CH201720A - Vielzellenverdichter mit sichelförmigem Arbeitsraum. - Google Patents
Vielzellenverdichter mit sichelförmigem Arbeitsraum.Info
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F04—POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
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Description
Vielzellenverdichter mit sichelförmigem .Arbeitsraum. Vielzellenverdichter mit sichelförmigem Arbeitsraum pflegen, wegen ihrer meistens hohen Drehzahl und der dadurch bedingten grossen Zentrifugalkräfte der gewöhnlich aus Stahl bestehenden Arbeitskolben, mit Lauf ringen (Abstützringen) ausgestattet zu wer den.
Nachdem sich herausgestellt hat, dass Laufringe, die an ihrem äussern Umfang nicht an der Gehäuseinnenwand aufliegen, nicht die gesamten, auf die Arbeitskolben einwirkenden Zentrifugalkräfte aufzunehmen befähigt sind, wurden sie im Gehäuse glei tend gelagert, erhielten dadurch also Führung, wodurch sie in den Stand gesetzt werden sollten, auch einseitige unausgeglicheneKräfte aufzunehmen, welche durch die exzentrische Lage des Rotors (der Kolbentrommel) im Gehäuse, sowie durch die tangentiale Be lastung der scbieberförmigen Arbeitskolben bei der Kompressionsarbeit entstehen.
Nur bei gleichmässig guter Auflage der äussern Oberfläche der Laufringe an der zugehörigen Lagerfläche, das heisst an der innern Ober fläche der im Gehäuse vorgesehenen Aus sparungen, konnte der erwähnte Zweck einigermassen einwandfrei erfüllt werden.
Die genannte Bedingung einer stets gleichmässigen Auflage der Laufringe an ihrer Lagerfläche ist jedoch bei einem Verdichter mit einem im Verhältnis zum Durchmesser sehr langen Gehäuse, und wenn eine hohe Verdichtung und infolgedessen eine hohe Erhitzung des Fördermittels in Betracht kommen, nicht mehr erfüllbar, weil insbesondere durch einseitige Erhitzung des Verdichtergehäuses auf der Druckseite, hervorgerufen durch einseitige Berührung von Gehäusemantelteilen mit dem heissen Fördermittel, Formveränderungen des Zylindermantels auftreten. Dadurch entstehen Kantenpressungen beziehungsweise grössere Flächenpressungen an der einen Laufring.
seite, die zu Anfressungen und andern damit verbundenen Schäden des Verdichters führen. Solche Pressungen entstehen dadurch, dass die ursprünglich in der Axenrichtung ver laufenden Mantellinien der die Laufringe enthaltenden Aussparungen des Gehäuses sich in durch die einseitige Erwärmung von der Axenrichtung etwas abweichende, unter 'Umständen gekrümmte Linien verwandeln und die Flächen selbst ihre zylindrische Form einbüssen,
während die wegen ihrer Umlauf bewegung gleichmässig erwärmten Laufringe ihre zylindrische Form unverändert beibehal ten und durch den in seiner Form ebenfalls unveränderten Rotor genau senkrecht zur Drehaxe umlaufend geführt sind, so dass sie dann nur mit ihrer einen Kante zur Auf lage in der zugehörigen Aussparung des Zylinders kommen.
Zur Erklärung dieses Vorganges sollen die Fig. 1-4 der beigegebenen Zeichnung dienen. Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt und Fig. 2 einen Querschnitt eines Drehkolben verdichters bekannter Ausführung in idealem Zustand, Fig. 3 einen Längsschnitt des glei chen Verdichters in verformtem Zustand. Hierbei bezeichnen: 1 das Gehäuse, 2 die Gehäusedeckel, 3 zwei zylindrische Laufringe, 4 die Welle, 6 die in Schlitzen der Trommel 9 (des Rotors) geführten, als Schieber aus gebildeten Arbeitskolben.
Während die Lauf ringe 3 beim idealen Zustand des Verdichters an der Innenfläche von im Zylindermantel vorgesehenen Aussparungen anliegen, tun sie dies beim verformten Zustand gemäf, Fig. 3 nur., mit ihren beiden Kanten 10 und 11 an den entsprechenden Enden der Aussparungen. Fig. 4 zeigt für den rechtsseitigen Laufring die Verformung des Gehäuses unter dem Einfluss von Temperaturunterschieden in grösserem Massstab und in übertriebener Dar stellung.
(In Wirklichkeit ist die Verformung nicht so gross, dass sie zeichnerisch darstell bar wäre.) Bei dem den Gegenstand der Erfindung bildenden Vielzelleriverdichter mit sichel förmigem Arbeitsraum sollen die in den vor stehenden Darlegungen erwähnten Schwierig keiten und Mängel dadurch behoben werden, dass die äussere Oberfläche der Laufringe konvex ist und die an der Innenwand des Gehäuses vorgesehenen Lagerflächen der Laufringe konkav sind.
