CH200688A - Verfahren zur Erzeugung von Holzschliff aus harzreichen Hölzern, insbesondere Kiefernholz. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Holzschliff aus harzreichen Hölzern, insbesondere Kiefernholz.

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CH200688A
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Niethammer Kuebler
Chemische Fabrik Coswi Haftung
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Kuebler & Niethammer
Chem Fab Coswig Anhalt Ges Mit
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    • D21B1/04Fibrous raw materials or their mechanical treatment by dividing raw materials into small particles, e.g. fibres
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Description


  Verfahren zur Erzeugung von     Holzschliff    ans harzreichen Hölzern,  insbesondere     $iefernholz.       Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur  Erzeugung von Holzschliff aus harzreichen  Hölzern, insbesondere Kiefernholz. Beim  Schleifen harzreicher Hölzer und bei der  Weiterverwendung des daraus erzeugten  Holzschliffes     treten    dadurch Schwierigkeiten  auf, dass das Harz als klebrige Masse die ver  schiedensten Maschinenteile, Siebe und     Filze          verschmiert.    Man hat versucht, diesen  Schwierigkeiten dadurch zu begegnen, dass  man sehr lange abgelagertes Holz, bei dem  das Harz zu einer     kristallinen,    nicht kleb  rigen Masse erstarrt ist, verwendet hat.

   Auch  bei diesem Vorgehen treten aber Schwierig  keiten auf, wenn man heiss schleift. Man  muss daher kalt schleifen; dies hat aber be  kanntlich andere Nachteile     hinsichtlich    Stoff  qualität und     Leistung.    Es ist auch versucht  worden, das Harz durch Zusatz von     Alka-          lien    - insbesondere Soda - zu verseifen  und     dadurch        uusehädlich    zu machen. Dieses    Verfahren hat aber verschiedene Nachteile.

    Einmal neigt das Stoffwasser sehr stark zum  Schäumen, ausserdem     tritt    bei dem     geringsten          Alkaliüberschuss    eine starke Verfärbung des  Holzschliffes     auf.und    schliesslich kann durch  Zusatz von den     pli-Wert    erniedrigenden Stof  fen, zum Beispiel     Bleichmitteln        wie        Natrium-          bisulfit,    eine Ausfällung des Harzes auf  treten, die die alten     Schwierigkeiten    wieder  herbeiführt.  



  Es ist     nun    gelungen, das Harz auch       junger,    harzreicher Hölzer, insbesondere von       Kiefernholz,    dadurch     unschädlich        zu    machen,  dass es in das schwer lösliche, nicht klebende       Bariumsalz        verwandelt        wird.    Beispielsweise  werden dem Holz oder dem Stoffwasser wäh  rend des Schleifprozesses, oder auch erst  nach dem Schleifvorgang, wasserlösliche Ba  riumverbindungen in fester oder     flüssiger     Form zugesetzt, vorzugsweise     kann        Bärium-          hydrat    verwendet werden.

   Die Mengen des      erforderlichen Hydrates hängen von der     Art     und dem Alter des Holzes ab und schwanken       zwischen    0,1 und 1     kg/rm    Holz. Es ist vor  teilhaft, die     Schleiftemperatur    50   C nicht       unterschreiten    zu     lassen,    damit die Bildung  des     Bariumsalzes    glatt     vonstatten    geht.     Ein     grosser     tberschuss    an     Barythydrat    führt zu  einer Gelbfärbung des Holzschliffes.

   Es     ist     aber gefunden worden, dass eine Verfärbung  nicht     auftritt,    solange man einen     pH-Wert     von 7 nicht überschreitet. Man hält also vor  teilhaft den Zusatz an     Barythydrat    in sol  chen Grenzen, dass man nicht in das     alka-          lische    Gebiet gelangt. Das harzsaure Barium  ist ein schwer löslicher,     kaolinähnlicher    Kör  per, der zum grossen Teil im Holzschliff als  Füllstoff verbleibt.

