CH202536A - Verfahren zur Herstellung eines Spezialbieres mit niedrigen Zuckergehalt. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Spezialbieres mit niedrigen Zuckergehalt.

Info

Publication number
CH202536A
CH202536A CH202536DA CH202536A CH 202536 A CH202536 A CH 202536A CH 202536D A CH202536D A CH 202536DA CH 202536 A CH202536 A CH 202536A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
wort
beer
boiling
temperature
fermentation
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Josef Winter Paul
Original Assignee
Josef Winter Paul
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Josef Winter Paul filed Critical Josef Winter Paul
Publication of CH202536A publication Critical patent/CH202536A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12CBEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C7/00Preparation of wort
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12CBEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C12/00Processes specially adapted for making special kinds of beer
    • C12C12/02Beer with low calorie content
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12CBEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C3/00Treatment of hops
    • C12C3/04Conserving; Storing; Packing
    • C12C3/08Solvent extracts from hops
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12CBEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C5/00Other raw materials for the preparation of beer

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung eines Spezialbieres mit niedrigem Zuckergehalt.    Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren zur Herstellung eines Spezial  bieres mit niedrigem Zuckergehalt, insbeson  dere für     Diabetiker    und sonstige Personen,  wie z. B. Korpulente, denen ein hoher Kohle  hydratgehalt eines Getränkes nicht zuträg  lich ist.  



  Während normalerweise in 1 Liter Voll  bier 40 bis 50 g Kohlehydrate     bezw.    Zucker  enthalten sind, wird durch die vorliegende  Erfindung ein Bier von einem Gesamtzucker  gehalt von weniger als 15 g im Liter, bei  spielsweise ein Bier von 6 bis 12 g im Liter,  erhalten. Die Bestimmung des     Gesamtzucker-          gehaltes    erfolgte dabei in der Weise, dass die  höheren Kohlehydrate durch Behandlung mit       Säuren    zu Glukose abgebaut und in dieser  Form bestimmt wurden.  



  Zur Herstellung eines     Spezialbieres        bezw.          Diabetikerbieres    mit niedrigem Zuckergehalt  hat man bereits vorgeschlagen, zur     Ver-          gärung    ausser Hefe Mikroorganismen, die  auch     Degtrine    vergären,     wie    ScUizosaccharo-         myces        Pombe,    zu verwenden. Die nach die  sem Verfahren erhaltenen Spezialbiere wei  sen jedoch noch einen beträchtlichen Gesamt  zuckergehalt auf.  



  Ferner ist es bekannt, zur Erzielung einer  möglichst vollständigen     Vergärung    der  Würze bei der Gärung Lösungen von Malz  diastasen zuzusetzen.  



  Im Gegensatz zu den bekannten Verfah  ren arbeitet das     erfindungsgemässe    Verfahren  nicht mit fremden     Mikroorganismen,    deren       Verwendung    den Biersteuergesetzen der mei  sten Länder zuwiderläuft. Es vermeidet auch  die Zugabe von     Diastaselösungen,    die ein be  sonderes Herstellungsverfahren erfordern.  



  Erfindungsgemäss wird die aus dem von  vornherein angewendeten Malz herstammende       Diastase    während des ganzen Bierherstel  lungsverfahrens so schonend behandelt, dass  eine möglichst grosse Menge für den Gär- und       Lagerprozess    erhalten bleibt.

   Hier ermög  lichen die erhaltenen Enzymmengen einen  weiteren Abbau der noch vorhandenen Würz-           zueker    und damit auch eine     Vergärung    der  selben, so dass ein sehr zuckerarmes Bier       resultiert.    Die     Schonung    des     Diastasekom-          plexes    wird in erster Linie dadurch erreicht,  dass das Kochen der Würze im     Sudhaus    bei  Unterdruck und bei     eileer    solchen Temperatur  vorgenommen wird, dass der von dem     verwen-          c?eten    Malz her vorhandene Enzymkomplex  nicht zerstört wird.  



  Während sonst die Bierwürze in offenen  oder geschlossenen Pfannen unter     Atmo-          sphä.rendriicl.#    oder geringem Überdruck ge  kocht wird, wird bei dem     erfindungsgemässen     Verfahren eine U     nterdrnekkoehung    angewen  det, und zwar derart, dass die Temperatur von  64     bis    66   nicht überschritten     \vird.    eine     -,ute     Umwälzung aber trotzdem stattfindet. Zweck  mässigerweise erfolgt die Hopfengabe vor Be  ginn des Kochprozesses.

