CH200762A - Kolben für Kraftmaschinen. - Google Patents
Kolben für Kraftmaschinen.Info
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16J—PISTONS; CYLINDERS; SEALINGS
- F16J1/00—Pistons; Trunk pistons; Plungers
- F16J1/10—Connection to driving members
- F16J1/14—Connection to driving members with connecting-rods, i.e. pivotal connections
- F16J1/22—Connection to driving members with connecting-rods, i.e. pivotal connections with universal joint, e.g. ball-joint
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Description
,Kolben für Kraftmaschinen. Die Erfindung bezieht sich auf einen Kol ben für Kraftmaschinen und besteht darin, dass zwischen der Schubstange und dem Kol ben ein die Bewegungen nach allen Seiten freigebendes Kugelgelenk eingeschaltet ist und Vorrichtungen vorhanden sind, welche die Schwenkbewegung der Schubstange aus nützend dem Kolben eine fortlaufende Drehung bezüglich der Schubstange erteilen.
Ein Beispiel des Erfindungsgegenstandes ist auf der Zeichnung vereinfacht dargestellt. Fig. 1 zeigt den Längsschnitt nach der Schnittlinie I-I der Fig. 2 und Fig. 2 den Querschnitt nach der Schnitt linie II-II der Fig. 1 durch einen Kolben für eine Gegenkolbenbrennkraftmaschine.
Der Kolben 1 ist an die Schubstange 2 an gelenkt, welche die Kolbenkraft über einen Waagehebel 3 auf eine nichtgezeichnete, wei tere Schubstange und dann auf die ebenfalls nichtgezeichnete Kurbelwelle überträgt. Die Schubstange 2 besitzt einen Kugelkopf 4, mit welchem sie in zwei Kugelpfannen 5 und 6 des Kolbens gelagert ist. Die Kugelpfanne 5 liegt auf einer Schulter 7 des Kolbens 1 auf, die Kugelpfanne 6 ist gegen die Ring schraube 8 abgestützt. Durch Einstellen der Ringschraube 8 kann das im Betrieb notwen dige Lagerspiel des Kugelzapfens in seinen Pfannen genau eingestellt werden. Die Ring schraube kann nach Einstellung durch einen Stiften 9 gegen Drehung gesichert werden. Die Schubstange 2 ist somit gegenüber dem Kolben nach allen Seiten schwenkbar und ausserdem noch um ihre eigene Achse drehbar gelagert.
In den Kolben ist ausserdem eine zylindri sche Büchse 10 eingesetzt und mittels eines Stiftes 11 gegen Drehung gesichert. Auf der Innenfläche der Büchse 10 liegen zwei federnde Sprengringe 12 und 13 auf, die beide an der Stelle 14 aufgeschlitzt sind. Ihr Durchmesser ist etwas grösser gehalten als der innere Durchmesser der Büchse 10, so dass sie nach dem Einsetzen in die Büchse einen Druck auf deren Innenfläche ausüben. Jeder Sprengring besitzt eine Bohrung 15 bezw. 16, in welche je ein Schaltstift 17 bezw. 18 des Bolzens 19 eingreift. Der Bolzen 19 ist gegenüber der Schubstange 2 mittels eines Stiftes 20 gegen Drehung gesichert.
Die während des Betriebes auftretenden Schwenkbewegungen der Schubstange wer den auf die Schaltstifte 17 und 18 und auf die Sprengringe 12 und 13 übertragen. Ver schiebt der Schaltstift 17 den Sprengring 12 in Richtung des Pfeils 21, so wird der Ring aufgesprengt, er bekommt eine grössere Haft reibung gegenüber der Büchse 10 und dem Kolben 1, so dass er den Kolben infolge der Reibung in drehender Bewegung mitver- schiebt. Wird umgekehrt der Schaltstift 15 in Richtung des Pfeils 22 verschoben, so wird er den Sprengring zusammenziehen und von der Büchse 10 lösen. Die Büchse 10 und der Kolben werden dann an der Bewegung nicht teilnehmen.
Die innere Fläche der Büchse 10 wird dann über die äussere Fläche des Spreng- ringes hinweggleiten.
