CH203653A - Fester Brennstoff für Feuerzeuge. - Google Patents

Fester Brennstoff für Feuerzeuge.

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CH203653A
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Ferdinand Dr Ringer
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Ferdinand Dr Ringer
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    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L5/00Solid fuels
    • C10L5/40Solid fuels essentially based on materials of non-mineral origin
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
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    • Y02E50/30Fuel from waste, e.g. synthetic alcohol or diesel

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description


  Fester     Brennstoff    für Feuerzeuge.    Die Erfindung betrifft einen festen  Brennstoff für Feuerzeuge.     Metaldehyd-          formlinge    für diesen Zweck     sind    bekannt.  



  Es wurde beobachtet, dass man im Ver  gleich zu den     bekannten        Brennstoffen    die  ser Art einen bedeutenden Fortschritt er  zielt, wenn man die     Wärmeleitfähigkeit    der       Formlinge    herabsetzt. Der erfindungsgemässe  feste     Brennstoff    besteht zu diesem Zweck aus  einem     Formling,    der zu mehr als der Hälfte  seines Gewichtes aus ohne     Rauchentwicklung     und praktisch ohne Bildtrog von Schmelzen  und Rückständen verbrennenden, festen  organischen     Verbindungen    besteht und  schlecht wärmeleitende Zusätze enthält.

    Durch den Zusatz solcher schlecht wärme  leitender Stoffe     zum    eigentlichen Brennstoff,  z. B. Aldehyd, wird erreicht, dass die Wärme  energie des auftreffenden Funkens nicht     in     störendem Masse abgeleitet, sondern zur Er  hitzung der     Auftreffstelle    bis zur Ent  zündungstemperatur ausgenützt wird. Als  das     Wärmeleitungsvermögen    herabsetzende    Stoffe können die verschiedenen gut     ver-          brennlichen    Fasern, insbesondere     Textilfasern     von geringer     Wärmeleitfähigkeit,    zugesetzt  werden, ferner auch     (einst    vermahlenes und  gut getrocknetes Korkmehl.

   Der Herab  setzung der Wärmeleitfähigkeit dient auch  eine entsprechend poröse Struktur des     Form-          lings,    welcher zweckmässig nicht dichter ge  formt sein soll, als dies im Hinblick     auf    die  erwünschte Festigkeit unter Berücksich  tigung auch eines     eventuellen        Überzuges    er  forderlich wird.  



  Die beim Aufrauhen     entstehenden    kleinen       Partikelchen    der eigentlichen     Flammstoffe,     wie etwa des     Metaldehyds,    sollen aber auch       ztumindestens    grossenteils vor dem Hinabfal  len bewahrt, das heisst an der     Aufraubstelle     festgehalten werden. Die Fasern setzen nicht  nur die Wärmeleitfähigkeit herab, sondern  wirken gleichzeitig auch als Halteorgane für  diese aufgelockerten     Teilchen.     



  Vorzugsweise bestehen die Fasern aus  solchem organischen Material, wie etwa aus           Cellulose,    welches unerwünschte Verbren  nungsprodukte nicht oder nicht. in einem stö  renden Ausmasse ergibt; in minderen Ausfüh  rungsformen können     Cellulosederivate,    wie  etwa nitrierte     Cellulose,    verwendet werden.  



  Als besonders brauchbar hat sich     Cellu-          losekunstseide        erwiesen,        insbesondere    dann,  wenn sie als sehr feiner Flaum verwendet  wird. Dieser kann durch Zerschneiden und  Auflockerung der zerschnittenen Fäden mit  tels geeigneter Vorrichtungen,     ztun    Beispiel  mittels gegeneinander kreisender Bürsten er  halten werden, sofern man es nicht vorzieht,  nicht     verzwirnte    Einzelfäden als     :\-usgangs-          material    zu wählen, welche durch Weglas  sung entsprechender     Fabrikationsstufen    bei  der     Kunstseidenherstellung    erhalten werden  können.

