CH201325A - Messgerät mit einer Arbeitsfeder, deren Deformation durch messwertabhängige innere Kräfte hervorgerufen wird. - Google Patents

Messgerät mit einer Arbeitsfeder, deren Deformation durch messwertabhängige innere Kräfte hervorgerufen wird.

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CH201325A
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A-G Manometer
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Manometer A G
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01LMEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
    • G01L7/00Measuring the steady or quasi-steady pressure of a fluid or a fluent solid material by mechanical or fluid pressure-sensitive elements
    • G01L7/02Measuring the steady or quasi-steady pressure of a fluid or a fluent solid material by mechanical or fluid pressure-sensitive elements in the form of elastically-deformable gauges
    • G01L7/04Measuring the steady or quasi-steady pressure of a fluid or a fluent solid material by mechanical or fluid pressure-sensitive elements in the form of elastically-deformable gauges in the form of flexible, deformable tubes, e.g. Bourdon gauges

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Description


      Nessgerät    mit einer Arbeitsfeder, deren Deformation durch     messwertabhängige     innere     Nr        äfte    hervorgerufen wird.         Tu        Fig.    1 ist ein bekanntes Messgerät mit  einer spiralig gewundenen Arbeitsfeder und       mit        Anzeigewerk    dargestellt. Es bedeutet a  die das Druckmittel zuführende Rohrleitung,  b die spiralige Feder mit den Quadranten  1-2,     2-3......    13-14. c ist das Feder  endstück, an dem das Verbindungsstück d an  gelenkt ist.

   Dieses     Verbindungsstück    wirkt  alsdann     unmittelbar    wie gezeichnet oder auch  mittelbar durch eine     Räderübersetzung    auf  den Zeiger e. Die Zugstange d ist geschnitten  dargestellt, um die durch die Zugstange über  tragene Kraft P anschaulich darzustellen.  Wird die Arbeitsfeder dieses Gerätes durch  inneren Überdruck gestreckt und über die       Elastizitätsgrenze        hinaus    beansprucht, so er  leidet erfahrungsgemäss zunächst der Bogen  1-2 bleibende Formänderungen. Unter einer  Überbeanspruchung streckt sich dieser Bogen  vom Punkte 1 ausgehend bleibend, während  die Verformungen der übrigen     'feile    der Ar  beitsfeder noch im elastischen Gebiete  bleiben.

      Diese örtliche Gefährdung der Arbeits  feder bei     Überbeanspruchungen    zeigt, dass die  Arbeitsfeder nicht ihre     günstigste    Anord  nung besitzt. Es ist daher zu fordern, dass die  Arbeitsfeder längs ihres ganzen Bogens  gleichmässig beansprucht wird.  



  Die Ursache dieser ungleichmässigen Be  anspruchung liegt in folgendem:  Durch die     Einzelkraft    P     entsteht    in den  Querschnitten der Arbeitsfeder     ein    über die  Länge wechselndes     Biegungsmoment.    Dieses       Biegungsmoment    ist in     Fig.    2 dargestellt, wo  bei die     Kurve    30 den     Wert    des     Biegungs-          momentes    in der Y-Achse gemessen, längs der  in der X-Achse abgewickelten Feder zeigt.  Im Bogen 1-2 hat das     Biegungsmoment     seinen     kleinsten    Wert.

   An der Stelle 1 ist es  Null.     Wenn    der     üblicherweise    ovale oder ähn  lich geformte     Querschnitt    der Arbeitsfeder     b,          Fig.    1,     nunmehr    durch Innendruck auf Auf  blähen beansprucht     wird,    so gibt die Feder  diesem     Innendruck    an den Stellen zuerst  nach, wo das     Biegungsmoment    seinen gering-           sten    Wert hat. Das ist die Stelle 1. Hier setzt  also naturnotwendig das Aufblasen der Feder  ein.  



  Man könnte dieser Erscheinung dadurch       entgegenwirken,    dass man die zu übertragende  Kraft P klein hält. Dieser Weg ist aber nicht  in allen Fällen gangbar. Sollen beispielsweise  elektrische Kontakte, Kippschalter oder der  gleichen betätigt werden, so muss eben eine  Kraft übertragen werden, die nicht beliebig  verkleinert werden kann. Diese Erwägungen,  die an dem     3lessgerät    mit einer spiraligen Ar  beitsfeder angestellt sind, gelten in gleicher  Weise für kreis- und schraubenförmig ge  wundene Federn, wie sie bei Manometern, me  chanischen Flüssigkeitsthermometern oder bei  Federn von     Verbundmetallthermometern    (Bi  metallthermometern) Verwendung finden.  



