CH202936A - Verfahren und Gebläse zum Betriebe einer Brennkraftturbinen-Anlage. - Google Patents
Verfahren und Gebläse zum Betriebe einer Brennkraftturbinen-Anlage.Info
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F02C—GAS-TURBINE PLANTS; AIR INTAKES FOR JET-PROPULSION PLANTS; CONTROLLING FUEL SUPPLY IN AIR-BREATHING JET-PROPULSION PLANTS
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Description
Verfahren und Gebläse zum Betriebe einer Brennkraftturbinen-Anlage. Es ist schon vorgeschlagen worden, das Problem der Brennkraftturbine, also der Gas-, Ö1- oder Kohlenstaubturbine, auf dem Wege zu lösen, dass man beim Verbrennungsprozess mit einem solchen Luftüberschuss arbeitet, dass die Verbrennungsgase genügend abge kühlt werden, um damit einen sicheren Be trieb der Turbinensohaufeln zu gewährleisten.
Bei dieser Betriebsart wird die erreich bare Nutzleistung durch die Leistung des für den Betrieb notwendigen Gebläses, dessen Leistungsaufnahme von der Kraftabgabe der Turbine in Abzug kommt, beschränkt. Es ist deshalb von höchster Wichtigkeit, diese Ge bläseleistung auf ein Mindestmass zu be schränken.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betriebe einer Brennkraftturbinen- anlage mit ungekühlter Turbine, bei welcher die in der Brennkammer entstehenden Gase durch Zusatzluft auf den für die Betriebs bedingungen der Turbinenschaufeln zulässi gen Wert gekühlt werden. Die Erfindung besteht darin, dass die Verbrennungsluft von der Kühlluft getrennt und auf einen höheren Druck gebracht wird als letztere um die vordem Eintritt der Ver brennungsluft in die Brennkammer entstehen den Druckverluste zu decken. Solche Druck verluste können sein: 1.
Der Verlust, welcher im Brenner selbst entsteht. Es ist für den Betrieb und die Be messung der Brennkammer äusserst wichtig, dass für die gute Durchmisehung von Ver- brennungsluft und Brennstoff ein genügendes Druckgefälle im Brenner zur Verfügung steht, wodurch eine vollständige und rasche Verbrennung begünstigt wird.
Um in einer Brennkammer Wärmeleistungen in der Grössenordnung von 6 bis 8 Millionen kcal/m3 ]Raum za. erzielen, braucht man ein Druck gefädle im Brenner in der Grössenordnung von 500 mm WS., ein Mehrfaches :der in nor malen Kesseln für diesen Zweck verwendeten Druckhöhe.
2; D;er Druckverlust für die Vorwär= mung. Wird zur Förderung der Verbrennung und zur Erhöhung des Wirkungsgrades der selben eine Vorwärmung der Luft vorgenom men so soll auch diese auf die Verbrennungs luft beschränkt werden und die Druck erhöhung, welche notwendig ist, um ausser dem Druckverlust des Brenners auch den Druckverlust des Vorwärmers zu decken, nur für diese vorgenommen werden.
3. Im Falle von Staubfeuerung der Druck verlust in der Mühle für die Mahlung des Brennstoffes. Bei Verbrennung von Kohle kann es zweckmässig sein, die Mahlung der selben unter Druck vorzunehmen, wobei in der Mühle, besonders wenn sie eine pneuma tische Prellmühle ist, ein weiterer Druck verlust entsteht. Zweckmässig soll auch die Mühle nur mit der Verbrennungsluft be schickt werden und nur dieser die zusätz liche Druckerhöhung gegeben werden, welche ausser derjenigen für die Deckung der andern Verluste nötig ist.
Es ist zweckmässig, zur Ausübung des erfindungsgemässen Verfahrens sich eines mehrstufigen Gebläses zu bedienen, bei wel chem einzelne Stufen die aus der Verbren nungsluft und der Kühlluft bestehende Ge samtluftmenge fördern, während mindestens eine diesen Stufen nachgeschaltete Stufe nur die Verbrennungsluft fördert und diese auf einen höheren Druck bringt.
