CH200825A - Vorrichtung zur Trennung von elektrischen Frequenzgemischen. - Google Patents
Vorrichtung zur Trennung von elektrischen Frequenzgemischen.Info
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- H—ELECTRICITY
- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03H—IMPEDANCE NETWORKS, e.g. RESONANT CIRCUITS; RESONATORS
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Description
Vorrichtung zur Trennung von elektrischen Frequenzgemischen. Vorliegende Erfindung betrifft eine Vor- niohtung zur Trennung von elektrischen Fre- ,quenzgamischen.
In der elektrischen Nachrichtentechnik sind neben rein elektrischen Filtern, bestehend uns Induktivitä:ben und Kapazitäten, auch Filter bekannt, bei welchen Resonanzschwin gungen von mechanischen Gebilden zur Er reichung einer Filterwirkung benützt werden (Stimmgabelfilter und Quarzfilter)
. Bei sol chen Filtern wird die elektrische Schwingung auf irgendeine Art erst in eine mechanische umgewandelt und nach erfolgter Ausnützung des mechanischen Schwingungsgebildes er folgt die Zurückwandlung in die elektrische Schwingung. Diese elektromechanischen Fil ter zeichnen sich durch eine besonders grosse Raesonanoschärfe aus,
die mit rein elektri- schen Filtern nur mit einem sehr grossen -Auf wand von Induktivitäten und Kapazitäten erreichbar ist.
Die Praxis der elektrischen Nachrichten technik verlangt jedoch nicht nur Frequenz- filter für eine bestimmte Resionanzfrequenz, sondern viel öfters Frequenzfilter für ganze Frequenzbänder (sogenannte Bandfilter).
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Trennung von elek trischen Frequenzgemischen. - Die Vorrich tung gemäss der Erfindung kennzeichnet sich dadurch, dass dieselbe ein durch die zuge führten elektrischen Schwingungen ange stossenes mechanisches Schwingungsgebilde aufweist., welches mit mindestens einem wei teren mechanischen Schwingungsgebilde ge koppelt ist,
daG Ganze derart, dassr rlie im an- gekoppelten %hwkgung%#ebilde erregten me chanischen Schwingungen wieder in elektri- sche Schwingungen verwandelt werden.
Hier werden also elektrische Schwingungen wie bei Stimmgabelfiltern in. mechanische Schwin gungen umgewandelt. Die Zurückverwand lung in elektrische Schwingungen erfolgt nun aber nicht, wie beim gewöhnlichen Stimm gabelfilter, direkt von diesem ersten mechani schen Schwingungsgebilde aus, sondern von einem, das mit dem ersten gekoppelt ist.
Für den Fall, dass das erste Schwingungs- gebilde mit einer sinusförmig verlaufenden Kraft konstanter Amplitude erregt wird und dass beide Schwingungsgebilde dieselbe Eigen- frequenoen besitzen, ergeben sich (nach der Theorie der gekoppelten Schwingungen) je nach der Grösse der Kopplung grundsätzlich verschiedene Verläufe für die Amplitude des zweiten Schwingungsgebildes in Funktion der erregenden Frequenz.
Für ganz lose Kopp- lung wird die Amplitude des zweiten Schwin gungsgebildes ein Maximum, wenn die erregende Frequenz gleich der Eigenfrequenz der beiden Schwingungsgebilde ist.
Bei fester Kopplung ergeben sich hingegen für die Am plitude des zweiten Schwingungsgebildes zwei Maxima, nämlich eines unterhalb und eines oberhalb seiner Eigenfrequenz. Bei der Eigen frequenz selbst ist die Amplitude ein Mini mum, das um so tiefer liegt, je stärker die Kopplung und je kleiner die Dämpfung des Schwingungsgebildes ist.
Der Frequenzab- stand der beiden Amplitudenmaxima wird mit stärker werdender Kopplung grösser.
Bei der Konstruktion von Bandfiltern grosser Bandbreite kann man zwar mit der obergenannten Anordnung durch die Wahl einer grossen Kopplung die beiden Maxima ge nügend weit auseinanderziehen, erhält dann aber in der Mitte des Bandes unzulässig tiefe Einsattelungen.
Dadurch, dass man statt nur zwei, mehrere Schwingungsgebilde aneinander koppelt. kann erreicht werden, dass innerhalb der Bandgrenze für die Amplitude des letzten Schwingungsgebildes, von welchem aus wie der die Zurückverwandlung in elektrische Schwingungen erfolgt, mehrere Maxima und Minima entstehen,
und zwar ist die Zahl der Maxima gleich der Zahl der aneinander ge koppelten Schwingungsgebilde.
Auf diese Art ist es möglich, mit ver- hältnismässig geringem Aufwand Bandfilter beliebiger Bandbreite mit sehr steilen Flanken und verhältnismässig kleinen Einsattelungen bauen zu können.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 die Vorrichtung im Aufriss und Fig. 2 eine Draufsicht derselben.
Auf einer Grundplatte 1 aus nichtmagne tischem Material sind zwei Dauermagnete 2, 2a befestigt, auf welchen je zwei gegen- einander gekröpfte Polschuhe 3, 3. 3a. 3a be festigt sind.