   Die Würze     wird     wohl zum Kochen     --,ebracht,    jedoch wird eine  Überschreitung der Temperaturen, die für die  verzuckernden Enzyme     lebenswichtig    sind,  vermieden. Dadurch wird erreicht, dass die  verzuckernden Enzyme in der fertigen  Würze noch zum Grossen Teil erhalten sind,  so dass sie auch während der Haupt- und       Nachgärung    weiter ihre     Funktionbeibehalten     und dadurch die     Vergärung    des     -#Vürzzuckei:s     im Vergleich zu normalen Bieren und     frii-          heren    Spezialbieren     wesentlich    erhöhen.

   Die  Nachverzuckerung durch die vorhandene sehr  grosse und natürliche     Diasta.semen--e    ist inten  siver und einfacher als bei der nachträglichen  Zugabe von     Diastaseauszügen.     



  Bisher hielt man das Kochen der     Würze     als Abschluss des     8iidverfa.hrens    für eine     im-          erlässlieheMassnahme    nicht nur     uni    vor allem  die     Diastase    zu zerstören.

   sondern auch um  die     Würze    auf den gewünschten     Extraktaehalt     zu konzentrieren,     biersehädliche    Bakterien  unwirksam zu machen,     überflüssige    Eiweiss  stoffe auszuscheiden, die     Bitterung    der  Würze durch Kochen und     Ausla.ugung        des     Hopfens zu erzielen     etc.    Es ist nun als durch  aus     überrasehend    zu betrachten,     da.ss    es mit.

    dem erfindungsgemässen Verfahren möglich  ist, den     Diastasekomplex    zu schonen und  trotzdem die übrigen mit der     Würzekochung       angestrebten, vorstehend erwähnten Ziele zu  erreichen. Auf diese Weise wird der Charak  ter und die Eigenart des erhaltenen Geträn  kes als Bier gewährleistet.  



  Bei der     Durchführung    des erfindungs  gemässen Verfahrens kann es zweckmässig  sein, beispielsweise durch biologische Säue  rung, die Würze auf ein solches     pH    einzu  stellen, dass etwa vorhandenen bierschädlichen  Bakterien die Möglichkeit der Entfaltung  sowohl in der zu kühlenden Würze, als auch       während    der nachfolgenden Gärung und La  gerung genommen wird. Zur     Verhinderung     der     Entwicklun--    von bierschädlichen Bak  terien ist es unter     Umständen    auch empfeh  lenswert. eine keimfreie     Belüftung    der  Würze auf dem Kühlschiff anzuwenden und  ferner empfiehlt sich gegebenenfalls eine  frühzeitige und reichliche Hefegabe.

   Die an  gewendete     Vakuunikochung    steht der erfor  derlichen Ausscheidung der Eiweissstoff nicht  im Wege, und durch die Verwendung eines       ,;ut    gelösten Malzes und dadurch,     da.ss    die  Würze bei der     Kochung    in starke Wallung  gerät, wird die     Ausscheidung        begiinstigt.     



  Die     Bitterung    der     Würze    erfolgt in der       (-leichen        Weise        %vie    beim normalen Brauver  fahren, indem der Hopfen den     Kochprozess     mitmacht. Durch bekannte Verfahren, wie  durch die Zerreissmaschine oder die Hopfen  mühle kann der Hopfen zerkleinert und da  mit einer besseren Ausbeute zugeführt wer  den. Auch die Digestion und das Brühen  kann zur     Erreichung    der erforderlichen       Bitterstoffausbeute    hergenommen und beim  Verfahren vor dem eigentlichen     Kochprozess     angewendet werden.

   Auch die Verwendung  des     Hopfenentlaugers    ist möglich, oder die  Verwendung eines Hopfenabsudes.  



  Es ist zweckmässig mit der Durchführung  der     Würzekochung    im Vakuum die in der  Brauerei bekannten Massnahmen, die die Bil  dung von     Maltose    gegenüber der     Dextrin-          bildung        begünstigen.    zu vereinigen. Man ver  wendet beispielsweise ein entsprechend vor  bereitetes Malz mit besonders hoher diasta  tischer Kraft und verarbeitet dasselbe im           Sudhaus    bei einer hauptsächlich die     Maltose-          bildung    fördernden Temperatur.

