<B>Zusatzpatent</B> zum Hauptpatent Nr. 196777.
Einrichtung zur elektrischen Fernübertragung von Bewegungen wenigstens eines Steuer-Organes auf wenigstens ein gesteuertes Organ. Das Hauptpatent betrifft eine Einrich- tung zur elektrischen Fernübertragung von Bewegungen wenigstens eines Steuerorganes auf wenigstens ein gesteuertes Organ, mit einer aus zwei Spannungsteilern bestehenden Brückenschaltung,
bei welcher ein Spannungs- teiler am Sender, der andere am Empfangs ort angeordnet ist, wobei die im Diagonal zweig auftretende Spannung mittels eines stromrichtungsabhäugigen Relais eine Ein stellkraft auslöst, die auf den empfangssei- tigen tSpannungsleiter so lange verstellend wirkt, als an den Enden des Diagonalszwei= ges ein Spannungsunterschied herrscht,
und wobei die festen Arbeitskontakte des strom- richtungsabhängigen Relais je mit einem Pol der Spannungsquelle verbunden sind. Hierbei ist der bewegliche Kontaktarm des nur zwei feste Arbeitskontakte aufweisenden Gälvano- meterrelais mit der einen Anschlussklemme des die Steuerbewegung bewirkenden Elektro motors verbunden,
während die andere An schlussklemme mittels eines durch zwei glei- ehe Teilwiderstände gebildeten Spannungs- teilers an das halbe Potential der Spannungs quelle angeschlossen ist, derart, dass je nach der Berwhrung des beweglichen Kontaktarmes mit dem einen oder dem andern festen Ar beitskontakt die Drehrichtung des Motors be stimmt ist:
Bei einer @d!emaxtigen Fernseeuereinrichfiung ist die tatsächliche Übereinstimmung .der Stellungen des ,gesteuerten Organes mit den- jen@gen ,des ,Steu:
erorganes ungewiss,, falls. nicht besondere Rückmeldeenrichtungen vorgesehen werden:
. Beiden Einnchtungen oder genannten Art ist,diese Übereinstimmung vom Schwellen wert des varwendeten Steuerrelais abhängig und gewissenSchwankungen unterworfen, so ,däss Unsicherheit hinsichtlich der Bedienung an den Fernsteuereinrichtungen der arwähu- ten Art vorhanden ist.
Gemäss der vorliegenden Erfindung wird dieser Mangel dadurch behoben, dass sich an der Sendestelle ein Kontrollorgan befindet, welches einen im Diagonalzweig der Brücken schaltung fliessenden Strom anzeigt.
Diese Anordnung ermöglicht gegenüber allen bisher verwendeten Rückmeldeanord- nungen an Fernsteuerungseinrichtungen eine weitgehende Vereinfachung. Bisher erforderte eine solche Rückmeldeanlage eine weit gehende Erweiterung und Komplizierung der Fernsteuerungsanlage, da sowohl separate Rückmeldeeinrichtungen benötigt werden als auchVorrichtungen am Ort des fernzusteuern den Organes, durch welche die Stellungsände rungen des ferngesteuerten Organes an den Geberort zurückgemeldet werden können.
Eine solche Fernsteuereinrichtung mit Rückmel dung besteht demnach im Prinzip aus zwei Fernsteueranlagen, die derart zusammenge schaltet sind, dass dadurch am Geberort eine willkürliche Einstellung des fernzusteuern den Organes erfolgt, während das fernge steuerte Organ zwangsläufig mit einer Rück meldeanlage so verbunden ist, dass die die Rückmeldeanlage bildende Fernsteuereinrich- tung die Änderungen des gesteuerten Organes an der Geberstelle zu überwachen gestattet.
Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung durch ein Ausführungsbeispiel schematisch veranschaulicht.
Das Steuerorgan 1 und das gesteuerte Organ 2 sind je durch einen Schalthebel ge bildet, an dem die zugehörigen Stromabneh mer la bezw. 2a unmittelbar festsitzen. Der Stromabnehmer la des Steuerorganes bewegt sich auf dem Teilwiderstand 3a des einen Spannungsteilers 3, welcher ausserdem einen mit dem erstgenannten hintereinander ge schalteten, in zwei Teile zerlegten, festen Teilwiderstand 3b aufweist.
Der Stromab nehmer 2a des gesteuerten Organes bewegt sich auf dem Teilwiderstand 4a des Span- nungsteilers 4, welcher ferner einen mit dem erstgenannten hintereinander geschalteten, in zwei Teile zerlegten Teilwiderstand 4b auf weist. Die Enden der Spannungsteilerwider- stände 3 und 4 sind durch Leitungen 19, 19' bezw. 20, 20' an die gleiche Stromquelle 5 angeschlossen.
Mittels der Leitung 6 ist der Stromabnehmer 2a des gesteuerten Organes an den einen Pol 7' des stromrichtungsab- hängigen galvanischen Relais 7 angeschlos sen, dessen anderer Pol 7" mittels der Lei tung 8 mit dem mit dem Steuerorgan 1 ver bundenen Stromabnehmer la in Verbindung steht. Das Relais 7 ist nur bei vollständiger elektrischer Übereinstimmung der Stellungen der beiden Stromabnehmer la, 2a auf ihren Widerständen 3a bezw. 4a strom- und wir kungslos. Als Antriebsvorrichtung für das gesteuerte Organ 2 dient; ein Elektromotor 21.
