CH200654A - Verfahren zur Herstellung von handelsüblich reinen Alkali-Phosphaten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von handelsüblich reinen Alkali-Phosphaten.

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CH200654A
CH200654A CH200654DA CH200654A CH 200654 A CH200654 A CH 200654A CH 200654D A CH200654D A CH 200654DA CH 200654 A CH200654 A CH 200654A
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CH
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sep
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phosphoric acid
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diphosphate
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Henkel Voi Persil-Gesellschaft
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Persil Ges Henkel & Voith M B
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B25/00Phosphorus; Compounds thereof
    • C01B25/16Oxyacids of phosphorus; Salts thereof
    • C01B25/26Phosphates
    • C01B25/30Alkali metal phosphates
    • C01B25/301Preparation from liquid orthophosphoric acid or from an acid solution or suspension of orthophosphates
    • C01B25/303Preparation from liquid orthophosphoric acid or from an acid solution or suspension of orthophosphates with elimination of impurities

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Description


  Verfahren zur Herstellung von handelsüblich reinen     Alkali-Phosphaten.       Im     allgemeinen    erfolgt die     Herstellung     von     Alkaliphosphaten        handelsüblicher        Rein-          heit    aus     Phosphorsäure    in der Weise, dass  .die Phosphorsäure mit     Alkalikarbonat        zum          Diphosphat        neutralisiert    wird;

   das erhaltene       Dipliosphat    kann dann     beispielsweise    noch  durch     weitere        Behandlung    mit     Natronlauge     in     -las        Tripbosphat        übergeführt    werden.       Kann.    von reiner Phosphorsäure ausgegangen  werden, so erzielt man durch Neutralisation  ohne Reinigung direkt     Alkaliphosphate    von       handelsüblicher    Reinheit.  



  Rohe     Phosphorsäure    enthält aber     zumeist          verschiedene    Mengen an     Verunreinigungen,     insbesondere Kalzium, Aluminium, Eisen. Um  aus roher Phosphorsäure solche     Alkaliphos-          phate    herzustellen, russ diese     entweder    vorher       gereinigt    oder durch     Kristallisation    eine     Rei-          nigung        der        gewünschten        Endprodukte    vor  genommen werden.

       Normalerweise    wird zwei  mal     kristallisiert;    die - erhaltenen     Produkte     entsprechen dann     in    ihrer Reinheit den     ge-          wo-hnlichen        Handelsbedingungen.       Es     ist    auch bekannt,     Alkaliphosphate    aus       verdünnter        1Zahphosphorsäur9,    die     keinerlei          Reinigung        unterworfen    wurde     und,

  dahex        alle          Verunreinigungen    noch enthält,     herzustellen,     indem die -     Rohphosphorsäure    mit     Alkali-          karbonaten    zum Mono-     und.        Diphasphat        neu-          tralisiert    wird und durch Filtration die aus  gefallenen     Verunreinigungen        entfernt    wer  den.

   Aus der so erhaltenen verdünnten Lö  sung ist     emt,        ,gegebenenfalls    nach     vorheuriger          Eindampfung,,durch        Kristallisation    ein     han-          delswbliehes        Produkt    zu :erhalten.  



  Aus konzentrierter     Rohphosphorsäure    mit  etwa 2,8     bms        etwa        W%   <B>P206</B>     kann        man    jedoch       naoh        diesem    Verfahren     Alkaliphosph.ate        nicht          herstellen,

      weil eine Filtration bei dieser       Konzentration    nicht     gelingt    und     -die        erhal-          tenen        Alkaliphosphate    daher so viel     Ver-          unreinigungen    enthalten,     -,@ss    sie den not  wendigen Ansprüchen nicht genügen.

   Es       wurde    auch     versucht,    das     Alkaliphosphat    in       handelsüblicher    Reinheit     aus        roher        Phosphor-          säure        mit   <B>28</B> bis     6-0%        P206    zu erhalten,

   in-      dem die     Rohphosphorsäure    zunächst mit     Al-          kalikarbonaten    in     das        Monophosphat    ohne       Wasserzugabe        übergeführt    wurde.

   Der     grösste          Teil    der Verunreinigungen fällt     dabei        aus          und        wird    durch     Filtration        entfernt.        Wird     zum     erhaltenen        konzentrierten        Monophosphat     nun     neuerlich        Alkalikarbonat        zugegeben,    je  doch nur so viel,

       dass        etwas        weniger    als die       Hälfte        des        Monophosphates    in das     Diphos-          phat        übergeführt        wird,    so fällt ein     weiterer          Teil    der     Verunreinigungen    aus. Die     restlichen          Verunreinigungen        lassen    sieh indes nicht     ent-          fernen.     



