CH201721A - Hochdruck-Dampfkraftanlage. - Google Patents
Hochdruck-Dampfkraftanlage.Info
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01K—STEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
- F01K7/00—Steam engine plants characterised by the use of specific types of engine; Plants or engines characterised by their use of special steam systems, cycles or processes; Control means specially adapted for such systems, cycles or processes; Use of withdrawn or exhaust steam for feed-water heating
- F01K7/16—Steam engine plants characterised by the use of specific types of engine; Plants or engines characterised by their use of special steam systems, cycles or processes; Control means specially adapted for such systems, cycles or processes; Use of withdrawn or exhaust steam for feed-water heating the engines being only of turbine type
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Description
Hochdruck-Dampfkraftanlage. Aue der Erwägung heraus, dass bei einer Dampfkraftanlage neben der Wirtschaftlich keit die unbedingt sichere Gewährleistung der Energielieferung eine zu erfüllende Grundforderung ist, wird bei der Anlage eines Dampfkraftwerkes der Frage der Be reitstellung von Energie bei Energieausfall durch Maschinenschaden besondere Aufmerk samkeit .geschenkt. Es gibt .deshalb kaum ein grösseres Dampfkraftwerk,
bei dem man neben den Betriebsmaschinen nicht minde- stens eine RZeservemaschine findet. Bei Aus fall einer Betriebsmaschine übernimmt die Reservemaschine die Deckung der ausgefal lenen Leistung.
Im. folgenden soll nun ein grundsätzlich neuer Weg zur Bereitstellung von Energie bei Ausfall von Energie durch Maschinen schaden beschrieben werden, und zwar für den immer mehr an Bedeutung ,gewinnenden Fall, dass die Dampfkraftanlage eine Hoch- druckanlage ist, Die erfindungsgemässe Anlage zeichnet .sich dadurch aus, dass die Maschinenanlage aufgeteilt ist in mindestens eine HoeUdruck- vorsGhaltmaschine und mindestens zwei parallel arbeitende Niederdruckmaschinen,
wobei der Zwischendruck zwischen Hoch druckmaschine und Niederdruckmaschinen so weit veränderlich ist, dass bei Ausfall einer Niederdruckmaschine oder der Hochdruck- vorschaltmas-chine mindestens der ,grössere Teil der Ausfalleistung durch die in Be trieb bleibende Niederdruckmaschine oder -maschinen ,gedeckt werden kann, das Ganze .derart,
dass die Aufstellung separater Re- servemaschinenaggregate sich erübrigt.
Dass man die bei einer Hochdruck anlage nötigen Massnahmen, z. B. Zwischen- überhitzung, auch im Falle der vorliegenden Erfindung anzuwenden hat, ist selbstver- ständlich. Es soll deshalb hierauf im ein zelnen nicht eingegangen werden.
Tm folgenden soll an Hand eines Ausfüh- rungsbeispiels erläutert -erden, welche Ver hältnisse sich bei Anwendung der Erfindung ergeben. Der Anschaulichkeit halber soll mit festen Zahlen gerechnet -erden, und zwar soll angenommen werden, dass es sich um ein Kraftwerk handelt, das 20000 kuT liefern soll. Das Bestreben soll dahin gehen, die ge ringste kVA-Zahl zu installieren, und zwar soll mit einem
EMI0002.0008
gerechnet wer den.
Unter Zugrundelegung der früheren An schauungen über den Aufbau eines derartigen Werkes würde neben einer 20000 kW-Ma- sehine als Betriebsmaschine eine zweite 20000 kW-Maschine als Reservemaschine zu errichten sein. Die Masehinenleistung würde also bei cos. rp <I>= 0,$</I> 40 000 kW bezw. <B>50000</B> kVA betragen.
Der Fall der Verwen dung von drei 10 000 ku'-Maschinen an Stelle von zwei 20000 ,u'-Xaschinen braucht hier im einzelnen nicht erörtert zu werden, da. er für Hoeli-druchan.la.gen keine wirtschaftlich brauchbaren Verhältnisse ergibt.
Bei der Anlage gemäss der Erfindung wird die Maschinenaufteilung anders vor genommen. Es werden beispielsweise eine Hochdruckvorsehaltmaschine von 6800 kW und. zwei parallelarbeitende Niederdruck maschinen von je 6600 kW eingebaut, die zusammen 20000 kW ergeben, unter der Vor aussetzung, dass ein bestimmter Zwisch4,n- druck aufrecht erhalten wird. Das Beispiel ist gerechnet für einen Anfangsdruck vor. 130 atü und einen Zwischendruck von 16 atü.
