CH202642A - Uberspannungsableiter. - Google Patents
Uberspannungsableiter.Info
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01T—SPARK GAPS; OVERVOLTAGE ARRESTERS USING SPARK GAPS; SPARKING PLUGS; CORONA DEVICES; GENERATING IONS TO BE INTRODUCED INTO NON-ENCLOSED GASES
- H01T4/00—Overvoltage arresters using spark gaps
- H01T4/16—Overvoltage arresters using spark gaps having a plurality of gaps arranged in series
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Description
Überspannnngsableiter. Für Überspannungsableiter mit Funken- strecken ist die Aufgabe gestellt, dass einer seits die Funkenstrecke der Betriebsspannung möglichst überschlagssicher standhält,
dass aber anderseits bei irgendwelchen Störun gen eine gefährliche Überspannung sofort über die Funkenstrecke abgeleitet wird. Zur Lösung dieser Aufgabe kann man sich die Erscheinung zu Nutze machen, dass die Über spannungen in der Regel stossartig auftreten, also mit einer steilen Spannungsstirn,
die einer erheblich höheren Frequenz als der Be- triebsfrequenz entspricht (die bei Gleichstrom Null ist), auftreten.
Auf dieser Grundlage ist bereits ein Ableiter mit Funkenstrecke vor- geschlagen, bei dem bei normaler, das heisst bei Kraftübertraä-ungaanlagen üblicher Be- triehsfrequenz, die ganze Elektrodenober- fläche möglichst gleichmässig von Feldlinien beaufschlagt ist,
während bei höheren Fre quenzen die Feldlinien sich auf bestimmte Stellen konzentrieren und dadurch einen ver- zerrten Feldlauf hervorbringen, der an diesen Stellen einen Überschlag und damit die Ab- leitung der Überspannung zur Folge hat.
Nach der Erfindung erhält man eine be sonders günstige Ausführungsform hierfür, indem eine Funkenstrecke von einer mit ihr koaxialen und dieselbe von einer Seite axial übergreifenden Elektrode umgeben wird, die über einen ohmschen Widerstand in Form eines Halbleiters mit der auf der entsprechen den .Seite angeordneten Elektrode der Fun- kenetrecke verbunden ist.
Ein Ausführungsbeispiel der. Erfindung in Form eines Hochspannungs-Überspannungs- leiters ist in der Zeichnung in Fig. 1 darge stellt. Mit 1 ist ein Plattenstapel dargestellt, der innerhalb eines rillenaxtig ausgebildeten Isolierkörpers untergebracht ist und einen Widerstand darstellt, der mit der Funken strecke 2 in Reihe geschaltet ist und bei einem Überschlag strombegrenzend wirkt.
Die Funkenstrecke 2 besteht aus einer Reihe von Elektroden, die innerhalb eines rillenar- tigen Isolierkörpers 3 in geeignetem Abstand isoliert voneinander gehalten sind. Koaxial mit .der Funkenstrecke und diese axial über greifend sind zwei Ringe 4 und 5 angeordnet, die von Parzellanträgern 6 gehalten sind, die innen mit einem schlecht (schwach) leitenden :Überzug, z. B. einem Karbowidüberzug (das ist ein Schichtüberzug aus.
Glanzkohle, der einen hochohmigen Widerstand hoher Kon stanz darstellt) versehen und dadurch halb leitend gemacht sind und auf diese Weise die elektrische Verbindung mit den beiden Endelektroden der Funkenstrecke herstellen. Dadurch, dass die beiden Ringelelektroden wesentlich näher aneinandergezogen sind als. die Endelektroden, wirken diese als Schirm elektroden.
Bei normaler Betriebsfrequenz ist der kapazitive Strom, der die Funkenstrecke selbst .durchfliesst, vernachlässigbar. Bei dem Kreis über die Schirmelektroden ist der kapa- zitive Widerstand des durch .die beiden Schirmelektroden gebildeten,
Kondensators bei dieser Frequenz gleichfalls sehr hoch im Vergleich zu dem Widerstand der Verbin dungsleitung mit der Funkenstrecke, so dass praktisch die ganze Spannung zwischen den beiden Schirmelektroden liegt, wodurch sich ein annähernd homogenes Feld über die Ge- samtanGndnung einstellt.