   Insbeson  dere auch das     Abmaischen        wird    bei     einer    der  artigen Temperatur vorgenommen. Im Gegen  satz hierzu hat man bei der Herstellung nor  maler Biere im allgemeinen die Gesamt  maische     bezw.    Teilmaische je nach dem       l1aischverfahren    zwecks     gochung    auf 100  C  erhitzt. Auch das Läutern der Würze wird  bei die     Diastasen    schonenden Temperaturen  bewirkt.

   Beim     Sudprozess    werden alle Mittel  oder Verfahren, die die Bildung leicht     ver-          gärbarer    Zucker begünstigen und auch sonst  zur     Würzeherstellung    verwendet werden und  zu ihrer Verbesserung beitragen, in Anwen  dung gebracht.  



  Zur Herstellung eines Spezialbieres mit  niedrigem Zuckergehalt hat es sich ferner als  zweckmässig erwiesen, nicht nur die Würze,  sondern auch die Maische einer Vakuum  kochung bei einer solchen     Temperatur    zu       unterwerfen,    dass der von dem verwendeten  Malz her vorhandene     Diastase-Enzym-Kom-          pleg    nicht zerstört wird. Von einer Erhit  zung der Maische auf<B>100'</B> wird also ab  gesehen und nur eine     Vakuumkochung    bei  etwa 65   vorgenommen.

   Durch die Vakuum  kochung der Maische erfolgt     ein    gutes Auf  schliessen aller     Maischbestandteile,    hauptsäch  lich der     Griesse,    und dadurch eine besonders  gute Ausbeute in bezug auf das Rohmaterial.  Die Verzuckerung der Stärke erfolgt bei der       Vakuumkochung    der Maische gleichzeitig mit  dem     Kochprozess,    da ja die     Verzuckerungs-          temperatur    mit der     Kochtemperatur    im Va  kuum zusammenfällt. Ausserdem     tritt    eine  Verkürzung der zeitlichen Dauer des Mai  sehens und eine Verringerung des zum Ko  chen notwendigen Heizmaterials ein.  



  Man hat zwar bereits vorgeschlagen, die       Kochung    der Maische im Vakuum durchzu  führen, um gleichzeitig mit der     Kochung     eine Verzuckerung zu erreichen. Aus den be  kannten Verfahren     konnte    aber nicht ent  nommen werden, dass die Durchführung des       Maischekochens    im Vakuum die     Herstellung     eines zuckerarmen Bieres ermöglicht. Eine  derartige Lehre konnte aus der bekannten         Arbeitsweise    schon deshalb nicht     entnommen     werden, weil die Durchführung des Maische  kochens im Vakuum, ohne dass anschliessend  auch das Kochen der Würze im Vakuum vor  genommen wird, keineswegs ein zuckerarmes  Bier ergibt.  



  In     Ausführung    des erfindungsgemässen  Verfahrens wird beispielsweise folgender  massen gearbeitet:  Das zur Verwendung gelangende     Brau-          malz    wird aus einer sich sehr gut lösenden  Gerste mit höchster     Keimfähigkeit    herge  stellt, wobei auf langes Gewächs und voll  kommene Lösung Bedacht genommen wird.  Das Darren des Malzes wird sorgfältig vor  genommen, wobei das     Ausdarren    bei     einer     Höchsttemperatur von 55   C, im Malz ge  messen,     durchgeführt        wird.    Das so herge  stellte Malz weist höchste diastatische Kraft  auf.  



  Es hat sich als zweckmässig herausge  stellt, dieses Malz so fein zu schroten, als es  die Arbeit mit der     jeweiligen        Läutervorrich-          tung    zulässt. Vor allen Dingen     müssen    die  Spelzen gut ausgemahlen und der Gehalt an       Grobgriessen    im Schrot möglichst     klein    ge  halten     werden.     



  Bei der     Sudhausarbeit    hat sich gezeigt,       class    die     Maischarbeit    zweckmässig am besten  mit     einer    längeren Digestion eingeleitet wird,  da     hierdurch    einerseits besonders gute Er  gebnisse und anderseits eine gute wirtschaft  liche Ausbeute gesichert wird.

   Als Maisch  verfahren kommt beispielsweise das so  genannte     Infusionsverfahren        in    Betracht, wo  bei auch die optimalen     Eiweissumwandlungs-          temperaturen    von 50     bis    52   C entsprechend  berücksichtigt     werden.    Der     Hauptguss    wird  zweckmässig so gehalten, dass die Konzen  tration der Vorderwürze nicht mehr als 16  an der amtlichen Zuckerspindel aufweist. Das  Wasser wird, wenn nötig, enthärtet.

