CH204055A - Elektrische Sicherung mit einem Schmelzleiter aus Magnesium oder einer Magnesiumlegierung. - Google Patents

Elektrische Sicherung mit einem Schmelzleiter aus Magnesium oder einer Magnesiumlegierung.

Info

Publication number
CH204055A
CH204055A CH204055DA CH204055A CH 204055 A CH204055 A CH 204055A CH 204055D A CH204055D A CH 204055DA CH 204055 A CH204055 A CH 204055A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
magnesium
fuse
fuse according
fusible conductor
contact part
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Helmuth Dr Lenk
Gruenwald Eduard
Original Assignee
Helmuth Dr Lenk
Gruenwald Eduard
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Helmuth Dr Lenk, Gruenwald Eduard filed Critical Helmuth Dr Lenk
Publication of CH204055A publication Critical patent/CH204055A/de

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H85/00Protective devices in which the current flows through a part of fusible material and this current is interrupted by displacement of the fusible material when this current becomes excessive
    • H01H85/02Details
    • H01H85/04Fuses, i.e. expendable parts of the protective device, e.g. cartridges
    • H01H85/05Component parts thereof
    • H01H85/143Electrical contacts; Fastening fusible members to such contacts

Landscapes

  • Fuses (AREA)

Description


  Elektrische Sicherung mit einem Schmelzleiter aus Magnesium  oder einer     Magnesiumlegierung.       Es ist bekannt, elektrische Sicherungen  mit einem Schmelzleiter aus Magnesium oder  einer     Magnesiumlegierung    herzustellen. Der  artige Schmelzleiter haben den     Vorteil,    dass  im Falle ihres     Ansprechens    nichtleitende  Oxyde     entstehen,    die auf den Lichtbogen  löschend wirken. Es- war bisher nicht mög  lich, Schmelzsicherungen aus Magnesium  oder     Magnesiumlegierungen    herzustellen und  zu gebrauchen.

   Der Grund hierfür liegt  darin, dass bei der bisher angewendeten Art  der Verbindung zwischen Magnesium mit an  dern Metallen wie Kupfer, Messing, Silber  usw. .an den Kontaktstellen elektrolytische  Störungen auftreten, die sogenannten Kon  taktkorrosionen, die zu einer Zerstörung der  Kontaktstellen     führen.     



  Die Erfindung betrifft eine elektrische  Sicherung mit einem Schmelzleiter aus Mag  nesium oder einer     Magnesiumlegierung.    Ge  mäss der Erfindung steht der Schmelzleiter  mit einem Kontaktteil aus einem andern Me  tall als demjenigen des Schmelzleiters in  elektrischer Verbindung. Dabei sind die Kon-         taktflächen    zwischen den verschiedenen     Me-          iallen    derart ausgebildet, dass ein Zutritt von  Luft zwischen ihnen verhindert ist. Für den       Kontaktteil    kann zweckmässig ein Metall ge  wählt werden, das eine gute elektrische Leit  fähigkeit besitzt, wie z. B. Silber, Kupfer  oder Messing.  



  Auf der Zeichnung sind mehrere Aus  führungsbeispiele des Erfindungsgegenstan  des veranschaulicht,     teilweise    durch blosse  Darstellung des Schmelzleiters und des Kon  taktteils.  



       Fig.    1 zeigt in Ansicht und in teilwei  sem Schnitt das Ende eines Schmelzleiters  mit einem als kurzer Mantel ausgebildeten       Kontaktteil,          Fig.    2, 2a und 2b in Längsschnitt und       Querschnitt    zwei durch den     Kontaktteil    völ  lig ummantelte Schmelzleiter mit verschie  denen     Querschnittformen,

          -          Fig.    d einen an einzelnen Stellen mit       mantelartigen    Teilen versehenen Schmelz  leiter           Fig.    4     zeigt    einen Schmelzleiter mit einem       angeschweissten        Kontaktteil;          Fig.    5 zeigt einen Schmelzleiter mit einem  aus zwei Schichten verschiedenen Materials       bestehenden        Kontaktteil;          Fig.    6 zeigt den     Ansehluss    eines Kontakt  teils an den Schmelzleiter bei einer geschlos  senen Sicherung;

         Fig.    7 und 8 zeigen zwei weitere, für  offene Sicherungen geeignete Ausführungs  formen.  



  Bei der     Ausführungsform    nach     Fig.    1 ist  auf den Schmelzleiter 1 aus Magnesium der  durch einen     Mantel    ? aus Kupfer gebil  dete     Kontaktteil    durch Walzen aufgebracht.  Durch das Aufwalzen des Kupfermantels 2  auf den Schmelzleiter 1 sind diese beiden  Teile luftabschliessend aneinander geschlos  sen, so dass eine elektrolytische Zerstörung  zwischen beiden Teilen verhindert ist.  