   Die Länge der Fasern ist nicht von  entscheidender     Bedeutun-.    Längere Fasern  sind verschiedentlich vorteilhaft, doch wird  die Länge je nach dem gewählten     Ilerstel-          lungsverfahren    nicht soweit gehen, dass die  gleichmässige Verteilung in die     Mischung          Schwierigkeiten        begegnet.    In vielen Fällen  haben sich Fasern von bis 1 cm Länge  als zweckmässig erwiesen. Auch eine Verwen  dung sowohl von zunächst in die Mischung  einzuarbeitenden kurzen Fasern - etwa vor  dem Granulieren, falls ein solches vorgenom  men wird - als auch von später zuzusetzen  den     lä.ngern    Fasern kann häufig vorteilhaft  sein.  



  Es können bei manchen Ausführungsfor  men auch andere natürliche oder künstliche       Fasern    oder Fäden, als die vorzugsweise ver  wendeten     Kunstseidefasern,    verwendet oder       mitverwendet    werden, wie zum Beispiel  Baumwolle oder andere pflanzliche Fasern,  gut aufgelockerte     Wattefasern    oder dünn ge  spritzte künstliche Fäden, auch solche aus ge  eigneten Kunstharzen, wobei jedoch durch  steigende Verwendung von zufolge ihrer  chemischen Konstitution oder zu grosser  Stärke unter nachteiligen Erscheinungen, wie  etwa schlechten Geruch oder mit Rückstän  den verbrennenden Substanzen eine Ver  schlechterung des herzustellenden Brennstof-         fes    eintritt,

   die gegebenenfalls an die     Gren        /e     praktischer Brauchbarkeit führt.  



  Die eigentlich die Flamme unterhaltenden  Stoffe     (Flammstoffe)    werden vorzugsweise       der'llischunr;auch    in feinster Verteilung ein  verleiht. Als     Flammstoffe    werden vorzugs  weise die für Hartspiritus bekannten Alde  hyde, wie insbesondere     Metaldehyd    verwen  det. Dieser kann aber auch bei. manchen Aus  führungsformen durch andere Materialien zum  Teil ersetzt     werden,    und zwar um so mehr.

    je besser diese     Ersatzstoffe    an sich für diese  Zwecke geeignet sind, je besser sie also an       sich    rauch-,     geruch-    und     riickstandslos    ver  brennen, wie insbesondere verschiedene andere,  zweckmässig beim Erhitzen mit oder ohne  Zersetzung sublimierende organische Stoffe,       welche    ohne     Rauchentwiclzlung    schmelzen  und ohne     kohlige        Rückstände        verbrennen.    Bei  spielsweise ist in manchen Fällen     Polygly-          oxal,        Trioxymethylen,

          Hexamethylentetra-          min,    in geringen Mengen aber auch     beispiels-          w-eise    einige     Chinone    mit-verwendbar. Vor  gezogen wird aber     #Nletaldehy    d. Stoffe,     wel-          ehe    mit stark russender Flamme brennen,  wie     Naphtbalin    oder Kampfer, sind nicht  brauchbar.  



  Bei der vorzugsweisen Ausführungsform  der Erfindung sind die     Flammstoffe,    wie ins  besondere     141etaldehyd,    vorteilhaft zu mehr als  <B>70%,</B> bezogen auf das Gewicht des     Form-          lings,    z. B. Stabes, vorhanden.  



  Die günstigste     Fasermenge    hängt von der  Art derselben und von der eventuellen Mit  verwendung anderer, die Wärmeleitfähigkeit       herabsetzender    Stoffe     etc.    ab. Es werden vor  zugsweise nicht mehr Fasern verwendet, als  auch zur jeweils     gewünschten    Wirkung als       Teilchenhalteorgane    erforderlich sind und  vorzugsweise weniger als eine Fasermenge,  die zu einer störenden Anhäufung von     koh-          ligen        Rückständen    beim     Brennen    Anlass  geben könnte.

