CH200398A - Kreiselgerät mit astatischem Kreisel. - Google Patents

Kreiselgerät mit astatischem Kreisel.

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CH200398A
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CH
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gyro
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Inventor
Askania-Werk Bamberg-Friedenau
Original Assignee
Askania Werke Ag
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  • Control Of Position, Course, Altitude, Or Attitude Of Moving Bodies (AREA)

Description


      Kreiselgerät    mit     astatischem    Kreisel.    Die Erfindung bezieht sich auf ein Krei  selgerät mit einem im     Schwerpunkt    mit drei  Freiheitsgraden aufgehängten, sogenannten  asiatischen Kreisel, dessen Umlaufachse  durch pendelgesteuerte Drehmomente in der  Lotrechten gehalten wird.     Derartige    Kreisel  dienen     vornehmlich    in Luftfahrzeugen zur  Anzeige der wahren     Lotrichtung    oder zur  Stabilisierung. Sie besitzen den Nachteil, sich  bei länger andauernden Horizontalbeschleuni  gungen, besonders infolge der Einwirkung  der Fliehkraft beim Kurvenflug, in das  Scheinlot einzustellen. Gegen kurzzeitige Ab  weichungen des Scheinlots vom wahren Lot  sind sie dagegen unempfindlich.

   Zur Beseiti  gung des     Störungseinflusses    ist es bereits be  kannt, die     die        Korrekturmomente    auslösende       Einrichtung    während der Dauer der Störung  abzuschalten.

   Der Kreisel behält dann infolge  der     indifferenten        Aufhängung    seine     bisherige     Stellung im wesentlichen bei und     beginnt     erst. infolge von Lagerreibung und ungenauer  Auswuchtung, allmählich     auszuwandern.       Die     Abschaltung    der     Korrektureinrich-          tung    stösst jedoch auf     Schwierigkeiten,    wenn  der Kreiselläufer und     die        Korrektureinrich-          tung    von derselben Energiequelle angetrieben  werden, wie dies zum Beispiel dann der Fall  ist,

   wenn zum Antrieb des Kreiselläufers  Druckluft verwendet ist, die durch um je  90   gegeneinander versetzte, durch Pendel  schieber gesteuerte Öffnungen unten am       Kreiselläufergehäuse    wieder austritt, wobei  sie von der Stellung der Pendelschieber ab  hängige Drehmomente auf den Kreisel auf  Grund der     Rückstosswirkung    der austreten  den Luftstrahlen ausübt. Eine Abschaltung  der Luftstrahlen ist daher nicht möglich.  



       Erfindungsgemäss    wird der     Einfluss    von  bei     Richtungsänderungen        auftretenden    waag  rechten     Beschleunigungskomponenten    durch  zusätzliche,     unabhängig    von der Pendelsteue  rung ausgelöste Gegenmomente kompensiert.  



       Zweckmässig    erfolgt diese     Kompensie-          rung    durch Anblasen des Kreisels mit Druck  luft. Der Luftstrahl ist dabei mit dem aus      einer der     pendelschiebergesteuerten    Öffnun  gen austretenden Luftstrahl gleichgerichtet  und- trifft auf die dieser Öffnung abgewandte  Seite des     Kreiselläufergehäuses,    so     daB    das       RückstoBmoment    aufgehoben wird.  



  Auf Fahrzeugdrehungen spricht bekannt  lich ein Wendekreisel an, d. h. ein Kreisel mit  zwei Freiheitsgraden, der entgegen der Wir  kung einer den Kreisel in der Mittelstellung  festhaltenden Feder     präzediert.    Dieser Wende  kreisel kann zur Schaltung eines Relais ver  wendet sein, das parallel zur Fahrtrichtung  verlaufende Luftstrahlen steuert, die je nach  dem Drehsinn des Fahrzeuges das Kreisel  läufergehäuse von vorn oder hinten treffen.  Dadurch kann auf den Kreisel das zur Auf  hebung der Wirkung der     Fliehkräfte        erfor-          liehe    Gegenmoment ausgeübt werden. Der  Wendekreisel ist vorteilhaft zugleich als An  zeigegerät für die Fahrzeugdrehungen ausge  bildet und zu diesem Zweck mit einer Fern  übertragungseinrichtung versehen.  



  Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs  gegenstandes ist in der Zeichnung schema  tisch dargestellt.  



       Fig.    1 ist eine Seitenansicht mit Schnitt  des durch     pendelschiebergesteuerte    Luftstrah  len in der Lotrechten gehaltenen Kreisels des  Gerätes;       Fig.    2 ist ein     Horizontalschnitt    durch die  Pendelschieber dieses Kreisels;       Fig.3    veranschaulicht die Einrichtung  zur Steuerung der     Kompensations-Luftstrah-          len    durch einen Wendekreisel.  



  Der Läufer des     Lotkreisels    ist mit seiner  lotrechten Achse in dem Gehäuse 1 gelagert,  welches seinerseits mit einer waagrecht lie  genden Achse 2 in Lagern 3, 4 des     Kardan-          rahmens    5 drehbar ist. Durch das Lager 4  tritt die Antriebsluft für den Kreiselläufer in  das Gehäuse 1 ein. Der Austritt der Luft aus  dem Gehäuse 1 erfolgt durch vier um je 90    gegeneinander versetzte Öffnungen 6, die von       Pendelschieberpaaren    7, 7' in bekannter  Weise gesteuert werden. Unten am     Kreisel-          läufergehäuse    sitzen     Prallplatten    8, 8', auf  die aus am Fahrzeug befestigten Düsen 9  tretende Luftstrahlen treffen.

   Die Düsen sind    über Verbindungsleitungen 10 mit,     einem    Re  lais 11 verbunden     (Fig.        3).    Der Steuerschie  ber 12 des Relais steht mit     dein    Rahmen 13  eines Wendekreisels 14 in Verbindung, dessen       Präzessionsbewegungen    in üblicher Weise  durch einen Kolben 15 gedämpft     werden,    der  in einem Zylinder 16 mit einstellbarer Dämp  fung 17 verschiebbar ist. Der Wendekreisel  14 und somit der Steuerschieber 12 sind durch  eine Feder 18 in ihrer Mittellage     gehalten.     



  In     Fig.    2 sind die austretenden Luftstrah  len durch Pfeile angedeutet; sie geben  gleichzeitig die     Bewegungsrichtung    des Fahr  zeuges an. Das     Pendelschieberpaar    7' befindet  sich in     ausgeschwenkter    Stellung. Lotrechte  Kreiselstellung und normale Fluglage vor  ausgesetzt, deutet dies auf eine Linkskurve,  bei der das Scheinlot vom wahren Lot     nach     rechts abweicht. Bei einem längeren Kurven  flug würde der aus der freigelegten Öffnung  6 austretende Luftstrahl den Kreisel aus dem  wahren Lot in das Scheinlot     allm@ihlieh    ein  steuern.

   Dies wird dadurch verhindert, dass  das     Rüekstossmoment    durch Anblasen der der       Ausströmöffnung    abgewandten Seite des       Kreiselläufergehäuses    aufgehoben wird. Das  erfolgt durch einen aus der auf dieser Seite  angeordneten     Düse    9     austretenden    Luftstrahl.  der von dem     Wendekreisel    14 ausgelöst wird.

    Dieser     präzediert    infolge der     Fahrzeug-          drehung    in bekannter 'Weise und     bewegt    da  durch den Steuerschieber 12 aus seiner Mittel  stellung nach der     entsprechenden    Seite und  speist die eine der beiden Leitungen 10 mit  Druckluft.  



  Es empfiehlt sich, die     Druckluftzufüh-          rung    zum Relais 11     durch    die Leitung 19 von  derselben Druckleitung abzuzweigen, die den       Lotkreisel    und somit die     pendelschieberge-          steuerten    Öffnungen     speist,    da auf diese  Weise     Druckschwankungen    ohne     EinfluB    auf  die     Steuerwirkung    sind.  