   Die       Verzuckerungstemperatur    beträgt 64 bis  66   C und findet zweckmässig bei einer       Wasserstoffionenkonzentration    der Maische  vom     pH    5,4 statt. Sofern diese     Konzentra-          tion    nicht     bereits    durch den     Säuregrad    des           Malzes    herbeigeführt worden ist., wird eine  geeignete biologische     Säuerung        angewandt.     Das Ziel dieser Arbeitsweise ist die Errei  chung eines möglichst hohen     Maltosegehaltes.     Die Verzuckerung wird bei der angegebenen  Temperatur bis zur Jodnormalität durch  geführt.

   Im Gegensatz zum üblichen In  fusionsverfahren wird bei dem sogenannten       Abmaischen    die Temperatur nicht über 64  bis 66   C erhöht. Auch das     sogenannte        An-          schwänzwa.sser        beim        Abläutern    hat     eine     Temperatur von 64 bis 66   C und wird,  wenn erforderlich, mittels einer biologischen  Säuerung auf ein     pH    von 5,4 gebracht.  Während der     Abläuterung    wird die Würze  in der     Sudnfanne    auf 64 bis 66 " C bis zum       Koehprozess    rehalten.  



  Das Verfahren nach der Erfindung       --eicht        bewusst    von der üblichen     -#Vürze-          behandlung    ab, um den Endzweck, nämlich  die     -#veitgehendste    Verzuckerung und äusserste  Vergärung der vorhandenen Zuckerarten zu  erreichen.

   Während im übrigen schon bei  den bisher üblichen     Sudverfahren    und Sud  arbeiten eine bestimmte Fixierung des     Zuk-          kerverhältnisses        Maltose:        Dextrine,        bezw.     leicht vergärende Zucker.

       schwer        vergärbare     Zuckerarten und Nichtzucker, angestrebt  wurde     Lind    zur     Erhaltung    eines bestimmten  Biertyps notwendig war, strebt man bei dem       erfindtmgsgemässen    Verfahren     z-,veekmässiger-          weise    schon durch die     Ausn-ahl    der Roh  stoffe, die Art und Weise des     -,

  #laisehverfah-          rens    und vorteilhaft auch durch     Weglassung     des sonst zum teilweisen Fixieren des Zucker  verhältnisses stattfindenden     Abmaischens    die  Erhaltung des zuckerbildenden     Diasfase-En-          zymkomplexes    an.

   Während bei der bis  herigen     Sudhausarbeit    das Kochen der Würze  bei Siedetemperatur unter normalen     atmo-          sphärisehem        Druch    oder unter Überdruck bei  entsprechenden Temperaturen erfolgt und da  durch die endgültige Fixierung     des    Zucker  verhältnisses durch     Abtötung    der     verzuk-          kernden    Enzyme stattfindet und absichtlich  angestrebt wird, wird beim vorliegenden  Verfahren der     Kochprozess    so gehandhabt,

    dass einerseits der Zweck des     Kochens    mit    Ausnahme der Zerstörung der Enzyme er  reicht wird und anderseits die verzuckernden  Enzyme gleichwohl für Gärung und Lage  rung erhalten bleiben.  



  Die erfindungsgemässe Arbeitsweise unter       Vakuumkochung    der Maische wird durch das  folgende Beispiel veranschaulicht:  Die     Maischarbeit    wird zweckmässiger  weise am besten mit einer längeren Digestion  eingeleitet, da hierdurch einerseits besonders  gute Ergebnisse     und    anderseits eine gute  wirtschaftliche Ausbeute gesichert wird. Die  Maische wird darnach in einem Vakuum  kessel auf eine     Verzuckerungstemperatur    von  65     bis    65 " C erhitzt. nachdem vorher die  optimalen     Eiweissumwandlungstemperaturen     von 50 bis<B>52'</B> C entsprechend     berÜcksich-          tigt    worden sind.

   Dabei soll der     Hauptguss     zweckmässig so gehalten werden, dass die  Konzentration der Vorderwürze nicht mehr  als 14 bis     16%    an der amtlichen Zucker  spindel aufweist. Das Wasser wird, wenn  nötig, enthärtet. Die Verzuckerung findet  zweckmässig bei einer     Wasserstoffionenkon-          zentration    der Maische vom     pH    5,4 statt. So  fern diese Konzentration nicht bereits durch  den Säuregrad des Malzes herbeigeführt wor  den ist, wird eine geeignete biologische Säue  rung angewendet. Gleichzeitig mit der nun  stattfindenden Verzuckerung bei 64 bis 66  C  findet eine     Kochung    der gesamten Maische  unter einem entsprechenden Vakuum statt.

