Relaisanordnung zur Messung der Dauer eines elektrischen Stromes. Gegenstand der Erfindung ist eine Relais anordnung zur Messung der Dauer eines elektrischen Stromes, dadurch gekennzeich- net., d-ass sie eine primäre, Verzögerungsrelais besitzende Relaisreihe und eine sekundäme Relaisreihe und.
ein Hauptrelais aufweist, welch letzteres während der ganzen Dauer, während welcher der zu messende e lektris,ehe Strom fliesst, erregt ist, und wobei die Relais .der primären Relaisreine nacheinander in einem Zyklus betätigt werden, während die Relais der sekundären Relaisreihe ebenfalls nacheinander,
aber nicht im Zyklus und- je eines nach Beendigung jedes Zyklus in, der primären Relaisremhe in Tätigkeit treten.
Wie man weiss, ist den Notzeichen für Schiffe eine Reihe von Zeichen von drei bis fünf Sekunden beigefügt worden., wobei je des der letztgenannten Zeichen vom andern durch einen Zeitabstand von einzweitel bis eineinzweitel .Sekunden getrennt ist. Solche Zeichen werden während einer Minute kon-
t:i.nuierlich ausgesandt.
Die Relaisanordnung nach der Erfindung dient insbesondere dazu, die Dauer solcher ankommender Zeichen zu messen.
Zwei Ausführungsbeispiele ,des Erfin.- dungsgegenstandes sind in der Zeichnung in den Fig. 1 und 2 dargestellt, welche das Schaltungsssshema von zwei Relaisanoranuu- gen zeigen.
Der Kürze und Klarheit halber sind 411:e Relais derselben Beschaffenheit und auch die Kontakte der Relais, welche dieselbe Wirkung auslösen, mit gleichen Bezugs- zeichen bezeichnet.
Nach Fig. 1 sind <I>a, b, c, d</I> und e die Relais der Primärreihe, von denen jedes, mit .einer bestimmten Zeitverzögerung arbeitet. In nichterregtem Zustande hält das Relais a den;
Kontakt 6 geschlossen und den Kon takt 3 ,geöffnet, jedes der Rel#ans b und c en Kontakt 2 geschlossen und die Kontakte 1 und 3 geöffnet, das Relais d den Kontakt 2 geschlossen und die Kontakte 1,
3 und 4 geöffnet und schliesslich das Relais e .den Kontakt 5 geschlossen und die Kontakte 1 und 4 :geöffnet. Mit<I>A, B,</I> C, <I>D</I> und .E sind die M@omentanrelais der sekundären Reihe bezeichnet, :deren Kontakte 1, $ und S offen und 2 und 8 geschlossen ,sind, wenn die Re- lais nicht erregt sind.
Das Relais E -weist keinen Kontakt 3 auf. Mit dem Hauptrelais, das in dem .dargestellten Beispiel das Mo- mentanrelais f ist, wirkt ein Kontakt g zu sammen. Mit R ist ein Widerstand zum Ein stellen der Zeitverzögerungen der Primär relais durch Einregeln der Spannung und mit Ba eine Stromquelle 'bezeichnet.
Wenn das Relais f erregt wird, wobei es den Kontakt g schliesst, wird das Relais a. über die Kontakte 2 der Relais d, c und b erregt, um nach seiner Zeitverzögerung an- zusprechen und seinen Kontakt 3 zu schlie ssen,
wodurch das Relais b erregt wird. Das Relais b wird nach seiner Zeitverzögerung ansprechen find dabei seine Kontakte 1 und 3 schliessen und seinen Kontakt ? öffnen. Durch seinen Kontakt 1 wird das Relais b erregt erhalten und das Relais c wird über den Kontakt 3 des Relais b erregt.
Ander seits wird der Kreisdes Relais a durch den Kontakt ? geöffnet, so dass dieses Relais ab fällt. Sodann wird durch das Relais c nach seiner Zeitverzögeaaing -las nächste Relais d in ähnlicher Weise, wie oben beachriehen, er regt und das vorher betätigte Relais b zum Abfallen gebracht. Das Relais d schliesst seine Kontakte 1, 3 und 4 und öffnet seinen Kontakt ? nach Ablauf seiner Zeitverzöge rung.
