Radioempfänger: Die Erfindung bezieht sich auf eine Ver besserung der automatischen Verstärkungs regelung bei Radioempfängern und setzt sich das Ziel, durch die Wirkung der automati schen Verstärkungsregelung die Ausgangs amplitude des verstärkten Trägers für einen weiten Variationsbereich der Eingangsampli tude im wesentlichen konstant zu halten.
Es sind bereits Schaltungen zur automa tischen Verstärkungsregelung bekannt, bei welchen die verstärkten Trägerschwingungen direkt einem Gleichrichter zwecks Gewin nung einer Regelspannung zugeleitet werden, wobei die Regelspannung dem - Steuergitter einer oder mehrerer Röhren des Übertra gungskanals zugeführt wird; um die Verstär kung umgekehrt zu den Schwankungen der Trägereingangsamplitude zu verändern.
Diese Schaltungen gestatten aber keinen völligen Ausgleich der durch Veränderungen der Ein gangsamplitude bedingten Schwankungen der Ausgangsamplitude, weil eine Erhöhung der Regelspannung nur eintreten kann, wenn auch eine entsprechende Erhöhung in der Amplitude des verstärkten Trägers eintritt.
Um diese Mängel der bekannten Schal tungen zu beheben, wird entsprechend der Erfindung vorgeschlagen, bei einem Radio empfänger mit Mitteln zur Veränderung des Verstärkungsgrades in Abhängigkeit von einer aus den Übertragungsschwingungen gewonnenen Regelgrösse, wobei ein zur Ge winnung der Regelgrösse aus den Übertra gungsschwingungen verwendeter Gleichrich ter an den Hauptverstärkungskanal über einen Hilfsverstärker angekoppelt ist, die Verstärkung des Hilfsverstärkers in ent gegengesetztem Sinne zu derjenigen Ver stärkungsregelung zu beeinflussen,
die durch die Regelgrösse auf mindestens eine Verstär- kerstufe des Hauptübertragungskanals aus geübt wird, wobei die geregelte Stufe des Hauptübertragungskanals der Ankopplungs- stelle für den Hilfsverstärker vorausgeht. Diese letztere Bedingung, dass es sich näm lich um eine sogenannte Rückwäxtsregelung handeln soll, ist deswegen wichtig, damit nicht bei plötzlichen Vergrösserungen der Eingangsamplitude eine Blockierung der ganzen Übertragungseinrichtung erfolgen kann.
Vorzugsweise soll dabei die geregelte Verstärkerstufe des Hilfsverstärkers derartig ausgebildet sein, dass ihre Verstärkung bei Zuführung einer negativen Regelspannung zunimmt. In diesem Fall ist es nämlich mög lich, die Regelspannung im gleichen Sinne den Röhren des Hauptverstärkungskanals und der geregelten Röhre des Hilfsverstär kers zuzuführen, wobei infolge einer Zu nahme der negativen Regelspannung die Verstärkung im Ilauptübertragungskanal ab nimmt, während gleichzeitig die Verstärkung der Hilfsverstärkerstufe zunimmt.
Dabei brauchen die Beträge der dem Hauptverstär ker und dem Hilfsverstärker zugeführten Regelspannungen nicht gleich zu sein. Vor zugsweise wird die Regelspannung am Hilfs verstärker geringer bemessen als die des Hauptverstärkers. Der Bruchteil der von dem Gleichrichter abgeleiteten Gesamtregelspan- nung, der verwendet wird, um den Hilfsver stärker zu beeinflussen, kann so gewählt wer den, dass die Ausgangsamplitude des Haupt verstärkers innerhalb des Gebietes der auto matischen Regelwirkung praktisch konstant bleibt.
1'm erhöhte Verstärkung mit negativem Vorspannungsanstieg sicherzustellen, enthält der Hilfsverstärker vorzugsweise eine Pento- denröhre, die in ihrer Anodenleitung einen hohen Widerstand hat, so dass, wenn kein Zeichen vorhanden ist, ihre Anodenspannung und daher ihre Steilheit nahezu auf Null reduziert werden. Auf diese )Veise wird bei zunehmender negativer Gittervorspannung der Durchschnittsanodenstrom zum Sinken und die durchschnittliche Anodenspannung zum Steigen gebracht und dadurch eine er höhte Steilheit mit folgerichtig angestiege ner Verstärkung erzielt.