Die Maschinensätze sind jedoch so gebaut, dass sie bei Änderung es Zwischen drtuckes andere Leistungen ergeben können, und zwar ist der Vorschaltmaschinensatz ge baut für 8000 kVA und jede der beiden Niederdruckmaschinen für<B>12500</B> kV A. Das ergibt zusammen eine kVA-Leistung von 33000 kVA gegenüber<B>50000</B> kV <B>A</B> bei bis her üblichen Anlagen.
Das Schaltbild hier für ist in der Fig.1 dargestellt.<B>Es</B> he zeichnet h: den Kessel, T' die Vorschalt.- rnaschine, N, und N, die Niederdruck- maschinen, Z das mit veränderlichem Druck zu fahrende Zwischennetz, (;
(len Zwi8cIieii- überhitzer. T. eine Umführun,gsleitung zur Maschine f', die jedoch als abgesperrt zu denken ist. Mit dieser Anlage lässt sich der Energieausfall jeder Maschine decken, und zwar in gewissen Fällen völlig, in andern Fällen bis auf einen kleinen. Rest. Falls es auf die Deckung auch dieses Restes an kommt, ergeben sich Möglichkeiten, die spä ter beschrieben werden sollen.
Es sei jetzt der Fall erörtert, dass die Vor schaltmaschine V ausfällt. Dann wird über die Leitung I. eine unmittelbare Verbindung mit dem Zwisehennetz Z hergestellt und der Druck in diesem erhöht, beispielsweise von <B>16</B> auf 24 atü.
Ob man in diesem Falle den Kessel K mit dem niedrigen Druck fährt, -as insbesondere bei Zwangsstromkesseln ohne weiteres möglich wäre, oder ob man den Kesseldruck so weit abdrosselt, ist nach Lage des Einzelfalles zu entscheiden. Wesent lich ist in diesem Falle, dass der Zwischen druck 7. gesteigert wird.
Da die beiden Ma schinensätze N, und N, für<B>12500</B> kVA aus gelegt sind, ist es möglich, mit ihnen jetzt eine Leistung von je<B>10000</B> kW, im ganzen also 2 0 000 kW zu erzeugen. Der Ausfall der Vor:scbaltleistung lä.sst sich also ohne An wcadungeiner Reservemaschine ausgleichen.
Fig. 3 zeigt den Fall, dass eine der Nieder druckmaschinen ausfällt, und zwar ist an- @"enoinixren, dass die Maschine N, ausfiele. Im cos. r1- steckt noch eine kleine Reserve, so dass es mö-,lieh ist, aus der Maschine Ni 10 600 kW herauszuholen. Allerdings ist auch hiermit eine gewisse Druckänderung verbunden. Der Hochdruck wird auf etwa 140 atü ansteigen. der Zwischendruck auf 25 atü.
Dann ist die (lesamtleistung, die man aus diesen beiden Maschinen herausholen kann, 16 700 kW, so dass noch 3300 kW fehlen. Es ist sehr wohl denkbar, dass man für den doch nur vorüber- (Y Störungsfall der Maschine N= auf die Bereitstellung dieses verhältnismässig lile irren Betra;
< "es verzichtet. Legt man jedoch Wert darauf, auch in diesem Falle 2(1000 kM" zn c#rziu,ren, so lässt sich das auf verschie- dene Weise ermöglichen. Fig. 3 zeigt den fall. (lass hierzu der Hilfspunrpensatz ver- wendet wird.
Das Kraftwerk muss einen zweckmässig aus Turbine und Pumpe be- ,--;iehen:den Hilfspumpensatz für die Kessel- speisung bereithalten. Bei :diesem Maschinen satz kann man die Turbine :grösser als un bedingt erforderlich wählen und mit ihr einen elektrischen Stromerzeuger kuppeln.
Dann hat man in diesem Maschinensatz eine ge wisse Überschussenergie verfügbar, die im Falle einer Störung einer der Maschinen N1 oder N.- eingesetzt werden kann. In .dem Schaltbild der Fig. .3 ist R die Reserve pumpenturbine, P die Pumpe und G ein zu sätzlicher Stromerzeuger. Der Fehlbetrag an Leistung macht <B>3300</B> kW aus, so dass also die 22aschine P für diese Leistung bemessen sein muss.
