CH200119A - Verfahren zur Herstellung von Feilen mit gehauenem Doppelhieb. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Feilen mit gehauenem Doppelhieb.

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CH200119A
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Hubert Ufer
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Hubert Ufer
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23DPLANING; SLOTTING; SHEARING; BROACHING; SAWING; FILING; SCRAPING; LIKE OPERATIONS FOR WORKING METAL BY REMOVING MATERIAL, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23D73/00Making files or rasps
    • B23D73/04Methods or machines for the manufacture of files or rasps
    • B23D73/06Cutting the working surfaces by means of chisels

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description


  Verfahren zur Herstellung von Feilen mit gehauenem Doppelhieb.    Es sind Feilen mit gehauenem Doppel  hieb bekannt, deren Unterhieb Zähne mit  ,,über sich" stehender Zahnbrust und deren  Oberhieb solche mit "unter sich" stehender  Zahnbrust aufweist, und bei denen .das Tie  fenverhältnis von Unterhieb zu Oberhieb 1 : 3  bis 1 :7 beträgt.     Diese        bekannten    Feilen  haben gegenüber den gewöhnlichen Feilen  aus dem     gleichen    Werkstoff erhebliche Vor  züge besonders hinsichtlich einer wesentlich  höheren     Leistung.    Es     besteht    jedoch eine er  hebliche Schwierigkeit, derartige Feilen mit  .unterhauenem" oder "unter sich" stehendem  Oberhieb zu erzeugen;

   denn dazu ist ein  nicht     unbeträchtlicher    Aufwand .an Kosten  für die häufige Meisselschärfung und für die  damit verbundene Unterbrechung für die       Auswechslung    des Meissels in der Hau  maschine erforderlich. Durch das Eindringen  des Meissels wird der Werkstoff nach oben  getrieben, er hat das     Bestreben,    sich in Rich  tung nach der Angel (das ist der zum Auf  stecken des Griffes zugespitzte Teil der Feile)  zu     werfen,    sobald der     Meissel    bei     kleinem       Keilwinkel nach kurzem Gebrauch etwas       stumpf    geworden ist.

   Dabei biegt sich die  Zahnspitze etwas nach hinten, so dass gerade  der Teil, auf dessen Schärfe es ankommt, an  der     Zahnbrust    keine scharfe     Schneidkante     bildet.  



  Die vorliegende     Erfindung    betrifft nun  ein Verfahren zur Herstellung von     Feilen     mit gehauenem Doppelhieb und     einem    Tiefen  verhältnis des     Unterhiebes    zum Oberhieb von  mindestens 1 :     ä,    das     ein    Minimum in Her  stellungskosten verbürgt, wobei die so er  zeugten     Feilen    sehr leistungsfähig sind.  



  Durch jahrelange Versuche des Erfinders  ist festgestellt worden, dass dieses Ziel da  durch     erreicht    wird, dass der Unterhieb so  hergestellt wird,     dass    die Brust desselben       überhauen    ist, wonach der aufgeworfene vor  stehende Werkstoff durch     Abstreichen    besei  tigt wird, so dass zwischen den aufeinander  folgenden     Hieben    des     Unterhiebes    fast ebene       Streifen    stehen bleiben, und dass     alsdann    der  Oberhieb derart gebildet     wird,

      dass die an  den     obersten    Punkt der     Brust    jedes Ober-      hiebzahnes gezogene Tangente rechtwinklig  zu der den obersten Punkt     jeder    Brust des  Oberhiebes enthaltenden Ebene steht und die  Brust nach dem Grund der Zahnlücke hin  mindestens auf einem Teil     ihrer    Länge in  der Richtung nach der Angel zu und nach  abwärts gewölbt verläuft, wobei der Unter  hieb eine kleinere Teilung aufweist als der  Oberhieb.

   Der Brustwinkel von 90   im ober  sten Punkt genügt, um eine gute Schneid  fähigkeit der Zähne zu erreichen, und er er  laubt, den Teil des Meissels, der die entspre  chende     Zahnlücke    bildet, so zu gestalten, dass  er möglichst widerstandsfähig wird und  nicht so schnell abstumpft, wie es bei solchen  Meisseln der Fall ist, die ,unterhauene" Hiebe  erzeugen.  



  Die Zeichnung zeigt den Werdegang einer  nach einem Ausführungsbeispiel des Verfah  rens     hergestellten    Feile, und zwar zeigt:  Fig. 1 eine nach dem Verfahrensbeispiel       maschinengehauene    Feile in Draufsicht,  Fig. 2 einen Schnitt nach A-B der Fig. 1  durch die     Feile,    nachdem zunächst nur der  Unterhieb gehauen ist, und zwar     links    vor  dem Abstreichen und rechts nach dem Ab  streichen     des    aufgeworfenen, vorstehenden  Werkstoffes,     wobei    der zugehörige Meissel in       Seitenansicht    darüber gezeichnet ist,  Fig. 3 einen Schnitt nach ('-D der Fig.

