CH203377A - Verfahren zur Herstellung einer zur Fabrikation ungebrannter feuerfester Erzeugnisse geeigneten Masse. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer zur Fabrikation ungebrannter feuerfester Erzeugnisse geeigneten Masse.

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CH203377A
CH203377A CH203377DA CH203377A CH 203377 A CH203377 A CH 203377A CH 203377D A CH203377D A CH 203377DA CH 203377 A CH203377 A CH 203377A
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clay
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Borel G E
Knabenhans Jacques
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Borel G E
Knabenhans Jacques
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B33/00Clay-wares
    • C04B33/02Preparing or treating the raw materials individually or as batches

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Materials Engineering (AREA)
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  • Compositions Of Oxide Ceramics (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung einer zur Fabrikation ungebrannter feuerfester  Erzeugnisse geeigneten Masse.    Die     Herstellung        feuerfester    Erzeugnisse  aus     siliziumhaRigen        Materialien    ist seit lan  gem bekannt, -doch wurden stets nur Verfah  ren ausgebildet, die entweder ein     Brennen,der     Ware bis auf     Sinterung    oder aber     das    nicht       minder        langwierige    Erhärten     unter    Dampf  druck     voraussetzen.     



  Eingehende Versuche haben nun ergeben,  dass bei vielseitiger Beachtung der     Material-          eigenschaften    und durch     günstige    Abstim  mung ihrer     Abbindefähigkeit    es durchaus  möglich ist,     aus;        einer    Masse     feuerfeste    Er  zeugnisse     herzustellen,    die     wohl    noch     eines     der     Doppelsilikatbildung    förderlichen     Trock-          nungsprozesses    bedürfen, doch weder ge  brannt noch unter Dampfdruck erhärtet wer  den müssen.  



  Die bei der Ausführung des nachfolgend  angegebenen     Verfahrens    hergestellte Masse  zeichnet sich dadurch aus, dass sie sich nicht  nur ohne dass ein Brennen erforderlich ist,  zu     feuerfesten    Erzeugnissen, z. B. zu Ofen  steinen, Bauplatten, Röhren, Tiegeln, Kap-         seln        etc.,        verarbeiten    lässt, die die für solche  Fabrikate massgebenden     Qualitätsmerkmale,     wie hohen     Schmelzpunkt,        Raumbeständigkeit     bei hohen     Hitzegraden    und bei Temperatur  schwankungen,

   grosse Widerstandsfähigkeit  gegenüber den     übrigen        chemischen        und    physi  kalischen Einflüssen,     aufweieen,        sondern     diese Eigenschaften auch in weiterer     Verwen-          dungsmöglichkeit,    nämlich als     Verkittungs-          mittel    zum Verfügen feuerfester     Bauelemente     und zum     Aiusibessem        schadhaft        gewordener     Ofenkonstruktionen und Objekte, beibehält,

    also ein für     Ofenbauer    und Keramiker ausser  ordentlich handliches     Material    mit denkbar       einfachster    Gebrauchsanweisung darstellt.  



  Das Verfahren zur Herstellung einer sol  chen Masse ist dadurch     gekennzeichnet,    dass  die Rohmaterialien, nämlich     Gesteinssilikate,          vorgebrannter    Ton,     kohlenstoffhaltiges    Ver  dickungsmittel, Kieselsäure     und    getrockneter  Lehm, in feingemahlenem Zustande mit Was  ser zu einem zweckmässig handfeuchten Brei  aufbereitet werden, aus dem feuerfeste Er-           zeugnisse    hergestellt und mit dem reparatur  bedürftige Objekte ausgekittet werden kön  nen, ohne dass noch ein Brennen der Ware  notwendig ist, da schon ein einfacher     Trock-          nungsprozess    zur Konsolidierung vollkommen  genügt.  



  Alle Gesteinssilikate eignen sich zu die  sem Verfahren, vor allem die der Mg- und       Al-Gruppe,    die in Verbindung mit Kohlen  stoffsubstanzen eine Komposition bilden, die  dem sogenannten Treiben des kristallinischen  Quarzes, was auch bei der Verwendung von  Quarzsand zu befürchten ist, entgegenarbei  tet. Für besondere Zwecke wird ein Misch  gut von Kalkspat und Feldspat als Ausgangs  material gewählt, um besonders Härte und  Stossfestigkeit zu steigern. Es ist bei der Zu  sammensetzung der Materialien zu     beachten,     dass die allgemeine Widerstandsfähigkeit der  Fabrikate gegen bedeutende Temperatur  schwankungen von der     Körnigkeit    der Masse  abhängt.  



