CH204007A - Flussmittel und Verfahren zu seiner Herstellung. - Google Patents

Flussmittel und Verfahren zu seiner Herstellung.

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CH204007A
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Fischer Georg
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Fischer Georg
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K35/00Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting
    • B23K35/22Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting characterised by the composition or nature of the material
    • B23K35/36Selection of non-metallic compositions, e.g. coatings or fluxes; Selection of soldering or welding materials, conjoint with selection of non-metallic compositions, both selections being of interest
    • B23K35/3601Selection of non-metallic compositions, e.g. coatings or fluxes; Selection of soldering or welding materials, conjoint with selection of non-metallic compositions, both selections being of interest with inorganic compounds as principal constituents
    • B23K35/3603Halide salts

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Description


  Flussmittel und Verfahren zu seiner Herstellung.    Die Erfindung betrifft ein Flussmittel,  welches das Löten mit reinem Blei oder hoch  bleihaltigen Loten, insbesondere zinnfreien  oder zinnarmen Bleilegierungen, oder     anti-          monhaltigem    Hartblei, ermöglicht, sowie ein  Verfahren zu seiner Herstellung.  



  Es ist bereits bekannt, als Flussmittel  zum Weichlöten Chlorzink und Salmiak ent  haltende Lösungen zu verwenden. Derartige  Flussmittel sind aber zum Löten mit reinem  Blei oder hoch bleihaltigen Legierungen nicht  brauchbar. Auch die Verwendung zinnarmer  oder sogar zinnfreier Lote ist schon vorge  schlagen worden; die Lote müssen jedoch Zu  sätze anderer Metalle wie     Quecksilber,    Ba  rium, Natrium, Silber und dergl. aufweisen,  um mit ihnen löten zu     können.     



  Ein Löten mit reinem Blei galt bisher all  gemein als unmöglich. Bringt man nämlich  ein lediglich aus Blei bestehendes Lot auf  eine in üblicher Weise mit Lötwasser be  strichene Lötstelle, so bildet das Blei beim  Erweichen fast augenblicklich eine Kugel.    Es mag dahingestellt bleiben, ob es sich hier  mehr um die fast augenblickliche Bildung  einer Oxydationshaut auf dem Bleilot, also  um chemische Vorgänge, handelt, oder ob  diese Erscheinung auf Oberflächenspannung,  also auf physikalische Vorgänge, zurückzu  führen ist. Jedenfalls fliesst das reine     Bleilot     auch bei starkem Erhitzen nicht, vielmehr  tritt dann ein Verbrennen und Verschmoren  der Lötstelle ein.  



  Es wurde nun überraschenderweise ge  funden, dass dieser     Übelstand        gänzlich    verhin  dert und ein Löten mit reinem Blei oder hoch  bleihaltiger Legierungen ermöglicht werden  kann, wenn man ein Chlorzink und Salmiak  enthaltendes     Flussmittel    anwendet, das aus  einer Lösung von Chlorzink mit einem Ge  halt an Salmiak und Eisenchlorid besteht.  Dieses     Flussmittel    wird zweckmässig in der  Weise hergestellt, dass man in handelsübli  cher roher, also eisenhaltiger Salzsäure Zink   bis zur Sättigung auflöst und dieser Lösung       Salmiak    zusetzt.      Vorteilhaft soll dabei die Salmiakmenge  mindestens die Hälfte der Chlorzinkmenge  betragen, sie kann aber auch der Chlorzink  menge gleichkommen.

   Das neue Flussmittel  kann noch einen Gehalt an freier Salzsäure       aufweisen,    notwendig ist dies jedoch nicht.  



  Bei Anwendung des neuen Flussmittels er  gibt sich die Tatsache, dass sich das Bleilot  rasch und völlig gleichmässig an der Löt  <B>en</B>  stelle verteilt, so dass die Lötung mit der  selben Leichtigkeit wie mit dem bisherigen  Bleizinnlot durchführbar ist. Die neuen  Lötstellen zeigen ausserordentliche Festigkeit,  die mindestens der Festigkeit der üblichen,  mit normalen Bleizinnloten hergestellten Löt  stellen gleichkommt. aber die     Festigkeit    von  mit sogenanntem Sparlot hergestellten     Löturi-          gen    bei weitem übertrifft.

   Das     Fliessen    des  Bleilotes bei Anwendung     dieses    neuen Fluss  mittels ist so gut, dass beim     Aneinander-          löten        zweier    Bleche die Erwärmung der Löt  stelle von einer Seite mit dem Lötkolben  völlig ausreicht, um das Lot gänzlich zwi  schen den Blechen zu verteilen.  



  Als Beispiel für die Herstellung des neuen  Flussmittels sei folgendes gegeben:  In roher, handelsüblicher, eisenhaltiger  Salzsäure werden bei Zimmertemperatur  Zinkabfälle gelöst, bis das Lösevermögen der  Salzsäure     erschöpft    ist. Die     Flüssigkeit    wird  vom Ungelösten abgegossen. Auf 100 g dieses  Lötwassers setzt man etwa, 35-40 g Ammon  chlorid zu, die sich leicht darin auflösen.  Damit ist das neue Flussmittel fertig zum  Gebrauch.  



  Eine völlige     Sättigung    der Salzsäure mit  dem Zink ist nicht vonnöten; gegebenenfalls  kann man einen Teil der Acidität der Salz  säure durch Filtrieren des Lötwassers durch  Kreide abstumpfen.    Das neue Flussmittel ist beim Löten aller  Metalle, wie Eisen, Zink, Blei, Kupfer, Mes  sing und dergl., jedoch mit Ausnahme von  Aluminium mit bestem Erfolge verwendbar.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Flussmittel zum Löten mit reinem Blei oder hoch bleihaltigen Loten, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einer Lösung von Chlorzink mit einem Gehalt an Sal miak und Eisenchlorid besteht. II. Verfahren zum Herstellen des Flussmit tels nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet. dass man in roher, eisen haltiger Salzsäure Zink auflöst und die ser Lösung Salmiak zusetzt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Flussmittel nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Salmiak und Chlorzink in der Lösung im Verhältnis von 0,> : 1 bis 1 : 1 vorhanden sind. 2.
    Flussmittel nach Patentanspruch I, ge kennzeichnet durch einen Gehalt an freier Salzsäure. 3. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass man in roher, eisenhaltiger Salzsäure Zink bis zur Sät tigung auflöst und zii <B>100</B> g der so er haltenen Chlorzinklösung 35 bis 40 g Salmiak zusetzt. 4. Verfahren nach Patentanspriieh II, da durch gekennzeichnet, dass man in roher, eisenhaltiger Salzsäure Zink auflöst, als dann Salmiak hinzufügt und schliesslich die ganze Lösung über Kreide filtriert.
CH204007D 1937-01-13 1938-01-08 Flussmittel und Verfahren zu seiner Herstellung. CH204007A (de)

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