Der Grad der Ver stärkungserhöhung, welcher unterhalb einer gewissen negativen Gittervorspannung prak tisch vernachlässigbar ist, steigt danach schnell und im wesentlichen gleichförmig zu einem hohen maximalen Verstärkungsniveau.
Vorzugsweise: wird an die Hilfsver:stärker- kathode eine feste positive Vorspaunung an gelegt, die anfänglich den Arbeitspunkt dicht bei dem im wesentlichen linearen Teil der Gittervorspannungs - Verstärkungscha.ra-kteri- stik einstellt. leer Bruchteil der gesamten ein heitlich gerichteten Spannung. welcher an das Gitter des Hilfsverstärkers angelegt wird, ist zweckmässig so gewählt. dass die Erhö hung der Regelspannung für wesentlichen mit.
dem linearen Teil der Verstä.rkercha.rakteri- stik übereinstimmt. Bei dieser Einstellung wird die automatische Steuerung im wesent lichen für Zeichenspannung unterhalb eines gewissem S.chwellenwerteb Null sein, jedoch derart, dass sie die Ausgangsleistung des Zei chenverstärkers oberhalb des Schwellen niveaus, bei welchem die automatische Steue rung zu wirken beginnt, wesentlich konstant hält.
Fig. I ist ein Schaltschema eines erfin dungsgemäss ausgebildeten Superheterodyne- Radioempfängers, in welchem zur Hilfsver stärkung und Gleichrichtung getrennte Vakuumröhren verwendet werden.
Fig. 2 bis 4 illustrieren die Einstellung und Wirkung des Systems der Fig. 1 ; Fig. 5 und 6 zeigen modifizierte Formen des Hilfsverstärker- und Gleichrichterkreises der Fig. 1: Fig. 7 ist ein Schaltschema, in dein eine Ausführungsform der automatischen Lei stungssteuerung gemäss vorliegender Erfin dung dargestellt ist, worin eine einzige Vakuumröhre als kombinierter Hilfsverstär ker und Gleichrichter dient.
In dem Superheterodyne-Empfangssystem der Fig. 1 liegt im Kreis von Antenne 3 zur Erde 4 die Primärspule 1 eines Bandfilters 2, welches zur selektiven Übertragung mo dulierter Trägerwellenzeichen von der An tenne zu einer Hochfrequenzverstärkungs- stufe (Röhre 5). deren Ausgang durch einen mittels Kondensator abgestimmten Kreis 6 an das Steuergitter der Mischröhre 7 an gelegt ist.
Eine Heterodyne-Schwingungs- quelle, die Röhre 8 enthält, deren Elektroden durch eine abgestimmte Impedanz 9 rück gekoppelt sind, koppelt besagte Schwingun gen durch einen Transformator 10 an, der eine Sekundärspule 11 hat, die in einer Lei tung 12 liegt, welche die Kathode der Röhre 7 mit Erde durch eine Vorspannimpedanz 13 verbindet.
Der Zwischenfrequenzausgang der Röhre 7 wird selektiv auf eine Zwischenfrequenzver- stärkungsstufe (Röhre 14) durch einen Band filter 15 aufgedrückt, der aus einem Trans formator 16 besteht, welcher die kondensator- abgestimmte Primärspule 17 und Sekundär spule 18 hat, die, wie durch den Doppelpfeil angezeigt, relativ axial verschiebbar sind, um die magnetische Kopplung zwischen den Spulen und zugleich die Breite des Reso nanzbandes zu verändern.
Der Ausgang -der Röhre 14 wird durch ein ähnliches Bandfilter 19 auf das @Steuer- gitter 20 einer Mehrelektrodenröhre 21 der Type 2B7, die wie eine kombinierte Zwi- schenfrequenzverstä.rkungs- und Gleichrich- terstufe wirkt, aufgedrückt.