  Wird gewöhnlicher Lehm verwendet, so  empfiehlt es sich, einen Teil dieses Zusatz  materials durch feuerfeste Erde, z. B.     Hup-          per,    zu ersetzen. Als kohlenstoffhaltiges Ver  dickungsmittel kommt Schlackenmehl, doch  nur solches aus     Gaskoksschla.cke,    in Frage,  da die Erfahrung gezeigt hat, dass jedes an  dere Schlackenmaterial, insbesondere solches  aus Steinkohle, für diesen Zweck ungeeignet  ist. Es könnte an Stelle von Schlackenmehl  aber auch     Gra.phitpulver    verwendet werden.

    Die Kieselsäure kann zum Beispiel in Form  von Quarzsand oder     Kieselgur,    und als     vorge-          brannter    Ton können Ziegelmehl oder hoch  wertige Schamotte verwendet werden.  



  Zur Beschleunigung des     Trocknungspro-          zesses    kann dem     Anmachwasser    ein kleiner  Zusatz von kolloidalem Bindemittel, z. B.  Wasserglas oder Wasserglas mit     Kaseinleim,     beigefügt werden, doch darf dieser Zusatz       IX,'    des     Anmachwassers    nicht übersteigen,  weil nämlich sonst die nachteiligen Folgen  dieser Zusätze, was allbekannt ist, in Er  scheinung treten.  



  Das neue Verfahren     zeichnet;    sich vor  allem durch leichte Handhabung aus, doch    muss sowohl bei der Herstellung der Masse  als auch bei der     Verformung    und Trocknung  etwelche Sorgfalt     aufgewendet    werden. Die  Ausgangsmaterialien bedürfen einer gründli  chen     Durchmischung.    Nach Erstellung des  Breies ist dieser sofort zur Verwendung, das  heisst zur Fabrikation feuerfester Erzeugnisse  oder als     Verkittungsmittel,    geeignet.

   Hierauf  erfolgt das Trocknen, worunter ein langsames  und vorteilhaft     langsam    ansteigendes Erwär  rnen der Formen oder der reparierten Objekte  in einem Temperaturbereich von unter 100   C  verstanden wird, wodurch die zugesetzte  Flüssigkeit verdunstet und der Bindevorgang  beendet wird.  



  Ein nachträgliches Brennen erübrigt sich.  Laut den Prüfungsresultaten der     eidg.        Ma-          terialprüfungs-     &  Versuchsanstalt in Zürich  erreichen die aus der nach vorliegendem Ver  fahren hergestellten Masse hervorgegangenen  Produkte einen Schmelzpunkt von bis zu  <B>1730</B>  . Es ist zudem aber noch     eiwiesen,    dass  sie im Gebrauch zusehends noch härter und  härter und widerstandsfähiger werden.  



  Als Beispiel eines bei vorliegendem Ver  fahren zu verwendenden Ausgangsmaterials  kann folgende Mischung angenommen werden:  
EMI0002.0030     
  
    Ziegelbruchstein <SEP> oder <SEP> Schamotte <SEP> 30
<tb>  Quarzsand <SEP> oder <SEP> Kieselgur <SEP> 15
<tb>  Speckstein <SEP> <B>10%</B>
<tb>  Lehm <SEP> und <SEP> feuerfeste <SEP> Erde <SEP> <B>30%</B>
<tb>  Schlackenmehl <SEP> oder <SEP> Graphit <SEP> 15       Das Verfahren ist in bezug auf die Mine  ralsilikate nicht beschränkt.

   Es sind also ein  oder mehrere Mineralsilikate beizuziehen; als  solche seien genannt     Serpentin,    Speckstein,  Glimmer, Feuerstein, Feldspat, Kalkspat,  verschiedene     Schiefersorten,    wie     Chloritschie-          fer,        Hornblendegestein        etc.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung einer zur Fa brikation ungebrannter, feuerfester Erzeug nisse geeigneten Masse, dadurch gekennzeich net, dass Gesteinssilikate, vorgebrannter Ton, ein kohlenstoffhaltiges Verdickungsmittel, Kieselsäure und getrockneter Lehm, alles in feingemahlenem Zustande, mit Wasser zu einem Brei aufbereitet werden. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als kohlenstoffhaltiges Verdickungsmittel Graphit verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als kohlenstoffhaltiges Verdickungsmittel Schlackenmehl verwen det wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Kieselsäure in Form von Kieselgur verwendet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Kieselsäure in Form von Quarzsand verwendet wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als vorgebrannter Ton Schamotte verwendet wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als vorgebrannter Ton Ziegelmehl verwendet wird. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung des Breies Huppererde verwendet wird. B. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass zur Beschleunigung des Trocknungsprozesses bei der Aufberei tung des Breies dem Anmachwasser ein kolloidales Bindemittel zugesetzt wird. PATENTANSPRUCH II@: Masse, die sich zur Fabrikation feuer fester Erzeugnisse eignet, hergestellt gemäss Patentanspruch I.
CH203377D 1938-05-23 1938-05-23 Verfahren zur Herstellung einer zur Fabrikation ungebrannter feuerfester Erzeugnisse geeigneten Masse. CH203377A (de)

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