CH200571A - Leichtmetallkolben an Brennkraftmaschinen. - Google Patents
Leichtmetallkolben an Brennkraftmaschinen.Info
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Description
Zusatzpatent zum Hauptpatent Nr. 183535. Leichtmetallkolben an Brennkraftmaschinen. Die vorliegende Erfindung betrifft einen Leichtmetallkolben in Zylindern von Brenn- kraftmaschinen mit einem Kopf, mit einem Mantel, dex'Augen für einen'Uolbenbolzenund zwischen ihnen Tragschuhe an einem Ring besitzt, welcher Ring mit den Tragschuhen in kaltem Zustande oval und in der Richtung der Kolbenbolzenage im Durchmesser etwas kleiner als in der dazu senkrechten Richtung ist,
und mit auf beiden Seiten der Trag schuhe zwischen diesen nebeneinander ange ordneten Verbindungen, von denen jeweils die äussere aus Metall grösserer Wärme dehnung als die innere besteht und mit dieser wie ein Bimetallstreifen wirkt, so dass infolge der Temperaturerhöhung im Betriebe der Mantelring nahezu zylindrisch gebogen wird, wobei die innern Verbindungen die Form von ebenen Platten haben, in der Zone des Kol benzapfens in der Richtung einer Mantelring sehne zwischen den Tragschuhen angeordnet sind und mit beiden Rändern über die Kol- benbolzenaugen vorstehen. Gemäss der vorliegenden Erfindung ist einer der Tragschuhe mit einem in der Längs richtung verlaufenden Schlitz versehen.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Aus führungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes und Varianten.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht des Leicht metallkolbens; . Fig. 2 zeigt die linke Seite des in Fig. 1 dargestellten Kolbens teilweise im Schnitt; Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie 3-3 in Fig. 2; Fig. 4 ist ein Schnitt nach der Linie 4-4 in Fig. 1; Fig. 5 ist ein Schnitt nach der Linie 5-5 in Fig. 1; Fig. 6 ist ein Querschnitt einer Variante;
Fig. 7 zeigt einen Teilschnitt einer weite ren Variante; Fig. 8 zeigt eine als Einlage dienende Verbindungsplatte.
Der Kolben nach Fig. 1 bis 5 umfasst einen Kopf 10 mit Kolbenringnuten 11. Der Kopf ist kleiner als die Bohrung des Zylin ders, um bei jeder Temperatur eine Berüh rung des Kopfes mit der Bohrung zu ver meiden.
Am Kopf 10 einwärtsgerichtete Halsteile 12 sind mit Bohrungen 14 aufweisenden Kol- benbolzenaugen 13 zusammengegossen. Der Mantel des Kolbens besitzt einander gegen überliegende Tragschuhe 15 und 16, deren obere Enden vom Kopf durch Schlitze 17 ge trennt sind, und die durch einen äussern Man telring 18 verbunden sind.
Alle bisher beschriebenen Teile sind aus Leichtmetall gebildet, das eine hohe Wärme leitfähigkeit besitzt, z. B. einer Aluminium legierung.
Der durch die Tragschuhe 15 und 16 (Fig. 4) gehende Durchmesser B-B soll bei allen vorkommenden Temperaturen der Zy linderbohrung entsprechen.
Der Mantel besitzt in kaltem Zustand eine ovale äussere Form, deren kleinere Axe A-A in der Axe der Kolbenbolzenaugen und deren grössere Axe B-B im rechten Winkel zu dieser Axe liegt.
Der Mantel ist so bemessen, dass bei kal tem Kolben der Durchmesser in der Aue B-B einen guten Sitz in der Zzylinderboh- rung und der Durchmesser in der Axe A-A einen reichlichen Spielraum hat.
Zwischen den Tragschuhen sind auf ihren beiden Seiten nebeneinander angeordnete Ver bindungen vorgesehen, von denen jeweils die innere von einer Platte 19 aus Metall, z. B. Stahl, gebildet ist, das einen niedrigeren Wärmedehnungskoeffizienten besitzt als das Mantelmaterial, während die äussere aus dem Mantelwerkstoff gebildet ist. Dieser Teil be steht aus einem Teil des Bolzenauges und den von den Bolzenaugen sieh nach den Trag= Schuhen erstreckenden, gegen den Ring 18 geneigten Verbindungsstegen 20. Der Kolben ist ausserdem durch Stege 25 verstärkt, die sich von jedem Bolzenauge nach unten und aussen bis zum benachbarten Mantelring 18 erstrecken.