Verstärkung in der Zwischenfrequenz tritt infolge der Wir kung des Steuergitters 20 auf den Elektro nenstrom, der sich zwischen Kathode 22 und Anode 23 bewegt, ein. Die verstärkten Zei chen, die in der Anodenleitung 24 vorhanden sind, werden durch Transformator 25, der durch Kondensator 26 auf die Zwischenfre quenz abgestimmt wird, zwischen die Ka thode 22 und die Gleichrichteranoden 27, die ausserhalb der Röhre zusamengeschaltet sind, angelegt.
Ein Kondensator 28 schliesst die Hoch- und Zwischenfrequenzkomponenten über einen Widerstand 29 neben, um die Niederfrequenzspannung, die über Wider stand 29 entwickelt wird, selektiv über Lei tung 30, die mit dem Eingang des Nieder frequenzverstärkers 31 verbunden ist, anzu legen. Zu diesem Zweck ist die Kathode 22 über eine vorspannende Impedanz 32 geerdet, und das Kathodensystem des Niederfrequenz verstärkers ist bei 33 geerdet. 34 ist ein Lautsprecher.
Die automatische Regelung der von An tenne 3 zum Lautsprecher 34 übertragenen Zeichen wird durch die Hilfsmittel innerhalb des Rechtecks 40 bewirkt. Die Zeichen ausgangsspannung Es, die über die Sekundär- transformatorspule des Filters 19, der bei 41 geerdet ist, entwickelt wird,
wird über eine Verbindung 42 und durch einen Blockie- rungskondensator 48 an das Steuergitter 44 einer Pentodenröhre 45 angelegt.
Die Pentodenröhre 45 ist ein Zwischen- frequenzverstärker, dessen Ausgang mit einem Diodengleichrichter (Röhre 46) durch einen Transformator 47 gekoppelt ist, welcher kondensatorabgestimmte, lose gekoppelte Pri mär- und Sekundärspulen enthält, um auf die Zwischenfrequenz abzustimmen. Der Gleichrichterkreis wird von seiner geerdeten Kathode 48 zu seiner Anode 49 durch in Serie geschaltete Widerstände 50 und 51 vervollständigt, die durch einen Kondensator 52, der so klein ist,
dass er bei Niederfre quenzen vernachlässigbare Nebenschlusswir- kung hat, nebengeschlossen sind.
Die gleichgerichtete Spannung E_, die an den Widerständen 50 und 51 entwickelt und von der Zeichenausgangsspannung E3 ab geleitet wird, ist über Verbindung 53 und über die Transformatarsekundärteile der Fil ter 2, 6 und 15 an die entsprechenden Steuergitter der Röhren 5, 7 und 14 ange legt, um dadurch die Verstärkung in den erwähnten Hoch- und Zwischenfrequenzstu- fen in der gebräuchlichen Weise zu regeln.
Die Serienwiderstände 54 und die geerdeten Kondensatoren 55 beseitigen die Modulations- komponenten von Er.
Der Bruchteil E, am :Widerstand 51 der gesamten Regelspannung Er wird über Ver bindung 56 und Widerstand 57 an das Steuergitter 44 der Hilfsverstärkerröhre 45 angelegt. Der geerdete Kondensator 58 besei tigt die Modulationskomponenten von E".
Die Spannung E, erhöht (wie später ge zeigt wird) die Verstärkung der Iilfsver- stärkerröhre 45 gleichzeitig mit dem Abfall der Verstärkung der Röhren 5, 7 und 14, der durch die Spannung Er hervorgebracht wird.
Der Zweck der Spannung E" die eine--"um.- gekehrte automatische Verstärkungsrege lung" genannt wird, ist es, E5 nahezu kon stant ohne Rücksicht auf die Intensität der Antenneneingangsspannung E,, oberhalb eines Schwellenwertes zu erhalten. Es ist die zu sätzliche Verstärkungserhöhung der Hilfs- verstärkerröhre 45, die durch die Spannung E, erzeugt wird, welche erlaubt, da.ss die gleichgerichtete Spannung Er ohne eine im gleichen Verhältnis stehende Erhöhung in E ansteigt.
