CH200111A - Apparat zur Beurteilung der Beleuchtung grosser Oberflächen. - Google Patents

Apparat zur Beurteilung der Beleuchtung grosser Oberflächen.

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CH200111A
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CH
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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Philips Nv
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  Apparat zur Beurteilung der Beleuchtung grosser Oberflächen.    Die Erfindung bezieht sich auf einen Ap  parat zur Beurteilung und zur zahlenmässigen  Festlegung der Güte der Beleuchtung von  grossen Oberflächen, wie z. B. von Strassen,  Plätzen und dergleichen oder von auf diesen  befindlichen Gegenständen oder von beiden.  



  Für die Beurteilung der Güte, zum Bei  spiel einer Strassenbeleuchtung, ist es be  kanntlich nicht ausreichend, die Beleuch  tungsstärke an verschiedenen Stellen der  Strasse anzugeben, da in diesem Fall die     Re-          flektionseigenschaften    der Strassendecke     nicht     berücksichtigt werden.

   Auch die Angabe der       Helligkeitsverteilung    (das Ergebnis der Be  leuchtungsstärke und der     Reflektionseigen-          schaften    der Strasse), ist zu diesem Zwecke  noch ungenügend, da dabei noch andere Fak  toren (Blendung, Beleuchtung der Umgebung,  usw.) unberücksichtigt bleiben, während der  Einfluss anderer Faktoren, zum Beispiel einer  ungleichmässigen Helligkeitsverteilung, auf  das     Wahrnehmungsvermögen    bei unmittel-    barer     Wahrnehmung    durch .das menschliche  Auge sich noch schwer schätzen lässt.  



  Eine bessere     Beurteilungsweise    der Güte  der Beleuchtung, zum Beispiel einer Strasse,  besteht daher darin, dass auf der Strasse mit  Hilfe eines optischen Apparates das     Wahr-          nehmungsvermögen    gemessen und nach einem  bestimmten, festgesetzten Massstab in Zahlen  ausgedrückt wird, zum Beispiel dadurch, dass       man    den gerade noch wahrnehmbaren Hellig  keitskontrast bestimmt.  



  Der Apparat gemäss der     Erfindung    ist zu  diesem Zweck mit einem optischen System  ausgerüstet, das gestattet, die zu unter  suchende Oberfläche im Apparat abzubilden  und die Helligkeit dieser Oberfläche oder  eines oder mehrerer auf ihr vorhandenen Ge  genstände mit bekannten veränderlichen, ört  lich in der Bildfläche vorhandenen     Hellig-          keiten    von Vergleichsobjekten zu vergleichen.  Unter "vergleichen"     wird    hier verstanden,  dass man, durch Variation der bekannten  Helligkeiten, feststellt, welcher Kontrast zwi-      sehen Vergleichsobjekt und Oberfläche noch  gerade wahrgenommen werden kann, und so  mit die Grenze des     Wahrnehmungsvermögens     bildet.  



  Es sind bereits Apparate bekannt, mittels  welchen untersucht werden kann, unter wel  chen Verhältnissen ein bestimmter Gegen  stand noch gerade wahrgenommen oder er  kannt werden kann. Die Helligkeit des gan  zen Gesichtsfeldes wird zu diesem Zweck,  zum Beispiel mit Hilfe von Gläsern ver  änderlicher Durchsichtigkeit, die unmittelbar  vor dem Auge     gehalten    werden, verringert,  bis der Gegenstand nicht mehr gesondert  wahrnehmbar ist. Dieses Verfahren ist jedoch  grundsätzlich falsch, insbesondere bei der  Beurteilung von Blendung und bei     Verglei-          chung    von verschiedenen Lichtarten, da man  in diesem Fall das Auge des Beobachters  unter Verhältnissen     funktionnieren    lässt, die  in der Praxis auf der Strasse niemals vor  kommen werden.

   Werden Gläser von ab  nehmbarer Durchsichtigkeit vor das Auge ge  setzt, so wird nämlich der gesamte Licht  eindruck auf die Netzhaut verringert. Gleich  zeitig ändert sich aber auch das Vermögen  des Auges     Kontraste    wahrnehmen zu können,  so dass das erzielte Ergebnis der Wirklichkeit  nicht entspricht.  



