CH203941A - Verfahren und Vorrichtung zur Reduktion von Oxyden. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Reduktion von Oxyden.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung Zur Reduktion von Oxyden. Bis heute wurden Metalloxyde, wie zum Beispiel die Eisenerze, allgemein durch Koks im Hochofen reduziert und geschmolzen. In Schweden und Norwegen ist man dazu über gegangen,
die Schmelzwärme im Hochofen durch elektrische Energie zu erzeugen und dem Hochofen nur noch soviel Koks zuzufüh- ren als zur Reduktion des Eisenoxydes not wendig ist. Man erreicht dadurch eine Sen kung des Koksverbrauches auf -etwa die Hälfte.
Trotzdem sind aber Länder, welche Eisenerze, aber kein Kohlenlaxer besitzen, auf das Ausland angewiesen, was die Ver arbeitung der Eisenerze mehr oderweniger erschwert.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein Verfahren und eine Vorrichtung, durch welche der vorerwähnte Nachteil beseitigt wird.
Gemäss dem vorliegenden Verfahren zur Reduktion von Oxyden wird das zu reduzie rende Oxyd unter Zuführung von Wasser stoff in einem drehbaren, ringförmigen, ge schlossenen Gefäss auf diejenige Temperatur erhitzt, die für den Reduktionsvorgang am günstigsten ist, wobei sich der eingeführte Wasserstoff mit dem Sauerstoff des Oxydes unter Bildung von Wasserdampf verbindet, welcher abgeführt wird.
Eine zweckmässige Vorrichtung zur Aus übung des Verfahrens besteht aus einem ring förmigen, das zu reduzierende Oxyd enthal tenden, geschlossenen, drehbar gelagerten Ge fäss, in welches wenigstens eine durch die Welle geführte Leitung einmündet, durch welche der die Reduktion des Oxydes herbei führende Wasserstoff zugeführt wird.
Die beiliegende Zeichnung zeigt beispiels weise schematisch eine Ausführungsart der Vorrichtung.
Fig. 1 ist ein Schnitt senkrecht durch die Achse eines Reduktionsofens; Fig. 2 ist ein Schnitt durch das Gefäss senkrecht zur Drehachse; Fig. 3 zeigt ein Ventil in grösserem Massstab.
In den Fig. 1 und 2 bedeutet 1 das dreh bar gelagerte Gestell eines Transformators, 2 die auf die zwei Schenkel verteilte Primär- Die Sekundärwicklung wird durch ein ringförmiges Metallgehäuse 3 gebildet, das nach aussen durch wärmeisolierendes 1laterial 4 geschützt ist. Dieses ringförmige Gefäss 3 besitzt eine verschliessbare Öffnung 5, durch welche ein aus einem Metalloxyd be stehendes Erz, wie z. B. Eisenerz, eingebracht und wieder aus dem Gefäss 3 entfernt werden kann. Die rechte Seite der Drehachse des Gefässes ist mit einem Kanal 6 versehen, durch welchen von aussen Wasserstoff zuge führt wird. Die Gaszuführung erfolgt mit.
Hilfe eines Ringes 7, der mittelst eines federnden Zwischenstückes 8 auf die sich drehende Welle gepresst wird. Der Kanal 6 in der Welle ist mit. einer in das Gefäss 3 und zu drei Ventilen 10 führenden Rohr leitung 9 verbunden, die das Gas in das Innere des Gefässes 3 ausströmen lassen. Die drei Ventile 10 sind durch eine ringförmige Leitung 17 miteinander verbunden, in welche die Leitung 9 einmündet, nachdem sie im Gefäss 3 einen vollständigen Ring 18 be schrieben hat. In diesem Teil 18 der Zulei tung wird der Wasserstoff vor Einführung in die Erzmasse vorgewärmt.
Die Ventile 10 werden elektrisch betätigt und besitzen zwei Endstellungen. Wenn ein Strom durch den jedes Ventil steuernden Elektromagnet fliesst, wird der Ventilkörper 11 gehoben und der Innenraum 1.2 des Ven tils mit den Ausströmdüsen 13 steht mit der oben beschriebenen Gasleitung 17 in direkter Verbindung. Wird der Strom unterbrochen, so wird der Ventilkörper 11 durch eine im Elektromagnet befindliche und in der Zeich nung nicht dargestellte Feder niedergedrückt, bis er auf den Sitz 14 zu liegen kommt. wo durch die Gaszufuhr abgeschnitten wird.