   Man kann     gewünschtenfalls     die Fasern mit     Ammoniumnitratlösung    im  prägnieren, trocknen und auflockern, um die  Bildung     kohliger    Rückstände weiter zu ver  ringern. Sauerstoffsalze von fixen Alkalien      verursachen ein Nachglühen der damit im  prägnierten Fasern.  



  Zweckmässig ist zumeist eine Fasermenge  unter 10 %, wie etwa 7 %.  



  Zweckmässig werden auch     Bindemittel          mitverwendet.    Das Bindemittel muss in Ab  hängigkeit von und im Zusammenwirken mit  der Art der     Formung    sowie auch dem even  tuellen     Überzug    dem herzustellenden Brenn  stoff die der mechanischen Beanspruchung  im Feuerzeug widerstehende Festigkeit     Vera     leihen.

   Das Vorhandensein wenigstens ge  ringer Mengen von Bindemitteln ist aber  auch zweckmässig, damit     zumindestens    auf  einen Teil der durch Aufrauhen freigelegten  Fasern staubförmige     Partikelchen        derFlamm-          stoffe    auch     vermittels    eines dünnen Binde  mittelfilmes haften, da solche ähnlich wie  die abgetrennten, von den Fasern des     Flau-          mes    nur mechanisch gehaltenen     Flammstoff-          partikelchen    die zuverlässige     Entflammung     begünstigen, abgesehen davon, dass damit  auch die Substanzverluste beim Aufrauhen  weiter vermindert werden.

   Die     verwendeten     Bindemittel sollen zweckmässig bei Raum  temperatur ziemlich spröd sein und damit das  spätere Aufrauhen bei Gebrauch unter Bil  dung feinster Panikelchen erleichtern.  



  Es hat sich     überraschenderweise    gezeigt,  dass eine auch geringere Entzündlichkeit orga  nischer     Bindemittel    im Hinblick auf deren  feinen     Verteilungszustand    die     Entflammung     der ganzen Masse in keiner Weise beeinträch  tigt. Demgemäss können auch die verschie  denartigsten organischen Bindemittel ver  wendet werden.

      Man     kann    die     Bindemittel        in    gelöster  Form     zusetzen,    man kann aber auch ohne  Lösungsmittel mit bei gewöhnlicher oder bei  höherer Temperatur unter     schwachem    Druck  abbindenden     Bindemitteln    den gewünschten  Zusammenhalt bewirken, wie     etwa    mit Stea  rin, Gelatine,     Gummiarabicum    bei gewöhn  licher Temperatur oder thermoplastischen  das     heisst    in der Wärme erweichenden und  klebenden Bindemitteln bei höherer Tempe  ratur.

      Bei wasserlöslichen Bindemitteln ist dar  auf zu achten, dass der Stab vor dem Auf  bringen eines     aus    nicht     wasserlöslichen    Stof  fen bestehenden Überzuges     gut        getrocknet     wird; auch werden zweckmässig nur solche  Bindemittel     verwendet,    welche unter den je  weils in Betracht kommenden klimatischen       Verhältnissen    nicht aus der Luft in stören  dem Ausmass     Feuchtigkeit    anziehen. Gute  Resultate wurden beispielsweise mit     Perlleim     erzielt.

   In manchen Fällen können aber  auch die bei     Tablettierungen    bekannten was  serlöslichen     Bindemitttel,    wie Gelatine oder       Gummiarabicum    oder wasserlösliche     Cellu-          loseverbindungen,    wie etwa     "Cellofas"    ver  wendet oder     mitverwendet    werden.

   Als Binde  mittel, die in organischen Lösungsmitteln lös  lich sind, kommt unter anderem in Betracht  beispielsweise nitrierte     Cellulose        resp.    Lösun  gen     hievon,    am besten mit     einem    schwächeren       Nitrierungsgrad,    wie für Lacke üblich. Man  kann aber auch beispielsweise     Acetylcellulose     verwenden oder Harze in alkoholischer Lö  sung, wie etwa Spirituslack.  