Da die Verbrennungsluft nur einen Bruch teil der Kühlluft beträgt, so kann es zweck mässig sein, demjenigen Teil des Gebläses, welcher die gesamte Luftmenge zu fördern hat, als Axialgebläse auszubilden, da dieses einen höheren Wirkungsgrad hat als das Zen trifugalgebläse und sich besser als dieses für grosse Luftmengen eignet, während die Wei terförderung der Verbrennungsluft und ihre Druckerhöhung besser durch ein Zentrifugal- g o ebläse geschieht, welches der kleinen Menge besser angepasst ist als das Axialgebläse.
Wird die Anlage in Verbindung mit einer Prallmühle für die Zerkleinerung des Brenn stoffes betrieben, so kann es zweckmässig sein, nur einen Bruchteil der Verbrennungs luft als Arbeitsmittel für die Prellmühle zu verwenden und nur diesem Teil der Ver brennungsluft noch eine weitere Druck erhöhung zu geben, welche Druckerhöbung mit einer weiteren, dieser Luftmenge an gepassten Stufe des Gebläses erzeugt werden kann. Das Gebläse kann dabei aus drei Stufen oder drei Stufengruppen bestehen, wobei die dritte Stufe bezv. die dritte Stufengruppe nur diesen Teil dere Verbrennungsluft fördert und auf den für den Betrieb der Prellmühle nötigen Druck bringt.
An Hand der Zeichnung, die eine Brenn- lraftturbinenanlage darstellt, sei die Erfin dung beispielsweise erläutert.
a stellt einen Verbrennungsraum dar, wel chem durch die Leitung b das zu verbrennende Mittel, Gas, Öl oder Kohlenstaub, zugeführt wird, während durch die Leitung c die Ver brennungsluft eingeführt wird. Die Tempe ratur des Verbrennungsgases wird durch eine die Verbrennungsluftmenge um ein Mehr faches übersteigernde Kühlluftmenge, welche durch die Leitung d und den Ringraum e in den Verbrennungsraum eintritt, auf den für die Betr-iebsbedingungen der Schaufeln der Brennkraftturbine f zulässigen Wert ge kühlt. Die Brennkraftturbine f, die hier als Überdruckturbine gezeichnet ist, aber auch als Druckturbine ausgebildet sein kann, treibt das Gebläse g an.
Dieses saugt die Gesamt heit von Kühlluft und Brennluft aus der Atmosphäre an und verdichtet sie zuerst mit dem als Axialgebläse ausgebildeten ersten Teil 1a auf den Druck, den die Kühlluft braucht, um durch die Schlitze i in den Ver brennungsraum gegen den dort herrschenden Druck einzudringen, während der zweite Teil l, in diesem Beispiel als einstufiges Zentri- fugal.gebläse ausgeführt, den zur Verbren nung .dienenden Rest der Luft auf einen ent- spiechend höheren Druck bringt der,
je nach dem ob eine Pral.lmühle l oder ,ein Vorwärmer m dem Brenner u vorgeschaltet ist, verseM-e- den gross sein muss.
Die Druckerhöhung der Verbrennungsluft kann gleich sein dem Druckverlust im Brenner oder :dem Druck verlust im Brenner und im Vorwärmer oder dem Druckverlust im Brenner und in der Mahleinrichtung oder dem Druckverlust im Brenner und im Vorwärmer und in der Mahl einrichtung. Es könnte der Vorwärmer m' auch der Mühle vorgesclialtet sein. Für die Vorwärmung dient entweder das gesamte Ab gas, welches bei o die Gasturbine verlässt, oder nur ein Teil desselben, welcher durch die Leitung p durch den Vorwärmer m' oder n geführt wird.
