Tisch für urologische Untersuchungen und andere medizinische Zwecke. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Tisch für urologische Untersuchungen und andere medizinische Zwecke, welcher sich dadurch auszeichnet, dass er eine ein seitig an einem fahr- und feststellbaren Ge stell schwenkbar angeordnete Tischplatte auf weist, welches Gestell ein U-förmiges Quer profil mit der Schwenkachse der Tischplatte als den einen Schenkel aufweist und das un behinderte Unterschieben einer Röntgenröhre ermöglicht, wobei die Schwenkbarkeit der Tischplatte derart gewählt ist, dass der auf der letzteren befindliche Patient aus der Ver tikalstellung in eine Schräglage bringbar ist, in welcher die Füsse höher liegen als der Kopf.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes darge stellt.
Fig. 1 zeigt das Tischgestell in einer Vor deransicht und Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie 2-2 in Fig. 1, in der angedeuteten Pfeilrichüxng gesehen; Fig. 3 und 4 zeigen eine Draufsicht bezw. eine Seitenansicht der an diesem Gestell an- geordneten schwenkbaren Tischplatte in etwas kleinerem Massstabe, während in Fig. 5 ein Schnitt nach der Linie 5-5 in Fig. 3 in grösserem Massstabe veranschau licht ist;
Fig. 6 zeigt eine Seitenansicht des weg nehmbaren Beinhalters, welcher in der Ver längerung der Tischplatte angeordnet wird, und die Fig. 7 und 8 stellen in einer Seitenansicht bezw. in einer Draufsicht die auf dem Bein halter anbringbare Fussplatte dar.
Das Gestell des Tisches ist aus zwei unter sich parallelen Rohren 11 gebildet, die durch eine Traverse 12 miteinander verbunden sind. Jedes Rohrende ist mit einem Führungsglied 13 mit vertikaler Achse und Innengewinde zur Aufnahme einer Spindel 14 mit Handrad 15 und Fussstück 16 ausgestattet. Jede Spin del 14 greift ferner durch einen mit Rolle 18 versehenen Rollenträger 17 hindurch, wel cher Rollenträger am Führungsglied 13 dreh bar angeordnet ist.
Durch Senken der Spin deln 14 in die in Fig. 1 dargestellte Lage ist es möglich, die Rollen 18 vom Boden ab zuheben und dadurch die Feststellung des Tisches auf dem letzteren vorzunehmen, wäh rend der Tisch in der in Fig. 2 gezeichneten Stellung der Rollen 18 und der Spindeln 14 fahrbar ist.
Auf dem einen der beiden Rohre 11 ist ein mit der Traverse 12 verbundenes Gehäuse 19 festgemacht, innerhalb welchem zwei mit einander kämmende Zahnräder 20 und 21 drehbar gelagert sind. Das Zahnrad 20 ist: mittels einer Handkurbel 22 drehbar. Mit dem Zahnrad 21 dreht sich auch eine Scheibe 23, an welcher ein Arm 24 sitzt. Oben am Gehäuse 19 ist eine Achse 25 gelagert, die als Trägerin des nachstehend beschriebenen Tischrahmens dient. Das Gestell weist dem nach ein U-förmiges Querprofil auf mit der waagrecht liegenden Schwenkachse 25 des Tisches als den einen Schenkel und ermög licht das hindernislose Zuschieben einer Röntgenröhre mit Durehleuchtungsschirni unter bezw. über den Tisch.
Die Tischplatte selbst (Fig. 3 bis 5) be steht aus zwei zueinander parallelen U-för- migen Schienen 26, 26a, die einerends durch eine analoge Schiene 26b miteinander ver bunden sind. Beide Schienen (26, 26a) wei sen je einen Längsschlitz \? i auf, zu welchen in der einen Schiene (26a) eine weitere Aus- nehmung 28 hinzukommt.
Die nur mit einem Längsschlitz 2 7 ausgestattete Schiene 26 dient als Trägerin eines hülsenförmigen Stückes 29 zur Aufnahme der Schwenkachse 25, wobei als Sicherungsmittel zum Fest halten der Tischplatte eine auf das über die Schiene 26a etwas vorstehende Ende der Achse eine nicht gezeichnete Mutter oder ein anderes Sicherungsmittel dient. An der Schiene 26 ist ferner eine Lasche 30 fest gemacht, an welcher das eine Ende eines He bels 31 angelenkt ist. Das zweite Ende die ses Hebels 31 ist mit dem freien Ende des Armes 24 der Scheibe 23 in nicht gezeich neter Weise gelenkig verbunden.
Durch die Verbindung des Tischrahmens über den He bel 31 und den Arm 24 mit der Scheibe 23 wird erreicht, dass beim Drechen der Kurbel 22 die Tischplatte um die Schwenkaelise 25 geschwenkt wird. Die Tischplatte weist einen Sitzteil 32 aus Bakelit oder einem andern geeigneten rönt- genstrahlendurchlässigen Werkstoffe.