Durch den die beiden einander gleichen Teil widerstände 51, 52 aufweisenden Spannungs- teiler ist bei 53 ein Spannungsmittelpunkt geschaffen, in welchem das halbe Potential der Stromquelle 5 herrscht. Mit dem Punkt 53 ist die eine Anschlussklemme 55 des Elek tromotors durch die Leitung 54 verbunden, während die andere Anschlussklemme 56 des Elektromotors durch die Leitung 57 mit dem beweglichen Kontaktarm 16 des Galvano- meterrelais 7 verbunden ist.
Von den beiden mit dem Kontaktarm 16 zusammenwirken den festen Kontakten 59, 60 ist der Kontakt 59 durch die Leitung 58 an den einen Pol der Spannungsquelle 5 und der Kontakt 60 durch die Leitung 61 an den andern Pol der Spannungsquelle 5 angeschlossen. Der Elek tromotor 21 ist durch eine durch die strich punktierte Linie 62 angedeutete Bewegungs- übertragungseinrichtung mit der Drehachse des gesteuerten Organes 2 verbunden.
In die Leitung 8 des Diagonalzweiges ist ein Gal vanometer 63 eingeschaltet, welches zweck mässig mit Anschlägen oder dergleichen zur Unterdrückung der Endausschläge versehen sein kann, und welches einen im Diagonal- zweig fliessenden Strom nach dessen Grösse und Richtung anzeigt.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende: Befinden sich die beweglichen Stromabnehmer la und 2a in vollständiger elektrischer Übereinstimmung ihrer Stellun gen auf ihren Widerständen 3a bezw. 4a, so bleibt das Relais 7 stromlos, der bewegliche Kontaktarm 16 ist in der Mittellage, das heisst ohne Berührung mit einem der Kontakte 59, 60. Wird nun das Steuerorgan 1 mit dem an ihm festen Stromabnehmer la nach rechts gedreht, so entsteht eine Spannungsdifferenz zwischen den Stromabnehmern la und 2a, wo durch das Relais 7 Strom erhält und der Arm 16 nach einer Richtung, zum Beispiel nach unten, ausschlägt und den Kontakt 59 berührt.
Dadurch wird der Stromkreis ,über den Anker des Motors 21 geschlossen. Der Motor dreht mittels der Bewegungsübertra- gungsvorrichtung 62 die Achse des gesteuer ten Organes 2 mit seinem Stromabnehmer 2cc synchron mit dem Steuerorgan 1 und seinem Stromabnehmer la nach rechts, bis der Strom abnehmer 2a an einen Punkt gelangt, an dem er gleiche Spannung.
erhält, wie der Strom abnehmer 1a. Hierdurch wird das Relais strom- und wirkungslos, so dass der Arm 16 sich in seine Mittellage zurückbewegt und der Motor 21 ausgeschaltet wird.
Umgekehrt, bei Drehung des Steuerorga- nes 1 nach links schlägt der Hebelarm 16 des Relais in der entgegengesetzten Richtung, das heisst nach oben aus -und berührt den Kontakt 60, wodurch der Strom über den Anker des Motors 21 in entgegengesetzter Richtung fliessen kann. Der Motor bewegt dadurch mittels der Bewegungsübertragungs- vorrichtung 62 das gesteuerte Organ 2 nach links in die der Stellung des Steuerorganes 1 entsprechende Lage.
Infolge des Schwellenwertes des Steuer relais 7 ist mit gewissen Abweichungen der Stellungen des gesteuerten Organes 2 von denjenigen des Steuerorganes 1 zu rechnen. Eine solche Abweichung verursacht einen Strom in der Diagonalleitung, so dass das Kontrollgalvanometer 63 ausschlägt.
Die Skala dieses Kontrollgalvanometers kann so geeicht sein, dass aus dem Ausschlag dieses Instrumentes ohne weiteres die Abweichung, zum Beispiel in Winkelgraden, abgelesen und durch Nachregelung des Steuerorganes 1 die genaue Einstellung des gesteuerten Orga- nes 2 auf die gewünschte Lage vorgenommen werden kann. Es sind gegenüber dem dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiel zahlreiche abweichende 'Ausführungsformen möglich.
Beispielsweise kann an Stelle einer direkten Befestigung der. Stromabnehmer an dem Steuerorgan beziehungsweise dem gesteuerten Organ zwischen Steuerorgan beziehungsweise gesteuertem Organ und dem zugehörigen Stromabnehmer jede beliebige mechanische oder elektrische Bewegungsübertragung ein geschaltet sein, welche proportionale Bewe gungen oder auch unproportionale Bewegun gen erzeugt, wobei dann im letzteren Falle nur eine entsprechende Eichung der Ab- lesungsskala'am Kontrollorgan vorzunehmen ist,
um aus der Stellung des Steuerorganes direkt auf diejenige des gesteuerten Organes schliessen zu können.
An Stelle des Galvanometers 63 kann irgend ein anderes Instrument verwendet wer den, welches geeignet ist, im Diagonalzweig fliessende Ströme anzuzeigen.