein Beiz- bad <I>L</I> und eine Waschvorrichtung 111 bewegt und dann erst getrocknet und wieder auf gewickelt werden.
Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. So können an Stelle von meh reren schmalen Blechbändern auch nur ein breites Blechband oder auch zweckmässig mit einander verbundene Blechstücke durch die Anlage geführt werden. Weiterhin kann der Aufbau der Einrichtung A auch in anderer Weise als wie dargestellt erfolgen.
'So kön nen zum Beispiel die Bearbeitungswalzen ab- ec <B>1</B> ober- und unterhalb des durch- w UseInc laufenden Arbeitsgutes liegen und in glei cher oder verschiedener Höhenlage angeord net sein. Dabei können entweder nur Bürst- walzen, das heisst mit einem Borstenbelag versehene Walzen, oder bezw. und auch Schleifwalzen, das heisst mit einem Leder oder sonstigen geeigneten Bezug versehene Walzen, zur Anwendung kommen.
Endlich kann die Einrichtung A auch für sich oder in Verbindung mit Anlagen verwendet wer den, die anders als -die dargestellten und be- sGhriebenen zusammengesetzt sind. Sie kann auch statt für Nassbearbeitung lediglich für Trockenbearbeitung eingerichtet sein.
Method and device for the surface treatment of metal sheets, in particular sheet metal strips. The high demands that are placed on the surface quality, cleanliness and appearance of sheet metal today make the treatment of the surfaces an essential factor in sheet metal production.
With the brush resp. Cleaning process with wet cleaning, the metal sheet is brushed simultaneously on both sides by means of fast rotating brush rollers with fiber bristle covering arranged in pairs on top of each other, simply by spraying water.
In the case of dry cleaning, the pairs of rollers have so far been given a sharp steel or bronze wire coating instead of the fiber bristle coating.
In contrast, the method for the surface treatment of metal sheets according to the invention differs in that one or more pre-treated metal sheets prepared by pickling or rinsing alternately on one side and then on the other side by means of rollers and one of these are automatically fed in a continuous operation Abrasives or abrasives, e.g. B., sand, emery and the like., Are mechanically processed.
In the case of sheet metal strips, such a surface treatment can take place immediately after a pickling process, for example by running several sheet metal strips at the same time with uninterrupted.,: Uniform speed from the drums, first through pickling, rinsing and clay baths, then immediately above and below the surface treatment rollers and then either moved directly through a hot water bath and a drying device and wound up again, or initially through an annealing furnace,
a pickling bath and a washing device leads and only then dries and winds up again. The invention thus enables an extremely economical surface treatment of metal sheets, in particular sheet metal strips, with these at the same time being given the metallically clean and uniform-looking surfaces required for quality sheets.
In the drawing, execution examples of a device for imple tion of the method according to the invention are shown.
Fig. 1 shows in side view and Fig. 2 in plan view of a first Ausfüh approximate shape; Fig. 3 shows part of a second embodiment in side view;
4 shows, on a larger scale, an exemplary embodiment of the feed device for the abrasive or abrasive means in longitudinal section; 5 shows a further exemplary embodiment of such a feed device in a side view and partially in section; Fig. 6 shows a section along the line I-I of Fig. 5;
7 and g show a third and fourth embodiment of the feed device for the abrasive or abrasive means in longitudinal section.
The most important part of the facilities shown is the facility A for machining the sheet metal surfaces. This device has a Ge housing 3, in which above and below the material passing through, for. B. four adjacent sheet metal strips, preferably electric motor-driven processing rollers 41 to 4, each with an adjustable pressure roller 5 for the work item x angeord net.
In the device shown in Fig. 1 and 2, two brushes provided as cleaning brushes 41 and 42 below, two also provided as cleaning brushes brush rollers 43 and 4, above and two more brush rollers 45 and 48 alternating below and above of the work goods arranged one behind the other in such a way that
da.ss the top and bottom of the work item alternately come into contact with the brush rollers, the brush rollers 41 to 4 serving as cleaning brushes, a scouring agent or abrasive, e.g. B. sand, emery and the like. 'Mechanically' can be fed in such a way that it safely gets between the work item and Bürstwa.lzen.