       Es        wurde    nun     gefunden.,        daB    man han  delsüblich     reine        Alkal-iphosphate    aus     roher          Phosphorsäure    durch     stufenweise        NeutraJisa-          tion    mit     Alkalikarbonaten    ohne     Vorreinigung,          unter        Abtrennung    der     Verunreinigungen    in  einer     Neutualisationsstufe,

      die     ungefähr        in     der     Mitte        zwischen    Mono-     und        Diphasphat          liegt,    in hoher Konzentration dadurch erhal  ten kann,

       da$    die Ausfällung der     Verunrei-          nigungen        dwmh        Schwefelwasserstoff        bezw.          lösliche        Sulfide        erfolgt    und     das        Abfiltrienen     der     Verunreinigungen    in     Gegenwart        der          durch    die     Neutralisation    des     Monophos-          phates    zum halben     

  Diphosphat        entstandenen          Fällungsbestandteile        vorgenommen        wird.        Es          ist    auf     diese        Weise    die Fällung     durch          Schwefelwasserstoff        bezw.    Sulfid zum Bei  spiel     Natriumsulfid    möglich,

   obwohl die       Lösung        noch        nicht        alkalisch        ist.    Von den       Verunreinigungen        ist        hauptsächlich    das     Eisen          störend,

      welches sich aber durch Sulfid     prak-          tisch        restlos        ausfällen        lässt.        Der        Sulfid-          niederschlag        ist        zwar        stark        kollaidal    und       geht    leicht     durch        das        Filter        hindurch.        Die          Sulfide        

  sind        aber        gut        abzufiltrieren,    wenn  die Niederschläge aus den     Verunreinigungen,     die     bei        der        Neutralisation        des        Monophos-          phates    zum     halben        Diphosphat    sich bilden,       noch        zugegen        sind.     



       Das        konzentrierte        Filtrat        ist        rein        genug,     um nach     weiterer        Neutralie,tion        die        Alkali-          salze        in        handelsüblicher        Reinheit    zu     erzielen.     



  Der     Vorteil        des    neuen     Verfahrens        besteht          hauptsächlich        darin,    da  es so     gelingt,        aus          roher,        hochkonzentrierter        Phosphorsäure        di.     
EMI0002.0168     
  
    rekt <SEP> wasserarme <SEP> reine <SEP> .1,,,iahosphate <SEP> her  zustellen, <SEP> wodurch <SEP> weMn.ioh <SEP> an <SEP> Zeit <SEP> und
<tb>  Kosten <SEP> gespaxt <SEP> wird.

   <SEP> An <SEP> zwei <SEP> Ausführungs  beispielen <SEP> .soll <SEP> du <SEP> Verfahren <SEP> näher <SEP> erläutert
<tb>  werden.
<tb>  



  <I>Beispiel <SEP> I: <SEP> ,</I>
<tb>  100 <SEP> kg <SEP> einer <SEP> handelsüblichen <SEP> Rohphos  phorsäure <SEP> mit <SEP> 45,5 <SEP> % <SEP> PLO., <SEP> welche <SEP> mit <SEP> 1,1 <SEP> %
<tb>  .Fe, <SEP> 1,2% <SEP> AI,08 <SEP> und <SEP> <B>0,9%</B> <SEP> Ca0 <SEP> verunreinigt
<tb>  ist, <SEP> werden <SEP> mit <SEP> 45 <SEP> kg <SEP> H"0 <SEP> und <SEP> 35 <SEP> kg <SEP> Ammo  niaksoda <SEP> bei <SEP> etwa <SEP> 90 <SEP>   <SEP> C <SEP> zur <SEP> Reaktion <SEP> ge  bracht. <SEP> Nach <SEP> Entweichen <SEP> der <SEP> Kohlensäure
<tb>  wird <SEP> filtriert <SEP> und <SEP> der <SEP> Niedeohlag <SEP> zweimal
<tb>  mit <SEP> je <SEP> 10 <SEP> kg <SEP> Wasser <SEP> gewaschen. <SEP> Der <SEP> erhaltene
<tb>  Filtertrockenr,üokstand <SEP> beträgt <SEP> 11 <SEP> kg, <SEP> wäh  rend <SEP> im <SEP> Filtrat <SEP> 130 <SEP> kg <SEP> Monophosphat <SEP> ent  halten <SEP> ist.