  Die Erfindung betrifft ein     Messgerät    mit  einer Arbeitsfeder, deren Deformation durch       messwertabhängige    innere Kräfte hervor  gerufen wird. Erfindungsgemäss ist zwischen  der Arbeitsfeder und der anzutreibenden  Welle eine kinematische Übertragungsvor  richtung angeordnet, die, abgesehen von Ge  wichtswirkungen, nur ein reines Kräftepaar  überträgt. Auf diese Weise wird das in der  Arbeitsfeder wirkende     Biegungsmoment    zu  einer Konstanten längs der ganzen     gestreck-          ten    Länge der Arbeitsfeder, wie das in     Fig.    2  mit der strichpunktierten Geraden 31 ange  deutet     ist.     



  Zur Bewegungsübertragung kann eine  Kreuzgelenk- oder     Oldham-Kupplung    ver  wandt werden. Soll der Einfluss der Tempera  tur auf den Inhalt der Arbeitsfeder ausge  glichen werden, so kann die Kupplung ganz  oder teilweise aus Verbundmetall (Bimetall)  bestehen.  



  Ausser den obengenannten Vorzügen be  sitzt das     erfindungsgemässe    Messgerät auch  noch den Vorteil, dass die spezifische     Richt-          kraft,    das ist die den Winkelausschlag er  zeugende Kraft, wesentlich grösser wird als  bei der bisher bekannten Übertragung. Ein  weiterer     Vorteil    besteht infolge der gleich  mässigen Belastung der Feder darin, dass die       Skalenaufteilung    vollkommen gleichmässig    wird. Die     erfindungsgemäss    ausgebildeten  Messgeräte brauchen daher nicht mehr von  Hand justiert zu werden, es genügt vielmehr,  wenn sie nur an zwei Punkten geeicht sind.

    Es kann eine gedruckte oder mit Hilfe von  Schablonen hergestellte, einheitliche Skala  Verwendung finden, die nach den beiden ge  eichten Punkten ausgerichtet wird. Falls ein  Zeiger vorhanden ist, wird derselbe dann auf  allen Zwischenpunkten die richtige Einstel  lung haben.  



  Die beispielsweisen Ausführungsformen  des Erfindungsgegenstandes sind     in    der  Zeichnung dargestellt, und zwar jeweils eine  Ausführungsform in     Fig.    3 bis 5,     Fig.    6 bis  8 und     Fig.    9 und 10.  



  Es bedeutet in     Fig.    3 bis 5 a die das  Druckmittel zuführende Rohrleitung, b die  Arbeitsfeder. An dem äussern Ende dieser Ar  beitsfeder ist starr befestigt und fest einge  spannt ein Bügel h, der mit dem Längs  schlitz o versehen ist. In den Längsschlitz o  des Bügels greifen die Zapfen m der in     Fig.    5  in perspektivischer Ansicht dargestellten  Kupplungsscheibe<I>i</I> ein. Die Zapfen<I>n</I> dieser  Kupplungsscheibe<I>i</I> greifen in die Nut<I>p</I> der  den Zeiger tragenden Welle k, die im Lager 1  gelagert ist, ein.  



  In     Fig.    3 bis 5 kreuzen sich die durch die  Achse der Zapfen m gehende Achse     I-I    und  die durch die Achse der Zapfen n gehende  Achse     II-II    senkrecht zueinander. Die Win  kelübertragung ist dabei     verzerrungsfrei.     Diese verzerrungsfreie Übertragung bleibt  auch bei schiefwinklig gekreuzten Achsen er  halten. Hier wird jedoch die Bewegung des       Schwerpunktes    der Kupplungsscheibe i un  gleichförmig.

   Auch wird bei schiefwinklig  bekreuzten Achsen     I-I    und     II-11    die Be  wegung der Kupplungsscheibe relativ zu der  abtreibenden Welle grösser als bei senkrecht  gekreuzten Achsen     1-I        und        II-II.     



  Kinematisch ist die Verbindung eine  Kreuzgelenk- oder     Oldham-Kupplung.    Jede  Winkeländerung in der Lage des Bügels h  überträgt sich dadurch ohne Verzerrung auf  die Welle k. Die     Kreuzgelenkkupplung    über  trägt dabei von der Feder auf die anzutrei-      berede Welle k ein     reines    Kräftepaar, wenn  man von den unbedeutenden Gewichtswir  kungen der Kupplungsscheibe absieht.  



