Elektroakustische Anlage. Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine elektroakustische Anlage, wobei zur Tonabnahme in einem Gehäuse ein Magnet system vorgesehen ist, dessen Anker einen aus deth Gehäuse herausragenden Fühler träte, der mit einer .schwingenden Fläche, z. B. mit der Resonanzfläche eines Harmo niums oder mit dem Erdboden, in Berührung kommt.
In der beiliegenden Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfin dungsgegenstandes dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch das Gehäuse mit dem Tonabnehmer; Fig. 2 ist eine Ansicht von unten bei ab gehobenem Gehäuseboden; Fig. 3 veranschaulicht ein Schaltungs- schema.
In einem zum Beispiel aus Holz herge stellten Gehäuse 1 ist ein an sich bekanntes Magnetsystem 2 angeordnet. Am Anker 3 ist mittels Winkelstück 5 ein Fühler 6 befestigt. Letzterer steht senkrecht zum Anker 3 und ragt durch einen Schlitz wenig über den Boden 7 des allseitig geschlossenen Gehäuses 1 vor. Im Gehäuse ist ferner ein Potent-io- meter 8 eingebaut, das mittels eines Bedie nungsknopfes 9 bedient werden kann und, wie Fig. 3 zeigt, im Stromkreis der Magnetspule 4 liegt.
Die in letzterer bei Bewegung des Fühlers 6 und damit des. Ankers 3 erzeugten Stromstösse werden über das Potentiometer 8 einem Verstärker 10 zugeleitet und durch einen Lautsprecher 11 als hörbare Töne wiedergegeben. Parallel oder auch an Stelle des Lautsprechers kann an den Verstärker ein registrierendes Instrument 12 geschal tet sein, das die Stromstösse in Kurvenform aufzeichnet.
Zum Abhören von Geräuschen wird das Gehäuse 1 auf eine die Schallwellen über tragende Fläche 14 gelegt, z. B. auf den Resonanzboden eines Harmoniums, eines Klaviers, oder einfach auf den Erdboden, wenn Geräusche, z. B. Maschinengeräusche, Schritte usw., abgehorcht werden sollen.
Die Anordnung wird dabei so getroffen, dass die eine Bodenkante des Gehäuses und der Fühler 6 die Fläche 14 berühren (Fig. 1). Die ankommenden Schallwellen pflanzen sich über den Fühler 6 auf den Anker 3 fort, dessen Schwingungen in bekannter Weise in der Magnetspule 4 Stromstösse hervorrufen, die im Verstärker<B>10</B> in gewünschtem Masse verstärkt werden. Auf diese Weise lassen sich Geräusche aller Art besser als mit einem Mikrophon aufnehmen.
So können zum Bei spiel auch Geräusche der innern menschlichen Organe, wie Herz, usw., ferner Geräusche durch den Boden, durch Bahnschienen, Fahr leitungen usw. hörbar gemacht und registriert werden. Dadurch lassen sieh Brücken kon trollieren, Bahnschranken automatisch öffnen und schliessen, Flugzeuge avisieren usw. Das Anwendungsgebiet kann auch auf Kirchen- geläute erweitert werden. An Stelle der Glocken kommen zweckmässigerweise jedoch besondere Klangerzeuger, wie Stäbe, Röhren oder kleine glockenähnliche Gebilde zur Verwendung.
Die erwähnten Klangerzeuger können fest oder beweglich an einem Träger angeordnet und von Hand oder mechanisch angeschlagen werden. Die glockenähnlichen Gebilde können mittelst Klöppel zum Tönen gebracht werden. Je nach dem gewünschten Ton und dem Verwendungszweck können die erwähnten Klangkörper aus verschiede nem Metall bestehen.
Ein hauptsächlich an gestrebter Zweck besteht darin, mit mög lichst wenig Material jene Töne zu erzielen, welche dem gewünschten Glockenton ent sprechen, wobei jedoch keine Rücksicht auf die Tonstärke zu nehmen ist, da dieselbe durch die elektrische Verstärkungsanlage erreicht wird.
Auf analoge Weise kann auch ein soge- nanntes Glockenspiel erzeugt und übertragen werden. Zu diesem Zwecke kann eine ganze Reihe von speziell abgestimmten Klang stäben, Röhren oder Glocken mittels Scha blonen oder Rollen oder auch von Hand mit Hilfe einer Art von Klaviatur angeschlagen und so jede gewünschte Melodie erzeugt wer den. Mittels der beschriebenen Übertragung und Verstärkung kann das reichhaltigste Glockenspiel jedoch mit viel grösserer Laut- stärke erzielt werden.