    Nach diesem     Kochprozess    wird die     Verzuk-          kerungstemperatur    noch kurze Zeit bis zur  Jodnormalität der Maische eingehalten. Ein  weiteres Erhitzen dieser     ?Maische    auf die     so-          genannte   <B>u</B>nd sonst übliche     Abmaischtem-          peratur    von 75 bis 78" C findet nicht mehr  statt. Die Maische wird nun nach Erreichung  der Jodnormalität sofort in den     Läuterbottich     gepumpt.

   Das     Anschwänzwasser    beim Ab  läutern hat     zweckmässig    eine Temperatur von  64 bis 66   C und wird, wenn erforderlich,  mittelst einer biologischen     Säuerung    auf ein       pll    von 5.4 gebracht. Während der Ab  läuterung wird die Würze in der     Sudpfanne     bis zum     Kochprozess    gehalten, und zwar auf  64 bis 66   C.      Die     Durchführung    der Gär- und Lager  kellerarbeit hängt     in.    erster Linie davon ab,  ob ein     obergäriges    oder     untergäriges    Bier  hergestellt werden soll.  



  Im folgenden soll die Anwendung des  neuen Verfahrens bei der Herstellung eines       obergärigen    Bieres beispielsweise näher er  läutert werden:       Obergäriges    Bier kann bekanntlich unter  Verwendung von Brauzucker hergestellt wer  den. Es hat sich als zweckmässig erwiesen,  eine nach den oben erwähnten Massnahmen  hergestellte 6 %     ige    Würze mit der erforder  lichen     Brauzuckermenge    auf einen Vollbier  stammwürzgehalt von<B>11,5%</B> zu     bringen     und mit hochvergärender     obergäriger    Hefe  (1 Liter pro Hektoliter) anzustellen. Die  Gärtemperatur beträgt<B>15'</B> C.

   In den mei  sten Fällen wird die     Vergärung    bis auf  0 % am     Saecharometer    schon am sechsten  Tage der Gärung angelangt sein. In diesem  Falle wird das Bier ins     Lagerf    ass gebracht  und mit     obergäriger        Nachgärungshefe    ver  setzt (1/2 Liter pro Hektoliter) und bei einer  Kellertemperatur von 10 bis 15   C gelagert  und gespundet. Es hat sich hierbei ergeben,  dass unter Anwendung des     vorliegenden    Ver  fahrens bei einer 2 bis 3monatlichen Nach  gärung der Zuckergehalt des Bieres bis auf  10 g pro Liter und weniger vergoren ist.

   Es       kann    also ein wirklicher     Vergärungsgrad    von  über<B>90%</B> erreicht werden.  



  In ähnlicher Weise ist auch ein     ober-          gäriges    Einfachbier mit einem Stammwürze  gehalt von 3 bis 6,5 % herzustellen, bei dem  noch in kürzerer Lagerzeit der gleiche Effekt  erzielt werden kann. Diese guten Ergebnisse  hinsichtlich der Vergärung sind zweifellos  auf die Erhaltung der Enzyme vom     Sudhaus     her und auf die weitere Verzuckerung bei  der Gärung und Lagerung zurückzuführen.  



  Schliesslich soll im folgenden auch noch  die Herstellung eines     untergärigen    Bieres  nach dem erfindungsgemässen Verfahren be  schrieben werden.  



       Untergäriges    Bier wird für den beabsich  tigten Zweck gleichfalls nach einer vorher-    gebenden     erfindungsgemässen        Sudhausarbeit,     wie sie oben beschrieben ist, in der     Haupt-          und    Nachgärung folgendermassen behandelt:  Der     Stammwürzegehalt    beträgt zweckmässig  für Vollbier 11,5%, für Einfachbier 3 bis  6,5 % beim Anstellen im Gärkeller. Die An  stelltemperatur beträgt zweckmässig 6 bis  7   C, die höchste Gärtemperatur in der Regel  <B>10'</B> C. Pro 1 hl Würze werden 1 bis 11/2  Liter     untergärige    Hefe gegeben. Die Ver  gärung findet in bekannter Weise statt.

   Das  Bier wird, nachdem am     Saccharometer    ge  messen,     ein    Zuckergehalt von 0 % erreicht ist,  gefasst, das     heisst    in den Lagerkeller ge  bracht. Nach Zusatz von     untergäriger    Nach  gärungshefe werden die Fässer in üblicher  Weise     gespundet.    Die     Lagerkellertempera-          tur    liegt über der sonst normal eingehaltenen  Temperatur.  