Rechnet man nun als Pumpen leistung 800 kW, so bleibt als zusätzliche Generatorleistung 2500 .kW oder 3200 kVA übrig, die als Mehrleistung installiert werden müssen. Rechnet man diese 3200 kVA zu den bereits erwähnten <B>33000</B> kVA hinzu, so ergibt,sich eine gesamte installierte kVA-hei- stung von 36 200 kVA.
Eine andere Möglichkeit ist im Schaltbild der Fig. 4 dargestellt, und zwar in ,der Weise, dass mit der Vorschaltmaschine V ein weiterer Zylinder E als Kondensations- maschine gekuppelt ist.
In diesem Falle würde bei voller Ausnutzung :der Maschine N1 bis zur Grenze von 10 600 kW die aus den Teilen V und E bestehende Maschine eine Gesamtleistung von 9400 kW aufzubringen haben.
Ob man dem Kondensationsteil E dauernd die Aufbringung eines gewissen Leistungsbetrages zuweist, oder ob man ihn normalerweise leer mitlaufen lässt und ihn nur bei Ausfall von Maschinenleistung im Niederdrucknetz heranzieht, wird von Fall zu Fall entschieden werden müssen. Wahr scheinlich wird es im allgemeinen günstig sein, dem Kondensationsteil eine gewisse Leistungserzeugung dauernd zuzuweisen.
Wenn nun bei den vorstehenden Aus führungen von einer Hochdruckmaschine und zwei Niederdruckmaschinen gesprochen wurde, so bedeutet diese Darstellung der Er findung nur eine grundsätzliche Erläuterung der Kraftanlage.
Es ändert selbstverständlich nichts an den Verhältnissen, wenn, etwa unter Berücksichtigung einer grösseren Lei stungserzeugung, die Zahl der Maschinen im Hochdrucknetz oder im Niederdrucknetz ver mehrt wird; denn auch in diesem Falle wird die Ausfalleistung ohne Anwendung eines separaten Reservemaschinenaggregates durch die Betriebsmaschinen gedeckt, und zwar durch die Änderung des Zwischendruckes.
Die bauliche Auswirkung der Erfindung ergibt sich aus der Gegenüberstellung der Ausführungen A und B nach Fig. 5. Die Gegenüberstellung ,der Pumpensätze zeigt zwar eine .gewisse Vergrösserung des Pumpen satzes hei der oben beschriebenen Ausgestal tung, jedoch lässt die übrige Anlage eine wesentliche Verkleinerung der Maschinenein heiten und damit des Platzbedarfes und der Bauarbeiten erkennen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Hochdruck-Dampfkraftanlage, dadurch ge kennzeichnet, :dass die Maschinenanlage auf geteilt ist in mindestens eine Hochdruckvor- schaltmascUine und mindestens zwei parallel arbeitende Niederdruckmaschinen, wobei der Zwischendruck zwischen Hochdruckmaschine und Niederdruckmaschinen so weit veränder lich ist,dass bei Ausfall einer Niederdruck- rinaschine oder der Iloehdruckvorschalt- maschine mindestens der grössere Teil der Ausfalleistung durch die in Betrieb bleibende Niederdruckmaschine oder -maschinen ge deckt werden kann, das Ganze derart, .dass die Aufstellung separater Reservemaschinen- ag.gregate sich erübrigt. UNTERANSPRÜCHE 1.Anlage nach Patentanspruch, mit tur binengetriebener Kes:selspeisepumpe, da durch gekennzeichnet, dass zur Deckung einer Restausfalleistung ein mit der Pumpenturbine gekuppelter elektrischer Stromerzeuger vorgesehen ist, wobei die Leistung,der Pumpenturbine um das Mass der Restausfalleistung grösser als die für den Normalbetrieb notwendige Pumpen leistung ist. 2.Anlage nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zur Deckung der Restausfa.llei3tun- ein mit der Vorschalt- xnaschine gekuppelter Kondensationszylin der vorgesehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE201721X | 1936-12-31 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH201721D CH201721A (de) | 1936-12-31 | 1937-12-27 | Hochdruck-Dampfkraftanlage. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH201721A (de) |
-
1937
- 1937-12-27 CH CH201721D patent/CH201721A/de unknown
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