  Bei den vorzugsweisen Ausführungsfor  men ist der Gehalt an     Bindemitteln    weniger  als 7 %_ (die Trockensubstanz des Bindemit  tels bezogen auf die Masse des     Formlings).     Man kann auch über diese Menge hinaus  gehen, doch darf das Aufrauhen nicht er  schwert respektive die     Erzielung    von für die  Entzündung noch genügend dünner Fäden an  der     Aufrauhstelle    nicht verhindert werden.  Der Gehalt an     Bindemittel    ist stets     geringer     als 20 %.  



  In vielen Fällen ist es vorteilhaft, wenn  dem Brennstoff beim     Verbrennen    sauerstoff  abgebende Verbindungen, vorteilhaft organi  sche     Verbindungen,    wie etwa     Benzoylsuper-          oxyd,    welches unter anderem auch den  Geruch verbessert, zugesetzt werden, vor  zugsweise werden     etwa    3-6 %     Benzoylsuper-          ogyd    verwendet.  



  Bei einer vorzugsweisen     Ausführungsform     enthält der     erfindungsgemässe    Brennstoff  mehr als<B>80%</B>     Metaldehyd,    weniger als 10  Fasern, weniger als 5 %     Bindemittel,    etwa  <B>3-6%</B> einer organischen Sauerstoffverbin-           dung    und weist ein     spezifische    Gewicht klei  ner als 1 auf.  



  Man kann dein Brennstoff weitere Zu  sätze geben,     welcbe    die geschilderten Wir  kungen     verbessern    oder     erwiinschte    Neben  wirkungen hervorrufen. So kann in-,in vor  teilhaft den Geruch beim Verbrennen und       hach    dem Auslöschen der     Flamme    verbes  sernde Stoffe, wie     geeignete    künstliche kri  stallisierte Riechstoffe, ätherische Öle     etc.    in  geringen Mengen zusetzen     und/oder        ge-          wünschtenfalls    Zusätze, welche die Flammen  färbung     beeinflussen.    Wenn ätherische Öle  verwendet werden,

   so kann man     gewünsch-          lenfalls    auch geringe Mengen von das     äthe-          riscbe    01 fixierenden Stoffen, wie z. B. Öl  säure oder     Cellulosefettsäureverbindungen        etc.          mitverwenden,    um eine bessere Haltbarkeit       der-    Parfums bei langer Lagerung zu erzie  len. Als gut brauchbares ätherisches 01 hat  sich     Lavendelöl    erwiesen.

   Als kristallisier  ter künstlicher Riechstoff kann vorteilhaft       Borneol    oder das leichter sublimierende     Iso-          borneol,        gewünschtenfalls    aber auch künst  licher     Xylolmoschus,        Jara-Jara    und andere  künstliche Riechstoffe in geringer Menge       mitverwendet     erden,     vorzugsweise    solche,  welche zumindest teilweise sublimieren und  daher mit geringen Rückständen verbrennen.

    Wenn man gegebenenfalls     Balsame    und  wohlriechende Harze     mitverwendet,    so darf  dies nur in so geringen Mengen geschehen,  dass bei Gebrauch nicht das     Wiederentzün-          den    störende Schmelzen entstehen.  



  Als die Flammenfärbung beeinflussende  Zusätze können unter anderem Salze verwen  det werden, deren Kationen der Flamme eine  bekannt lebhafte Flammenfärbung verleihen.  wie z. B.     Natriumsalze    zum Gelbfärben,     Kal-          ziumsalz    zum     Rötliehfärben        etc.    Zum Bei  spiel hat ein     Zusatz    von 1 %     Kalziumstearat     eine Flammenfärbung bewirkt, welche häufig  als wünschenswert betrachtet wird.  



  Es ist vorteilhaft, dem gewöhnlich in       Stabform    ausgebildeten     Formling    zwecks  grösserer Festigkeit, Schutz vor äussern Ein  flüssen, insbesondere Feuchtigkeit, erhöhter  Lagerbeständigkeit und für verschiedene    andere Zwecke einen aus einer oder mehreren  Schichten bestehenden Überzug zu geben, bei  spielsweise aus     Kollodium.     



