CH200990A - Verfahren zur Gewinnung des in den Ablaugen der Sulfitzellstoffkochung enthaltenen Zuckers in hoher Konzentration zwecks Erzeugung von Sulfitsprit. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung des in den Ablaugen der Sulfitzellstoffkochung enthaltenen Zuckers in hoher Konzentration zwecks Erzeugung von Sulfitsprit.

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CH200990A
CH200990A CH200990DA CH200990A CH 200990 A CH200990 A CH 200990A CH 200990D A CH200990D A CH 200990DA CH 200990 A CH200990 A CH 200990A
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washing
sulphite
washing liquid
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sugar
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Aktienge Papier-Zellstoffwerke
Graap Dr Ernst
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Ettlingen Maxau Papier & Zells
Graap Dr Ernst
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    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12PFERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
    • C12P7/00Preparation of oxygen-containing organic compounds
    • C12P7/02Preparation of oxygen-containing organic compounds containing a hydroxy group
    • C12P7/04Preparation of oxygen-containing organic compounds containing a hydroxy group acyclic
    • C12P7/06Ethanol, i.e. non-beverage
    • C12P7/08Ethanol, i.e. non-beverage produced as by-product or from waste or cellulosic material substrate
    • C12P7/12Ethanol, i.e. non-beverage produced as by-product or from waste or cellulosic material substrate substrate containing sulfite waste liquor or citrus waste

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Description


  Verfahren zur Gewinnung des in den Ablaugen der     Sulfitzellstofkochung    enthaltenen  Zuckers in hoher Konzentration zwecks Erzeugung von     Sulfitsprit.       Der in den Ablaugen der     Zellstoffabri-          kation,        insbesondere    der     Sulfitzellstoffabri-          kation        enthaltene    Zucker wird     bekanntlich     zur     Gewinnung    von     :

  Sulfitsprit,    Hefe oder       dergl.        verwendet.    Um die     Ablaugen.    mög  lichst     restlos,    zu     erfassen,        muss    man     auch     jenen Teil der     Ablaugen        erreichen,    der von  dem Kochgut     durch        Kapillarwirkung    im  Kocher     zuriokgehalten    wird und noch bis.

    40% der     Gesamtzuckerm    enge     enthalten          kann.    Dies lässt sich     durch    Auswaschen er  reichen,     dooh    ist die Wirtschaftlichkeit die  ser     Waschlaugenbereitung        in    engen     Grenzen     von der     .Möglichkeit    abhängig, den zurück  gebliebenen Zucker in möglichst hoher     Kon-          zentration    zu     erfassen,    ohne dafür besondere  Zeit aufwenden zu     müssen,

      die den Durch  satz des     Kochers        zwangsläufig    herabsetzen  würde.  



  Man     begnügt    sich     deshalb    vielfach @da-    mit,     dass    man die ersten     Anteile    des     Kocher-          kühlwassers    der     Spritfabrik        zuleitet,

          solange     .die     Konzentration        an    Zucker gegenüber dem       aufzuwendenden        Destillationsdampf        wirt-          schaftlich        erscheint.    Je nach den örtlichen       verschiedenartigen    Bedingungen kann     man     dabei     etwa    25 % der     im    Kochgut     zurückge-          haltenen        Zuckermenge    gewinnen.  



       Später        entwickelte        Auswaschverfahren          erreichten,        wohl        eine        praktisch        restlose        Er-          faesung        .des        Zuckens        (dadurch,

      dass     nach    Art       eines        Gegenstromverfahrens    mehrere     Wasch-          wassermengen        hinteneinaader        verwendet    wer  den, die     man        zwecks        Anreicherung    an     Zucker          aufspeicherte.    Ein solches Verfahren     bedingt     jedoch     .grossie        Anlage-    und     Betriebskosten,

      da  es     umfangreiche        Hilfseinrichtungen        wie          Bottiohe,    Pumpen und     dergl.    erforderlich  macht.     Ausserdem    braucht man dabei     natur-          gemäss    viel     Zeit,        @so        @d:

  ass,    der     Durchsatz        des              Kochers        dadurch    vermindert     wird        und    unter       Umständen        die        Wirtschaftlichkeit        des    Ver  fahrens in     Frage        gestellt        werden        kann.     



  Allen     bisher        üblichen        Verfahren    zur     Ge-          winnung        des    in den Ablaugen     enthaltenen          Zuckers        gemeinsam        ist    die     Schwierigkeit,

          die          Waschlaugen    aus dem die     Flüssigkeit        durch          Kapillarwirkung        stank        zurückhaltenden        Koch-          gut        praktisch        restlos    zu     erfassen.        Versuche,

            diese        iSchwierigkeit    durch Abpumpen     oder          durch        Fallrohre    zu     überwinden    und einen       Zeitgewinn    zu erzielen,     schlugen    fehl, da  sich     hierbei    über den Ablaufsieben ein Zell  stoffpolster bildet, das wie ein     dichtes        Filter     wirkt und den     Siebquerschnitt        verstopft.     