   Er setzt sich bei     Zusatz     von Säuren nicht wieder unter Rückbildung  des freien Harzes um, so dass     dieses    dauernd  unschädlich     bleibt.    Wenn das zu     verschlei-          fende    Holz besonders harzreiche Äste und  dergleichen enthält, empfiehlt es sich     zur     besseren Verteilung und Umsetzung des Har  zes mit dem     Bariumhydrat    an     sich    bekannte       Dispergierungsmittel,    zum     Beispiel        Fett-          alkoholsulfonate    oder dergleichen, zuzusetzen.

    Es genügt im allgemeinen ein Zusatz von  2 bis 3     %    in bezug auf den     Barythydratzu-          satz.    Durch das beschriebene     Verfahren    ist  es möglich, harzreiche Hölzer,     insbesondere          Kiefernholz,    ohne jede Schwierigkeit zu     ver-          schleifen        und    den erhaltenen     Holzschliff   <B>auf</B>  Papier zu     verarbeiten.    Es gelingt     ferner,

      jede  Verschmutzung der zur     Verarbeitung    des  Holzschliffes dienenden     Apparate    insbeson  dere der     Papiermaschinen    zu vermeiden und  mit derartigem Holzschliff aus     harzreicben     Hölzern ein Papier zu erzeugen, das dem  unter     Verwendung    von Holzschliff aus       Fichte        hergestellten    Papier in jeder Bezie  hung gleichwertig ist.

   An Stelle von Barium  hydrat können auch     andere    wasserlösliche       Bariumverbindungen    - gegebenenfalls auch  Gemische     solcher    Verbindungen - Anwen  dung finden, die     teils    einfacher     darzustellen          sind,    oder auch     bei    ihrer     Yerwendung    gewisse       Vorteile    aufweisen.

       So        kann    man     beispiels-          weise        dem        Holzschliff        Bariumozyd    in     fester            Form        zusetzen.    Man     kann:

      ferner die     Beseiti-          gung    des     Harzes    in der     Weise        vornehmen,    dass       man        das    Harz zunächst in an     sich        bekannter     Weise     mit    Alkalien, zum Beispiel Natron  lauge oder     Soda        verseift    und     dann        wasser-          lösliche        Bariumsalze    zusetzt,

   die zur     Aus-          scheidung    des     Bariumsalzes    der     Harzsäuren          führen.    Schleift man zum     Beipiel    Kiefern  holz, so geht man so vor,     dass    man dem Holz  schliff     zunächst,    und zwar am besten un  mittelbar am Schleifer, die zur     Verseifung     des Harzes     nötige    Menge     Soda    oder Natron  lauge zusetzt und dann, etwa vor der Sor  tierung des     Holzstoffes        soviel        Bariumehlorid     zugibt,

   dass das     Natriumsalz    des     Harzes    rest  los in das     Bariumsalz        übergeführt    werden       kann.    Sowohl     Bariumahlorid    als auch die       Alkalien    werden     vorteilhaft        als        Lösungen        zu-          gegeben,

       Statt     Bariumchlorid    kann dem Holz  schliff nach der     Verseifung    des Harzes mit       Alkalien    auch     Bariumnitrat    oder jedes andere  wasserlösliche     Bariumsalz    zugesetzt werden.  



  Man kann die     Beseitigung    des Harzes  vorteilhaft auch     dadurch    erreichen, dass     man     dem Holzstoff Gemische wasserlöslicher<B>Ba-</B>  riumverbindungen     zusetzt,    zum     Beispiel    kann  eine     Lösung    von     Bariumhydrat    und     Barium-          chlorid        Anwendung    finden,     dabei    über  nimmt dann das     Bariumhydrat    die Versei  fung,

   während die     Fällung    des     Harzes    durch  beide     Verbindungen        hervorgerufen    wird.  



