CH200171A - Selen-Metall-Gleichrichtereinheit. - Google Patents
Selen-Metall-Gleichrichtereinheit.Info
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Description
Selen-Neta11-Gleichrichtereinheit. Die Erfindung betrifft eine Gleichrichter- einheit, mit einer als Elektrode dienenden, aus einem Metall der Eisengruppe bestehen den Schicht, einer auf dieser aufgebrachten, aus formiertem Selen gebildeten Schicht und einer auf der Selenschicht aufgebrachten, als Gegenelektrode dienenden Schicht. Erfin dungsgemäss weist die als Gegenelektrode dienende Schicht Antimon auf.
Im folgenden soll ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Gleichrichtereinheit erläutert werden.
Fig. 1 ist eine graphische Darstellung zur Erläuterung der Wirkungsweise einer bei spielsweisen, neuen Gleichrichtereinheit im Vergleich mit Seleu-Metall=Gleichrichterein- heiten der bekannten Art.
Fig. 2 ist eine Seitenansicht des Ausfüh rungsbeispiels der Erfindung und zeigt zu gleich das Schaltbild eines zugehörigen Strom kreises. In Fig. 1 ist a die Kennlinie der bekann ten Gleichrichter, b die Kennlinie der bei spielsweisen Ausführungsform. Diese Kenn linien zeigen den Verlauf von Strom und Spannung. Kurve a lässt erkennen, dass der Durchgangsstrom bei kleinen Spannungen sehr klein ist. Erst von etwa 0,3 Volt ab steigt der Durchgangsstrom wesentlich schnel ler an, als die angelegten Spannungen.
Mit dem Ansteigen des Durchgangsstromes bei Spannungen über 0,3 Volt verbessert sich auch sehr schnell das für die Leistung des Gleichrichters massgebende Gleichrichterver- hältnis, das heisst das Verhältnis vom Durch gangsstrom zum Rückstrom. Bei einer Span nung von 0,4 Volt ist die Leitfähigkeit und daher das Gleichrichterverhältnis für gewisse Fälle günstig.
Es gibt aber Fälle, z. B. Messventilschal- tungen, bei denen selbst der geringe Span nungsabfall von 0,9 Volt zu hoch sein würde. Für die Ausrüstung besonders hochwertiger und empfindlicher Messinstrumente ist deshalb der bekannte Selengleichrichter als Massven til nicht geeignet.
Kurve b zeigt, dass die beispielsweise Aus führungsform der Gleichrichtereinheit gemäss der Erfindung selbst dann eine genügende Leitfähigkeit hat, wenn die an sie angelegten Spannungen kleiner sind als die Spannungen, für welche Selen-Metall-Gleichrichtereinheiten der bekannten Ausbildung noch ungeeignet sind.
Die Gleichrichtereinheit d nach Fig. 2 be steht aus drei Schichten, nämlich einer Scheibe Fe aus einem Metall der Eisengruppe, einer Selenschicht <I>Se</I> und einer Schicht Sb aus Antimon oder einer Antimonlegierung. Die Schicht<I>Se</I> ist fest auf die Scheibe<I>Fe</I> auf geschmolzen und hierauf durch verschiedene thermische Formierverfahren, die teilweise unter Anwendung von Druck ausgeübt wer den, in den graukristallinischen Metallzustand übergeführt.
Scheibe Fe kann aus einem leichten Me tall und einem Metall der Eisengruppe als Überzug bestehen.
B bezeichnet eine Wechselstromquelle, C einen Gleichstromverbraucher beliebiger Art. Fe und<I>Sb</I> dienen so als Elektroden.
Das wesentliche Merkmal der Erfindung ist, dass die Schicht Sb Antimon aufweist. Sie kann zum Beispiel durch Aufdampfen mit der Schicht<I>Se</I> vereinigt werden. Diese Art, die Schicht<I>Sb</I> anzuordnen, hat sich als be sonders brauchbar erwiesen.
Ein Vergleich der beiden Kennlinien a, b miteinander zeigt, dass bei der beispielsweisen, neuen Gleichrichtereinheit die Leitfähigkeit in der Durchgangsrichtung bei kleineren Span nungen, zum Beispiel bei 0,2 Volt, weBent- lich höher ist als bei den bekannten Vor richtungen dieser Art.
Dass bei dieser Gleich richtereinheit bei höheren Spannungen Leit fähigkeit und Gleichrichterverhältnis schlech ter sind, als bei den bekannten Anordnungen, ist unbeachtlich, weil diese Gleichrichterein- heit nur für sehr kleine Betriebsspannungen bestimmt ist, also Spannungen eines Berei- ches, in welchem sie den bekannten Vorrich tungen überlegen ist.
Hieraus ergibt sich zum Beispiel die gute Verwendungsmöglichkeit der neuen Gleich richtereinheit als Messgleichrichterventil bei hochwertigen Massinstrumenten. Die Vorteile hierbei sind folgende: Ein Drehspulinstrument brauche für den Vollausschlag seines Zeigers einen Strom, der bei Verwendung eines bekannten Gleichrich ters durch eine an diesen angelegte Span nung von etwa 0,4 Volt erreicht wird. Der gleiche Ausschlag des Instrumentzeigers würde dann bei Verwendung der beschriebenen Gleiehrichtereinheit schon beim Anlegen einer um 0,2 Volt kleineren Spannung erreicht wer den.
Der Wattverbrauch und mithin die Ver luste im Massinstrument sind demnach ent sprechend kleiner, als im ersten Falle. Bei genauen Messungen kleinster Strom- oder Spannungswerte mit einem Ventilmessinatru- ment können diese Unterschiede von grösserer Bedeutung sein.
Ein anderer Vorteil der Verwendung der beschriebenen Gleichrichtereinheit in einer Massschaltung besteht darin, dass die Skala des Massinstrumentes auch bei geringen Mass werten einen proportionalen Verlauf hat und infolgedessen auch im untern Bereiche der Skala genaue Ablesungen gemacht werden können. Gleiehrichtereinheiten gemäss der Erfin dung können auch in anderen Fällen mit Er folg verwendet werden, wenn kleinste Span nungen an die Gleichrichtereinheit angelegt werden sollen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Selen-Metall-Gleichrichtereinheit mit einer aus einem Metall der Eisengruppe bestehen den, als Elektrode dienenden Schicht, einer auf dieser aufgebrachten, aus formiertem Selen gebildeten Schicht und einer auf der Selen schicht aufgebrachten, als Gegenelektrode dienenden Schicht, dadurch gekennzeichnet, dass die als Gegenelektrode dienende Schicht Antimon aufweist. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Gleichrichtereinheit nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die als Gegen elektrode dienende Schicht aus einer Anti- monlegierung besteht.2. Gleichrichtereinheit nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die als Gegen elektrode dienende Schicht aus Antimon besteht. 3. Gleichrichtereinheit nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die aus einem Metall der Eisengruppe bestehende Schicht als Überzug auf einer Leichtmetallplatte aufgebracht ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE200171X | 1937-02-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH200171A true CH200171A (de) | 1938-09-30 |
Family
ID=5759713
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH200171D CH200171A (de) | 1937-02-08 | 1938-01-29 | Selen-Metall-Gleichrichtereinheit. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH200171A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1101625B (de) * | 1955-02-07 | 1961-03-09 | Licentia Gmbh | Verfahren zum Herstellen von Selengleichrichtern |
-
1938
- 1938-01-29 CH CH200171D patent/CH200171A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1101625B (de) * | 1955-02-07 | 1961-03-09 | Licentia Gmbh | Verfahren zum Herstellen von Selengleichrichtern |
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