CH204041A - Aus Eisenblech bestehender Wärmeaustauscher für Kühlräume. - Google Patents
Aus Eisenblech bestehender Wärmeaustauscher für Kühlräume.Info
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F25—REFRIGERATION OR COOLING; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS; MANUFACTURE OR STORAGE OF ICE; LIQUEFACTION SOLIDIFICATION OF GASES
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Description
Aus Eisenblech bestehender Wärmeaustanscher für Kühlräume. Die Erfindung bezieht sieh auf einen aus Eisenblech bestehenden Wärmeaustau- scher für Kühlräume, insbesondere für den Kühlraum von Haushaltkühlsichränken-. Die Aussenfläche derartiger Wärmeaustauscher ist in hohem Masse dem zerstörenden <B>Ei</B> influss, der auf ihr ,
sich abscheidenden Luft feuchtigkeit ausgesetzt. Diese ruft besonders starke chemische und elektrolytische Wir- kungen hervor, weil die Kühlraumluft vom Kühlgut ,Salz- und Fruchtsäurenebel auf nimmt, die sich mit dem von der Aussenluft mitgeführten:
Wasserdampf auf den kalten Oberflächen niederschlagen. Es hat sich ge zeigt, dassi die in andern ähnlichen Anwen- dungsfällen als Schutz gegen die Feuchtig- keitseinflüsse unter Umständen sehr brauch baren Metallüberzüge bei .den erwähnten Wärmeaustauschern vollkommen versagen.
Dies ist dem Umstand zuzuschreiben, dass es praktisch nicht möglich ist, ausreichend dichte Schutzmetallüb.erzü,ge auf den der Kühlraumluft auszusetzenden E senoberflä- eben zu erzielen. Daher wurde bereits vorge schlagen, den Wärmeaustausch-er aus einem Eisenbleoh herzustellen,
.das mit einem gegen chemische Einflüsse beständigen Blech plat- tiert war.
Bei diesem Werkstoff bereitet aber .die Ausbildung der Verbindungsstellen be sondere .Schwierigkeiten. Überdies sind der- artige Baustoffe wesentlich teurer als das handelsübliche Eisenblech, das wegen seiner Beständigkeit -gegen die in Kältemaschinen gebräuchlichen Kältemittel ein zweckenIspre- chender Baustoff sein würde.
Aus diesen Gründen ist man dazu übergegangen, .die der Kühlraumluft aus- zusetzenden Oberflächen des aus Eisen be stehenden kälteerzeugenden Wärmeaustau- schers zu emaillieren.
Die Emailschicht besitzt vor den metallischen Oberflächen den Vor zug, dass sie leicht zu reinigen ist und mit den in der Regel ebenfalls emaillierten Kühl= raumwandungen eine gute Gesamtwirkung hervorbringt.
D,i ,jedoch die Ein@ailsehicht bei sehr hohen Temperaturen von etwa NO " ein gebrannt werden muss, bildet sieh an der innern Oberfläche d @Värmeaustauschers eine Oxydschicht, die mit dem Kältemittel unerwünschte Verbindungen eingeht.
und aus der feste Bestandteile beim Betriebe der Kältemaschine in den KäItemittelkreislauf gelangen und hier zu Störungen Anlass geben. Ausserdem können sieh die Wärmeausta.u- scher bei der Behandlung im Emaillierofen leicht verziehen. tTnz diesen Nachteil wenig stens einigermassen zii begegnen.
muss dabei der Wärmeaustauscher eine geeignete Form- gebung erhalten, die keineswegs zu den in wärme- und fertigungstechnischer Hinsicht günstigsten Bauformen führt.
Ein weiterer Nachteil der Emaillierung bestand darin, dass die Rohranschlüsse ebenso wie die Rand nähte nur nach dein Scliweissverfaliren und nicht auf dem einfacheren Wege der Hart- oder gar der Weichlötung hergestellt werden konnten. Gerade an .den Schweissstellen haftet aber der Emailüberzug nicht fest.