Die negative Vorspannung E" die an Röhre 45 angelegt wird, erzeugt auf fol gende Weise eine zunehmende Verstärkung: Ein hoher Widerstand 59, durch Kon densator 60 zur Erde. nebengeschlossen, ist in Serie mit der geerdeten Anodenbatterie 61 in die Anodenleitung 62 der Röhre 45 eingeschaltet. Widerstand 59 ist ein solcher, dass der Anodenstrom für kleine Werte der Gittervorspannung Er, die an Röhre 45 an gelegt wird, hinreichend ist, um die mittlere Spannung an der Anode 63 nahezu auf Null zu reduzieren. Wenn die mittlere Anoden spannung Null ist, sind die Steilheit und Verstärkung der Röhre 45 Null.
Die Kurve 100 der Fig. 2 stellt für einen g e " e 'benen Wert von E, die gleichgerichtete t> Spannung Er als eine Funktion der Gesamt gittervorspannung, die an Gitter 44 angelegt ist, dar und ist der Verstärkung der Röhre 45 proportional.
Die Verstärkung ist nahezu Null, wenn die Gittervorspannung geringer als vier Volt für die besondere Röhre 45 der Kurve<B>100</B> ist. Wenn die Gittervorspannung negativ über vier Volt hinaus wird, fällt der mittlere Anodenstrom in Röhre 45 ab, und die mittlere Anodenspannung steigt entspre chend. Auf diese Weise wachsen die Steil heit und Verstärkung der Röhre. Wie Kurve 100 zeigt, ist der Maximumverstärkungswert bei einer Gittervorspannung von acht Volt erreicht.
Danach ist, während die Anoden spannung fortfährt, bei weiterem negativen Wachsen der vorspannenden Spannung anzu steigen, der Strom durch die negative Span nung an dem Gitter begrenzt, und die Ver stärkung wird wiederum reduziert. Auf diese Weise gibt es einen Bezirk von - 4 bis - 8 Volt, in welchem eine negativere Gittervor- spannung eine Verstärkung erzeugt, die schnell und im wesentlichen konstant an steigt. Innerhalb dieses Bezirks wird die Röhre betrieben. Er braucht den Wert, der für Er (max.) in Fig. ? gezeigt ist, nicht zu überschreiten.
Eine feste positive Spannung E,1 ist mvi- schen der Kathode 64 der Röhre 45 und Erde angelegt. Wenn kein Zeichen durch Röhre 46 gleichgerichtet wird, ist das Gitter 44 der Röhre 45 auf Erdpotential und die Git- tervorspannung der Röhre ist gleich E,1. Diese Spannung ist in Fig. 2 angezeigt.
Wenn ein Zeichen vorhanden ist, macht die gleich gerichtete Spannung E, das Gitter 44 in bezug auf Erde negativer und erhöht die Ge- samtgittervorspa.nnung. Das Verhältnis der Widerstände 50 und 51 bestimmt den Zu sammenhang zwischen Er und E,.. Diese Pro portionalität ist durch die lineare Kurve 101 der Fig. ? dargestellt.
Weil die gleichgerichtete Spannung Er von der Gittervorspannung 44, gemäss Kurve 100 Fig. \?, abhängt und weil die Vorspan- nung von 44 von dieser selben gleichgerich teten Spannung, gemäss Kurve 11_l1, bestimmt. wird, ist es klar, dass an irgend einem Punkt des Durchschneidens der Kurven 100 und 101 Gleichgewicht erreicht wird. Cber den Bezirk, in welchem die Kurven 100 und 101 übereinstimmen. kann Er ohne Wechsel in E, variieren, weil Kurve 100 eine Bedingung von konstantem ES darstellt.
Innerhalb dieser Grenzen wird ein An steigen der Antenneneingangsspannung E;, dazu neigen, ein Ansteigen in Ezu veran lassen. Indessen erzeugt ein Ansteigen in E, sogleich einen proportionalen Anstieg in Er und E". E, erhöht unmittelbar die Hilfsver stärkung der Röhre 45, was ein zusätzliches Ansteigen in Er hervorruft. Dies bewirkt die Reduzierung von E, auf ihren ursprüng lichen Wert, und der Kreis erreicht, wie derum bei dem gleichen Wert von E" je doch bei angestiegenen Werten von Er und E, Gleichgewicht.