  Es ist selbstverständlich, dass bei der       untergärigen    Gärung und Lagerung bis zur  Erreichung des für den Endzweck vorgese  henen Gärungseffektes infolge     Fehlens    von       Brauzucker,    wie er beim     obergärigen    Bier zu  gegeben worden ist, eine längere Zeit notwen  dig ist, als beim     obergärigen    Bier.  



  Die Anwendung von Vakuum beim Ko  chen der Würze hat neben der     Schonung    des       Diastasekomplexes    auch zur Folge, das bei  der erforderlichen Konzentrierung der Würze  erhebliche Dampfkosten erspart werden kön  nen. Von diesem     Gesichtspunkt    aus betrach  tet hat die Anwendung von Unterdruck beim  Kochen der Würze auch Bedeutung bei der  Herstellung normaler Biere, bei denen die       Würzekochung    bei höheren, die     Diastasen     zerstörenden Temperaturen durchgeführt  wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Spezial bieres mit niedrigem Zuckergehalt, dadurch gekennzeichnet, dass das Kochen der Würze im Sudhaus im Vakuum bei einer solchen Temperatur vorgenommen wird, dass der in dem verwendeten Malz vorhandene Diastase- Enzym-Kompleg nicht zerstört wird. UN TERANSPRVCHE 1. Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass nicht nur die Würze, sondern auch die Maische einer Vakuumkochung bei etwa 65 unterwor fen wird.
    Verfahren nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Abmaischen bei einer hauptsäch lich die Maltosebildung fördernden Tem peratur erfolgt. 3. Verfahren nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Würze durch eine biologische Säuerung auf ein die Entwicklung bier schädlicher Bakterien hemmendes pH ein gestellt wird. 4. Verfahren nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Hopfen der Würze ein Hopfen auszug verwendet wird.
CH202536D 1937-01-22 1937-12-22 Verfahren zur Herstellung eines Spezialbieres mit niedrigen Zuckergehalt. CH202536A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE202536X 1937-01-22

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH202536A true CH202536A (de) 1939-01-31

Family

ID=5771973

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH202536D CH202536A (de) 1937-01-22 1937-12-22 Verfahren zur Herstellung eines Spezialbieres mit niedrigen Zuckergehalt.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH202536A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3522744A1 (de) Verfahren zur herstellung von alkoholfreiem bzw. alkoholarmem bier
DE69424120T2 (de) Herstellung von Bier
EP0360007B1 (de) Bier mit Roggenaroma und Verfahren zu seiner Herstellung
DE2052963C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines Diätbieres
AT158397B (de) Verfahren zur Herstellung von Bier.
DE662143C (de) Verfahren zur Herstellung eines Spezialbieres mit niedrigem Zuckergehalt
DE647851C (de) Verfahren zum Herstellen eines Spezialbieres fuer Diabetiker und Korpulente
CH202536A (de) Verfahren zur Herstellung eines Spezialbieres mit niedrigen Zuckergehalt.
DE102019102962A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines alkoholfreien oder alkoholarmen Bieres
EP1520006B1 (de) Herstellung von bier unter verwendung von champagnerhefen
DE2755067C3 (de) Herstellung von Brauwürze
DE2348578C3 (de) Verfahren zur Herstellung von hochvergorenem Bier
DE1442288A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Bierwuerze
DE634603C (de) Verfahren zur Herstellung eines Spezialbieres
DE766591C (de) Verfahren zum Vitaminisieren von Bieren
DE1442292A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Brauwuerze
DE10062705A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Bier mit geringem Malzanteil und nach dem Verfahren hergestelltes Bier
DE3927315A1 (de) Bier und verfahren zu seiner herstellung
AT150289B (de) Verfahren zur Herstellung eines Spezialbieres.
AT151939B (de) Verfahren zur Herstellung von Bier.
AT94940B (de) Verfahren zur Herstellung eines weinartigen Getränkes aus Malz.
DE2348578B2 (de) Verfahren zur Herstellung von hochvergorenem Bier
DE291219C (de)
DE748282C (de) Verfahren zur Herstellung alkoholfreier oder alkoholarmer Biere oder bieraehnlicher Getraenke
CH195645A (de) Verfahren zur Herstellung eines Spezialbieres für Diabetiker und Korpulente.