Die Fig. 5 und 6 der beigegebenen Zeich nung stellen ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dar, und zwar ist Fig. 5 ein Längsschnitt desselben, Fig. 6 ein Ausschnitt davon in grösserem Massstab.
Die äussere konvexe Oberfläche der beiden Laufringe 7 bildet eine Kugelzone; die an der Innenwandung des Gehäuses 1 vorge sehene konkave Lagerfläche der Laufringe bildet eine Hohlkugelzone. Der Einfachheit halber ist nachstehend die konvexe Fläche als kugelig, die konkave als hohlkugelig be zeichnet. In den Deckeln 2 des Gehäuses 1 ist die Welle der Trommel 9 gelagert. Die Lagerfläche jedes Laufringes 7 ist unterteilt: der eine Teil derselben befindet sich in einer als Futter mit hohlkugeliger Aussparung ausgebildeten, vom Stirnende des Gehäuses her in letzteres eingeschobenen ringförmigen Büchse 8, während ein hohlkugeliger Streifen der Gehäuseinrienwandung unmittelbar den andern Teil der Lagerfläche bildet.
Um die Büchse 8 leicht in das Gehäuse einsetzen und aus ihm herausnehmen zu können, kann sie halbiert oder mehrteilig sein.
Zur Verdeutlichung der Form der Lauf ringe 7 ist in Fig. 5 ihre äussere Begrenzungs linie mit einer zarten Linie zu einem ge schlossenen Kreis vervollständigt, dessen Mittelpunkt sich in der Drehaxe der Trommel 9 befindet. Die äussere (konvexe) Oberfläche eines Laufringes, sowie ihre zugehörige (kon kave) Lagerfläche können aber auch mehr oder weniger von der genauen kugeligen bezw. hohlkugeligen Form abweichen und mehr als nur einen Krümmungsmittelpunkt haben.
Während zum Beispiel der oder die Krüm- mungsmittelpunkte der Aussenfläche eines Laufringes in der Drehaxe der Trommel 9 liegen, braucht dies für diejenigen der be treffenden Lagerfläche nicht unbedingt auch der Fall zu sein, sondern deren Krümmungs- mittelpunkte könnten unter Umständen ein wenig ausserhalb der Drehaxe liegen;
dabei könnten die Krümmungsradien der Lager flächen etwas grösser als diejenigen derAussen- fläche 'der Laufringe-'sein , wobei sich zum Beispiel eine der Fläche eines der Kugelform <B>sehr</B> nahe kommenden Rotationsellipsoides ähnliche Fläche ergeben würde. Die Lager fläche würde sich hierbei erst nach der Er wärmung des Gehäuses im Betrieb an die kugelige Oberfläche des Laufringes an schmiegen. Somit ist also die Möglichkeit einer Selbsteinstellung der Lagerfläche auf die günstigsten Laufverhältnisse eines Lauf ringes geboten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vielzellenverdichter mit sichelförmigem Arbeitsraum und im Gehäuse gelagerten Laufringen, dadurch gekennzeichnet, dass die äussere Oberfläche der Laufringe konvex ist und die an der Innenwandung des Gehäuses vorgesehenen Lagerflächen der Laufringe konkav sind.UNTERANSPRüCHE 1. Vielzellenverdichter nach Patentanspruch, dadurch gskennzeichnet, dass die konvexe Oberfläche der Laufringe und die konkaven Lagerflächen des Gehäuses kugelig bezw. hohlkugelig-,sind. 2. Vielzellenverdichter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die konvexe Oberfläche eines Laufringes und die zu gehörige konkave Lagerfläche des Ge- häuses mehr als nur einen Krümmungs- mittelpunkt aufweisen.3. Vielzellenverdichter nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Krüm- mungsmittelpunkte der konvexen Ober fläche eines Laufringes und der zugehörigen konkaven Lagerfläche des Gehäuses in der Drehase der Trommel liegen. 4. Vielzellen verdichter nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ort der Krümmungsmittelpunkte der konkaven Lagerfläche eines Laufringes vom Ort der grümmungsmittelpunkte der konvexen Oberfläche dieses Laufringes verschieden ist.5. Vielzellenverdichter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufring lagerflächen des Gehäuses unterteilt sind, wobei Teile derselben in Ausnehmungen der Gehäuseinnenwand eingesetzt sind. 6. Vielzellenverdichter nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Teil der Lagerflächen durch eine in eine Aussparung der Gehäuseinnenwand ein- gesetze Büchse gebildet ist. 7. Vielzellenverdichter nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die den einen Teil der Lagerflächen bildende Büchse geteilt ist.
Applications Claiming Priority (1)
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1937
- 1937-10-07 CH CH201720D patent/CH201720A/de unknown
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