In einem Kreis, welcher die erhöhte Hilfsverstärkung der l,öhre 45 nicht enthält, wird Es niemals seinen ur sprünglichen Wert, sondern einen etwas höheren Wert wieder erhalten.
In Fig. 3 stellt Kurve<B>103</B> die Variation in der Ausgangsspannung ES als Funktion der gleichgerichteten Spannung Er dar. Die horizontale gestrichelte Linie 102 zeigt die ideale Bedingung, bei welcher Es konstant in bezug auf Er ist. Kurve 103 zeigt, dass der Hilfsverstärker und Gleichrichberkreis eine ideale Wirkung mit Ausnahme bei über aus kleinen Spannungen ES bewirkt.
Die überlegene Wirkung, die erreicht wird, ist aus einem Vergleich der Kurve 103 mit Kurve 104 ersichtlich; die letztere zeigt die Variation bei früheren Apparaten, wo die gleichgerichtete Spannung unmittelbar mit E9 variiert.
Fig. 4 stellt die resultierende Variation von E8 mit der Antenneneingangsspannung E., dar und illustriert die Verbesserung, die durch das beschriebene automatische Steue rungssystem geschaffen wird. Kurve 105 ist die ideale Bedingung, unter welcher Es gleichförmig oberhalb eines Scbwellenwertes & ' ist. Kurve 106 zeigt das Ansprechen vor liegenden Kreises.
Kurve 107 zeigt das An sprechen eines greises, der der Kurve 104, Fig. 3, entspricht.
Mit dem beschriebenen greis kann der Anstieg der Kurven 103 und 106 in den Fig. 3 und 4, wenn es gewünscht wird, über einen Teil ihrer Variation negativ gemacht werden. Dies tritt ein, Fig. 2, wenn. in einem Bezirk der Anstieg der Kurve 100 stärker als die der Kurve 101 ist.
Die unvollkommene Regelung des Steuer kreises der Fig. 1 bei kleinen Spannungen Es (Fig. 3 und 4) liegt in der Abweichung zwi schen den Kurven 100 und 101 der Fig. 2. Methoden, diese Abweichung zu reduzieren, können: sehn: 1. die Kurve<B>100</B> geradliniger zu machen oder 2. die Kurve 101 von einer geraden Linie zu einer Kurve zu machen, die besser mit Kurve 100 übereinstimmt.
Bei spiele dieser Methoden sind 1. eine negative Anfangsvorspannung an die Anode des Grleichrichters 46 anzulegen und 2. ein Wi derstand von nicht geradliniger Charakteri- stik, wie eine zweite Diodenröhre, an Stelle des Widerstandes 51 der Fig. 1 zu verwen den.
Fig. 5 illustriert innerhalb des Rechteckes 40 den entsprechenden Teil des greises der Fig. 1, modifiziert durch Einführung einer Batterie 70, die dazu dient, eine permanente Vorspannung an den Gleichrichter 46 zu legen. Der Haupteffekt der Vorspannung, die durch Batterie 70 geschaffen wird, ist es, Kurve 10.0, Fig. 2, abwärts zu bewegen, und zwar um einen Betrag gleich der Gleich richtervorspannung.
Dies wird einen grösse ren Wert von Es, um das notwendige Er (mag.) sicherzustellen, erforderlich machen. Auf diese Weise wird der untere gebogene Teil von<B>100</B> reduziert, und die Kurven 100 und 101 können über einen grösseren Teil ihrer Länge zur Übereinstimmung gebracht werden. Daher wird sich die Kurve 103, Fig. 3, rascher der Horizontalen annähern. Sie wird auch die ES Ordinate bei einem Wert von E", der grösser als Null ist, durch schneiden.
Diese Methode hat den Nachteil, dass mit einer negativen Anfangsvorspannung an der Gleichrichteranode die durchschnitt liche gleichgerichtete Spannung der durch schnittlichen Trägerspannung bei Vorhan densein eines grossen Modulationsprozent- satzes nicht gleich ist.