Der Schaltstift 18 macht die gleichen Be wegungen wie der Schaltstift 17, jedoch zeit lich so verschoben, dass der Sprengring f3 dann gelöst wird, wenn der Ring 12 ge sprengt wird und umgekehrt. Es wird somit der Kolben beständig im Sinn des Pfeils 21 durch die Schaltstifte 17 und 18 angetrieben, so dass er im Sinn des Pfeils 21 während seiner Hubbewegung auch noch eine drehende Bewegung erhält.
Um die schädliche Wirkung des Ölfilms zwischen den Sprengringen 12 bezw. 13 und der Büchse 10 zu verhindern, sind in den Sprengringen Rillen eingedreht, so dass schon durch geringe Drücke der Ölfilm vernichtet wird.
Der Vorteil der der Achsialbewegung des Kolbens überlagerten Drehbewegung besteht darin, dass der Kugelzapfen allseitig in die Kugelpfannen eingeschliffen wird, so dass eine genaue Kugelfläche entsteht. Gelangen Fremdkörper zwischen die Gleitflächen der Lagerung - sei es am Kugelgelenk oder an der Zylindergleitfläche - so werden sie nicht in einer ständig gleichbleibenden Bahn ein gerieben, sondern auf immer neue Stellen der Gleitfläche verbracht. Der Fremdkörper wird in kürzester Zeit verrieben, so dass er dem La ger nicht schaden kann.
Bliebe aber umge kehrt, wie bei den bekannten Ausführungen, der Fremdkörper immer in der gleichen Bahn, so würde durch die Reibung zunächst der Baustoff erwärmt und deshalb die Gleitfläche aufgeworfen, was eine vermehrte Reibung zur Folge hätte, die wiederum die; Tempera tur erhöhen würde. Es kommt dabei zu einer erhöhten Abnützung, die weiter temperatur- erhöhend wirken würde, und zwar so lange, bis eine Riefe sich ausgebildet hätte.
Die gleiche Wirkung wie durch Spreng- ringe kann auch durch Klemmringe erreicht werden, welche um in zylindrisches Stück des Kolbens gelegt durch die Schwenkbewe gung der Schubstange eine oszillierende Dreh bewegung erhalten:
Die oszillierende Dreh- Bewegung der Klemmringe wird dann in eine ständig fortlaufende Drehbewegung des Kol bens umgewandelt.
Weiter könnten auch Ke gelzahnräder verwendet werden, von denen eines an der Schubstange und ein anderes am Kolben befestigt wäre, wobei eines der Zahn rüder ein Sperrklinkengetriebe erhalten würde, so dass durch die Sperrklinke der Kol ben in ständig fortlaufender Drehbewegung durch die oszillierende Bewegung der Schub- Stange angetrieben würde.
Die Vorrichtung nach der Erfindung kann so ausgebildet sein, dass bei einer Ma schine mit einer Drehzahl von 1500 min-1 der Kolben ausser der hin- und hergehenden Bewegung zum Beispiel auch noch 8 bis 10 Umdrehungen in der Minute ausführt. Die beschriebene Vorrichtung gestattet einen nachgiebigen Antrieb des Kolbens, so dass beim Eintreten zu grosser Widerstände gegen die Drehbewegung des Kolbens kein Teil übermässig belastet wird, sondern einfach die Drehbewegung aussetzt.
Besonders wichtig ist dabei, dass eine Periodität nicht entstehen kann, sondern dass immer neue Stellungen des Kolbens im Zylinder entstehen.
Die Erfindung kann angewendet werden ebensogut wie auf Brennkraftmasehinen auch auf Dampfmaschinen, Pumpen, Verdichter und andere Kolbenmaschinen: Besonderen Vorteil erhält der nachgiebige Antrieb, weil die nachgiebigen Ratschkupp- lungen, z. B. die Klemmringe, Sprengringe, Klemmgesperre usw. nicht zu hohe Kräfte auf die Kolben übertragen, so dass keine un zulässigen hohen Belastungen entstehen.