Durch den, offenen Kontakt ? des Re lais d wird der Kreis des Relais c unter brochen, so dass dieses Relais abfällt.
Die Schliessung des Kontaktes 3 des Re lais d bewirkt die. Erregung des letzten Re lais e, das, nach seiner Zeitverzögerung in Tätigkeit tritt; die Kontakte 1 und .l- von e schliessen sich alsdann und e ist in geschlos- sener Stellung durch den Kontakt 1 gehal ten.
Die Schliessung des Kontaktes e4 erregt sofort das erste Relais A der Sekundärreihe durch den folgenden Stromkreis: '-, der Bat- terie, Kontakt g, Widerstand R, Kontakt e4, geschlossener Kontakt -1 von d, geschlossener Kontakt 2 von A, Kontakte B8, C8 und D8 und - der Batterie. Der Stromkreis von A ist durch den Kontakt 4<I>von d</I> unterbrochen,
denn der Stromkreis von d wurde durch die Öffnung des Kontaktes 5 von e unterbrochen. Folglich findet die Erregung von A im Augenblick statt, wo das Relais e seinen Kontakt 4 schliesst.
Wenn das erste Relans A der Sekundär reihe erregt ist und den Kontakt 1. schliesst, ist der Stromkreis des Relais A wie folgt geschlossen: + Pol der Batterie, Kontakt g, Kontakt 1 von A, Bewickelung von A, Kon takte B8, (Y8 und D8 und, -Pol; der Kon takt 3 ist alsdann geschlossen.
Folglich, wenn der Impuls fortdauert, so wirken die Relais n. h. <I>c, d</I> und<I>e</I> der Primärreihe nacheinander und e überträgt den Strom auf die Sekun därreihe, indem er den Kontakt -1 schliesst.
#,#ie oben erklärt, wobei der besagte Strom -+- zu - der Batterie durch den Kon takt g, Widerstand R, die Kontakte e1 und d4. .43,, B2. <I>C8,</I> D8 fliesst und das Relais B erregt.
Jedes mal nach Beendigung des Kreis laufes der Betätigung der primären Relais reibe wird eines der Relais<I>C, D</I> und E in der beschriebenen \''eise nacheinander erregt und die Relais B, C und<I>D</I> ausser Tätigkeit. gesetzt.
Jedes Relais der sekundären Reihe besitzt einen Kontakt S, der mit. einer Anzeige- oder Aufzeichnungsvorrichtung verbunden ist und gcaclilossen wird, wenn das zugehörige Re- Ia.is erregt wird.
Wenn dieses letzte Relais E erregt wird, wird diese Erregung durch den. Kontakt El erhalten.
Wenn ein Zeichensignal auch nach Er regung des Relais E noch andauert, so wer den die primären Relais a, b etc. nachein ander wieder erregt und betätigen das Re lais A.
Bleibt der Kontakt g des Relais f immer noch geschlossen, so werden die Re. lais B und C nacheinandex erregt, jedesmal wenn ein Betätigungszyklus der primären Relaisreihe betätigt wird, aber bei dem nächsten Betätigungszyklus der primären kelaisreihe wird das Plelavs D nicht erregt erhalten,
da der Kontakt E8 offen ist.
Somit sind nun die Kontakte <B>S</B> der Re lais<B>E</B> und C gleichzeitig .geschlossen, und zwar so lange als -der zu messende Strom noch andauert.
Nach .dem in tilg. 2 dargestellten zwei- ten Ausführungsbeispiel des Erfindungs- gegenstandes. werden, die zwei letzten Relais e und e' -der Primärreihe abwechselnd be tätigt, d. h.
entweder das Relais e und e' je nachdem die Zahl der Betätigungszyklen ungerade oder gerade ist, worauf die Betäti- gung der Relais dieser Reihe beginnend mit a wiederholt wird. Zur abwechselnden Be- tätigung der Relais e' und e ist ein Hilfe- relais lt, vorgesehen.