  Bei dem in     Fig.    6 und 7 dargestellten Bei  spiel ist die Arbeitsfeder spiralig von aussen  nach     innen    gewickelt. Es bedeutet wieder a  die das Druckmittel zuführende, fest einge  spannte Rohrleitung, b die Arbeitsfeder, die  mit ihrem     innern    Ende an einen Zapfen     2e     aasgelenkt ist. Der Zapfen trägt in einer     Quer-          bohrung    fest den     Stift   <I>v,</I> der in Bohrungen<I>q</I>  der     zylindrischen    Hülse w eingreift. Diese  Hülse w ist     in        Fig.    8 noch besonders heraus  gezeichnet. Sie besitzt an der rechten Seite  Schlitze s.

   In diese Schlitze s greift ein Stift  z, der in eine Querbohrung der den Zeiger tra  genden Welle x eingesetzt ist. Die Welle x  ist in dem Lager     y    geführt. Bei der Defor  mation der Feder verdreht dieselbe den Zap  fen     u.    Auch hier wird, abgesehen von     Ge-          wichtswiikungen,    nur ein reines Kräftepaar  übertragen.  



  Eine besondere Ausbildung kann die  Kupplungshülse w dann erfahren, wenn eine  zusätzliche Beeinflussung durch die Aussen  temperatur gewünscht ist. Da ist zum Bei  spiel bei     Quecksilber-Federthermometern    der  Fall, wo man den Einfluss der Temperatur  der Umgebung auf den Quecksilberinhalt der  Arbeitsfeder auszugleichen wünscht. Es kann  aber auch bei Manometern der Fall sein, um  den Einfluss einer unterschiedlichen Aus  dehnung der Werkteile auszugleichen. In  diesen Fällen kann das     Kupplungsstück        20     durch ein Stück t nach     Fig.    9 ersetzt werden.

    Dieses Stück ist in der in     Fig.    9     gezeichneten     Art geformt;     Fig.    10 zeigt die Abwicklung  desselben. Das     Kupplungsstück    ist     aus    zwei  besonderen temperaturempfindlichen Bau  elementen 20, 21, also aus Verbundmetall  (z. B. Teil 21 aus Nickel-Eisen mit 25 % Ni  und Teil 20 aus Nickel-Eisen mit<B>36%</B> Ni)  hergestellt. Nimmt man an, dass zunächst die  beiden Hauptachsen     durch    die Bohrungen q    und die Schlitze s senkrecht aufeinander  stehen, so werden sich diese Hauptachsen bei  höherer Temperatur gegeneinander in einen       andern    Phasenwinkel neigen.

   Dadurch ist also  der Phasenwinkel zwischen Antrieb     und    Ab  trieb von der Temperatur der Umgebung ab  hängig. Die verzerrungsfreie Winkelübertra  gung von dem Zapfen     u,        Fig.    7, auf die Welle  x,     Fig.    7, wird durch eine solche Winkel  änderung nicht     beeinflusst,    wie bereits oben  dargelegt.  



       Selbstverständlich    kann die     Beeinflussung     des     Kupplungsstückes    durch die Temperatur  auch auf andere     Weise    als gezeichnet ge  schehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Messgerät mit einer Arbeitsfeder, deren Deformation durch messwertabhängige innere Kräfte hervorgerufen wird, dadurch gekenn zeichnet, dass zwischen der Arbeitsfeder und der anzutreibenden Welle eine kinematische Übertragungsvorrichtung angeordnet ist, die, abgesehen von Gewichtswirkungen, nur ein reines Kräftepaar überträgt. UNTERANSPRtrCHE 1. Messgerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungsvor richtung als Kreuzlenkkupplung ausgebil det ist. 2.
    Messgerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungsvor richtung mindestens teilweise aus beson ders temperaturempfindlichen Bauelemen ten besteht, so dass der Phasenwinkel zwi schen Antrieb und Abtrieb der Übertra- gungsvorrichtung von der Temperatur der Umgebung abhängig ist. 3. Messgerät nach Patentanspruch und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die temperaturempfindlichen Bauelemente aus Verbundmetall bestehen.
CH201325D 1936-03-27 1937-03-23 Messgerät mit einer Arbeitsfeder, deren Deformation durch messwertabhängige innere Kräfte hervorgerufen wird. CH201325A (de)

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