  In     Fig.    ? ist ein     13lagnesiumschmelzleiter     1 dargestellt, welcher auf seiner ganzen  Länge mit einem Überzug 2, z. B. aus Sil  ber, versehen ist, der luftabschliessend an  dem Schmelzleiter anliegt.  



  Bei der     Ausführungsform    nach     Fig.    3 ist  der     Alagnesiumschmelzleiter    1 nur an den  Kontaktstellen, also an den Enden und in  der Mitte mit einem luftabschliessenden       Cberzug    2     bezw.    3, z. B. aus Kupfer, ver  sehen. Auf dem Überzug 3 in der Mitte des  Schmelzleiters 1 ist ein leichtschmelzendes  und legierungsfähiges Metall, z. B. eine Lot  perle 4, angebracht. Durch verschieden dicke  Mäntel 3 und durch die Perle 4 kann die  Trägheit der     Sicherging    verändert werden.  



  Bei der Ausführungsform nach     Fig.    4  ist der Kontaktteil 5 aus Kupfer durch Ver  schweissen mit dem Leiter 1 aus Magnesium  innig verbunden.  



       Fig.    5 zeigt eine Ausführungsform, bei  welcher die Kontakte ein     Zwiselienelement    6,  z. B. aus Magnesium, aufweisen, das mit  einem Überzug 7 aus elektrisch gutleitendem  Material, z. B. aus Kupfer oder Silber, ver  sehen ist, welches auf der Schicht 6 luft  abschliessend aufgetragen ist. Der Schmelz  leiter 1 ist an die Schicht 6 so angeschlossen,    dass er nicht mit dem     Mantel    7 aus Kupfer  oder Silber in Berührung kommt. Die     Ver-          bindun-    zwischen dem Leiter 1 und dem Teil  6 kann beispielsweise durch eine Schraubver  bindung lösbar, oder sie kann auch durch In  einanderwalzen fest sein.

   Da eine elektro  lytische     Zerstörung    dann auftritt, wenn Mag  nesium oder eine     1Nlübnesiumlegierung    mit  einem andern     Metall,    z. B. Kupfer oder Sil  ber des Teils 7 in loser Berührung steht, da  gegen nicht, wenn     Magnesium    mit Magne  sium oder einer     Magnesiumlegierung    in loser  Verbindung steht, können auch bei loser Ver  bindung der Teile 1 und     G    elektrolytische  Zerstörungen nicht     auftreten.     



       Fig.    6 zeigt den     Ansehluss    des Schmelz  leiters 1 an einen Kontaktteil bei einer ge  schlossenen     Sicherungspatrone.    Auf dem Pa  tronenkörper 9 sitzt der aus Magnesium oder  einer     Magnesiunllegierung    bestehende Kon  taktteil 8 des dreiteiligen,     Kappenform    auf  weisenden     Patronenkontaktes    fest. Zwischen       dieseln    Kontaktteil und dein ebenfalls aus       Dlagnesiuni    oder einer     Magnesiumlegierung          bestehenden        Kontaktteil    10 ist der Schmelz  leiter 1 aus Magnesium eingeklemmt.

   Auf  dieser äussern     Magnesiumkappe    sitzt luft  abschliessend eine Kappe 11 aus gutleitendem  Material, z. B. Kupfer oder einer Kupfer  legierung. Die Trennungsfuge zwischen den  Kappen 10 und 11 kann mit einem feuchtig  keitssicheren Kunstharz,     Farb-    oder Lack  anstrich 12 versehen     sein,    um das Auftreten  elektrolytischer Vorgänge an dieser Stelle zu  verhindern. Statt. der Anstriche kann man  auch ein     Metallspritzverfahren    anwenden.  



  Die     Fig.    7, 7a,     7b,    sowie 8, 8a und     8h     zeigen     iin    Längsschnitt, Draufsicht und       Querschnitt    Kontaktanschlüsse mit. Schmelz  leitern 1 aus Magnesium für offene Siche  rungen. Die mit den Schmelzleitern ver  bundenen     Kontaktstücke    weisen Zwischen  stücke 1.3 aus     Magnesium    und     Mäntel    14  aus Kupfer auf. Der Schmelzleiter 1 aus  Magnesium ist von den Zwischenstücken 13  aus Magnesium gehalten, an welchen unter       Luftabschluss    die Mäntel 14 aus Kupfer an  liegen.

   Mäntel 14, Zwischenstücke 13 und      das Ende der Schmelzstreifen 1 sind nach       Fig.    7 durch Niete oder Schrauben 15 auf  den Kontaktstücken 16 befestigt, an die die  Stromführungen angeschlossen sind. Wie       Fig.        7b    zeigt, sind die Bohrungen der Zwi  schenstücke 18, durch die die Schrauben oder  Niete 15 hindurchgeführt sind, so weit ge  halten, dass diese Schrauben 15 das Zwischen  stück 13 nicht berühren. Die Trennungs  fugen zwischen den Zwischenstücken 13 und  den Mänteln 14 können auch hier durch  einen feuchtigkeitssicheren     Farb-    oder Lack  anstrich 12 oder dergleichen geschützt sein.  