  Mit so hergestellten Stäben können vor  zügliche Resultate erzielt. werden. Der je  weilig erforderlich werdende Vorschub kann  leicht durch die verschiedenartigsten Brems  vorrichtungen geregelt werden, da keine  durch die Hitze der Flamme schmelzende  oder erweichende Bestandteile vorhanden  sind, welche diesen Vorgang erschweren  würden.  



  Man kann den     Brennstoff    bei geänder  ten Ausführungsformen, die aber weniger  vorteilhaft sind. auch in Form biegsamer  Dochte verwenden. Zu diesem Zwecke kann  er als biegsames Trägermaterial auch Fasern  oder Fäden noch grösserer oder durchgehen  der Länge     mitenthalten.     



  Man kann ihn des weiteren bei wieder  abgeänderten Ausführungsformen auch in  Form von dünnen Bändern oder Filmen ver  wenden, in angepassten Feuerzeugen mit ent  sprechenden Vorschub- oder     Mitnahmevor-          richtungen.     



  <I>Ausführungsbeispiele:</I>  1. Man verwendet 85     %Metaldehyd,        7, ('1'     feine     Kunstseidefasern,    3 %     Benzoylsul)er-          oxyd,    5 %     Kollodium    (Trockensubstanz).  



  Die     Kunstseidefasern    werden in Stücke  von     etwa    0,5-1 cm Länge geschnitten. Das       Fasernvolumen    entspricht in lose geschütte  tem Zustand ungefähr dem Volumen der übri  gen Stoffe. Das     Kollodium    wird in 6 %     iger          Acetonlösung    angewendet.  



       Metaldehyd    und     Benzoylsuperogyd    wer  den staubfein     zerkleinert    und gemischt und  mit der Kunstseide innig vermengt, dann die       Iiollodiumlösung    zugesetzt und innig ver  mengt, und zwar derart, dass die Fasern     dabei.     möglichst wenig     zusammengedrückt    und       agglomeriert    werden.  



  Die Masse wird danach auf einer glatten  Unterlage zu Platten verformt. Zweckmässig  geschieht dies unter leichtem Schlagen und  Klopfen der Masse. Die Platten werden nach  genügender Trocknung zu     Stäben    zerschnit-           ten    und die Stäbe nachgetrocknet. lach dem  Trocknen können die Stäbe zum Beispiel in  eine 6%ige     gollodiumlösung    getaucht wer  den, welche zweckmässig zur     Vermeidung     von     Verwechslungen    bei solchen Stäben auch  einen grellen Farbstoff enthalten kann, so       da.ss    derartige Stäbe eine charakteristische,  der Aufmerksamkeit nicht entgehende Farbe  aufweisen.

   Man kann     gewünschtenfalls    auch  den Stab durch die ganze Masse färben, wozu  sich beispielsweise     Zaponfarben    gut     eigner..     



  2. Wenn man die Flamme etwas färben  will, etwa rötlich durch ein     Ca-Salz        und7oder     wenn man den Stab     parfumieren    will,     urn     den insbesondere beim Auslöschen der  Flamme bemerkbaren Geruch des     Metalde-          hyds    zu decken, so kann man zum Beispiel  folgende Mischung verwenden:

   76 % Met  aldehyd, 6% feine     Kunstseidefasern,        6?lo'          Benzoylsuperoxyd,    1     %        Kalziumstearat,    3       Lavendelöl,    1 % Ölsäure,     67o        Kollodium     (Trockensubstanz), 1 %     Borneol.     



  Das     Lavendelöl    wird zweckmässig zu  nächst mit der Ölsäure vermengt und beide  dann der wie oben hergestellten Mischung  innig     eingerührt.     



