CH200990A - Verfahren zur Gewinnung des in den Ablaugen der Sulfitzellstoffkochung enthaltenen Zuckers in hoher Konzentration zwecks Erzeugung von Sulfitsprit. - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung des in den Ablaugen der Sulfitzellstoffkochung enthaltenen Zuckers in hoher Konzentration zwecks Erzeugung von Sulfitsprit.Info
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Description
Verfahren zur Gewinnung des in den Ablaugen der Sulfitzellstofkochung enthaltenen Zuckers in hoher Konzentration zwecks Erzeugung von Sulfitsprit. Der in den Ablaugen der Zellstoffabri- kation, insbesondere der Sulfitzellstoffabri- kation enthaltene Zucker wird bekanntlich zur Gewinnung von :
Sulfitsprit, Hefe oder dergl. verwendet. Um die Ablaugen. mög lichst restlos, zu erfassen, muss man auch jenen Teil der Ablaugen erreichen, der von dem Kochgut durch Kapillarwirkung im Kocher zuriokgehalten wird und noch bis.
40% der Gesamtzuckerm enge enthalten kann. Dies lässt sich durch Auswaschen er reichen, dooh ist die Wirtschaftlichkeit die ser Waschlaugenbereitung in engen Grenzen von der .Möglichkeit abhängig, den zurück gebliebenen Zucker in möglichst hoher Kon- zentration zu erfassen, ohne dafür besondere Zeit aufwenden zu müssen,
die den Durch satz des Kochers zwangsläufig herabsetzen würde.
Man begnügt sich deshalb vielfach @da- mit, dass man die ersten Anteile des Kocher- kühlwassers der Spritfabrik zuleitet,
solange .die Konzentration an Zucker gegenüber dem aufzuwendenden Destillationsdampf wirt- schaftlich erscheint. Je nach den örtlichen verschiedenartigen Bedingungen kann man dabei etwa 25 % der im Kochgut zurückge- haltenen Zuckermenge gewinnen.
Später entwickelte Auswaschverfahren erreichten, wohl eine praktisch restlose Er- faesung .des Zuckens (dadurch,
dass nach Art eines Gegenstromverfahrens mehrere Wasch- wassermengen hinteneinaader verwendet wer den, die man zwecks Anreicherung an Zucker aufspeicherte. Ein solches Verfahren bedingt jedoch .grossie Anlage- und Betriebskosten,
da es umfangreiche Hilfseinrichtungen wie Bottiohe, Pumpen und dergl. erforderlich macht. Ausserdem braucht man dabei natur- gemäss viel Zeit, @so @d:
ass, der Durchsatz des Kochers dadurch vermindert wird und unter Umständen die Wirtschaftlichkeit des Ver fahrens in Frage gestellt werden kann.
Allen bisher üblichen Verfahren zur Ge- winnung des in den Ablaugen enthaltenen Zuckers gemeinsam ist die Schwierigkeit,
die Waschlaugen aus dem die Flüssigkeit durch Kapillarwirkung stank zurückhaltenden Koch- gut praktisch restlos zu erfassen. Versuche,
diese iSchwierigkeit durch Abpumpen oder durch Fallrohre zu überwinden und einen Zeitgewinn zu erzielen, schlugen fehl, da sich hierbei über den Ablaufsieben ein Zell stoffpolster bildet, das wie ein dichtes Filter wirkt und den Siebquerschnitt verstopft.
Demgegenüber gestattet das Verfahren nach der Erfindung die praktisch restlose Erfassung des in den Ablaugen der Sulfit- zellstoffkochung enthaltenen Zuckers in hoher Konzentration zwecks Erzeugung von Sulfitsprit ohne
Zeitverlust für die Zell- stofferzeugung des Kochers. Zu dien Zweck wird die Auswaschung des Zellstoffes im Kocher mit einer geringen Wassermenge, die höchstens gleich dem Volumen der abge- lassenen Ablauge ist,
und unter starker ge- genseitiger Bewegung von Kochgut und Waschflüssigkeit durchgeführt. Diese gegen- seitige Bewegung kann durch Einblasen von Luft oder indifferenten Gasen aus im
oder nahe am Boden des Kochers befindlichen Offnungen oder durch Umpumpen der Wasch- flüssigkeit hervorgerufen werden. Gegebenen- falls kann das Einblasen von Luft oder dergl. mit dem Umpumpen der Waschflüs- sigkeit kombiniert werden,
um die Wirkung zu steigern.
