CH202537A - Vorrichtung zum Räuchern von Fleisch-, Wurst- und Fischwaren oder dergl. - Google Patents
Vorrichtung zum Räuchern von Fleisch-, Wurst- und Fischwaren oder dergl.Info
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Description
Vorrichtung zum Räuchern von Fleisch Wurst- und Fischwaren oder dergl. Die Erfindung bezieht sich auf eine Vor richtung zum Räuchern von Fleisch-, Wurst- und Fischwaren oder dergleichen, mit in einem Schacht paternosterartig umlaufenden, das zu behandelnde Gut an kippbar gelager ten Spiessträgern tragenden Ketten.
Von bekannten Vorrichtungen dieser Art unterscheidet sich die vorliegende Erfindung in vorteilhafter Weise dadurch, dass die an den Ketten schwenkbar aufgehängten Spiess träger mit Anschlaghebeln versehen sind, welche mit sich über den Arbeitsbereich er streckenden Anschlagschienen derart zusam menwirken, dass die Spiessträger bei ihrer Be wegung durch den Räucherschacht selbst tätig aus der einen Kipplage in die andere gebracht wird.
Diese neue Bauart bietet den Vorteil, dass mit denkbar einfachen Mitteln eine Vorrich tung geschaffen ist, durch welche das zu be handelnde Gut zwangläufig durch Kippen der Räucherspiesse von der einen auf die an- dere Seite periodisch in eine hin- und her gehende, also eine Schaukelbewegung ver setzt wird. Hierdurch wird bezweckt, das Gut an allen Stellen gleichmässig mit Rauch zu behandeln, so dass unkonservierte Anlage flächen am Räuchergut vermieden werden, wie sie beispielsweise bei paarweise zusam menhängenden Würstchen, die nicht bewegt werden, durch Aneinanderliegen ihrer freien Enden, sowie durch die an den Räucher- spiessen anliegenden Flächen hervorgerufen werden.
Diese nicht mit Rauch behandelten, also unkonservierten Anlageflächen bilden den Hauptgrund, weshalb Konservenwürst chen im Sommer leicht in Gärung übergehen.
Die neue Vorrichtung bietet den weiteren Vorteil, dass sie nachträglich- in jede vor handene Räuchervorrichtung mit Wanderein- richtung für das zu räuchernde Gut leicht eingebaut werden kann, da sie zusätzlichen Raum, sowie einen besonderen Antrieb für die Kippbewegung der Räucherspiesse nicht erfordert, In der Zeichnung ist der Erfindungs gegenstand an einem Ausführungsbeispiel er läutert.
Fig. 1 zeigt einen Räucherschacht in Vor deransicht; Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht zu Fig. 1; Fig. 3 zeigt eine Einzelheit in grösserem Massstab, und Fig. 4 zeigt einen Räucherspiess im Quer schnitt in grösserem Massstab.
Die gezeichnete Räuchervorrichtung be steht aus einem allseitig geschlossenen Schacht, der allgemein das Bezugszeichen 1 trägt und sich über verschiedene Stockwerke eines Gebäudes erstrecken kann. In dem Schacht 1 sind endlose Ketten 2, 3 angeord net, die über Rollen 4, 5 geführt sind. Die Rollen 4 sind lose drehbar, während die Rol len 5 angetrieben werden. An den in Füh rungen (nicht gezeichnet) laufenden Ketten 2, 3 sind mit Abstand voneinander Rauch spiessträger 6 um Bolzen 7 schwenkbar an geordnet. Jeder Rauchspiessträger 6 besitzt einen oder mehrere Anschlaghebel 8 bezw.
8a, die beim Umlaufen der Ketten 2, 3 in Pfeilrichtung a der Fig. 2 gegen Schienen 9 anschlagen und dadurch die auf gerader Strecke der aufwärts gehenden und der abwärtsgehenden Ketten enden entgegengesetzt zueinander ver- schwenken. Um den Rauchspiessträger für die rechte Kette 3 und die linke Kette 2 (Fig. 1) ohne weiteres verwenden zu können, sind zwei Anschlaghebel an ihm vorgesehen. Das Verschwenken der Rauch spiessträger bezweckt. dass beim Räuchern von beispielsweise paarweise zusammenhängenden Würstchen alle Teile der Wurstoberfläche gleichmässig mit Rauch behandelt werden.