Hinter dem Sitzteil 32 ist ein um ein Ende schwenkbarer Rückenteil angeordnet, der aus einem Rahmen 33 mit eingesetzter Platte 34 aus demselben Material wie der Sitzteil be- steht. Am Rahmen 33 sind zwei Schienen 35 einerends schwenkbar angelenkt, deren zweite Enden mit ,je einem Schiebestück. 36 (Fig. 5) gelenkig verbunden sind.
Jedes Schiebestiiek 36 sitzt auf einer innerhalb der Schienen 26, 96a angeordneten Stange 37 und trägt ein Arretierorgan 38 (in Fig. 5 ist nur ein Arretierorgan 38 dargestellt), das durch den Längsschlitz<B>297</B> hindurehgreift. Mittels dieser Organe 38 ist es möglich, den Rücken teil der Tischplatte in jeder wünschbaren Schräglage festzustellen.
An der die beiden Schienen 26, 26a mit einander verbindenden Schiene 26b sind zwei Haken 39 befestigt, in welche ein Bein halter 40 (Fig. 3 und 6) mittels zweier Zap fer 41 einhängbar ist. Dieser Beinhalter 40, welcher, an der Schiene 26b festgesetzt, in der Ebene der Tischplatte liegt, trägt: zwei mit Innengewinde ausgestattete Augen 42, welche unter die Querschiene 26b greifen. .Mittels nicht gezeichneter Schrauben, welche in entsprechende Bohrungen dieser Querschiene eingreifen, lässt sich die Lage des Beinhalters am Tisch sicherstellen.
Weitere am Beinhalter an dessen Seitenwangen angeordnete Zapfen 43 dienen zum Einhängen einer Fussplatte 44 (Fig. 7 und 8), die zu diesem Zwecke mit zwei seitlichen Doppelhaken 45 ausgestattet ist. Das Einhängen der Fussplatte 44 erfolgt an zwei benachbarten Zapfen 43 des Bein halters. Unterhalb des Sitzteils 32 ist an jeder der beiden Schienen 26 und 26a eine Führungsleiste 46 angeordnet zum Einschie ben einer nicht gezeichneten Schublade oder dergleichen.
Es kann an jeder Längsseite des Tischrahmens auch eine ausziehbare Schiene oder dergleichen zur Aufnahme eines entspre chend ausgebildeten Beinhalters und einer Fuss platte angeordnet sein, in welchem Falle die Haken an der Querschiene in Wegfall kämen. Die seitliche Ausnehmung 28 in der Schiene 26a des Tischrahmens dient zum Einschieben einer Blende in einen nicht ge zeichneten Führungsrahmen, welcher zweck mässig längs des Tisches verschiebbar ange ordnet ist, damit die Blende unter einen be liebigen Körperteil gebracht werden kann.
Dieser verschiebbare Führungsrahmen ist mit einem ebenfalls nicht dargestellten Ge gengewicht in Verbindung .gebracht, welches derart wirkt, dass, wenn der Tisch vertikal gestellt ist oder eine Schräglage einnimmt, der Führungsrahmen seine ihm gegebene Stellung in bezug auf die Tischplatte un verändert beibehält, es sei denn, dass eine ge wollte Lageveränderung durch äussere Kraft einwirkung entgegen der Wirkung des Ge gengewichtes gewünscht wird.
Die Tischplatte lässt sich durch Drehen der Kurbel 22 in die Vertikalstellung als die eine Endschwenkstellung verschwenken. Aus dieser Endstellung heraus senkt sich beim Drehen der Kurbel in dem entgegengesetzten Drehsinne der Kopfteil der Tischplatte, wäh rend sich gleichzeitig der Beinhalter mit der Fussplatte anhebt.
In der zweiten möglichen Endschwenkstellung nimmt die Tischplatte eine solche Lage ein, dass die Füsse eines auf dem Tische liegenden Patienten höher liegen als dessen Kopf, welche Körperstel lung die Untersuchung bestimmter Körper organe erleichtert. Der Patient kann aus die ser Schräglage ohne Veränderung der Körper stellung bei angeordnetem Beinhalter und Fussplatte ohne weiteres in die Vertikalstel lung geschwernkt werden, zum Zwecke einer Durchleuchtung etc.
Durch die Anordnung von Rollen am Ge stell ist es möglich, den Patienten ohne wei teres an eine vorhandene Röntgenanlage zur Durchleuchtung oder Aufnahme heranzufah ren, wobei es die besondere Ausbildung des Tischgestelles erlaubt, dass sich die Röntgen röhre unbehindert unter die Tischplatte schie ben lässt, um die Durchleuchtung jeder ge wünschten Körperstelle vorzunehmen.
An Stelle der Blende kann auch eine ent sprechend ausgebildete Kassette in den nicht gezeichneten Führungsrahmen eingeschoben und mit diesem letzteren verschoben werden, um die Aufnahme von Röntgenbildern bei über dem Patienten angeordneter Röntgen röhre zu ermöglichen.
Der beschriebene Tisch kann sowohl für urologische Untersuchungen, wie auch für andere medizinische Zwecke verwendet wer den.