Gleichzeitig öffnet der Ventilkörper 11 oben einen Durchgang 15, so dass die Gase im Ofen durch die Rohrleitung 16, welche mit dem Kanal 25 im linken Wellenende ver bunden ist, in den Kondensator 19 abfliessen kann. Die elektrische Betätigung erfolgt in der Weise, dass die Gaszufuhr geöffnet ist, wenn die Ventile von der Masse des zu redu- zierenden Erzes bedeckt sind, so da.ss das Gas diese durchdringt. Für jedes Ventil 10 wird die Gaszufuhr geschlossen und der Gasaus tritt geöffnet, sobald es infolge der Dreh bewegung aus der Erzmasse herausgetreten ist.
Die Austrittsdüsen 13 sind seitlich ange ordnet und trichterförmig ausgebildet, so dass der fortwährend in Bewegung befind liche Erzstaub nicht auf sie fallen kann, wodurch eventuell Verstopfungen eintreten könnten. Die Düsen 13 werden vorzugsweise in Flächen angeordnet, welche zur Drehebene des Gefässes 3 wenigstens annähernd parallel liegen.
Die Arbeitsweise dieser Vorrichtung ist folgende: Nachdem soviel Erz in den Behälter 3 ge bracht worden ist, dass dieser nicht ganz ge füllt ist, um ein gutes und fortwährendes Vermischen durch die Drehbewegung zu er reichen, wird die Primärwicklung 2 des Transformators 1 unter Spannung gesetzt und gleichzeitig der Ofen mit dem Transfor mator. zum Beispiel mittelst der Riemen scheibe 20. in langsame Drehung versetzt. Der magnetische Kraftfluss, der durch die mittlere Säule des Transformators hindurch fliesst, erzeugt im Gefäss 3 einen Kurzschluss- sIrom, der dieses Gefäss und damit auch das Erz erhitzt.
Hat die Temperatur einen be stimmten Wert erreicht, so wird dem Ofen von der rechten Seite her durch die Leitung 9 Wasserstoff zugeleitet. Von einer bestimm ten Temperatur an besitzt der Wasserstoff eine so grosse Affinität gegenüber dem Sauer stoff, dass er sich mit dem Sauerstoff des Erzes, z. B. des Eisenerzes, verbindet und zu Wasserdampf verbrennt, wobei das reine Metall, z. B. Eisen, zurückbleibt. Der ent stehende Wasserdampf sammelt sich im obern leeren Teil des Ofens an und wird durch die Ventile 10 und die Leitung 16 ab geführt.
Da der Wasserdampf stets mit Wasserstoff vermischt ist, lässt man diese Ab gase nicht ins Freie entweichen, sondern führt sie in einen Kondensator, wo durch Ab kühlung der Wasserdampf in Form von Was ser niedergeschlagen wird und von wo aus ,der zurückbleibende Wasseroff wieder in den Kreis eingeschaltet werden kann. Aus dem Kondensator 19 -wird das kondensierte Wasser durch eine Leitung 21 abgeführt und der zurückbleibende Wasserstoff durch die Leitung 22 zwecks Weiterverwendung abge leitet.
In Fig. 1 sind rechts die Schleifringe 23 angeordnet für die Stromzufuhr für den Transformator. Links befinden sich die Schleifringe 24 zur Steuerung der Ventile und zur Messung der Temperatur im Innern des Ofens vermittelst eines Thermoelementes. Die äussern Verschalungen des Ofens müs sen natürlich unterteilt und gegeneinander isoliert werden, um zu verhindern, dass in ihnen Kurzschlussströme entstehen können. Für die Beschreibung ist der Einfachheit halber ein Einphasenofen genommen worden.
Das Verfahren lässt sich natürlich ohne wei teres auch auf einen Mehrphasenofen an wenden.
Zum Vorwärmen des Wasserstoffes aus der Leitung 9 könnten natürlich auch die heissen Abgase benützt werden, indem nach dem Gegenstromprinzip die Zuleitung durch einen Teil der Ableitung geführt würde.
