CH202326A - Verfahren zur Verhinderung der Kesselsteinbildung in Dampfanlagen. - Google Patents
Verfahren zur Verhinderung der Kesselsteinbildung in Dampfanlagen.Info
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Description
Verfahren zur Verhinderung der Nesselsteinbildang in Dampfanlagen. Bekannt sind Anlagen zur Aufbereitung von Kesselspeisewasser, bei welchen die Che mikalien, die zur Ausfällung der Härtebild- ner dienen, sämtlich dem Rohwasser vor seinem Eintritt in den Kessel zugesetzt wer den,
se dass die Ausfällung dieser Härte- bildner zum grossen Teil in clem sogenannten Vorreini:gungsbehälter erfolgt.
Diese Vorreinigungsanlagen haben den Vorteil, @dass@ ein von Härtebildnern, zum grössten Teil befreites Wasser in den Vor- wärmer eintritt und dadurch die dort auf tretenden Ablagerungen verringert werden.
Ein Nachteil dieser Vorreinigungsanlagen je doch ist dass@zurE.rzielungiderAusfällung,der Härtebildner ,der bleibenden Härte mit einem Alkaliübenschuss gearbeitet werden muss, weil .die Reaktionen sonst bei normalem Druck und normaler Raumtemperatur nicht schnell :genug und nicht vollständig genug vor sich gehen würden. Esistdaherbei:
diesenV.orreiniguno-s- anlagen unvermeidlich, dass mit jedem Liter Feinwasser ein Teil von<B>G,</B> berschussalkalität in den Kessel gelangt, welcher dort nur zum ge ringen Teil von,dergleichfalls in den Kessel gelangenden R@estb.ärte verbraucht wird, im übrigen jedoch urverwertet im Kessel ver bleibt.
Da diese Überschussalkalität durch Eindampfen des Kesselwassers sich dauernd anreichert, arbeiten die Varreinigun.gsan- lagen mit -einer sogenannten Entsalzung, worunter bekanntlich ein dauerndes gewisses Offenlassen -des Kessels verstanden wird,
wo bei namhafte Verluste an Wärme und Che mikalien sowie durch Entspannung selbst bei teilweiser Verwertung des Entsalzungswas- sers unvermeidlich sind.
Die Erkenntnis der vorerwähnten Ver- luste führte seinerzeit zur gonstzuktion von Umlaufwasserreinigern, bei welchen die Chemikalien erst dem bereits unter Druck stehenden Kesselwasser zugeführt werden.
Eine Dosenvorrichtung beim Umlaufwasser- reiniger gestattet die jeweilige Regulierung cies Chemikalienzusatzes. Hierdurch wird er zielt, dass sämtliche dem Kesselwasser zu geführten Alkalien auch tatsächlich aufge braucht werden, da selbst im Falle einer ge legentlichen Fehldosierung durch Sehliessen des Dosierventils und weiteres EiiL,peisen von Rohwasser die Natronzahl des Kessel wassers auf jeder .gewünschten Höhe erhalten werden kann.
Diese Möglichkeit besteht für die Vorreinigungsanlagen selbstverständlich nicht, denn das Einspeisen von Rohwasser zur Korrektur der angespeicherten t\ber- seliussa.llialitä.t würde bei den Vorreinigung- anlagen sofort;
zur Verschlammung des Kes sels fuhren. 1m Umlaufverfahren ,jedoch wird der beim gleichen Prozess entstehende Sehlamm bekanntlich unter Druck vom Wasser kontinuierlich abgefiltert.
Die Umlaufverfahren ,jedoch haben in ihrer Cresamtheit den Nachteil, dass das Roh wasser ohne teilweise oder vollständige Ent- linrtung in den Vorwärmer gelangt, so dass dieser beim Umlaufverfahren notwendiger weise wesentlich rascher versteinert als beim Vor reinigungsverfahren.
Dass. Ziel der Erfindung besteht nun darin, die Vorteile beider angegebenen Ver fahren durch deren gleichzeitige Anwendung zu vereinigen und hierbei gleichzeitig die bei deren Einzelanwendung anhaftenden Nach teile zu beseitigen.