       Erfolgt    der     Kreiselantrieb    durch Unter  druck, so kann gleicher     Betriebsdruck    für den  Antrieb des Kreisels und die Erzeugung der  den Kreisel in der Lotrechten haltenden Luft  strahlen sowie der Kompensationsstrahlen da  durch in einfacher Weise gewährleistet wer-      den, dass man den     Lotkreisel    mit dem Wende  kreisel und mit dem von diesem gesteuerten  Relais in ein gemeinsames Gehäuse einbaut,  aus dem die Luft durch Absaugen entfernt  wird. Hierbei kann der Wendekreisel als Ge  rät zur Anzeige des künstlichen Horizontes  ausgebildet sein.  



  Die     Pendelschieberpaare    7, 7' geben bereits  bei Abweichungen des Scheinlots vom wah  ren Lot um wenige Grade den     vollen.Quer-          schnitt    der Öffnungen 6 frei. Daher genügt  es, das Relais 11 so auszubilden, dass bei  Drehungen des Flugzeuges die eine der bei  den Leitungen 10 jeweils den vollen Betriebs  druck erhält. Die aus den Düsen 9 austreten  den Kompensationsstrahlen brauchen in ihrer  Wirkung nicht abgestuft zu sein, weil Kurs  änderungen stets so grosse     Querneigungen    be  dingen, dass sich die     Pendelschieberpaare    7, 7'  dabei in der     Egtremlage    befinden.  



  Eine der     Fahrzeugdrehgeschwindigkeit     verhältnisgleiche Steuerwirkung lässt sich er  forderlichenfalls durch Verwendung eines in  bekannter Weise zwei gegenüberliegende Dü  sen speisenden Strahlrohres an Stelle des Re  lais 11 erreichen.  



  Die Erzeugung der Kompensationsdreh  momente kann statt durch Luftstrahlen auch  auf elektromagnetischem Wege erfolgen.

Claims (1)

  1. <B>PATENT ANSPRUCH</B> Kreiselgerät mit asiatischem Kreisel, des sen Umlaufachse durch pendelgesteuerte Drehmomente in der Lotrechten gehalten wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Ein fluss von bei Richtungsänderungen auftreten den waagrechten Beschleunigungskomponen ten durch zusätzliche, unabhängig von der Pendelsteuerung ausgelöste Gegenmomente aufgehoben wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Kreiselgerät nach Patentanspruch, bei dem die Drehmomente durch die Rück stosswirkung von Luftstrahlen hervorge rufen werden, die aus pendelschieberge- steuerten Öffnungen des Kreiselläuferge- häuses austreten, dadurch gekennzeich net. dass das Rückstossmoment durch An blasen der der jeweils geöffneten Aus- strömöffnung (6) abgewandten Seite des greiselläufergehäuses (1) aufgehoben wird. 2.
    Kreiselgerät nach Unteranspruch 1, mit einem auf Fahrzeugdrehungen anspre chenden Wendekreisel, dadurch gekenn zeichnet, dass das Kreiselläufergehäuse (1) parallel zur Fahrtrichtung aus Düsen (9) angeblasen wird, die durch ein Relais (11) vom Wendekreisel (14) derart ge steuert werden, dass sie die Wirkung der Fliehkräfte aufheben. 3. Kreiselgerät nach Unteranspruch 2, für Luftfahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, dass der Wendekreisel zugleich als An zeigegerät für die Fahrzeugdrehungen ausgebildet ist.
    4. Kreiselgerät nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass der Lotkreisel mit dem Wendekreisel und dem vom Wendekreisel gesteuerten Relais in ein gemeinsames Gehäuse eingebaut ist.
CH200398D 1937-02-09 1938-02-08 Kreiselgerät mit astatischem Kreisel. CH200398A (de)

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CH200398A true CH200398A (de) 1938-10-15

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CH200398D CH200398A (de) 1937-02-09 1938-02-08 Kreiselgerät mit astatischem Kreisel.

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