       Demgegenüber        gestattet        das        Verfahren          nach        der        Erfindung    die     praktisch        restlose          Erfassung        des    in den Ablaugen der     Sulfit-          zellstoffkochung        enthaltenen        Zuckers    in  hoher     Konzentration    zwecks     Erzeugung    von       Sulfitsprit        ohne    

      Zeitverlust    für die     Zell-          stofferzeugung    des Kochers. Zu     dien          Zweck        wird        die        Auswaschung        des        Zellstoffes     im     Kocher    mit einer     geringen    Wassermenge,  die     höchstens    gleich dem Volumen der     abge-          lassenen        Ablauge    ist,

       und        unter        starker        ge-          genseitiger        Bewegung    von     Kochgut        und          Waschflüssigkeit        durchgeführt.        Diese        gegen-          seitige        Bewegung    kann     durch    Einblasen von  Luft     oder        indifferenten        Gasen        aus    im     

  oder     nahe am     Boden        des    Kochers     befindlichen          Offnungen        oder    durch Umpumpen der     Wasch-          flüssigkeit        hervorgerufen        werden.        Gegebenen-          falls    kann das     Einblasen    von Luft oder       dergl.    mit dem Umpumpen der     Waschflüs-          sigkeit        kombiniert    werden,

   um     die    Wirkung  zu     steigern.     



  Erfahrungsgemäss     genügt        eine    Zeitdauer  von     wenigen    Minuten, um mit dem Verfah  ren nach     derErfindung        eine        völlig        homogene          Zuckerkonzentration        der        Gesamtflüssigkeit     zu erzielen.

   Die     Schwierigkeit    der     restlosen          Trennung    der     Waschlauge    von     denn        Kochgut     kann dabei     dadurch        überwunden        werden,

       dass vor     Beendigung        des        eigentlichen        Wasch-          vorganges    durch Schliessen der     Abgasventile     und     weiteres        Einleiten    von     Luft    oder     in-          differenten        Gasen    ein     überdTuek    über der         Waschfl'        ükeit        im        Oberteil        des        

  Kochers          gebildet        wind;    der     ,i        Fiümigkeit        schnell     und     vollständig    aus dem     Kochgut        durch        die          A@bla"ebe        hing,        ,sdrückt,        ohne        rinfolge     der     gegenseitigen        Bewegung    von     Waachflüs-          sigkeit        und,

          Kochgut    eine     Verstopfungs-          gefahr    für die Siebe besteht.     Denn,        da        in          unmittelbarer    Nähe der     Siebe    Luft oder     in-          differenetes        Gas        stäadig    in das     Kochgut        ein-          strömt,        wird        dieses        dauernd        aufgelockert,

      so       daf.    die     Bildung        eines        Filters    oder Polsters  auf ;dem     ,Sieb        wirksam        verhindert    wird:

   Der  Ablauf     der        Waschlauge        erfolgt        erfahrungs-          gemäss        dabei    in     weniger        als    der     Hälfte    der       Zeit,

      die     bei        gewöhnlichem        Ablassen    der       Lauge        erforderlich        ist.    Ein     weiterer        Vorteil          des        Verfahrens        nach    der Erfindung     liegt     darin, dass     ein        naaltiges        Auswaschen    des       Zellstoffes    mit     geringen        Wassermengen    er  folgt,

       so        dpa,        man:        eine        Ersparnis        nicht    nur  an Zeit,     eomrn        auch    an     Wasser    und Kraft       erreicht.     



       Wieviel        Waschwasser    man im     Einzelfall          anwenden        muB-,    hängt     von    dem     Zuckerge-          halte        des        auszuwaschenden        Gutes    ab     und          läBt    sich     hieraus    in     Verbindung        ,mit        dem          niedrigsten        Zuckergehalt,

      bei demRTI ID="0002.0263" WI="6" HE="4" LX="1735" LY="1282">  die    Ver  arbeitung der     Wasohwäeser        auf        Sulfitsgrit     noch     wirtschaftlich        ist,        ermitteln.    Wie zum       Beispiel        hier,        vorzugehen        ist,        ergibt        sich    aus       folgenden    Überlegungen:

         Ein        Kocher    von     2ü4        m'8        Inhalt    wird mit  Holz und     145i0        m8    Kochlauge     beschickt.        Nach     Beendigung des     Kochprozesses    werden 100     m3     Ablauge mit     einem.        Zuckergehalt    von     3,

  0%          abgelassen.    Es     verbleiben        also    im Kocher  50     m8    Ablauge     mit    3     %    Zucker = 1500 kg       Zucker.    Erweist     sich    eine     Aufarbeitung    der       Waschlauge    zum Beispiel bis 1,0%     Zucker-          gehalt    als     wirtschaftlich,

      so kann man in     den          Kocher        lüeoms        Wasser    als     Waschflüssigkeit          einlassen.        Dann        ergibt    sich nach dem     Auf-          wirwn    in 50     +        1-00        ms    = 150     m#        Wasch-          flüssigkeit    ein     Zuckergehalt    von     1500    kg       oder     <RTI 

   ID="0002.0323">   1,0%.     