Hier ent stehen leicht Risse, die, wenn der Wä.rme- austauseher den Verdampfer bildet:. unter dem Einfluss der verhältnismässig schroffen, insbesondere beim Anlassen der Kälte maschine auftretenden Temperaturwechsel auch an den übrigen Teilen der Verdampfer oberfläehe auftreten. Die in diese Risse ein dringende Feuchtigkeit sprengt beim Gefrie ren Teile des Emailüberzuges heraus,
und die an .diesen Stellen freigelegte Metallwand fällt dann in kurzer Zeit der Zerstörung anheim.
Auf Grund dieser Erfahrung werden die im Kühlraum unterzubringenden Wä.rme- austauscher in der Regel vollständig aus sol chen Baustoffen, bei,spielsweiae aus Kupfer.
hergestellt, die der aussergewöhnlich starken Zersetzungswirkung der mit der Luftfeuch tigkeit an die Aussenflächen herangeführten Stoffe gegenüber entweder selbst beständig waren, oder mit einem dichten tberzug eines geeigneten Metaller versehen, beispielsweise verzinnt werden konnten.
Die Verwendung eines emaillierten Eisenverdampfers musste in;it, Rücksicht auf die ei@x#ähuten Scliwiei,ig- keiten trotz der kaum geringeren Gesamt- kosten als ein minderwertiger Ersatz an gesehen werden. trotzdem das Eisen gegen die üblichen Kältemittel hervorragend be- st:
indig ist und auch die für den \V ärrne- austausch erforderliche Wärnieleitfähi:gkeit aufweist.
Gerade mit Rücksicht auf die finit email lierten, aus Eisenbleefi bectehenden Wärine- @iusüiiisohern Beinachten Erfahrungen musste die weitere, an sich noch zur Verfügung stehende Möglichkeit, die der Kühlraumluft ausgesetzte Oberfläche mit einem Lacküber zug zu versehen. von vornherein aussichtslos erscheinen.
Denn wenn schon @mailüberzü,ge den auf dem genannten Anwendungsgebiet auftretenden Einflüssen gegenüber nicht ge nügten, so konnte man sich von einem Lack- überzug. der allgemein als minderwertigerer und weniger dauerhafter Ersatz angesehen wurde, erst recht keinen Erfolg versprechen. Im vorliegenden Falle schien diese Beurtei lung insofern besonders zutreffend zu sein.
als die bekannten Lacke Feuchtigkeit auf nehmen, die beim Gefrieren die bereits hei den Emailüberzügen Frost- beschädigungen in noch viel höherem Masse hervorrufen muss@te.
Ülxrrmchenderweise hat: sich ,jedoch ge zeigt, da.ss diese Bedenken nicht auf alle Ixa,ekarten zutreffen, sondern da.ss ein Ober flächenschutz geschaffen werden kann,
der den im Betriebe auftretenden vielseitigen Be- anspruchungen chemischer und mechanischer Art in jeder Hinsicht gewachsen ist und da durch überhaupt erst die Verwendung von aus Eisenblech bestehenden und mit geringen Kosten herstellbaren -#Värmeaustauschern im Kühlraum ermöglicht.
Dies wird erfin dungsgemäss dadurch erreicht, dass die der Einwirkung der Kühlraumluft aus gesetzte Aussenflä elie des -4Värmeau!sta.u- schers mit einem bei Temperaturen von etwa 1 & 0 bis 2,2f0 C ausgehärteten K.unst- ha.rzlack überzogen ist.
Durch die bei dem Härtevorgang anzuwendende hohe Tempera- 1.ur wird d :er Lack vollständig .geruchlos und ausserdem beständig gegen WaGs:eraufna@hme. Ein derartiger Lacküberzug bildet, wie sich gezeigt hat, besonders wenn er in mehrfachen nacheinander aufzubringenden Schichten auf getragen wird, :die je für sich ,bei :
der genann ten Temperatur gehärtet werden, einen voll kommen posen- und rissfreien Oberflächen schutz. Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ,des erfindungsgemässen Verfahrens wird die zu überziehende Aussenfläche des eisernen Wärmeaustauschers zunächst einer Phosphat behandlung unterworfen, das heisst in eine Phosphatlösung, die auch Metallsalze enthält,
eingetaucht (sogenanutes Bonderverfahren). Hiernach wird der Wärmeaustausches mit einer Kun.stharzl@aokschicht überzogen und in einen Ofen gebracht,
in dem eine Temperatur von<B>180'</B> biss 220' C herrscht. Bei dieser Temperatur wird das Kunstharz durch Kon densation und Polymerisation aus seinem ur- spränglich weichen:
und löslichen Zustand in einen harten und unlöslichen Zustand über- geführt, das heisst gehärtet. Der Härtegrad ist abhängig von der Zusammensetzung und, dem Miech@ungsverhältnis der zur Herstellung des Lackes verwendeten Kunstharze.