Da die bei Temperaturzunahme sich mehr ausdehnende Verbindung aussen ist, werden sich die beiden Verbindungen auf beiden Sei ten der Tragschuhe bei der Temperaturstei gerung im Betrieb derart durchbiegen, dass die Bolzenaugen sich voneinander entfernen und der Mantel aus einer ovalen in eine zy lindrische Form gebracht wird. Dies verhin dert eine übermässige Ausdehnung des Durch messers B-B und hält den Arbeitsspielraum zwischen den Tragschuhen und der Zylinder wand aufrecht. Beim Abstellen der Maschine kühlen sich die Kolben ab; die Verbindungen nehmen wieder ihre ursprüngliche Form an und die Bolzenaugen nähern sich einander wieder.
wodurch der Durchmesser B-B auf seiner richtigen Grösse gehalten und ein sogenanntes Klopfen der Kolben beim Anlassen des kal ten Motors verhindert wird.
Die beschriebene Arbeitsweise des Kol bens ist möglich, wenn der nicht dargestellte Kolbenbolzen in den Bohrungen 14 der Bol- zennaben frei drehbar ist, so dass die Augen bei kaltem und bei warmem Kolben auf dem Kolbenbolzen von- oder ,gegeneinander gleiten können. Bei manchen Maschinen jedoch wird der Kolbenbolzen in die Augen eingepasst, so dass er bei 21 C und darunter fest in den Augen sitzt. Er soll jedoch bei der Betriebstempera tur der Maschine in den Augen gleiten kön nen.
Wenn dann der Kolben nicht einen Schlitz im einen Tragschuh besitzt, der in der Längsrichtung verläuft, werden die Kolben bolzenaugen durch die wie Bimetallstreifen wirkenden Verbindungen bei der Erhitzung des Kolbens voneinander bewegt, und wenn sich dann der Kolben abkühlt, so verklemmen sich die Augen auf dem Bolzen durch Schrumpfen und kehren nicht ganz in ihre ursprüngliche Lage zurück: Nach diesem Festsitzen der Augen auf dem Bolzen be wirkt die weitere Abkühlung der Verbindun gen ein Auseinanderbewegen ihrer äussern Enden, wodurch der Durchmesser B-B ver kürzt wird und der erkaltete Kolben einen loseren Sitz im Zylinder erhält, als er ur sprünglich hatte.
Dies hätte ein Klopfen des Kolbens beim nächsten Anlassen des Motors zur Folge.
Um dies zu verhindern, besitzt der darge stellte Kolben einen sich im Tragschuh 15 in der Längsrichtung sich erstreckenden durch gehenden Schlitz 21, sowie Stege 22, die sich innerhalb der Platte 19 von jedem Bolzen auge gegen den mit dem Schlitz versehenen Tragschuh 15 erstrecken. Die Stege 22 sind im Querschnitt kleiner als die Stege 20, wie in Fig. 5 gezeigt, und verhindern infolge dessen die Biegungsbewegung der Verbin dungen bei Temperaturänderungen nicht, sondern verringern nur die Stärke der Bie gung.
Wenn der Kolben nach Fig. 1 bis 4 einem Temperaturanwachs unterworfen wird, wird der Durchmesser B-B weniger verringert, als es ohne die Stege 22 der Fall wäre, und infolgedessen ist der Sitz des Kolbens an der Zylinderwand fester. Wenn der Kolben *her -nach kalt wird und die Verbindungen sich verflachen, so werden die äussern Enden der genannten Verbindungen, da die Kolben bolzenaugen auf dem Kolbenbolzen fest sitzen und sich nicht gegeneinander bewegen können, sich voneinander zu bewegen. Dies erweitert den Schlitz 21 und erhält den Durchmesser B-B auf voller Grösse.
Beim ungeschlitzten Tragschuh 16 bewirkt das Voneinanderbewegen der äussern Enden der Verbindungen ein Einziehen des am Durch messer B-B gelegenen Teils des Trag schuhes, jedoch wird dies annähernd durch die Erweiterung des Schlitzes 21 im Trag schuh 15 kompensiert. Das Endergebnis be steht darin, dass der Durchmesser B-B beim Arbeiten im Zylinder seinen richtigen Sitz beim Erkalten des Kolbens beibehält und beim Anlassen des Motors beim Klopfen des Kolbens auftritt.
Die Stege 20 und 22 verbinden den Kol benmantel mit den Bolzenaugen, so dass ein fester, aus einem Stück bestehender Kolben gebildet wird, dessen Zusammenhalt nicht von den Platten 19 abhängig ist.
Jede Platte 19 ist, wie Fig. 4 und 7 zeigen, an beiden Enden mit mehreren Zungen 26 versehen, von denen jede-eine Biegung von dem Durchmesser B-B weg und eine zweite gegen denselben zu aufweist. Die Platten 19 werden in die Giessform gebracht, bevor der Kolben gegossen wird, und während des Giessens fliesst das Kolbenmetall um die Platten.