  Der Apparat gemäss der Erfindung hat  den Vorzug, dass die Beurteilung sich der  Wirklichkeit möglichst nähert,     so    dass alle       i'rsachen,    die das     Sehen    auf der     Strasse    beein  flussen, auch in der Messung verarbeitet wer  den. Dies ist dem Umstand zuzuschreiben,  dass die zu benutzenden Vergleichsobjekte  nur örtlich im Bild, zum Beispiel in Form  von kleinen Flecken, angebracht werden, und  dass sie das Vermögen des Auges bestimmte  Kontraste wahrnehmen zu können, nicht be  einflussen, da die     gesamte    in das Auge fal  lende Lichtmenge nahezu die gleiche bleibt,  das heisst nicht durch die grössere oder gerin  gere Helligkeit des Vergleichsobjektes beein  flusst wird.

   Da sich die Gegenstände auf der       Strasse    gewöhnlich dunkel gegen den Hinter  grund abzeichnen, ist es empfehlenswert, dass  die     Vergleichsobjekte    in     bezug    auf den Hin-         tergrund,    auf dem sie angebracht sind, gleich  falls dunkel sind und dass der mittlere Kon  trast von der gleichen     Grössenordnung    ist     wie     der Kontrast zwischen dem wahrzunehmen  den Gegenstand und     dessen    Umgebung.  



  Um alle Ursachen, die das Wahrnehmungs  vermögen auf der Strasse beeinflussen (zum  Beispiel blendende Lichtquellen) auch in der       Messung        verarbeiten    zu können, ist es erfor  derlich, dass das Gesichtsfeld so gross wie  möglich (wenn möglich dem Gesichtsfeld bei  normaler Wahrnehmung gleich) ist und dass  der     Gesichtswinkel,    unter dem die Gegen  stände und der     Abstand    zwischen den Gegen  ständen wahrgenommen wird, ebenso gross ist  wie bei     Wahrnehmung    ohne Apparat, damit  etwaige blendende Lichtquellen nicht ausser  halb des Wahrnehmungsfeldes fallen würden  oder,

   da sie unter einem kleineren Winkel  mit einer wahrzunehmenden     Fläche    oder  einem Gegenstand gesehen werden, einen  grösseren Einfluss haben würden. Die     erste     Bedingung erfordert ein Objektiv mit kurzem       Brennpunkteabstand    und grosser Linsenöff  nung und für die Erfüllung der zweiten Be  dingung muss das Okular etwa den gleichen       Brennpunktsabstand    wie das Objektiv be  sitzen.  



  Um einen     guten    Vergleich zwischen dem  Vergleichsobjekt und dem     Wahrnehmungs-          objekt    machen zu     können,        soll        zweckmässig     der Gesichtswinkel, unter dem die Vergleichs  objekte     wahrgenommen        werden,    von der glei  chen Grössenordnung sein wie derjenige der  kleinsten für     Wahrnehmung    in Betracht  kommenden     Einzelheiten    der zu untersuchen  den     Oberfläche,

      zum     Beispiel    eines<B>100</B> m       entfernten        Radfahrers.     



  Der     Messapparat        gemäss    der Erfindung  kann als kleines, leicht transportierbares In  strument ausgebildet sein, bei dem die     be-          lcannten        Vergleichsobjekte    als Flecken auf  einer durch die     Bildfläche    hindurch beweg  baren Glasscheibe angebracht sind. Dies bie  tet den Vorteil, dass diese Flecken, die zum  Beispiel auf photographischem Wege ange  bracht werden können und von zunehmender  Schwärze sind, durch Bewegung der Scheibe      leicht nacheinander in die Bildfläche ge  bracht werden können.

   Die Schwärze des  Fleckens, der in der Bildfläche gegen die zu  untersuchende Oberfläche als     Hintergrund     gerade nicht mehr sichtbar ist, stellt ein     Mass     für die Sichtbarkeit dar.  



  Die Erfindung ist anhand der Zeichnung  näher erläutert, in der ein Ausführungsbei  spiel dargestellt ist.  



  In     Fig.    1 ist ein Apparat im     Querschnitt     und in       Fig.    2 in Stirnansicht dargestellt;       Fig.    3 zeigt die Glasscheibe mit den  schwarzen Flecken.  



  In     Fig.    1     und    2 gibt das Objektiv 1  eine Abbildung, z. B. einer Strassendecke, in  der Fläche 10-10, in der sich gleichfalls  eine Glasscheibe 2 befindet, die um die Spin  del 3 drehbar ist und auf der, z. B. auf pho  tographischem Wege,     etwa    50 runde Flecken  verschiedener Schwärze auf dem Umfang  eines Kreises angebracht sind. Diese Flecken  können mit Hilfe einer Lupe 4 betrachtet  werden. Die Durchsichtigkeit dieser Flecken  variiert zwischen 20 und<B>98%</B> und der  Durchmesser ist etwa 0,3 mm. Durch Ver  schiebung der Büchse 5, in die das Objektiv  gefasst ist, im Gehäuse 6     lässt    sich das Bild  auf der Glasscheibe scharf einstellen.  