Das Zentifugalbgebläse könnte auch mehrstufig sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Betriebe einer Brennkraft- turbinenanlage mit urgekühlter Turbine, bei welcher die in der Brennkammer entstehen den Gase durch Zusatzluft auf den für die Betriebsbedingungen der Turbinenschaufeln zulässigen Wert gekühlt werden, dadurch ge kennzeichnet, dass die Verbrennungsluft von der Kühlluft getrennt und auf einen höheren Druck gebracht wird als letztere, um die vor dem Eintritt der Verbrennungsluft in die Brennkammer eintretenden Druckverluste zu decken. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentafpruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck der Ver brennungsluft um soviel Über denjenigen der Kühlluft erhöht wird, als die Druck verluste im Brenner betragen. 2.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhöhung des Druckes der Verbrennungsluft über den jenigen der Kühlluft sowohl die Druck verluste eines Vorwärmers für die Ver brennungsluft, als auch den Druckverlust des Brenners deckt. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, zum Betriebe eines Kohlenstaubturbinenanlage, dadurch gekennzeichnet, dass dar Druck der Verbrennungsluft gegenüber demjeni gen der Kühlluft um soviel erhöht wird, dass sowohl die Druckverluste des Bren ners, als auch die Druckverluste der Mahl einrichtung des Brennstoffes gedeckt wer den. 4.Verfahren nach Patentanspruch I zum Betriebe einer Kohlenstaubturbinenanlage, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhöhung des Druckes der Verbrennungsluft über denjenigen der Kühlluft sowohl die Druck verluste des Brenners, als auch eines Vor wärmers und der Mahleinrichtung des Brennstoffes deckt. PATENTANSPRUCH II: Mehrstufiges Gebläse zur Ausübung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil seiner Stufen die aus der Verbrennungsluft und der Kühlluft bestehende Gesamtluftmenge fördert, wäh rend mindestens eine weitere Stufe, welche den bereits genannten Stufen nachgeschaltet ist, nur die Verbrennungsluft fördert und diese auf einen höheren Druck bringt. UNTERANSPRÜCHE: 5.Mehrstufiges Gebläse nach Patentan spruch II, dadurch gekennzeichnet, dass derjenige Teil, welcher die gesamte Luft fördert, aus einem mehrätufigen Axial gebläse besteht, während der Teil, welcher nur die Verbrennungsluft fördert, aus einem ein- oder mehrstufigen Zentrifugal gebläsebesteht. 6. Mehrstufiges Gebläse nach Patentan spruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Gebläse aus drei hintereinander geschalteten ,Stufen besteht, von denen die dritte nur einen Teil der Verbrennungs luft fördert und auf den Mir den Betrieb der Prallmühle nötigen Druck bringt. 7.Mebrstufiges Gebläse nach Patenfan . sprueh Ir, dadurch gekennzeichnet, dass das Gebläse aus drei hintereinander geschalteten Stufengruppen besteht, von denen die dritte nur einen Teil- der Ver- brennunguluft fördert und auf :den für den Betrieb der Prallmwbl@e nötigen Druck bringt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE202936X | 1937-02-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH202936A true CH202936A (de) | 1939-02-15 |
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ID=5773949
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH202936D CH202936A (de) | 1937-02-12 | 1938-02-08 | Verfahren und Gebläse zum Betriebe einer Brennkraftturbinen-Anlage. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH202936A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE852787C (de) * | 1940-06-08 | 1952-10-20 | Siemens Ag | Gleichdruckgasturbinenanlage |
| DE768006C (de) * | 1941-06-21 | 1955-05-05 | Messerschmitt Boelkow Blohm | Heissstrahltriebwerk zum Vortrieb von Luftfahrzeugen |
-
1938
- 1938-02-08 CH CH202936D patent/CH202936A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE852787C (de) * | 1940-06-08 | 1952-10-20 | Siemens Ag | Gleichdruckgasturbinenanlage |
| DE768006C (de) * | 1941-06-21 | 1955-05-05 | Messerschmitt Boelkow Blohm | Heissstrahltriebwerk zum Vortrieb von Luftfahrzeugen |
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