Ein mehr ideales Ansprechen kann auch dadurch gesichert werden, dass man für den Widerstand 51, Fig. 1, eine nicht konstante Impedanz einsetzt, z. B. eine Diode, über welche der Spannungsabfall gemäss einer nichtgeradlinigen Funktion des iStromes variiert.
Fig. 6 zeigt den Teil innerhalb des Recht- eckes 40 der Fig. 1 so modifiziert, dassdieses charakteristische Merkmal erfasst wird. In Fig. 6 ersetzt die Diode 71 den Widerstand 51 der Fig. 1. In anderer Hinsicht sind die Kreisteile 40 der Fig. 1 und 6 identisch.
Bei geeigneter Dimensionierung kann die Stromspannungsfunktion der Einrichtung 71, Kurve 101 der Fig. .2, mehr zur Über- einstimmung mit Kurve 100 über den Be reich von E,. von Null bis Er (maa.) gebracht werden. Wenn dies vorgenommen wird, ist die Kurve<B>1.03</B> (Fig. 3) angenäherter hori zontal.
Fig. 7 zeigt ein Schaltschema eines auto matischen 1-eistungssteuerunbshreism, in wel chem die Hilfsverstärker- und Gleiehrichter- elektroden in einer einzigen Röhre angeord net sind. Das Regelsystem der Fig. 7 kann das System 40 in Fig. 1 ersetzen.
In Fig. 7 besteht die Röhre 7 5 der Type 2B7 aus einem Diodenpaar 76 und einem Pentodenverstärker mit: einer gewöhnlichen Kathode. Der Verstärkerteil der Röhre um- fa.sst die Kathode<B>77,</B> Steuergitter <B>18,</B> inne res Schirmgitter <B>79,</B> äussern Schirm 80 und die Anode 81. Der Gleichrichter enthält die Kathode 7 7 und die zwei Anoden<B>76.</B> welche ausserhalb der Röhre miteinander verbunden sind.
Die Spannung ES, Fig. 1, wird über Ver bindung 42 durch Blockierungskondensator 43 an das Steuergitter 78 des Pentodenver- stärkers angelegt. Das Zeichen wird in dem Pentodenteil der Röhre auf Zwischenfrequenz verstärkt; die verstärkten Zeichen, die in der Anodenleitung 83 vorhanden sind, werden auf den Diodengleichrichter durch den breit abgestimmten Filter 83 aufgedrückt;
dieser enthält kondensatorabgestimmte Primär- und Sekundärtra.nsformatorspulen, von denen eine in die Anodenleitung 82 eingeschlossen und die andere zwischen die Gleichrichteranoden 76 und Kathode 7 7 durch einen Hochfre- quenznebenschlusskondensator 84, der ein Widerstandsnetz 85 nebenschliesst, geschaltet ist.
Die Anode 81 wird von einer Quelle 86 durch einen hohen Widerstand 8 7 mit Ener gie versehen, welche normalerweise die Anode 81 auf im wesentlichen Nullpotential hält, um die umgekehrte Verstärkung gemäss Kurve 100 (Fig. 2) zu bewirken.
Ruhepotentiale werden an das Gitter 78, Kathode 7 7 und Anoden 7 6 mittels der Brückenschaltung 85 gelegt, die die negativ geerdete Batterie 88 enthält, welche zur Erde durch ein Paar von Widerstandswegen, die aus den in Serie geschalteten Widerständen 89, 90 und 91, 9?, 93 bestehen, nebenge schlossen ist. Die Kathode 77 ist zwischen die Widerstände 89 und 90, welche einen relativ niedrigen Widerstandsweg zur Erde bilden, geschaltet. Die Widerstände 91, 92, 93 bilden einen relativ hohen Widerstands weg zur Erde. Die Anoden 76 sind durch die Sekundärspule des Selektors 83 zum Punkt 94 zwischen den Widerständen 91 und 92 zurückverbunden.
Die Widerstände sind so proportioniert, dass die Anoden 76 anfäng lich auf dein gleichen Potential wie die Kathode 77 sind. Das Steuergitter 78 ist durch einen Ableitwiderstand 95 mit der Verbindung der Widerstände 92 und 93 ver bunden. Der Widerstand 93 ist im Vergleich mit 92 und 91 relativ klein, Verhältnis nahezu 1 : 10 : 111, und daher ist das Gitter 7 8 anfänglich nahezu auf Erdpotential.