Erfahrungsgemäss genügt eine Zeitdauer von wenigen Minuten, um mit dem Verfah ren nach derErfindung eine völlig homogene Zuckerkonzentration der Gesamtflüssigkeit zu erzielen.
Die Schwierigkeit der restlosen Trennung der Waschlauge von denn Kochgut kann dabei dadurch überwunden werden,
dass vor Beendigung des eigentlichen Wasch- vorganges durch Schliessen der Abgasventile und weiteres Einleiten von Luft oder in- differenten Gasen ein überdTuek über der Waschfl' ükeit im Oberteil des
Kochers gebildet wind; der ,i Fiümigkeit schnell und vollständig aus dem Kochgut durch die A@bla"ebe hing, ,sdrückt, ohne rinfolge der gegenseitigen Bewegung von Waachflüs- sigkeit und,
Kochgut eine Verstopfungs- gefahr für die Siebe besteht. Denn, da in unmittelbarer Nähe der Siebe Luft oder in- differenetes Gas stäadig in das Kochgut ein- strömt, wird dieses dauernd aufgelockert,
so daf. die Bildung eines Filters oder Polsters auf ;dem ,Sieb wirksam verhindert wird:
Der Ablauf der Waschlauge erfolgt erfahrungs- gemäss dabei in weniger als der Hälfte der Zeit,
die bei gewöhnlichem Ablassen der Lauge erforderlich ist. Ein weiterer Vorteil des Verfahrens nach der Erfindung liegt darin, dass ein naaltiges Auswaschen des Zellstoffes mit geringen Wassermengen er folgt,
so dpa, man: eine Ersparnis nicht nur an Zeit, eomrn auch an Wasser und Kraft erreicht.
Wieviel Waschwasser man im Einzelfall anwenden muB-, hängt von dem Zuckerge- halte des auszuwaschenden Gutes ab und läBt sich hieraus in Verbindung ,mit dem niedrigsten Zuckergehalt,
bei demRTI ID="0002.0263" WI="6" HE="4" LX="1735" LY="1282"> die Ver arbeitung der Wasohwäeser auf Sulfitsgrit noch wirtschaftlich ist, ermitteln. Wie zum Beispiel hier, vorzugehen ist, ergibt sich aus folgenden Überlegungen:
Ein Kocher von 2ü4 m'8 Inhalt wird mit Holz und 145i0 m8 Kochlauge beschickt. Nach Beendigung des Kochprozesses werden 100 m3 Ablauge mit einem. Zuckergehalt von 3,
0% abgelassen. Es verbleiben also im Kocher 50 m8 Ablauge mit 3 % Zucker = 1500 kg Zucker. Erweist sich eine Aufarbeitung der Waschlauge zum Beispiel bis 1,0% Zucker- gehalt als wirtschaftlich,
so kann man in den Kocher lüeoms Wasser als Waschflüssigkeit einlassen. Dann ergibt sich nach dem Auf- wirwn in 50 + 1-00 ms = 150 m# Wasch- flüssigkeit ein Zuckergehalt von 1500 kg oder <RTI
ID="0002.0323"> 1,0%.
Hat die Ablauge dagegen nur 2#,5% Zuckergehalt, so enthält die im Gut zurüeck- behalteno Lauge von; 50 mg mit<B>2"5%</B> nur 1250 kg Zucker.