   1  durch die Feile, nachdem ausser dem glatt  gestrichenen     Unterhieb    nunmehr auch noch  der Oberhieb eingehauen ist,     wobei    der zuge  hörige Meissel in     Seitenansicht        darüber    ge  zeichnet ist,  Fig. 4 die nach dem Beispiel hergestellte  Feile in einer solchen schrägen     Stellung    in  schaubildlicher Ansicht.  



  Fig. 5 einen etwa der Linie IV-IV der  Fig. 4 entsprechenden kleinen Teil der nach  dem Beispiel hergestellten Feile in der glei  chen schaubildlichen Ansicht wie Fig. 4 oben  in bedeutend grösserem     Massstake,    wobei da  neben dessen Profil gezeichnet ist, und  Fig. 6 den entsprechenden kleinen Teil  der auf Seite 2     angeführten    gewöhnlich ge  hauenen Feile,    Es ist angenommen, dass die Hiebe mit  einer Feilenhaumaschine geschlagen werden,  deren Tisch wie üblich eine gegen die Waag  rechte geneigte Lage einnimmt. Die Feile in  der Fig. 3 weist die der Tischneigung ent  sprechende Neigung auf; auf dem Tisch, der  gegen den Meissel vorgerückt wird, ist das  Feilenwerkstück in der Bewegungsrichtung  derart befestigt, dass die Spitze des Feilen  werkstückes vorn und die Feilenangel hinten  liegt.

   Die in der Zeichnung dargestellten  Pfeile x zeigen die Vorschubrichtung des  Feilenwerkstückes in der Haumaschine bezw.  die Arbeitsrichtung beim Gebrauch der ferti  gen Feile an. Das beispielsweise Verfahren  zur Herstellung von Feilen mit gehauenem       Doppelhieb    erfolgt in folgender Weise:  Der Unterhieb     u,    den man zuerst schlägt,  wird mit dem in Fig. 2 dargestellten Meissel       c,    geschlagen, der wie üblich zwei Fasen nach  den Linien I-1 und II-II hat, die beim  Hauen in den Feilenwerkstoff eindringen.  Dadurch entstehen die in Fig. 2 links darge  stellten Unterhiebzähne mit der Zahnbrust b.  die überbauen ist, und dem Zahnrücken     fi,     der auch überbauen ist.

   Die Brust wird als  überbauen bezeichnet, weil in     Fig.    2 der  oberste Punkt der Brust in der     Richtung    des  Pfeils x gesehen vor dem Fusspunkt der       Brust    angeordnet ist: Auf den zwischen jeder  Zahnbrust und jedem Zahnrücken liegenden  Streifen ist aufgeworfener     vorstehender     Werkstoff vorhanden, der einen Grat bildet.

    Früher war es üblich, beim Erzeugen des Un  terhiebes auf der     Feilenhaumaschine    ein Ab  streichen des Unterhiebes wegen der Gleich  mässigkeit der     entstandenen        Zähne    nicht vor  zunehmen; vielmehr wurde früher das Ab  streichen des Grates dem in der Maschine vor  handenen     Feilendrücker    überlassen. Im Ge  gensatz zu diesem früheren Verfahren wird  hier der beim Hauen des Unterhiebes     u    ent  standene Grat mit Hilfe einer neuen Feile  von Hand besonders abgestrichen, wie es in       Fig.    2 rechts dargestellt ist.

   Dadurch ergibt  sich ein Unterhieb     u    mit fast ebenen Streifen  i zwischen den einzelnen Hieben     (Fig.    2).  Die     "über    sich"     stehende,    das     heisst    über-      hauene Brust b der Unterhiebzähne und der  abgestrichene Unterhiebzahn gibt den Ober  hiebzähnen, die durch die Unterhiebzähne  unterteilt sind, Halt und verhindert so wirk  sam ein Ausbrechen der Oberhiehzähne beim  Feilen.  



  Der abfallende Rücken h des Unterhieb  zahnes ist weniger überbauen, das heisst we  niger "über sich" als die Brust b. Im Gegen  satz hierzu ist der abfallende Rücken s des  Unterhiebzahnes der üblichen Feile (Fig. 6)  mehr überbauen als die zugehörige Zahn  brust r. Ausserdem ist gemäss dem Verfah  rensbeispiel die Teilung t des Unterhiebes  kleiner als die Teilung w des Oberhiebes.  Die Angel der Feile ist mit c bezeichnet.  



  Der Oberhieb o wird mit einem     Meissel    d  (Fig. 3) geschlagen, der an der der Angel c  zugekehrten Seite mit einer zunächst gerade  und dann gewölbt oder im ganzen gewölbt  verlaufenden Fläche c versehen ist. Diese  Wölbung, die nach der Arbeitskante hin stär  ker wird, hat den Zweck,     einen    grösseren Keil  winkel zu schaffen, der den     Meissel    d gegen       Abnutzung    widerstandsfähiger macht. An  der der Angel c abgekehrten Seite ist wie  üblich eine leichte, durch Abziehen erzeugte  Fase nach Linie III-III vorgesehen, die bei  Abnutzung der Arbeitskante des Meissels d  nachgezogen wird.