Bei Vorhandensein eines Zeichens fliesst ein gleichgerichteter Strom durch die Diode 76, 77 und teilt sich zwischen die Wege, die die Widerstände S)(1, <B>93,</B> 9 2 und die Widerstände 89, 91 einschliessen. Dieser Strom fliesst in einer Riehtung, dass er den Strom in 92, 93 herabsetzt und den Strom in 91 erhöht. Das Resultat ist, dass Punkt 94 weniger positiv wird und negativ in bezug auf Erde werden kann. Die Spannung an der Verbindung von 9 ?, 93 folgt der Span nung des Punktes 94 und steht zu ihr im Verhältnis des Widerst < lndswei-tes 93 zu dem jenigen der Summe der Widerstände 92 und 93 in Beziehung.
Irgendwelches Spannungsabsinken a in Punkt 94 erhöht durch die Verbindung 53 die Gittervorspannung an den Röhren 5, 7 und 14 und reduziert ihre Verstärkung. Das Spannungsabsinken an 94 wird durch ein entsprechendes Spannungsabsinken an der Verbindung von 92 und 93 begleitet, was die Verstärkung im Pentodenteil der Röhre 7 5 erhöht. Die Wirkung ist dann im wesent lichen diejenige, die bei dem Steuersystem 40 der Fig. 1 beschrieben ist.
Der Zweck des Widerstandssehaltungs- netzes 85 ist es, eine anfängliche Vorspan- nung am Gitter 78 ohne eine anfängliche Vorspannung am Diodenteil 76, 77 sicherzu stellen. Solch eine Diodenvorspannung ist un erwünscht, weil sie veranlasst, dass durch den 1Vlodulationsprozentsatz des Trägers auf den Betrag der automatischen Steuervorspannung eingewirkt wird.
In Fig. 1 sind die doppelabgestimmten Zwischenfrequenzfilter 15 und 19 so kon struiert, dass sie einstellbare Kopplungen zwischen ihren Primär- und Sekundärspulen haben. Die Selektivität des Empfängers kann nach Belieben durch Veränderung dieser Kopplungen eingestellt werden. Die Einstel lung wird mittels einer Einknopfsteuerung 96 bewirkt, die so eingerichtet ist, dass sie gleichzeitig und in gleichem Grad die axialen Trennungen der Primär- und Sekundärspulen in den erwähnten Filtern verändert.
Die vor ausgehenden Filter 2 und 6 sind relativ breit, so dass die Selektivität des Empfängers haupt sächlich von den zwei variablen Filtern 15 und 19 abhängig ist.
Wenn die Kopplung auf ihren 11lagimum- wert eingestellt ist, hat die Resonanzkurve des Empfängers von der Antenne zum Git ter der Röhre 21 eine Doppelspitze als Folge der Überoptimumkopplung in den variablen Filtern 15 und 19. Der einzelabgestimmte Filter 25 wird scharf auf die Zwischenfre quenz abgestimmt, und sein Ansprechen ist so, dass die Doppelspitzen, die durch die Kreise 15 und 19 erzeugt werden, kompen siert werden. Diese Anordnung hat den Vor teil, in dem Trägerkanal eine flache An sprechcharakteristik über das gewünschte Frequenzband zu sichern.
Das Zeichenniveau am Eingang der Röhre 21 wird durch die Wirkung der automati schen Steuerung konstant gehalten, wenn der Benutzer ;durch eine @Station abstimmt: Das Vorhandensein des einzelabgestimmten Krei ses 25, der der automatischen Leistungs steuerung im Empfangssystem folgt, veran lasst ein künstliches !Maximum in der Inten sität des wiedergegebenen Zeichens,
wenn der Träger auf die Zwischenfrequenz abgestimmt -wird. Dies hilft dem Benutzer bei der kor- rekten Abstimmung des Empfängers und reduziert die Intensität der harten und un angenehmen Töne, welche bei schwacher Ver stimmung empfangen werden.