CH200412A - Schachtofen mit Gasbeheizung. - Google Patents

Schachtofen mit Gasbeheizung.

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CH200412A
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Roechling Sche Eisen-U Haftung
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Roechlingsche Eisen & Stahl
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  Schachtofen mit     Gasbeheizung.       Beim Rösten von Erzen und     beim    Bren  nen von Kalkstein in Schachtöfen     mit    grö  sserem Querschnitt kommt man bekanntlich  mit der Zuführung des Gases durch Düsen  oder Schlitze in den Ofenwandungen nicht  mehr aus.

   In diesem Falle würde die Gas  zufuhr und damit die     Heizwirkung    zu un  gleichmässig über den     Ofenquerschnitt    ver  teilt, was zur Folge hat, dass das zu behan  delnde Material stellenweise überhitzt und  verschlacken würde, während es an andern  Stellen noch nicht genügend geröstet oder       gebrannt    wäre.     31-an    führt deshalb das Gas  bei derartigen Ofen bekanntlich nicht nur  von den Seitenwänden aus zu, sondern auch  durch Innendüsen, die gewöhnlich in     Sattel-          oder    Pilzform angeordnet sind.  



  Diese bisher übliche Bauweise hat aber  erhebliche Nachteile. Die hohe Temperatur  im Innern des Ofens und der auf den Pilzen  und     ,Sätteln    lastende hohe Druck der Be-         schickungssäule    erfordert die Herstellung  dieser Einbauten aus     widerstandsfähigem     Material, also aus teuren hitzebeständigen  Stählen, feuerfesten Steinen oder     dergl.    Die  Einbauten sind     ziemlich    massig,     nehmen    viel  nutzbaren Ofenraum in Anspruch     und    er  schweren das Niedergehen der     Beschickung,     wodurch besonders dann Ofenstörungen ver  ursacht werden,

   wenn die zu röstenden oder  zu brennenden Stoffe leichtschmelzend sind  und deshalb schon bei geringer örtlicher       Überhitzung    zur Bildung grosser und fester  Schmelzklumpen neigen.  



  Gemäss der Erfindung sind senkrecht von       oben    her bis annähernd in die Heizzone des  Schachtofens     hineinragende    Rohre zur Ein  führung der Heizgase     bezw.    der Verbren  nungsluft vorgesehen.  



  Bei dem     erfindungsgemäss    ausgebildeten  Schachtofen können die geschilderten Nach-      teile behoben werden. Da die in den Ofen  eingehängten Rohre nur durch ihr Eigenge  wicht und die Reibung der Beschickung in  geringem Masse auf Zug beansprucht wer  den, können sie verhältnismässig klein und  dünnwandig ausgebildet werden und neh  men somit erheblich weniger nutzbaren Ofen  raum in Anspruch als die bisher     verwendeten     Pilze oder Sättel. Überdies wird der untere       Ofenraum    freigelassen, so dass die gelegent  liche Bildung grosser Schmelzklumpen nicht  mehr stören kann, wenn eine geeignete Aus  tragevorrichtung Anwendung findet.

   Ein  Vorzug der erfindungsgemässen Anordnung  ist auch darin zu erblicken, dass auf die ther  mische Beanspruchung der Gas-     bezw.    Luft  zuführungsrohre nicht mehr in dem Masse  Rücksicht genommen zu werden braucht, wie  es bei den Sätteln und Pilzen der Fall war,  da die Rohre durch das hindurchströmende  Gas     bezw.    durch die Luft     wirksam    gekühlt  werden. Es genügt vollauf, die Düsen der  Rohre aus hitzebeständigem Stahl herzustel  len.  



  In der Zeichnung sind zwei Ausführungs  beispiele der     Erfindung    dargestellt.  



  Gemäss     Fig.    1 wird in den     Röst,    oder  Brennofen A die Luft durch die seitlichen  Düsen B, und     BZ    sowie durch den hohlen  Sattel C zugeführt. D ist der verschiebbare       Austragtisch.    Das Heizgas wird durch die       Verteilerrohre    E,,     E,    und ES dem Ofen zu  geleitet.