Es können mehr als drei Ventile 10 vor gesehen und diese könnten auch mechanisch gesteuert werden.
Es können für die Leitung 18 im Behäl ter 3 auch mehrere Windungen vorgesehen werden.
Die Primärwicklung 2 des Transforma tors könnte natürlich auch auf der mittleren Säule angeordnet werden, was aber den Nachteil bietet, dass die Wicklung zu stark erhitzt wird.
Es können natürlich nach dem vorliegen den Verfahren nicht nur Eisenoxyde behan delt werden, sondern ganz allgemeine Metall oxyde oder auch Oxyde von Nichtmetallen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Reduktion von Oxyden, dadurch gekennzeichnet, dass das zu reduzie rende Oxyd unter Zuführung von Wasser stoff in einem drehbaren, ringförmigen, ge- schlossenen Gefäss auf die günstigste Reduk- tionstemperatur erhitzt wird, wobei sich der eingeführte Wasserstoff mit dem Sauerstoff des Oxydes unter Bildung von Wasserdampf verbindet, welcher abgeführt wird. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das geschlos sene Metallgefäss durch einen in der Ge fässwand erzeugten Induktionsstrom auf die Reduktionstemperatur -erhitzt wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Oxyd während der Erhitzung im Gefäss selbst durch Rotation desselben fortwährend ge mischt -wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das rotierende Gefäss nur zum Teil mit Oxyd gefüllt wird, um ein fortwährendes Vermischen der Masse zu ermöglichen. 4.Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Wasserstoff in die Masse des Oxydes selbst eingeführt wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zugeführte Was serstoff vor seiner Einführung in die Oxydmasse vorgewärmt wird. 6.Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der im Gefäss bei der Reduktion entstehende Wasserdampf mit Wasserstoff vermischt aus dem Ge fäss in einen Kondensator abgeführt wird, aus welchem der noch vorhandene Was serstoff zwecks Weiterverwendung abge leitet wird.PATENTANSPRUCH II: Vorrichtung zur Ausübung des Verfah rens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch ein ringförmiges, das zu, reduzierende Oxyd enthaltendes geschlossenes, drehbar ge- lagertes Gefäss, in welches wenigstens eine durch die Welle geführte Leitung einmündet, durch welche der die Reduktion des Oxydes herbeiführende Wasserstoff zugeführt wird. UNTERANSPRtCHE: Vorrichtung nach Patentanspruch TI, da durch gekennzeichnet, dass das das Oxyd enthaltende Gefäss als Sekundärwicklung eines Transformators ausgebildet ist.Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeich net, dass die Primärwicklung auf die äussern Säulen des mit dem Gefäss dreh baren Transformators verteilt ist. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I und den Unteransprüchen 7 und 8, gekenn zeichnet durch im Innern des Gefässes angeordnete Ventile, welche mit den Zu führungsleitungen des Wasserstoffes und mit den Ableitungen für die bei der Reduktion entstehenden flüchtigen Pro dukte verbunden sind und derart ge steuert werden, dass die Wasserstoffzu führung stattfindet, während die Ventile von Erz umgeben sind, und die Ableitung. während sie sich im gaserfüllten Teil des Gefässes befinden. 10.Vorrichtung nach Patentanspruch 1I und den Unteransprüchen 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Aus- und Ein lassöffnungen der in das Gefässinnere hin einragenden Ventile in wenigstens an nähernd zur Drehebene des Gefässes parallelen Flächen angeordnet sind, so dass sie durch das im Gefäss bewegte Erz nicht verstopft werden können. 11. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I und den Unteransprtiehen 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet. dass die Aus- und Ein lassöffnungen der Ventile nach aussen trichterförmig ausgebildet sind. 1.2.Vorrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch eine im Gefäss ange ordnete Rohrleitung, durch welche der zugeführte Wasserstoff vor seiner Ein führung in das Erz vorgewärmt wird.
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1083840B (de) * | 1952-12-13 | 1960-06-23 | Friedrich Kocks Dr Ing | Vorrichtung zum Reduzieren von Eisenoxyden, vornehmlich von Eisenerzen unter hohem Druck, in einem rohr-foermigen, induktiv beheizten Behaelter |
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1937
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