Es emp fiehlt sich, für die unmittelbar auf :die phos- phatisierte Eisenoberfläche aufzubringende Grundschicht (es können auch mehrere Grundschichten da sein) einen Kunstharzlack . zu verwenden, der noch nicht den höchsten beim Aushärten dieser Lacke erreichbaren Härtegrad ergibt.
Auf diese Grundschicht wird ein Kunstharzüberzug von solcher Zu- sammensetzung aufgetragen, dass er nachdem ebenfalls bei einer Temperatur von etwa <B>IN'</B> bis 2210' C sich vollziehende Härte- vorgang eine Decks:ohioht bildet, die härter ist als- die zuerst aufgetragene Grundschicht.
Mit Vorteil werden hierbei dunkle Lacke verwendet, die ,den beim Här ten der .Schichten auftretenden hohen Tempe raturen besonders gut widerstehen und beim Betriebe der Kälteanlage die ZVärmeeinstrah- lung begünstigen. Durch :
den auf die beschriebene Weise aufgebrachten Lacküberzug werden nie Eisen oberflächen wirksam ,gegen chemische Ein- wirkungen geschützt. Versuche haben ge- zeigt, @dassi in. der angegebenen: Weise be- haudelte Eisenbleche einer 3:
dastündigen Ein- wirkung von .Salznebeln und einer darauf- folgenden ebenso langen Einwirkung von Fruchtsäurenebel :ohne den geringsten, Schaden standgehalten haben.
Auch eine über acht Wachen :ausgedehnte Einwirkung von Wasser hat keine Anzeichen einer Korrosion ergeben. Ebenso günstig ist das Verhalten gegenüber .der Eisbildung an der Oberfläche und ge genüber den im. Kühlschrankbetrieb auftre tenden mechanischen Beanspruchungen.
Das Aussehen der mit den genannten Lacken überzogenen Oberflächen isst dem eines guten Emailüberzuges vollkommen ,gleichwertig. Die Oberflächen lassen sich mit heiss-am Soda wasser oder andern kräftigen Reinigungs- mitteln leicht säubern.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Aus Eisenblech bestehender Wärmeaus- tanrscher für Kühlräume, insbesondere für den Kühlraum von Haushaltkühlschränken, dadurch gekennzeichnet, dass die der Einwir- kung der Kühlraumluft ausgesetzte Aussen fläche Jes:selben mit einem bei Temperaturen von etwa 180 bis .220 C ausg ehärteten Kuustharzlack überzogen ist. UNTERANSPRUCH:1. Wärmeausstauscher nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunst- harzlack dunkel äst. PATENTANSPRUCH II:Verfahren zur Herstellung eines Wärme- austausschers nach Patentanspruch. I,dadurch gekennzeichnet, dass ein Lacküberzug verwen- det wird, der aus mindestens einer Grund- schicht und einer Deckschicht,die härter ist als die Grundschicht, besteht und dass die Schichten nacheinander aufgebracht und nach denn Aufbringen je für sich bei Temperaturen von :etwa <B>180'</B> bis 22,0' C ausgehärtet werden,. UNTERANSPRUCH:2. Verfahren nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass die zu über- ziehende Aussenfläche vor dem Lackauf- trag einer Phosphatbehaad.lunb unter- @vorfen wird.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE204041X | 1936-11-16 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| CH204041D CH204041A (de) | 1936-11-16 | 1937-11-13 | Aus Eisenblech bestehender Wärmeaustauscher für Kühlräume. |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2631577A3 (de) * | 2012-02-27 | 2015-08-12 | Liebherr-Hausgeräte Ochsenhausen GmbH | Kühl- und/oder Gefriergerät |
-
1937
- 1937-11-13 CH CH204041D patent/CH204041A/de unknown
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