  3. Bei der Mischung laut Ausführungs  beispiel 1 wurde an Stelle von     77o    feinen       Kunstseidefasern    nur 1 %     Kunstseidefasern     und 6 % feinstes getrocknetes Korkmehl ver  wendet.  



  Eine besonders feine Zerkleinerung des  Korkmehls     kann    auf trockenem Wege, wie  etwa     mittels    Kugelmühlen,     gegebenenfalls     aber auch in einer wässerigen     Suspension,          unter        Anwendung    von     Ilomogenisierungs-          düsen    und nachfolgender Trocknung erfol  gen. Man erhält hierbei     eine    besonders leicht  verformbare, hinsichtlich rückstandsfreier  Verbrennung     verschlechterte,    wenn auch noch  verwendbare     Ausführungsform    der Erfin  dung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Fester Brennstoff für Feuerzeuge, da durch gekennzeichnet, dass er aus einem Formling besteht, der zu mehr als der Hälfte seines Gewichtes aus ohne Rauchentwicklung und praktisch ohne Bildung von Schmelzen lind Rückständen verbrennenden festen orga nischen Verbindungen besteht und der schlecht wärmeleitende Zusätze enthält. UNTERANSPRüCHE: 1. Brennstoff nach.Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die rauch-, geruch- und rückstandslos verbrennenden organi schen Verbindungen, Aldehyde sind.
    Brennstoff nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die rauch-, geruch- und rückstands los verbrennende Verbindung Metalde- hyd ist. Brennstoff nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die rauch-, geruch- und rückstandslos verbrennenden Verbin dungen beim Erhitzen sublimierende organische Stoffe sind. Brennstoff nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die rauch-, geruch- und rückstandslos verbrennende organische Verbindung Polyglyoxal ist.
    Brennstoff nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die rauch-, geruch- und rückstandslos verbrennende organische Verbindung Trioxymethylen ist.
    Brennstoff nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die rauch-, geruch- und rückstandslos verbrennende organische Verbindung Hexamethylen- tetramin ist. Brennstoff nach dem Patentanspruch, ge kennzeichnet durch einen Zusatz von Stoffen, welche beim Aufrauhen als Teil chenhalteoxgane wirken. Brennstoff nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeich net, dass er Fasern enthält, welche die Wärmeleitfähigkeit herabsetzen und als Teilchenhalteorgane wirken.
    Brennstoff nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeich net, dass er Korkmehl als die Wärme leitfähigkeit herabsetzenden Zusatz und auch Fasern enthält. 10. Brennstoff nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass er zu mehr als der Hälfte aus Metaldehyd besteht und Fasern enthält. 11. Brennstoff nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 10, dadurch gekennzeich net, dass er als die Wärmeleitfähigkeit herabsetzenden Zusatz Fasern und Cellu- lose enthält.
    1\?. Brennstoff nach dem Patentanspruch und Unteransprüchen 10 und 11, dadurch ge kennzeichnet, dass die Cellulosefasern Kunstseidefasern sind. 13. Brennstoff nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 10, dadurch gekennzeich net, dass er mehr als<B>70%</B> Metaldehyd, weniger als 1070 feine Cellulosefasern und weniger als 7 % Bindemittel enthält und ein spezifisches Gewicht kleiner als 1 aufweist. 1.1. Brennstoff nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass er beim Ver- brennen sauerstoffabgebende Verbindun gen enthält.
    Brennstoff nach dem Patentansprueh und Unteranspruch 14, dadurch gekennzeich net, dass die sauerstoffabgebenden Ver bindungen aschefrei verbrennende Ver bindungen sind. Brennstoff nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 14, dadurch gekennzeich net, dass die sauerstoffabgebende Ver bindung von Benzoylsuperoayd gebil det wird. . Brennstoff nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Formling einen Überzug aufweist. <B>18.</B> Brennstoff nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 17, dadurch gekennzeich net, dass der Überzug des Formlings aus Kollodium besteht.
CH203653D 1936-10-07 1937-10-07 Fester Brennstoff für Feuerzeuge. CH203653A (de)

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