Die senkrechten Endteile dieser Polschuhe dienen als gerne für aufgesetzte Primärspulen 4, 4 und Sekundärspulen 4a. 4a, und zwar sind die Spulen jedes Paares in Reihe geschaltet. An einer senkrecht auf wärts gebogenen Seitenwand 1s der Grund platte 1 sitzen zwei parallele Ankerfedern 5 und 5a,
welche mit einem Luftspalt 6 bezw. 6a über die obern Enden der Magnetkerne binausmagen und durch eine Kopplungsfeder i miteinander verbunden sind.
L sind die Zu führungsklemmen, E die Ausgangsklemmen. Von diesen beiden,Schwringungssystemen bil det das System 2 bis 5 das primäre und 2a bis 5a das sekundäre Schwingungssystem, dessen Schwingungsfeder 5a mit der Schwin gungsfeder 5 des ersteren gekoppelt ist und an welches noch weitere Schwingungsgebilde, z. B. gleiche Federn, angekoppelt sein können.
Die . Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist folgende: Das zu trennende elektrische Frequenz gemisch gelangt über die Eingangsklemmen L in die beiden in Reihe geschalteten Pri märspulen 4. Diese sitzen im magnetischen greis, welcher aus dem Dauermagnet 2, den beiden Polen 3, den zwei Luftspalten 6 und der Ankerfeder 5 gebildet wird.
Die in den Primärspulen auftretenden Stromänderungen erzeugen im magnetischen Breis FluBände- rungen und diese letzteren haben in den bei den Luftspalten Änderungen der Anziehungs- kraft zwischen den Polkernen und der Anker- feder 5 zur Folge. Die
durch diese Kraft- änderungen bedingten Bewegungen werden durch die Kopplungsfeder ? von,der Anker feder 5 auf die Ankerfeder 5a des zweiten elektromagnetisch-mechanischen Systems, das ganz analog wie das erste aufgebaut ist, über tragen.
Durch die Bewegungen der Anker feder 5 desselben entstehen Änderungen des magnetischen Widerstandes im magnetischen Kreis, bestehend aus dem Dauermagneten 2a, den Polschuhen 3a, den Luftspalten 6a und der Ankerfeder 5a. Die Widerstandsänderung hat eine Flussänderung zur Folge, die ihrer seits in den Sekundärspulen 4a eine Spannung erzeugt, welche an den Klemmen l abgenom men werden kann.
Die Bewegung der beiden Ankerfedern 5 und 5a und damit die Grösse der übertragenen Leistung ist sehr klein, solange die Frequenz des erregenden Stromes nicht angenähert der Eigenfrequenz der beiden Ankerfedern ist, worauf eben die Filterwirkung beruht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur Trennung von elektri schen Frequenzgemischen, dadurch gekenn zeichnet, dass dieselbe ein durch die zuge führten elektrischen Schwingungen ange stossenes mechanisches Schwingungsgebilde aufweist, welches mit mindestens einem weiteren mechanischen Schwingungsgebilde gekoppelt ist, wobei die im angekoppelten Schwingungsgebilde erregten mechanischen Schwingungen wieder in elektrische Schwin gungen verwandelt werden. UN TERANSPRüCHE 1.Vorrichtung gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, @dlass beide Schwin- gungsgebilde als Magnetanker ausgebil dete Flachfedern sind, welche durch eine Querfeder miteinander verbunden sind. 2.Vorrichtung gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die durch die zugeführte Energie an gestossene Flachfeder mit einem primären Spulenpaar zusammenwirkt, dessen Mag netkerne du-roh auf einen D#auermagncten aufgesetzte, gegeneinander abgekröpfte Polschuhe gebildet werden und zwischen sich und der Flachfeder einen Luftspalt freilassen,und die zuleite Flachfeder in einem genau gleich ausgebildeten Magnet- kreis liegt, @deszem als Sekundärspulen wir kenden Spulenpaar die herausgetrennten Frequenzen entnommen werden. 3.Vorrichtung gemäss Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass beide Polschuhpaare neben einander auf einer Grundplatte aus nicht magnetischem Material befestigt sind, wel che auf einer Seite eine senkrecht nach oben abgebogene Wand hat, auf welcher die beiden Flachfedern einseitig einge spannt sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH200825T | 1938-03-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH200825A true CH200825A (de) | 1938-10-31 |
Family
ID=4442507
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH200825D CH200825A (de) | 1938-03-01 | 1938-03-01 | Vorrichtung zur Trennung von elektrischen Frequenzgemischen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH200825A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE885900C (de) * | 1944-05-06 | 1953-08-10 | Karl-Otto Dr-Ing Schmidt | Anordnung zur Aufloesung elektrischer Frequenzgemische |
| US3098986A (en) * | 1960-06-15 | 1963-07-23 | Thomas W Holden | Band pass audio filter |
-
1938
- 1938-03-01 CH CH200825D patent/CH200825A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| US3098986A (en) * | 1960-06-15 | 1963-07-23 | Thomas W Holden | Band pass audio filter |
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