Im untern Teil des Schachtes 1 ist eine zur Aufnahme von Räucherspänen dienende Roste 10 und eine Heizvorrichtung angeord net, die im vorliegenden Fall als Gasheizung ausgebildet ist. Das Gas wird durch eine Lei tung 12 einzelnen Brennerrohren 13, 14 zu geführt. Die Brennerrohre 13 dienen zur Rauchentwicklung, während die Brenner- rohre 14 ausserhalb der Räucherspäne ange ordnet sind und zum Abhitzen, also zum Trocknen des zu räuchernden Gutes dienen. Dabei können Führungen 15 vorgesehen sein, durch welche die Abhitzwärme nach der Mitte des Schachtes 1 zu gelenkt wird.
Von der Hauptgaszuleitung 12 führt eine Rohr leitung 16 mit Brennerrohren 17 in entspre chendem Abstand von den Brennerrohren 14 in den Schacht 1, um die Abhitzwärme über die ganze Schachthöhe gleichmässig zu ge stalten und ein Abkühlen im obern Teil des Schachtes 1 zu vermeiden. Die Einwurf öffnung für die Räucherspäne ist durch eine Klappe 18 abdeckbar. Unterhalb der Roste 10 ist ein Aschkasten 19 vorgesehen und ober halb der Roste 10 befindet sich in entspre chendem Abstand von dieser ein Sieb 20.
Dieses Sieb 20 soll als Auffang für etwa herabfallendes Gut dienen, um zu vermeiden, dass dieses auf die Räucherspäne gelangen kann. Um die Rauchentwicklung beobachten zu können, ist im untern Teil des Schachtes 1 ein Schauglas 21 angeordnet. Oberhalb des Schauglases 21 befindet sich eine, beispiels weise durch eine Schiebetür 22 verschliessbare Öffnung, durch welche die zu räuchernde, auf Räucherspiessen angeordnete Ware in den Schacht 1 eingeführt wird. Dabei werden die Räucherspiesse 28 mit ihren Enden 29 in die Rauchspiessträger 6 eingelegt.
Oberhalb der Tür 22 ist ein Schauglas 23 vorgesehen, durch welches jederzeit die im Rauch befindliche Ware überwacht werden kann. Am Kopf ende des Schachtes 1 befindet sich ein Ab zugstutzen 24, dessen Querschnitt durch eine Drosselklappe 25 den jeweiligen Verhält nissen entsprechend verändert werden kann. Die Drosselklappe 22 wird durch ein Zug organ 26 bedient. An dem Schacht 1 können ein oder mehrere Thermometer 27 in ver schiedenen Höhen angeordnet sein, um die je weils im Innern des Schachtes herrschenden Wärmegrade zu ermitteln.
Bemerkt sei noch, dass die Geschwindig keit der umlaufenden, die zu räuchernde Ware tragenden Ketten 2, 3 durch Überset zungsgetriebe oder dergleichen verändert und damit der jeweilig zu räuchernden Ware an gepasst werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum Räuchern von Fleisch-, Wurst- und Fischwaren oder dergleichen, mit in einem Schacht paternosterartig umlaufen den, das zu behandelnde Gut an kippbar ge lagerten Spiessträgern tragenden Ketten, da durch gekennzeichnet, dass die an den Ketten (2, 3) schwenkbar aufgehängten Spiessträger (6) mit Anschlaghebeln (8 bezw. 8a) ver sehen sind, welche mit sich über den Ar beitsbereich erstreckenden Anschlagschienen (9) derart zusammenwirken, dass die Spiess träger (6) bei ihrer Bewegung durch den Räucherschacht (1) selbsttätig aus der einen Kipplage in die andere gebracht wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE202537X | 1937-11-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH202537A true CH202537A (de) | 1939-01-31 |
Family
ID=5771979
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH202537D CH202537A (de) | 1937-11-15 | 1938-04-16 | Vorrichtung zum Räuchern von Fleisch-, Wurst- und Fischwaren oder dergl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH202537A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1023308B (de) * | 1956-03-29 | 1958-01-23 | Karl Multhauf | Raeucherwagen mit kippbar gelagerten Raeucherspiessen |
-
1938
- 1938-04-16 CH CH202537D patent/CH202537A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1023308B (de) * | 1956-03-29 | 1958-01-23 | Karl Multhauf | Raeucherwagen mit kippbar gelagerten Raeucherspiessen |
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