Würde man jetzt wieder <B>100</B> m3 Waschwasser zugeben, so hätte man in 150 m3 Waschflüssigkeit nur 12,50 kg Zucker oder 0,83,%. Daraus ergibt sich, da in diesem, Fall nur 75 m3 Waschwasser zu zusetzen sind.
Auf ler Zeichnung sind zwei Ausfüh- rungsformen einer Einrichtung zur Düreh- füh:rungdes Verfahrens nach der Erfindung beispielsweise damgestellt, und zwar zeigen Fig. 1 äe Seitenans:
icht eines liegenden Zellstoffkochers,, Fig. 21 einen waagrechten ,Schnitt nach der Linie a-b der Fig. 1, Fig. !3 die Seitenansicht eines senkrechten Zellstoffkochers.,
und Fig. 4 einen waagrechten Schnitt nach der Linie c--d der Fig.,3.
Der liegende Zellstoffkocher nach Fig. 1 und 2 .besteht aus, dem Kessel 1 mit den un- tern. Ablassatutzen 2 für die Lauge. .Über ,den:
Ablassstutzen(2 befinden, sich .Siebe oder Fil ter $ zum Zurückhalten des Kooligutes.. In der Mitte des Behälters tritt von unten her eine regelbare Leitung 4 in das Innere .des Behälters ein,
durch die Luft oder ein in- differenites Gas in das mit kleinen öffnun- gen 7 versehene Rohr 5 ;geleitet wird.
Das RohT 5 liegt am, oder nahe am Boden des Behälters 1 innerhalb des Kochgutes, so,dass -die .daraus austretende Luft oder :
das Gas das Kochgut in. heftige Bewegung versetzt. Es ist ersichtlich,
dass sich das Gut infolge dieser Bewegung während des Ablassens der Lauge auf den Ablasssieben 3 nicht fest- setzen kann.
Am obern Raum des Behälters 1 sind Abgasventile 6 vorgesehen, die, wäh rend noch Luft oder Gas durch die Lei- tung 4 strömt, geschlossen gehalten werden, so dass ein überdruck im Kocher entsteht, ,der für die Entfeerumg des Waschwassers aus dem Kocher nutzbar gemacht wird.
Bei dem stehenden Zellstoffkocher nach Fig. ss und 4 sind @die entsprechenden Teile der Anlage mit 1', 2', ,3', 4', 5', 6' und 7' bezeichnet. Die Wirkungsweise ist im wesent- liehen,
dieselbe wie bei dem liegenden Kocher nach Fig. 1 und 2.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung des, in den Ablaugen der .Sulfitzeslstoffkochung enthal tenen Zuckers in hoher Konzentration zwecks Erzeugung von Sülfitsprit durch Auswaschen des Kochgutasi,dadurch gekennzeichnet, dass die Auswaschung des.Gutes im Kocher mit einer Wassermenge, die höchstens gleich ,dein Volumen der abgelassenen Abfange ist, unter starker gegenseitiger Bewegung von Koch gut und Wasohflüssigkeit durchgeführt wird.UNTERANSPRüCHE 1. VeTfah.en nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da3 die gegenseitige Be- wegung von Gut und Waschflüssigkeit ,durch Einblasen von Luft oder indiffe- rentem Gans an oder nahe am Boden des Kochers neben den Ablasssieben hervor- gerufen: wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, @dass die :gegenseitige Be- wegung von Gut und Waschflüssigkeit ,durch Umpumpen der Waschflüssigkeit bewirkt wird. 3.Verfahren nach Patentanspruch und Un- taransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn- zeichnet, @dass ,das Aufwirbeln. des Gutes in der Waschflüssigkeit durch Einblasen von Luft oder indifferentem Gas in ,den Kocher durch zusätzliches Umpumpen der Wasohflüssigkeit gesteigert wird.4. Verfahren nach Patentanspruch und Un- teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Entleerung des Waschwassers aus dem Köcher unter Überdruckerfolgt, der durch das Einleiten @ von Luft oder indifferenten Gasen erzeugt wird.
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