Infolge der doppelten Biegung jeder Zunge 26 kann diese mit wenigem Mantel material verankert werden, als wenn nur eine einzige Biegung vorhanden wäre, und die Mittelaxe der eingegossenen Zungen 26 ist in Flucht mit der Mittelebene der Platte 19.
Gemäss Fig. 6 sind, um die Verbiegung der Verbindungen weiter herabzumindern, an den Kolbenbolzenaugen dem Tragschuh 16 gegenüber kurze Verstärkungen 26 auf der innern Seite der Platte 19 vorgesehen, die, wie auch die Stege 22, durch ein Loch in der Platte 19 hindurchgehen, um sich mit dem Steg 20 zu vereinigen. Nach Fig. 7 sitzen die Verstärkungen am Tragschuh 16.
Die Stege 22 können auch fehlen oder durch Verstärkungen 23, die die Kolben bolzenaugen nicht mit dem Tragschuh 15 ver binden, ersetzt sein. Wenn nur eine geringere Verlängerung des Durchmessers B-B beim Abkühlen des Kolbens erforderlich ist, kann der Schlitz 21 vom obern oder vom untern Ende des Tragschuhes 15 nur etwa bis in die Mitte in diesen hineingehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Leichtmetallkolben in Zylindern von Brennkraftmaschinen, mit einem Kopf, mit einem Mantel, der Augen für einen Kolben bolzen und zwischen ihnen Tragschuhe an einem Ring besitzt, welcher Ring mit den Tragschuhen in kaltem Zustande oval und in der Richtung der Kolbenbolzenaxe im Durch messer etwas kleiner als in der dazu senk rechten Richtung ist, und mit auf beiden Seiten der Tragschuhe zwischen diesen neben einander angeordneten Verbindungen,von denen jeweils die äussere aus Metall grösserer Wärmedehnung als die innere besteht und mit dieser wie ein Bimetalllstreifen wirkt, so dass infolge der Temperaturerhöhung im Be- triebe der Mantelring nahezu zylindrisch ge bogen wird, wobei die innern Verbindungen die Form von ebenen Platten haben, in der Zone des Kolbenzapfens in der Richtung einer Mantelringsehne zwischen den Trag schuhen angeordnet sind und mit beiden Rän dern über die Kolbenbolzenaugen vorstehen, dadurch gekennzeichnet, dass einer der Trag schuhe einen in der Längsrichtung verlaufen den Schlitz aufweist. UNTERANSPRüCHE 1.Kolben nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass sich der Schlitz von einem Ende des Tragschuhes sich nur auf einen Teil der Länge dieses Schuhes er streckt. 2. Kolben nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Schlitz durch den ganzen Tragschuh geht. 3. Kolben nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die innere der beiden, wie ein Bimetallstreifen wirkenden Ver bindungen durch eine Platte gebildet wird und die äussern Stege umfasst, die schmäler als die innere Verbindung sind. 4. Kolben nach Patentanspruch und Unter anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege vom Bolzenauge gegen den Ring (19) geneigt sind. 5.Kolben nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 3 und 4, gekennzeichnet durch Elemente zum Beschränken der Bimetall streifenwirkung der Verbindungen, welche sich innerhalb der innern Verbindungen von den Kolbenbolzenaugen gegen den ge schlitzten Tragschuh erstrecken und von kleinerem Querschnitt sind als die Stege der äussern Verbindungen. 6. Kolben nach Patentanspruch und Unter- ansprüchen 3 bis 5, dadurch gekennzeich net, dass die genannten Elemente zwischen den Kolbenbolzenaugen und dem Trag schuh angeordnet sind: 7.Kolben nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass je zwei nebeneinander angeordnete Verbindungen zwei Elemente zum Be schränken ihrer Bimetallstreifenwirkung besitzen, die sich vom Kolbenbolzenauge gegen den gegenüberliegenden Tragschuh erstrecken, und einen kleineren Quer schnitt haben als die Stege der äussern Verbindung. B.Kolben nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 3 bis 5 und 7, dadurch ge kennzeichnet, dass die beim geschlitzten Tragschuh zum Beschränken der Bimetall streifenwirkung angeordneten Elemente Stege sind, welche die Kolbenbolzenaugen mit dem geschlitzten Tragschuh verbinden. 9.Kolben nach Patentanspruch und Unter ansprächen 3 bis 8, dadurch gekennzeich net, da3 die Platten der innern Verbin dungen Löcher besitzen und jedes Element zum Beschränken der Bimetallstreifenwir- kung sich durch ein Loch dieser Platten mit einem Steg der äussern Verbindung vereinigt.
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