Verfahren zur Herstellung von geformten Nunstschwammassen aus Viskose. Gegenstand des Patentes Nr. 158,312 ist ein Verfahren zur Herstellung von geform ten Kunstschwammassen aus Viskose, bei dem der Schwammteig in röhrenförmige For men eingepresst, in dieser Form koaguliert und das koagulierte Schwammgebilde nach Entfernung der Porenbildner in Richtung senkrecht zur Längsachse zerschnitten wird.
Bei diesem Verfahren bleiben die mit Schwammteig gefüllten röhrenförmigen For men während der Koagulation an den beiden Stirnseiten offen, so dass der Schwammteig während der Koagulation mit den Koagula- tionsmitteln in Berührung ist und sich in der Längsrichtung ausdehnen kann.
Es wurde nun gefunden, dass es vorteil haft und insbesondere für die mechanischen Eigenschaften der Schwämme günstig ist, wenn bei der Herstellung von geformten Kunstschwammassen aus Viskose die in röh renförmige Formen eingepressten Schwamm- massen unter Aufrechterhaltung des Druckes in den Formen koaguliert werden, z. B. in dem die Formen während der Koagulation geschlossen gehalten werden.
Zweckmässig werden die Formen beim Füllen mit den Teigpressen am vordern Ende durch eine ab nehmbare Platte fest verschlossen, die nur e in <B>.</B> 'kleiues Bohrloch besitzt, durch das die eingeschlossene Luft entweichen kann. Die hintere Verschlussplatte wird aufgesetzt, während die Masse sich unter Druck befin det.
Die allseitig geschlossenen Formen, in denen sich auf diese Weise die Schwamm masse unter einem Druck von mehreren Atmosphären, zum Beispiel von 4 bis 6 At mosphären, befindet, werden nun einer Temperatur ausgesetzt, bei der die Koagu lation der Masse eintritt.
Die Formen kön nen zum Zwecke der Koagulation ent weder in eine Kammer eingebracht wer den, die mit gespanntem oder ungespann- tem Dampf oder mit heisser Luft bescbickt wird, oder sie können in eine Flüssigkeit, zum Beispiel in heisses oder kochendes Was ser oder in Salzlösungen oder Ölbäder, die auf goagulationstemperatur erhitzt sind, eingesenkt werden. Die zur Beendigung der Koagulation erforderliche Zeit hängt von der angewandten Temperatur, vom Reifezustand der verwendeten Viskose und von der Art und Menge der verwendeten Porenbildner ab.
Nach Beendigung der Koagulation wer den die Formen eöffnet, die rohen Schwamm produkte he genommen, und von den porehbildenden.tS#lzen befreit, entschwefelt, gebleicht und #ini0 verkaufsfähige Stücke ge schnitten. Wenh die Zersetzung der Viskose in der Form noch nicht bis ins Innere der Formlinge vorgedrungen sein sollte. so kann die Zersetzung gleichzeitig mit. der ersten Flüssigkeitsbehandlung beendet werden. Man benutzt dazu zweckmässig neutrale oder saure Lösungen der porenbildenden Salze, vor zugsweise bei erhöhter Temperatur.
In der Regel werden die Schwammgebilde senk recht zur Längsachse zerschnitten. Bei grö sserem Durchmesser der Röhrenformen kön nen die Schwammassen bei Herstellung der zum Verkauf bestimmten Schwämme selbst verständlich zum Beispiel auch der Länge nach unterteilt werden.
Durch das Verformen und Koagulie ren der Schwammassen unter Druck wer- den Stellen geringeren Zusammenhaltes im Schwammformling vermieden, ein gleich mässiges Gefüge in der ganzen Schwammasse wird erreicht und die Ausbeute an guten, festen Schwämmen verbessert. Da die Poren bildner in der geschlossenen Form aus dem Schwammgebilde nicht herausgeschmolzen werden können, ist es ausgeschlossen, dass ein Teil der Porenbildner in der Nähe der freien Oberfläche der Schwammkörper entfernt wird. ohne dass das Schwammgefüge genü gend fixiert ist.
Process for the production of shaped sponge masses from viscose. The subject of patent no. 158,312 is a process for the production of shaped artificial sponge masses made of viscose, in which the sponge dough is pressed into tubular For men, coagulated in this form and the coagulated sponge structure is cut in a direction perpendicular to the longitudinal axis after removal of the pore formers.
In this process, the tubular forms filled with sponge dough remain open at both ends during coagulation, so that the sponge dough is in contact with the coagulation agents during coagulation and can expand in the longitudinal direction.
It has now been found that it is advantageous and particularly favorable for the mechanical properties of the sponges if, in the production of shaped synthetic sponge masses from viscose, the sponge masses pressed into tubular shapes are coagulated while maintaining the pressure in the molds, e.g. B. in which the molds are kept closed during coagulation.
When filling with the dough presses, the molds are expediently tightly closed at the front end by a removable plate that only has a small hole through which the trapped air can escape. The rear closure plate is placed while the mass is under pressure.
The molds, which are closed on all sides, in which the sponge mass is under a pressure of several atmospheres, for example from 4 to 6 atmospheres, are now exposed to a temperature at which the coagulation of the mass occurs.
For the purpose of coagulation, the molds can either be placed in a chamber that is filled with pressurized or non-pressurized steam or with hot air, or they can be immersed in a liquid, for example in hot or boiling water or in saline solutions or oil baths that are heated to goagulation temperature can be lowered. The time required to complete the coagulation depends on the temperature used, the state of ripeness of the viscose used and the type and amount of pore-forming agents used.
After the coagulation is complete, the molds are opened, the raw sponge products are taken, the poreh-forming.tS oil removed, desulphurised, bleached and salable pieces are cut. If the decomposition of the viscose in the mold has not yet penetrated into the interior of the moldings. so the decomposition can occur simultaneously with. the first liquid treatment. It is useful to use neutral or acidic solutions of the pore-forming salts, preferably at an elevated temperature.
As a rule, the sponge structures are cut perpendicular to the longitudinal axis. If the tube shapes are larger, the sponges can of course also be subdivided according to their length when manufacturing the sponges intended for sale.
By deforming and coagulating the sponge mass under pressure, areas of poor cohesion in the sponge molding are avoided, a uniform structure is achieved in the entire sponge mass and the yield of good, firm sponges is improved. Since the pore formers cannot be melted out of the sponge structure in the closed form, it is impossible that some of the pore formers in the vicinity of the free surface of the sponge body is removed. without the sponge structure being sufficiently fixed.