  Das Gehäuse besteht, um die Scheibe ein  bringen zu können, aus zwei Teilen.  



  In     Fig.    3 ist 2 die Glasscheibe, auf der  eine grosse Anzahl (etwa 50) Lichtflecken 9  zunehmender Schwärze angebracht sind. Die  Scheibe ist von einem     gerändelten    Messing  rand 8 umgeben, der aus der Öffnung 7  (Fix. 1) des Gehäuses hervorragt, so dass die  Scheibe mit dem Finger gedreht werden kann.  Durch diese Drehung bewegen sich die  Flecken durch das Gesichtsfeld und es lässt  sich feststellen, welcher Flecken noch gerade  wahrnehmbar ist, wenn der Apparat, zum       Beispiel    auf einen bestimmten Teil der  Strassendecke gerichtet ist. Für verschiedene  Teile der Strasse ist das Ergebnis durch Un  regelmässigkeit in der Beleuchtung, Einfluss  der Blendung usw. nicht gleich.

   Der für    einen bestimmten Teil der     Srasse    gefundene  höchste und niedrigste Wert gibt jedoch ein  gutes Bild der     Beleuchtung.     



  Es wurden mit dem Apparat bei verschie  denen bestehenden     Strassenbeleuchtungen          Messungen        vorgenommen.    Die Flecken waren       mit    1 bis 50 numeriert, wobei 1 der dun  kelste Flecken ist, die höher als 46     nume-          rierten    Flecken waren unter keinen Umstän  den sichtbar.  



  Bei einer sehr guten     Strassenbeleuchtung          (mit        Natriumlicht)    wurden als höchster und  niedrigster Wert die     Nummern    28 und 38  und auf einer mit Glühlampen beleuchteten  Strasse die     Nummern    23 und 29 gefunden.  



  Es ergab sich, dass, nachdem der Kontrast  zwischen den Flecken und dem gläsernen  Hintergrund     experimentell    festgestellt wor  den war, der gerade noch wahrnehmbare  Kontrast zwischen der Strasse     und    einem  darauf befindlichen Gegenstand bei der  Strasse mit     Natriumbeleuchtung    zwischen 7  und 20 % und bei der Strasse mit Glühlampen  beleuchtung zwischen 19 und 31 % liegt, das  heisst dass der     Kontrast    im letzteren Fall  grösser sein muss um den Gegenstand noch  wahrnehmen zu     können.     



  Es ergab sich ferner, dass die     Strassen    mit  einer Beleuchtung, bei der die gerade wahr  nehmbaren Kontraste über<B>25%</B> liegen, sich  nicht für Schnellverkehr eignen.  



  Die mit dem beschriebenen Apparat er  zielten Ergebnisse sind zuverlässiger als die  durch Messung der Beleuchtungsstärke oder  der Helligkeitsverteilung erhaltenen. Das       Messverfahren    ist ausserdem einfacher.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Apparat zur Beurteilung und zur zahlen mässigen Festlegung der Güte der Beleuch tung von grossen Oberflächen, z. B. Strassen, dadurch gekennzeichnet, dass er ein optisches System aufweist, das gestattet, die zu unter suchende Oberfläche im Apparat abzubilden und zu ermitteln, welches aus einer Reihe von verschiedenen örtlich im Bild befind lichen Vergleichsobjekten gegen den zu unter- suchenden Hintergrund gerade noch wahr nehmbar ist. UNTERANSPRüCHE 1. Apparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Helligkeiten der Vergleichsobjekte geringer als die Hellig keit von deren Umgebung ist. 2.
    Apparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das optische System derart eingerichtet ist, dass die zu unter suchenden Gegenstände mit und ohne Ap parat unter dem gleichen Gesichtswinkel wahrgenommen werden. 3. Apparat nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Gesichtswinkel, unter dem die Vergleichsobjekte wahrge nommen werden, von der gleichen Grössen ordnung wie derjenige der kleinsten für Wahrnehmung in Frage kommenden Ein zelheiten der zu untersuchenden Ober fläche ist. 4. Apparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Vergleichsobjekte als dunkle Flecken auf einer durch das Bildfeld bewegbaren Glasscheibe ange bracht sind.
CH200111D 1936-10-10 1937-10-09 Apparat zur Beurteilung der Beleuchtung grosser Oberflächen. CH200111A (de)

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CH200111D CH200111A (de) 1936-10-10 1937-10-09 Apparat zur Beurteilung der Beleuchtung grosser Oberflächen.

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