       Weiter        gelingt    es auch,<B>das</B>     Harz    zu be  seitigen,     wenn    man dem     Rolzstof    f ohne vor  herige     Verseifung    des     Harzes    mit     Alkalien     wasserlösliche     Bariumsalze        zusetzt.    In     diesem     Falle ist     allerdings        zweckmässig,

      dem Schliff  gleichzeitig     seit    oder     vor        dem        Zusatz    der Ba  riumsalze ein     Dispergierungsmittel    zuzugeben.  Man     kann    zum Beispiel auf das harzreiche       Schleifholz.im        Schleifapparat        Sulfitablauge          oder        Fettalkoholsulfonste        auftropfen        lassen     und dem Holzschliff     hinter    dem     Schleifer          eine    zur     

  Ausfällung        ausreichende        Menge          zweckmässig        gelösten        Bariumchlorides    zu  geben. Im allgemeinen     genügen    1     bis    2 kg       Bariumehlorid    pro     ummetar        harzreichen          Holzes.        Auch        nach    diesem Vorgehen gelingt      eine restlose Beseitigung der Harzschwierig  keiten bei der Erzeugung und Verarbeitung  von Holzschliff aus harzreichen Hölzern.  



  Es ist auch möglich, die gestellte Auf  gabe durch einen Zusatz von     Bariumkarbonat     zu<B>-</B>erfüllen, der mit den in der Holzmasse  vorhandenen Säuren wasserlösliche Salze bil  det.  



  Da das Stoffwasser beim Erzeugen von  Holzschliff im allgemeinen sauer ist,     sein          pH-Wert    liegt zwischen 4 und 5, wobei  diese     Wasserstoffionenkonzentration    vorwie  gend durch organische Säuren, insbesondere  Ameisensäure und Essigsäure erzeugt     wird,     gelingt es auch im Stoffbrei selbst, lösliche       Bariumsa,lze        züz    erzeugen, wenn man dem  Stoffwasser     Bariumkarbonat    zusetzt.

   Gibt  man also beispielsweise beim Schleifen von  Kiefernholz zu dem möglichst heissen Stoff  wasserstrom 2 bis 3 kg     Bariumkarbonat,    so  sorgen die obengenannten Säuren für die Bil  dung löslicher     Bariumsalze,    die dann ihrer  seits die Ausfällung des Harzes bewirken.  Auch hier ist der Zusatz eines     Dispergie-          rungsmittels    zu empfehlen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Erzeugung von Holzschliff aus harzreichen Hölzern, insbesondere Kie fernholz, dadurch gekennzeichnet, dass der Holzschliff mit wasserlöslichen Bariumver- bindungen behandelt wird. UNTERANSPRü CHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem Holzschliff Ba riumhydrat zugesetzt wird. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatz an Baryt- hydrat in solchen Grenzen gehalten wird, dass das Stoffwasser einen pH-Wert von 7 nicht überschreitet.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem Holzschliff Ba- riumogyd zugesetzt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem Holzschliff nach der Verseifung des Harzes mit Alkalien wasserlösliche Bariumsalze zugesetzt wer den. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem Holzschliff was serlösliche Bariumsalze und Dispergie- rungsmittel zugesetzt werden. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch einen Zusatz von Barium karbonat, das mit den in der Masse vor handenen Säuren wasserlösliche Salze bildet. 7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet; dass dem Holzschliff Ge mische wasserlöslicher Bariumsalze zuge setzt werden. B. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die wasserlöslichen Bariumverbindungen dem Holzschliff wäh rend des Schleifprozesses zugesetzt wer den. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die wasserlöslichen Bariumverbindungen dem Holzschliff erst nach dem Schleifvorgang zugesetzt wer den.
CH200688D 1937-08-05 1937-08-05 Verfahren zur Erzeugung von Holzschliff aus harzreichen Hölzern, insbesondere Kiefernholz. CH200688A (de)

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