In Fig. 21 sind mit 1 die Kontakte, die dazu dienen, ihre zugehörigen Relais erregt zu erhalten, mit 3.,die Kontakte zum Öffnen und Schliessender aufeinanderfolgenden Re laiskreise und mit 2-, 7 und 9 die Kontakte zum Abschalten der Kreise der schon be tut beten Relais bezeichnet,
wobei die Kontakte die in der Zeichnung veranschaulichten Stel lungen bei nicht betätigten Relais einnehmen.
Die Wirkungsweise des Relais F, das durch den ankommenden Strom erregt wird, ist im wesentlichen ,dieselbe wie indem vor herbeschriebenen Ausführungsbeispiel. Zu erst wird das Relais a erregt, das nach einer bestimmten Zeitverzögerung anspricht, wor auf nacheinander die Relais b, c und d und schliesslich,das Relais e erregt werden.
Wenn das Relais e anspricht, wird dessen Kon takt 7 geöffnet und dadurch das Relais d stromlos. überdies werden die Kontakte 3 und 4 des Relais e geschlossen und durch,den Kontakt g, den Widerstand R und die Kon takte 2,der Relais. d, c und b, das erste Re lais a erregt, während anderseits das Relais <I>h</I> üb:
em den Kontakt 3 des Relais e erregt wird, wobei die Kontakte 1 und 3 des Re lais h geschlossen und 2 und 7 geöffnet werden. Durch den offenen Kontakt 7 des Relais h wird der Kreisdes Relais e unter brochen; das Relais h wird. durch seinen eigenen Kontakt 1 in Erregung gehalten.
Wenn bei der aufeinanderfolgenden De- tatigung der Relais der primären: Relaisreihe das Relais d im zweiten. Zyklus betätigt wird und seine Kontakte 3 und 4 schliesst, wird das Relais e nicht erregt, da das Relais h in Tätigkeit bleibt und seinen Kontakt 7 ge öffnet und seinen Kontakt 3 geschlossen hält.
An ,Stelle des Relais e wird jedoch über ,die Kontakte d4 und h3 das Relais e' erregt und :
durch den Sielbsthaltekontakt .3' in er regtem Zustaud erhalten, wobei es durch seinen geöffneten Kontakt 9 die Kreise der Relais <I>h</I> und <I>d</I> unterbricht, so dass diese Re lais abfallen.. Das Relais e' fällt ab, wenn ,das Relais c das nächste Mal anspricht und seinen Kontakt 7 öffnet.
.Sobald das Re lais d abfällt, beginnt das Relais, a in der oben beschriebenen Weise den dritten Be- tätigungszyklus. Somit werden die Relais e und e' abwechselnd am Ende jedes Zyklus der primären Relaisreihe ansprechen.
Da bei der Betätigung des Relais e nach ,dem ersten Zyklus dessen Kontakt 4 ge- schlossen wird, wird das erste Relais A. der Sekundärreihe erregt.
Nach dem zweiten Zyklus wird, das nächste Relais B durch den geschlossenen Kontakt 4' des Relais e' und den schon vorher geschlossenen Kontakt 3 des Relais <B>_A</B> erregt. In analoger Weise wer den hierauf die aufeinanderfolgenden Relais <I>C,
D</I> und E ansprechen. Bei diesem Ausfüh- rungsbeispiel werden durch die Relais der ts:ekundären Reihe die vorher betätigten Re lais dieser Reihe nicht abgeschaltet;
da jedes .dieser Relais mit .einem .Selbsthaltekontakt 1 ausgestattet ist, wird es, wenn es einmal er regt wurde, in Tätigkeit bleiben,
bis die ganze Reihe äbfällt. Wie beider Anordnung nach Fig. 1 ist jedes- Relais mit einem. Kon takt S versehen, der an eine Anzeige- oder Aufzeichnungsvorrichtung angeschlossen ist.
Die Relais der sekundären müssen nicht als Nomentanrelais ausgebildet ,sein, es können vielmehr auch zufriedenstel- lende Ergebnisse erzielt werden,
wenn sie nach Art der Relais der primären Reihe mit einer Zeitverzügerung arbeiten.