Ins besondere dürfen die Beschleunigungs- bezw. Verzögerungskräfte bei dem intermittieren- den Antrieb keine zu hohen Werte erhalten. Die Erfindung kommt insbesondere dann voll zur Geltung, wenn es sich um Maschinen mit hohen Drehzahlen und hohen Lagerbelastun- gen handelt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Kolben für Kraftmaschinen, dadurch ge- l@ennzeichnet, dass zwischen der Schubstange tand dem Kolben ein die Bewegungen nach allen Seiten freigebendes Kugelgelenk einge schaltet ist und Vorrichtungen vorhanden sind, welche die Schwenkbewegung der Schubstange ausnützend dem Kolben eine fortlaufende Drehung bezüglich der Schub stange erteilen. UNTERANSPRüCHE: 1.Kolben nach Patentanspruch, gekennzeich net durch Sprengringe (12 und 13), die im Betriebe durch Schaltstifte (17 und 18) des Kugelzapfens (4) derart verschoben werden, dass sie dem Kolben eine ständig drehende Bewegung erteilen. \12. Kolben nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass in den Reibungsflächen der Sprengringe Rillen vorhanden sind. welche die Wirkung des Ölfilms zwischen den Reibungsflächen vernichten. 3. Kolben nach Patentanspruch, gekennzeich net durch Klemmringe, die durch Schalt stifte (17 und 18) des Kugelzapfens (4) derart verschoben werden, dass sie dem Kolben eine ständig drehende Bewegung erteilen. 4.Kolben nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in den Reibungs flächen der Klemmringe Rillen vorhanden sind, welche die Wirkung des Ölfilms zwi schen den Reibungsflächen vernichten. 5. Kolben nach Patentanspruch, gekennzeich net durch ein Kegelzahnradgetriebe, wel ches mit Hilfe einer Sperrklinke, die Schwenkbewegungen der Schubstange aus nützend, dem Kolben eine Drehbewegung erteilt. 6.Kolben nach Patentanspruch, gekennzeich net durch zwei gleichachsig zur Mantel bohrung liegende Sprengringe (12 und 13), die durch je einen Schaltstift (17, 18) der Schubstange derart hin- und hergedreht werden, dass bei der Drehung eines Spreng- ringes im einen Sinn der Kolben unter Sprengung des Ringes mitgenommen wird, im entgegengesetzten Sinn aber infolge des Zusammenziehens an der Drehung des Ringes nicht teilnimmt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH200762T | 1937-07-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH200762A true CH200762A (de) | 1938-10-31 |
Family
ID=4442477
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH200762D CH200762A (de) | 1937-07-19 | 1937-07-19 | Kolben für Kraftmaschinen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH200762A (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1053866B (de) * | 1953-12-23 | 1959-03-26 | Dr Paul H Schweitzer | Stuhlkolben |
| DE1171675B (de) * | 1961-10-04 | 1964-06-04 | Sulzer Ag | Fuer Brennkraftmaschinen bestimmter Schaltkolben mit Speicherfeder |
| DE1301657B (de) * | 1966-10-26 | 1969-08-21 | Sulzer Ag | Kolben fuer eine Brennkraftmaschine mit einer drehbaren Lagerung des Kolbens |
| DE1576418B1 (de) * | 1967-10-27 | 1970-01-15 | Sulzer Ag | Drehbarer Kolben einer Kolbenbrennkraftmaschine |
-
1937
- 1937-07-19 CH CH200762D patent/CH200762A/de unknown
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1053866B (de) * | 1953-12-23 | 1959-03-26 | Dr Paul H Schweitzer | Stuhlkolben |
| DE1171675B (de) * | 1961-10-04 | 1964-06-04 | Sulzer Ag | Fuer Brennkraftmaschinen bestimmter Schaltkolben mit Speicherfeder |
| DE1301657B (de) * | 1966-10-26 | 1969-08-21 | Sulzer Ag | Kolben fuer eine Brennkraftmaschine mit einer drehbaren Lagerung des Kolbens |
| DE1576418B1 (de) * | 1967-10-27 | 1970-01-15 | Sulzer Ag | Drehbarer Kolben einer Kolbenbrennkraftmaschine |
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