Die Erfindung geht von der bekannten 1'atsaehe aus, da.ss im Vorwärmer zum aller grössten Teile nur die Härtebildner der ver gehenden Härte ausfallen, da, ja der Zerfall der Bikarbonate bereits bei Temperaturen von über 6:
0' rapid einsetzt und diese Wir kung der hohen Temperaturen im Vorwärmer durch den dort selbst heusehenden Druck noch unterstützt wird. Die Bildner der blei- Lenden Härte hingegen setzen sieh bekannt- lich hauptsächlich erst beim Eindampfen des Wassers auf den Heizflächen ab, so dass der Vorwärmer von Ablagerungen, die aus dieser Gruppe stammen, frei bleibt.
Das Verfahren nach der Erfindung zer- legt daher den Enthärtungsprozess in zwei grundsätzlich getrennte Phasen, und zwar derart, dass die Ausfällung der 1-1.ä.rtebildner der vergehenden Härte. welche hauptsächlich die Ablagerungen im Vorwä.rmer bilden, mindestens zum überwiegenden Teil bereits vor Eintritt des Speisewassers in denselben (eventuell deren mehrere) im Vorreinigungs- verfahren erfolgt,
während die Entfernung der restlichen Bildner der vergehenden Härte und die Härtebildner der bleibenden Härte im Kessel ohne die oben geschilderten Ver luste im Umlaufverfahren erfolgt.
Unter Bildnern der vergehenden Härte sind vor allem Kalcium-Bikarbonat und Ma gnesium-Bikarbonat zu nennen, während un ter den Bildnern der bleibenden Härte vor allein Kalciumsulfat und Magnesiumsulfat gemeint sind. Selbstverständlich fallen alle gleichartigen Stoffe unter die Begriffe Bild ner vergehender oder bleibender Härte. Die Bildner der vergehenden Härte werden im Vorieiniglingsverfahren meist durch.
Zusatz von Kalkwasser, also durch eine wässerige Lösung von Kalciumhydroxyd entfernt, wäh rend als Fä11ungsmittel für die Bildner der bleibenden Härte im Kessel in erster Linie Soda dient, welche dem Kesselwa-Cser im Um laufreiniger zugesetzt wird.
A.uf der Zeichnung ist eine zur Durch- führtulg des erfindungsgemässen Verfahrens dienende Einrichtung sehematiseh darge stellt. Dass in der Vorreinigungsa,nlage 1 durch. Einwirkung bekannter chemischer Fä.llungsmittel vom grössten Teil der ver- \;ehenden Härte befreite Speisewasser wird dem Kessel 2 mittels der Pumpe 3 über den Vorwärmer -1 zugeführt.
Die Abseheidung der Härtebildner der bleibenden Härte sowie des Restes der vergehenden Härte aus dem 1lesselwasser bewirkt dann ein durch die Zu- und Rückleitung 5 und 6 mit dem Kessel 2 verbundener Umlaufwa,sserreiniger 7,
in wel chem gleichzeitig die zur Fällung dieser Härtebildner notwendigen Chemikalien dem durchströmenden @essehvasser zugesetzt wer den.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH; Verfahren zur Verhinderung der Kessel- steinbildung in Dampfanlagen, bestehend. aus einem Dampfkessel und einem oder mehreren Vorwärmern, dadurch gekennzeichnet. dass die Bilder der vergehenden Härte mindestens zum überwiegenden Teile im Vorreinigungs- verfahren vor Eintritt in den oder die Vor wärmer, die restlichen Bildner der vergehen den Härte und die Bildner der bleibenden Härte aus dem Kessel im Umlaufverfahren entfernt werden.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH202326D CH202326A (de) | 1937-03-27 | 1938-03-02 | Verfahren zur Verhinderung der Kesselsteinbildung in Dampfanlagen. |
Country Status (1)
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| CH (1) | CH202326A (de) |
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1938
- 1938-03-02 CH CH202326D patent/CH202326A/de unknown
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