  Hat die     Ablauge        dagegen    nur     2#,5%          Zuckergehalt,        so        enthält        die    im Gut     zurüeck-          behalteno        Lauge        von;    50     mg    mit<B>2"5%</B> nur           1250    kg Zucker.

   Würde man jetzt wieder  <B>100</B>     m3    Waschwasser zugeben, so     hätte        man     in 150     m3        Waschflüssigkeit        nur        12,50    kg       Zucker    oder     0,83,%.        Daraus    ergibt sich, da  in     diesem,        Fall        nur    75     m3        Waschwasser    zu  zusetzen     sind.     



  Auf     ler        Zeichnung        sind    zwei     Ausfüh-          rungsformen    einer     Einrichtung    zur     Düreh-          füh:rungdes        Verfahrens    nach der     Erfindung     beispielsweise     damgestellt,    und zwar zeigen       Fig.    1     äe        Seitenans:

  icht    eines liegenden       Zellstoffkochers,,          Fig.        21        einen        waagrechten        ,Schnitt    nach  der     Linie        a-b    der     Fig.    1,       Fig.        !3    die Seitenansicht eines senkrechten       Zellstoffkochers.,

          und          Fig.    4     einen    waagrechten     Schnitt    nach  der     Linie        c--d    der     Fig.,3.     



  Der     liegende        Zellstoffkocher    nach     Fig.    1  und 2     .besteht    aus,     dem    Kessel 1 mit den     un-          tern.        Ablassatutzen    2 für die Lauge. .Über     ,den:

            Ablassstutzen(2        befinden,    sich     .Siebe    oder Fil  ter $ zum     Zurückhalten    des     Kooligutes..    In  der     Mitte    des Behälters     tritt    von unten     her     eine     regelbare        Leitung    4 in das     Innere    .des       Behälters        ein,

      durch die Luft oder ein     in-          differenites    Gas     in    das mit kleinen     öffnun-          gen    7     versehene    Rohr 5     ;geleitet    wird.

   Das       RohT    5 liegt     am,        oder    nahe am Boden des       Behälters    1 innerhalb des     Kochgutes,        so,dass     -die     .daraus        austretende    Luft oder     :

  das    Gas       das        Kochgut        in.        heftige        Bewegung        versetzt.     Es ist     ersichtlich,

          dass    sich     das        Gut        infolge     dieser     Bewegung    während     des        Ablassens    der       Lauge        auf    den     Ablasssieben    3     nicht        fest-          setzen    kann.

   Am     obern    Raum     des    Behälters  1 sind     Abgasventile    6 vorgesehen, die, wäh  rend noch     Luft    oder     Gas        durch    die     Lei-          tung    4 strömt, geschlossen gehalten werden,  so     dass        ein        überdruck    im     Kocher        entsteht,     ,der für die     Entfeerumg    des     Waschwassers     aus dem Kocher     nutzbar    gemacht wird.  



       Bei    dem stehenden     Zellstoffkocher        nach          Fig.        ss        und    4     sind        @die        entsprechenden        Teile     der     Anlage    mit 1', 2',     ,3',    4', 5', 6' und 7'       bezeichnet.    Die     Wirkungsweise    ist im wesent-         liehen,

  dieselbe        wie    bei dem     liegenden    Kocher  nach     Fig.    1     und    2.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung des, in den Ablaugen der .Sulfitzeslstoffkochung enthal tenen Zuckers in hoher Konzentration zwecks Erzeugung von Sülfitsprit durch Auswaschen des Kochgutasi,dadurch gekennzeichnet, dass die Auswaschung des.
    Gutes im Kocher mit einer Wassermenge, die höchstens gleich ,dein Volumen der abgelassenen Abfange ist, unter starker gegenseitiger Bewegung von Koch gut und Wasohflüssigkeit durchgeführt wird.
    UNTERANSPRüCHE 1. VeTfah.en nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da3 die gegenseitige Be- wegung von Gut und Waschflüssigkeit ,
    durch Einblasen von Luft oder indiffe- rentem Gans an oder nahe am Boden des Kochers neben den Ablasssieben hervor- gerufen: wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, @dass die :gegenseitige Be- wegung von Gut und Waschflüssigkeit ,durch Umpumpen der Waschflüssigkeit bewirkt wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un- taransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn- zeichnet, @dass ,das Aufwirbeln. des Gutes in der Waschflüssigkeit durch Einblasen von Luft oder indifferentem Gas in ,den Kocher durch zusätzliches Umpumpen der Wasohflüssigkeit gesteigert wird.
    4. Verfahren nach Patentanspruch und Un- teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Entleerung des Waschwassers aus dem Köcher unter Überdruckerfolgt, der durch das Einleiten @ von Luft oder indifferenten Gasen erzeugt wird.
CH200990D 1936-10-03 1937-09-24 Verfahren zur Gewinnung des in den Ablaugen der Sulfitzellstoffkochung enthaltenen Zuckers in hoher Konzentration zwecks Erzeugung von Sulfitsprit. CH200990A (de)

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