Verfahren zum Legen von Steinbetten und Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens. Heute wird beim Steinbettlegen für Strassen etc. etwa wie folgt vorgegangen: Die Steine werden am Gewinnungsort zu Haufen aufgeschichtet. Ab diesen Haufen er folgt der Transport zur Verwendungsstelle (Baustelle) entweder durch Lastfuhrwerke oder durch die Eisenbahn. In letzterem Falle ist meistens auch noch der Zwischentransport durch Lastfuhrwerke notwendig. An der Baustelle werden die Steine ihrem weiteren Verwendungsvorgang entsprechend möglichst günstig ausgekippt. Da es natürlich nicht möglich ist, bei diesem Vorgang die Steine genau dem Bedarf entsprechend zu deponie ren, müssen dieselben wenigstens teilweise umtransportiert werden.
Die einzelnen Steine werden auf dem Boden zu einem Steinbett zusammengefügt, was bedingt, dass der Ar beiter diese Arbeit in einer sehr unbequemen Stelluizg verrichten muss. Deshalb nimmt diese Arbeit verhältnismässig sehr viel Zeit in Anspruch, was für den Arbeiter um so un günstiger ist, als er sich in diesem Falle mei stens unter freiem Himmel befindet und häufig der Hitze, dem Regen oder dem Frost ausgesetzt ist.
Die vorliegende Erfindung betrifft nwi ein Verfahren zum Legen von Steinbetten und eine Vorrichtung zur Ausübung dessel ben. Hiernach werden die Steine am Gewin nungsort genau in derselben gegenseitigen Lage, wie sie an der Baustelle erforderlich ist, in eine Vorrichtung nebeneinander ge schichtet und in dieser dem Transport über geben, worauf die Steine an der Baustelle ohne Veränderung ihrer gegenseitigen Lage vorteilhaft, unter wenigstens teilweiser Ent fernung der Vorrichtung, als Ganzes auf den Boden gesetzt werden und die Vorrichtung dann gänzlich entfernt wird,
so dass die Steine jeder Vorrichtung einen Abschnitt des herzustellenden Steinbettes darstellen.
Dieses Verfahren erfordert also nur ein einmaliges Nebeneinanderschichten der ein zelnen Steine an der Gewinnungsstelle und ermöglicht die Herstellung eines Steinbettes am Verwendungsort in einem Bruchteil der bisher hierfür erforderlich gewesenen Zeit. In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Vorrichtung gemäss der Erfindung dargestellt, und im nachfol genden ist ein Verfahrensbeispiel unter Zu hilfenahme der Figuren der dargestellten Vorrichtung beschrieben.
Fig. 1 ist ein Grundriss der Vorrichtung; Fig. 2 ist ein Schnitt nach Linie A-A in Fig. 1; Fig. 3 ist ein Schnitt nach Linie B-B in Fig. 1, und Fig. 4 veranschaulicht in Draufsicht einen Abschnitt eines Steinbettes aus gleichförmig behauenen Steinplatten.
Die in der Zeichnung dargestellte Vor richtung zur raschen Herstellung eines Stein bettes an der Baustelle weist einen Blech rahmen 1 von rechteckiger Grundform auf, der an seinen Schmalseiten am obern Rand Einhängeringe 2 besitzt. Dieser Rahmen ist in einen aus auf zwei Trägern 3 befestigten Latten gebildeten, mit einem Einfassungs rand 5 versehenen Boden leicht heraushebbar hineingestellt. An den Enden der Träger 3 sind Traghaken 6 befestigt, an welchen mit tels der Ketten 7, welche an den Ringen 2 eingehängt sind, der Blechrahmen 1 gegen Herausheben aus dem Boden gesichert ist, so dass die ganze Vorrichtung als Transport kasten verwendbar ist. An der Innenseite der einen Längswand sind Blechführungen 8 an gebracht und unterhalb dieser Führungen 8 sind im Boden zwischen den Latten 4 Tra versen 9 leicht herausziehbar eingesetzt.
An den Enden weisen diese Traversen 9 Durch brechungen 9' auf. Durch die Führungen 8 und Durchbrechungen 9' sind die rechtwink lig abgebogenen Schenkel von Bügeln 10 ein führbar. Dabei wird die eine Längswand des Blechrahmens in den Führungen 8 durch die Bügelschenkel erfasst, während die andere Längswand durch die Bügelschenkel aussen umgriffen wird. Dabei greifen die Enden der Bügelschenkel in die Durchbrechungen 9' der Traversen 9 ein. Die Bügelschenkel, welche den Blechrahmen an der Aussenseite um fassen, sind mit Spannschrauben 11 versehen. Durch Anziehen der Spannschrauben werden die beiden Längswände des Blechrahmens 1 gegeneinandergedrückt.
Das Arbeitsverfahren mittels der be schriebenen Vorrichtung ist folgendes: In einem Steinbruch, an dem zahlreiche der be schriebenen Vorrichtungen vorhanden sind, werden die Steine vom geübten Steinbruch arbeiter in die als Transportkasten dienenden Vorrichtungen nebeneinander geschichtet, was in bequemer Stellung und unter schüt zendem Dach geschehen kann. So kann in jedem Transportkasten in kurzer Zeit ein Steinbett eingebaut werden, in welchem zur Erreichung des nötigen Verbandes mit dem Blechrahmen nachträglich noch Zwischen räume ausgekeilt werden können.
Nunmehr werden die gefüllten Transportkasten auf Lastfuhrwerke oder Eisenbahnwagen ver laden. Es ist klar, dass durch dieses Arbeits verfahren die Aufladezeit ganz enorm ver kürzt wird. Zum Verladen der Transport kasten wird ein Hebezeug benützt.
An der Baustelle werden die Transportkasten wie derum mittels eines Hebezeuges vom Trans- portmittel heruntergehoben. Hierauf werden die Ketten 7 von den Traghaken 6 gelöst, die Spannbügel 10 in den Blechrahmen 1 einge setzt und dessen Spannschrauben 11 so fest angezogen, dass das Steinbett unabhängig vom Tragboden 4, 3 durch den Pressdruck der Spannschrauben 11 allein im Blechrahmen 1 festgehalten wird.
Nunmehr kann der das Steinbett haltende Blechrahmen 1 mittels des Hebezeuges an den Ringen 2 soweit angeho ben werden, dass der Tragboden 3, 4 entfernt werden kann, wobei die Traversen 9 an den Bügeln 10 bleiben, da sie durch den Press- druck der Spannschrauben 11 festgehalten sind. Hierauf wird der das Steinbett enthal tende Blechrahmen an jener Stelle an dem Boden abgesetzt, wo das Steinbett auf dem Boden zu errichten ist.
Hat man nun zwei Reihen solcher Rahmen 1 nebeneinander un ter gleichzeitiger Lösung und Entfernung der Spannbügel 10 und Hervorziehen der Traversen 9 auf dem Boden verlegt, so kön nen die Rahmen 1 der ersteren Reihe aus dem Steinbett herausgehoben werden. So kön- nen die Vorrichtungen wie beschrieben nach einander wieder entfernt und wieder zum Steinbruch zurückgebracht werden.