The supply of the scouring or grinding means can, for example, as FIGS. 1 and 2 illustrate, by means of conveyor belts 6 running transversely to the direction of travel of the work item, which, for example, are driven together by an electric motor 7 via a shaft 8 and chain drives 9 .
The scrubbing or grinding agent continuously brought in from storage containers 10 by the conveyor belts is scraped off the belts 6 in controllable quantities by externally displaceable scrapers 11 (FIG. 2) and is forced between the work item and the brush roller by means of transverse grooves 12 brought,
by either applying it to the roller shortly before the passage of the sheet between the brush roller and the pressure roller and hurling it from there to the processing point - compare the conditions with the "lower" rollers 41 and 42 - or put it on the sheet metal strip and from this itself is brought to the processing point - compare the conditions with the "upper" rollers 43 and 4 ,.
As FIG. 4 illustrates, the scouring or grinding agent can also be fed in by means of transport screws 16 mounted transversely to the direction of travel of the work item x, which convey the scouring or grinding agent, which is controllably drained from the storage container 10 by means of a slide 17, via a slide 18 promote,
from which the abrasive or abrasive gets onto the processing roller 4 or the working well x.
In the feed devices according to FIGS. 5 to 7, the abrasive or abrasive material to be discharged from the storage container 10 by means of the slide 17 is pushed into a hood extending over the entire width of the processing roller 4 by an electric motor or otherwise driven centrifugal blade 19 20 (Fig. 6) or 21 (Fig. 7) flung,
from which the abrasive or abrasive again via a slide 18 on the processing roller 4 respectively. the work item arrives.
In the feed device according to FIG. 8, instead of the centrifugal device 19, a fan 22 is arranged on the side of the housing 3. Both the fan 22 and the centrifugal blades 19 can, as FIGS. 7 and 8 illustrate, a distributor 23 for the abrasive or abrasive be connected upstream.
The in -den Fig. 1 and 2 to position works as follows: The four sheet metal strips x are simultaneously with uninterrupted, uniform speed of drain drums B from first through a pickling bath C, then through a rinsing bath D and then through a bath E. Pulled clay mass. Between the baths rubber rollers 13 are provided for squeezing the bath liquid taken from the belts.
From the clay bath E, the strips are passed directly through the device A for mechanical processing of their surfaces, first the bottom and then, after the strips have been guided over a guide roller 14, the top of the strips come into contact twice with the cleaning brushes, one after the other and processed by these while adding the abrasive or abrasive and water. The abrasive or abrasive that flows off with the water is collected in collecting containers at the bottom of the housing 3, dried and used again.
After leaving the cleaning brushes, the belts come into contact alternately with their upper and lower sides with the washing brushes 4 and 4E, which clean the belts from the abrasive or abrasive that is still adhering. From here, the belts go through a hot water bath F, in which the last remnants of the scouring or abrasive agent still adhering are removed and the belts are preheated at the same time, so that they are already dried after passing through the squeegee rollers 13, for example with hot air operated drying device G arrive.
From this, after passing through felt rollers 15, the strips emerge completely dry, so that they can be rewound onto drums H immediately afterwards.
As FIG. 3 illustrates, after leaving the device A, the work item x can initially still pass through an annealing furnace K by means of driven transport rollers 24, and then through a pickling bath <I> L </I> and a washing device 111 moved and only then dried and wound up again.
Of course, the invention is not limited to the exemplary embodiments shown. So instead of several narrow sheet metal strips, only a wide sheet metal strip or pieces of sheet metal suitably connected to one another can be passed through the system. Furthermore, the construction of the device A can also take place in a different way than that shown.
For example, the processing rollers can be located above and below the work piece that is running continuously and can be arranged at the same or different heights. Either only brush rollers, that is to say rollers provided with a bristle coating, or respectively. and grinding rollers, that is to say rollers provided with a leather or other suitable cover, are also used.
Finally, the device A can also be used on its own or in connection with systems that are composed differently than the ones shown and described. It can also be set up only for dry processing instead of wet processing.