   Diese Meisselgestaltung  verhindert, dass im Grund des Oberhieb  zahnes eine scharfe Ecke entsteht, die ein  Festsetzen von Spänen begünstigen     würde.     Zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit des       Meissels    trägt die vorgesehene, an die Arbeits  kante sich anschliessende Wölbung bei, die  auch noch den Sonderzweck hat, im Grund  der Zahnlücke die Bildung eines scharfen  Keilwinkels und die Festsetzung von     Spänen     zu vermeiden.

   Bei entsprechend geneigter  Lage des Feilenkörpers in der Feilenhau  maschine entstehen durch den Meissel infolge  der besonderen Form des Meissels Oberhieb  zähne; die Tangente T an den obersten Punkt       J    jeder Brust<I>m</I> bildet mit der durch  die obersten Punkte jeder Brust gelegten  Ebene E einen rechten Winkel, wie es in  Fig. 3 durch gestrichelte Linien angedeutet    ist. Der Zahnrücken im     Oberhieb    o     besteht     aus einem durch Aufwerfen des Werkstoffes  ein wenig geneigten Teil und einem daran  sich     anschliessenden,    stark abfallenden Teil,  die beide mit p bezeichnet sind. In der  Schnittzeichnung der Fig. 3 erscheint auch  ein Teil der Brust b des Unterhiebes     u    in  Ansicht.

   In Fig. 3 verläuft jede Zahnbrust m  auf der ganzen Länge in der Richtung nach  der Angel zu und nach abwärts gewölbt. Die  Brust m könnte aber auch im ersten Teil  gerade und erst darauf nach abwärts gewölbt  und nach der Angel zu verlaufen.  



  Die     Kombination    der vorgenannten Mass  nahmen bewirkt, dass scharfe und wider  standsfähige Zähne ohne scharfe Keilecken  im Grund entstehen. Mit dem Ausführungs  beispiel wird eine Schlichtfeile erzeugt, die  auch als Vorfeile benutzt werden kann. Das  Verhältnis der Tiefen von Unterhieb zu Ober  hieb ist beim Beispiel mindestens 1 : 3 ge  wählt, dagegen bei der     früher    üblichen Feile  der Fig. 6 etwa 1 : 2, was annähernd mit den  gewöhnlichen Feilen übereinstimmt. Ausser  dem ist in Fig. 6 der Oberhiebzahn in übli  cher Weise     "über    sich" überbauen darge  stellt. Dagegen ist die Teilung der entspre  chenden Hiebe     in    den     Fig.    5 und 6 gleich  gewählt.  



  Die Darstellungen lassen     erkennnen,    dass  die in der durch Pfeil x bezeichneten Ar  beitsrichtung vorstehenden Ecken e     (Fig.    5)  der durch den Unterhieb     u    im Oberhieb o her  vorgerufenen Zähne gegenüber den Ecken f       (Fig.    6) der Zähne der     gewöhnlichen    Feile       (vergl.    hierzu die     zurückspringenden    Ecken     g     dieser Feile) erheblich stumpfer und somit  gegen     Ausbrechen    widerstandsfähiger sind,  wozu noch der Umstand beiträgt, das keiner  lei durch aufgeworfenen Werkstoff hervor  gerufene Vorsprünge vorhanden sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Feilen mit gehauenem Doppelhieb und einem Tiefenver- hältnis des Unterhiebes zum Oberhieb von mindestens 1 :
    3, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterhieb (u) so hergestellt wird, dass die Brust (b) desselben überhauen ist, wonach der aufgeworfene, vorstehende Werkstoff durch Abstreichen beseitigt wird, so dass zwi schen den aufeinanderfolgenden Hieben des Unterhiebes (u) fast ebene Streifen (i) stehen bleiben, und dass alsdann der Oberhieb (o) derart gebildet wird, dass die an den obersten Punkt der Brust (m) jedes Oberhiebzahnes gezogene Tangente rechtwinklig zu der den obersten Punkt jeder Brust (m) des Ober- hiebes (o) enthaltenden Ebene (E) steht und die Brust (m)
    nach denn Grund der Zahn- löcke hin mindestens auf einem Teil ihrer Länge in der Richtung nach der Angel zu und nach abwärts gewölbt verläuft, wobei der Unterhieb (u) eine kleinere Teilung aufweist als der Oberhieb (o).
CH200119D 1937-01-04 1937-01-04 Verfahren zur Herstellung von Feilen mit gehauenem Doppelhieb. CH200119A (de)

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CH (1) CH200119A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE967097C (de) * 1952-08-20 1957-10-03 Offenbacher Feilenfabrik Conra Meissel zum Aufbringen des Unterhiebs auf Feilen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE967097C (de) * 1952-08-20 1957-10-03 Offenbacher Feilenfabrik Conra Meissel zum Aufbringen des Unterhiebs auf Feilen

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