   <SEP> Das <SEP> Filtrat <SEP> wird <SEP> nun <SEP> mit <SEP> 1l <SEP> kg
<tb>  Ammoniakaodss <SEP> bei <SEP> 90 <SEP>   <SEP> C <SEP> und <SEP> nach <SEP> Ent  weichen <SEP> der <SEP> Kohlensäure <SEP> und <SEP> erfolgter <SEP> Ab  kühlung <SEP> mit <SEP> 0,7 <SEP> kg <SEP> Nairiumsulfid <SEP> versetzt.
<tb>  Von <SEP> den <SEP> Verunreinigungen <SEP> wird <SEP> abfiltriert
<tb>  und <SEP> einmal <SEP> mit <SEP> 10 <SEP> kg <SEP> Wasser <SEP> gewaschen.
<tb>  Der <SEP> Trockenfilterriiakstud <SEP> beträgt <SEP> 1 <SEP> kg. <SEP> Das
<tb>  Filtrat <SEP> enthalt <SEP> 109 <SEP> kg <SEP> Nabriumphasphat, <SEP> und
<tb>  zwar <SEP> als <SEP> NaH,PO, <SEP> 3r>,5% <SEP> und <SEP> als <SEP> NAHPO,
<tb>  2#9,54%, <SEP> also <SEP> zu<U>samme</U>n <SEP> <B>86,36%</B> <SEP> P=Cs.

   <SEP> Die
<tb>  Verunreinigungen <SEP> betragen <SEP> nur <SEP> mehr <SEP> 0,1,67 <SEP> %,
<tb>  wobei <SEP> auf <SEP> Eisen <SEP> nur <SEP> mehr <SEP> <B>0,007%</B> <SEP> entfallen.
<tb>  Durch <SEP> weiteres <SEP> Versetzen <SEP> des <SEP> Filtrates <SEP> mit
<tb>  18 <SEP> kg <SEP> Aemoniakaoda <SEP> wind <SEP> das <SEP> ganze <SEP> Hono  phosphat <SEP> in <SEP> Diphosphat <SEP> übergeführt <SEP> und
<tb>  ein <SEP> rein <SEP> weisses <SEP> Produkt <SEP> erhalten.
<tb>  



  <I>Beispiel <SEP> 2:</I>
<tb>  172 <SEP> kg <SEP> Curapaophosphat <SEP> mit <SEP> 35,35 <SEP> % <SEP> P,Os
<tb>  werden <SEP> mit <SEP> 2;2a8 <SEP> kg,SohwefelKure <SEP> von <SEP> 60 <SEP>   <SEP> N
<tb>  und <SEP> 130 <SEP> kg <SEP> Wasser <SEP> in <SEP> der <SEP> Wärme <SEP> aufge  schlossen. <SEP> Durch <SEP> Filtrat, <SEP> werden <SEP> 180 <SEP> kg
<tb>  Rohphosphorsäure <SEP> mit <SEP> 30,36 <SEP> % <SEP> P,06 <SEP> erhalten.
<tb>  150 <SEP> kg <SEP> dieser <SEP> Rohphosphortä'ure <SEP> werden <SEP> ohne
<tb>  weitere <SEP> Waaaerzugabe <SEP> mit <SEP> 35 <SEP> kg <SEP> Ammoniak  soda <SEP> zur <SEP> Reaktion <SEP> gebracht <SEP> und <SEP> in <SEP> der <SEP> in <SEP> Bei  spiel <SEP> 1 <SEP> angegebenen <SEP> Weise <SEP> unter <SEP> Verwendung
<tb>  derselben <SEP> Menge <SEP> von <SEP> Soda <SEP> und <SEP> Sulfid <SEP> weiter
<tb>  verfahren.

Claims (1)

  1. EMI0002.0169 <B>PATENTANSPRUCH:</B> <tb> Verfahren <SEP> zur <SEP> Hers'lellung <SEP> von <SEP> handels üblich <SEP> reinen <SEP> Alik & IiphospheMn <SEP> aus <SEP> roher Phosphorsäure durch stufenweise Neutrali- sation mixt Alkalikarbonaten ohne Vorreini- gung, unter Abtrennung der Verunreinigun- gen in einer Neutrolis@ationsstufe,
    die un- gefähr in der Mitte zwischen Mono- und Di- phosphat liegt, in hoher Konzentration, da durch gekennzeichnet, dass die Ausfällung der Verunreinigungen durch Schwefel wasserstoff bezw,
    lösliche Sulfide erfolgt und das Abfiltrieren der Verunreinigungen in Gegenwart der durch die Neutralisation des Monophosphates zum halben Diphosphat entstandenen F:ällungsbestandteile vorgenom men wird.
CH200654D 1936-09-21 1937-08-05 Verfahren zur Herstellung von handelsüblich reinen Alkali-Phosphaten. CH200654A (de)

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