   Eine Vielzahl     senkrechter    Düsen,  die     in,    der Zeichnung durch F"     F"    und     F8     angedeutet sind, führen das Gas in die       Brennzone.    Gleichzeitig kann     Heizgas        auch     durch die seitlichen Düsen     G1,        Gz    zugeführt  werden.  



       Fig.    2 zeigt, dass die     Gasverteilerrohre          E"        EZ    und     E3    auch oberhalb der     Gichtöff-          nung    des Schachtofens angebracht werden  können. Im übrigen ist die Ausbildung dieses  Ausführungsbeispiels gleich wie in bezug auf       Fig.    1 beschrieben.  



  Da die Gaszuführungen in der Vor  wärmezone liegen, sind diese nur geringer    Erwärmung ausgesetzt; trotzdem aber ist es  zweckmässig, die Düsen aus feuerfesten Mas  sen oder hitzebeständigen Stählen herzustel  len. Die Verbrennung erfolgt sehr gleich  mässig, da Gas und Luft aus entgegengesetz  ter     Richtung        aufeinandertreffen.    Zweck  mässig lässt man das Gas     bezw.    die Luft mit  grosser Geschwindigkeit aus den Zuführungs  rohren F,,     FZ,        F3    ausströmen, indem man  diese sehr eng macht oder mit engen Aus  strömungsöffnungen versieht. Man kann die  Rohre auch an ihrem untern Ende verschlie  ssen und die Gase oder die Luft aus seitlich  angebrachten engen Löchern ausströmen las  sen.

   Um zu vermeiden,     dass    das aus     Ft,        F2,          F3    ausströmende Gas     bezw.    die Luft unmit  telbar an den Rohren     emporsteigen,    wo die  Beschickung aufgelockert ist, schüttet man  zweckmässig etwas feinkörniges Material um  die Rohre.  



  Durch diese Art der     Beheizung    wird ein  gleichmässiger Brand erzielt und die Bildung  grosser Schmelzklumpen vermieden, um so  mehr, als die Möglichkeit gegeben ist, die       Verbrennung    durch     Unterteilung    und     durch     Regelung der     Gas-        bezw.        Luftzufuhr    den je  weiligen     Verhältnisse        anzupassen.    Es ist  auch sehr leicht, die einzelnen Brenner aus  zubauen     und    durch andere zu ersetzen, ohne  den Ofen entleeren zu müssen.  



  Wenn man das     Röstgut    im Ofen redu  zierend behandeln will,     kann    man das Gas  durch     Bl,        B,    und C von     unten    in den Ofen  einführen und dieses dann, nachdem es das       Röstgut    mehr oder weniger     weitgehend    redu  ziert hat, durch Luft verbrennen. welche  durch E"     E,    und     E"    sowie     G1,   <B>0,</B> zugeführt  wird.  



  Der     beschriebene    Ofen eignet sich zum  Glühen und Brennen von allen für den       Schachtofenbetrieb        geeigneten        Stoffen,    z. B.  Erzen, Kalkstein,     Dolomit,    Zement und     dergl.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPEUOR Schachtofen mit Gasbeheizung zum Rö sten und Brennen von Erzen und andern Stoffen, gekennzeichnet durch senkrecht von oben her bis annähernd in die Heizzone hin einragende Rohre zur Einführung der Reiz gase bezw. der Verbrennungsluft. EMI0003.0004 TINTER,AI<B>#T</B>SPRÜGU <tb> Schachtofen <SEP> nach <SEP> Patentanspruch, <SEP> ge kennzeichnet <SEP> durch <SEP> die <SEP> Anordnung <SEP> seitlicher <tb> Düsen <SEP> zur <SEP> Zuführung <SEP> von <SEP> Heizgas.
CH200412D 1937-01-19 1938-01-14 Schachtofen mit Gasbeheizung. CH200412A (de)

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