Bei einem Spannungsstoss, dessen Wellen- stirn sehr steil ist und damit einer ganz erheb lich höheren Frequenz entspricht, wird. der kapazitive Widerstand im Vergleich zu den hohen Ohmschen Widerständen sehr klein,
wodurch die Schirmelektroden für die Feld verteilung praktisch wirkungslos werden und sich eine sehr starke Feldkonzentration an den Enden der Funkenstrecke einstellt. Die ser hohen Konzentration zufolge wird zu nächst ein Überschlag zwischen den ersten beiden Elektroden der Funkenstrecke eintre ten, dadurch verschiebt sich die Feldkonzen tration auf die nächste. Strecke usw., das heisst die Funkenstrecke wird !der Reihe nach durch schlagen und leitet damit den Überspan- nungstoss ab.
Die Anwendung des Erfindungsgedan kens ist nicht auf das dargestellte Ausfüh rungsbeispiel beschränkt.
Es ist beispielsweise nicht wesentlich, dass an beiden Seiten der Funkenstrecke eine derartige Schirmelektrode angeordnet ist, da eine Schirmelektrode nur an einem Ende grundsätzlich dieselbe Wirkung zur Folge hat, die sich bei der Ausführung von zwei Elektroden gewissermassen spiegelbildlich wiederholt.
Es ist auch möglich, die Schirmelektrode mit der halbleitenden Verbindung zu einer etwa das obere Ende der Funkenstrecke um greifenden Schale aus halbleitendem Mate rial, wie Zement oder Schiefer oder anderem halbleitenden Material zusammenzuziehen.
Durch die dargestellte Ausbildung wird ein besonders einfacher Aufbau der Über- spannungsableitererreicht, der sich insbeson- d,ere auch für sehr hohe Spannungen gut eignet, ohne dass hierbei eine grosse Anzahl von Verbindungen zu Widerständen oder der gleichen erforderlich wäre. Auch ist der bei Betriebsfrequenz fliessende Strom durch den Widerstand 1 begrenzt, z.
B. auf einen prak tisch vernachlässigbaren Mindestwert herab gesetzt, so dass keinerlei unzulässige Erwär- inung und dadurch mögliche Beeinträchti gung der Anordnung zu befürchten ist. Ausserdem tritt dank der Frequenzabhängig- keit der Überschlag, richtige Bemessung aller Teile vorausgesetzt, schon bei sehr geringen Überspannungiswerten ein, so dass ein sehr wirksamer Überspannungsschutz ge- aeben ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Überspannungsableiter, der bei normaler, das heisst bei Kraftübertragungsanlagen üblicher Frequenz eine gleichförmigere Feld linienverteilung aufweist als bei hochfre- quenten Ausgleichvorgängen, bei welchen eine Konzentration der Feldlinien auf be- stimmte Teile der Funkenstrecke zur Einlei tung des Überschlages bewirkt wird, dadurch gekennzeichnet,dass eine Funkenstrecke von einer finit ihr koaxialen und dieselbe von einer Seite axial übergreifenden Elektrode um- geben ist, die über einen Ohmschen Wider stand in Form, eines Halbleiters mit der auf der entsprechenden Seite angeordneten Elek trode der Funkenstrecke verbunden ist.UNTERANSPRüCHE 1. Überspannungsableiter nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Schirmelektrode ein mit der Funkenstrecke koaxialer Metallring angewendet ist, der von Porzellanrohren getragen ist, die innen mit einem halbleitenden Wider stand überzugsweise versehen sind. 2.Überspannungsableiter nach Patentan- spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schirmelektrode eine die Funkenstrecke umgreifende Glocke aus halbleitendem Material darstellt.d. Überspannungsableiter 'nach Unteran- spraeh 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Glocke aus Zement besteht. 4.. Üherspannungsableiter nach Unteran- spruch 1, .dadurch gekennzeichnet, dass zwei Schirmelektroden spiegelbildlich an den beiden Endelektroden der Funken strecke aufgesetzt und mit denselben ver bunden sind, von denen die eine ausserdem mit einem Widerstandsplattenstapel ver bunden ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE202642X | 1937-02-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH202642A true CH202642A (de) | 1939-01-31 |
Family
ID=5772506
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH202642D CH202642A (de) | 1937-02-27 | 1938-02-24 | Uberspannungsableiter. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH202642A (de) |
-
1938
- 1938-02-24 CH CH202642D patent/CH202642A/de unknown
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