Durch diese Art von Tonerzeuger kann auch eine einfachere Be dienung erreicht "werden. Das Anschlagen, respektive das Schwingen der Tonerzeuger kann mittels einer einfacher mechanischen Vorrichtung erzielt werden, welche erlaubt, jeden Tonerzeuger für sieh allein oder in Gemeinschaft mit andern zusammen spielen zu lassen. Dabei kann jeder einzelne Ton erzeuger allein oder alle zusammen in einem Resonanzgehäuse untergebracht werden. Auf diese Art kann jedes Zeichen gegeben wer den. Stunden-, Viertel- und Halbschlag und jede Art von Geläute ist auf diese Art in Tonqualität in nichts von einem wirklichen Geläute zu unterscheiden.
Als Ergänzung kann noch ein Teller verwendet werden, welcher je nach dem gewünschten Klang charakter aus verschiedenem Material sein kann. Dieser Teller sorgt für den bestmög lichen Angleich der zum Schwingen gebrach ten Tonerzeuger an den typischen Glocken ton. Der Teller wird mit seinem offenen Teil auf das Resonanzgehäuse gelegt, und auf seinen Boden kommt der Tonabnehmer zu liegen.
Die im Resonanzgehäuse hervor gerufenen Schwingungen werden von diesem Teller aufgenommen, der Teller kommt eben falls in Schwingung, es gibt also eine gewisse Mischung, welche sich nun dem Tonabnehmer mitteilt und durch diesen dem Verstärker zugeführt wird. Auf diese Weise lassen sich alle gewünschten Tonmischungen erzielen.
In Verbindung mit einem Harmonium lässt sich die dargestellte Vorrichtung auch als Ersatz von Kirchenorgeln verwenden.
Es ist bekannt, dass ein Harmonium die selben Register haben kann, wie zum Bei spiel eine Kirchenorgel mittlerer Grösse. Der Unterschied besteht lediglich im Toncha rakter und in der Lautstärke. Die Lautstärke kann nun unter Zuhilfenahme des Ton abnehmers ohne weiteres verstärkt werden, da derselbe die in einem Harmonium her vorgerufenen Töne ganz natürlich aufnimmt und zum Verstärker leitet.
Um nun aber auch den Klangcharakter dem einer Kirchenorgel anzugleichen. ist. als Ergänzung. ein Teller aus Zinn erforderlich, welcher zwischen dem im Harmonium befind lichen Resonanzgehäuse und dem Tonab nehmer eingeschaltet wird. Dieser Zinnteller, der je nach gewünschtem Klangcharakter eine mehr oder weniger dicke Bodenfläche oder auch verschiedenen Durchmesser besitzt, wird in der Weise angebracht, dass seine öff- nung nach unten, also auf den Resonanz boden und sein Boden nach- oben kommt.
Auf diesen Boden wird dann der Tonabnehmer aufgesetzt. Auf diese Weise werden die Schwingungen des Resonanzbodens des Har moniums von dieser Resonanzergänzung auf genommen, dadurch wird der Zinnteller selbst in Schwingung versetzt und diese Schwingungen werden von Tonabnehmer auf genommen und im Verstärker verstärkt. Auf diese Weise lässt sich der typische Orgeltan erzielen. Durch diese Anordnung kann ein Harmonium den Klangcharakter einer Orgel erhalten.
Es ist nur noch nötig, dass der Resonanzboden des Harmoniums vom übri gen Harmoniumgehäuse gegen Schall iso liert wird, da sonst auch andere Geräusche, hervorgerufen durch Schlag oder Stoss an das Gehäuse vom Tonabnehmer aufgenom men und verstärkt werden.
Selbstverständlich kann statt des ge zeichneten Magnetsystems auch ein anderes konstruiertes System verwendet werden.
Electroacoustic system. The present invention is an electroacoustic system, wherein a magnet system is provided for picking up the sound in a housing, the armature of which would occur a sensor protruding from the housing, which with a. B. comes into contact with the resonance surface of a Harmo nium or with the ground.
In the accompanying drawing, an example embodiment of the subject invention is shown.
Fig. 1 shows a cross section through the housing with the pickup; Fig. 2 is a view from below with the housing bottom raised; 3 illustrates a circuit diagram.
In a housing 1 made of wood, for example, a magnet system 2 known per se is arranged. A sensor 6 is attached to the armature 3 by means of an angle piece 5. The latter is perpendicular to the armature 3 and protrudes through a slot slightly above the bottom 7 of the housing 1, which is closed on all sides. A potentiometer 8 is also built into the housing, which can be operated by means of an operating button 9 and, as FIG. 3 shows, is in the circuit of the magnetic coil 4.
The current surges generated in the latter when the sensor 6 and thus the armature 3 are moved are fed to an amplifier 10 via the potentiometer 8 and reproduced as audible tones by a loudspeaker 11. In parallel or instead of the loudspeaker, a recording instrument 12 can be switched to the amplifier, which records the current surges in the form of a curve.
To listen to noises, the housing 1 is placed on a surface 14 carrying the sound waves, e.g. B. on the soundboard of a harmonium, a piano, or simply on the ground when noises, z. B. machine noises, steps, etc., should be listened to.
The arrangement is made such that one bottom edge of the housing and the sensor 6 touch the surface 14 (FIG. 1). The incoming sound waves propagate via the sensor 6 to the armature 3, the oscillations of which cause current surges in the magnet coil 4 in a known manner, which are amplified to the desired extent in the amplifier 10. In this way, noises of all kinds can be picked up better than with a microphone.
For example, noises from the internal human organs, such as the heart, etc., as well as noises through the ground, through railroad tracks, overhead lines, etc., can be made audible and recorded. This allows you to control bridges, automatically open and close railway barriers, notify aircraft, etc. The area of application can also be extended to church bells. Instead of the bells, however, special sound generators such as rods, tubes or small bell-like structures are expediently used.
The mentioned sound generators can be fixed or moveable on a support and struck by hand or mechanically. The bell-like structures can be made to sound with a clapper. Depending on the desired tone and the intended use, the mentioned sound bodies can consist of various metal.
One of the main aims is to use as little material as possible to achieve those tones that correspond to the desired bell tone, although no consideration has to be given to the tone strength, since the same is achieved by the electrical amplification system.
A so-called carillon can also be generated and transmitted in an analogous manner. For this purpose, a whole series of specially tuned sound sticks, tubes or bells can be struck using stencils or rollers or by hand with the help of a type of keyboard, thus generating any desired melody. However, by means of the transmission and amplification described, the richest glockenspiel can be achieved with a much greater volume.
This type of tone generator also enables easier operation. The striking or swinging of the tone generator can be achieved by means of a simple mechanical device which allows each tone generator to be played alone or in community with others. Every single tone generator can be housed alone or all together in a resonance housing. In this way every character can be given. Hour, quarter and half beats and every kind of chime is in this way nothing of a real chime in sound quality to distinguish.
In addition, a plate can be used, which can be made of different materials depending on the desired sound. This plate ensures the best possible adjustment of the vibrating sound generator to the typical bell tone. The open part of the platter is placed on the resonance housing and the pickup comes to rest on its bottom.
The vibrations caused in the resonance housing are picked up by this plate, the plate also vibrates, so there is a certain mixture that is now communicated to the pickup and fed through it to the amplifier. In this way, all desired tone mixtures can be achieved.
In connection with a harmonium, the device shown can also be used as a replacement for church organs.
It is known that a harmonium can have the same registers as, for example, a medium-sized church organ. The only difference is in the tone character and volume. The volume can now be easily increased with the help of the tone pickup, since it naturally picks up the tones called up in a harmonium and sends them to the amplifier.
In order to adjust the sound character to that of a church organ. is. as a supplement. A tin plate is required, which is switched between the resonance case in the harmonium and the pickup. This pewter plate, which has a more or less thick bottom surface or different diameters depending on the desired sound character, is attached in such a way that its opening comes downwards, ie on the resonance floor and its bottom comes up.
The pickup is then placed on this floor. In this way, the vibrations of the soundboard of the har monium are taken from this resonance supplement, thereby the tin plate itself is set in vibration and these vibrations are picked up by the pickup and amplified in the amplifier. In this way the typical organ tune can be achieved. This arrangement allows a harmonium to have the sound character of an organ.
It is only necessary that the soundboard of the harmonium is insulated against sound from the rest of the harmonium housing, otherwise other noises caused by knocks or bumps on the housing will be picked up and amplified by the pickup.
Of course, instead of the magnet system shown, another constructed system can also be used.