  Die     Fig.    8, 8a und     8b    zeigen eine etwas       abgeänderte        Kontaktanordnung    an den  Schmelzstreifen 1 mit einer     festen    Verbin  dung der Metallteile 13 und 14     resp.    16,  z. B. durch Schweissen oder Löten.  



  Die innere, dem Schmelzleiter anhaftende  Schicht kann auch zum Beispiel aus Alu  minium, Zink,     Kadmium,    Eisen usw. be  stehen, wobei alle Berührungsstellen zwi  schen der Schicht und. den     Kontaktteilen     einerseits und der Schicht und dem Schmelz  leiter anderseits luftabschliessend ausgebil  det sein müssen. Auf diese Weise ist es  möglich, die Gefahr der     Korrosion    am Ende  der Schmelzleiter zu     vermindern,    da die elek  trolytischen Spannungsabfälle, die beispiels  weise zwischen Magnesium und Kupfer oder  Silber sehr hoch sind, durch die Zwischen  schicht, z. B. aus Aluminium, nennenswert  unterteilt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrische- Sicherung mit einem Schmelz leiter aus Magnesium oder einer Magnesium legierung, dadurch gekennzeichnet, dass der Schmelzleiter mit einem Kontaktteil aus einem andern Metall als demjenigen des Schmelzleiters in elektrischer Verbindung steht, und dass die Kontaktflächen zwischen den verschiedenen Metallen derart ausgebil det sind, dass ein Zutritt von Luft zwischen ihnen verhindert ist. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Sicherung nach. Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktteil eine den Schmelzleiter wenigstens auf einem Teil seiner Länge umgebender Mantel ist. 2.
    Sicherung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktteil eine innere, dem Schmelzleiter anhaftende und eine- äussere Schicht aufweist. 3. Sicherung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die innere Schicht aus Aluminium besteht. 4. Sicherung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die innere Schicht aus Zink besteht. 5. Sicherung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die innere Schicht aus Kadmium besteht. 6.
    Sicherung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die innere Schicht aus Eisen besteht. 7. Sicherung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schmelzleiter auf seiner ganzen Länge von dem Kon taktteil umgeben ist. B. Sicherung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Enden und die Mitte des Schmelzleiters mit einem Mantel versehen sind. 9. Sicherung nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass auf dem mitt leren Mantel eine Lotperle angebracht ist.
    10. Sicherung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schmelzleiter mit einem Zwischenelement aus Magne sium verbunden ist, das mit einem Über zug aus einem andern Metall versehen ist. 11. Sicherung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kappenform aufweisende Kontaktteil dreiteilig aus gebildet ist, wobei der Schmelzleiter zwi- schen zwei Kappen aus Magnesium ein geklemmt ist und die dritte, aus einem andern Metall bestehende Kappe, luft abschliessend auf der äussern Magnesium kappe sitzt.
CH204055D 1937-01-19 1937-01-19 Elektrische Sicherung mit einem Schmelzleiter aus Magnesium oder einer Magnesiumlegierung. CH204055A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH204055T 1937-01-19

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH204055A true CH204055A (de) 1939-04-15

Family

ID=4443975

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH204055D CH204055A (de) 1937-01-19 1937-01-19 Elektrische Sicherung mit einem Schmelzleiter aus Magnesium oder einer Magnesiumlegierung.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH204055A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102014208226B4 (de) Kontaktelement, Schaltungsanordnung mit einem solchen Kontaktelement und Kupferband zur Herstellung einer Vielzahl von Kontaktelementen
DE2947185A1 (de) Gesicherte elektrolyt-kondensatoranordnung
DE3513833C2 (de)
EP3224909A1 (de) Elektrisches kontaktelement, einpressstift, buchse und leadframe
DE102010063832B4 (de) Leiterbahnsicherung, Leiterplatte und Betriebsschaltung für Leuchtmittel mit der Leiterbahnsicherung
DE102008036672B3 (de) Elektrische Schmelzsicherung
CH204055A (de) Elektrische Sicherung mit einem Schmelzleiter aus Magnesium oder einer Magnesiumlegierung.
AT158936B (de) Elektrische Sicherung mit einem Schmelzleiter aus Magnesium oder einer Magnesiumlegierung.
DE667089C (de) Schmelzleiter aus Magnesium fuer offene und geschlossene Sicherungen
DE675551C (de) Elektrische Schmelzsicherung mit einem Schmelzleiter aus Magnesium o. dgl.
EP0119458A2 (de) Elektrisches Zündmittel
AT515446B1 (de) Strukturierung der Lötstoppmaske von Leiterplatten zur Verbesserung der Lötergebnisse
EP2092811B1 (de) Drahtbeschriebene leiterplatte
DE876724C (de) Schmelzleiter fuer traege Sicherungen
WO2021032455A1 (de) Smd-lötbares bauelement und verfahren zum herstellen eines smd-lötbaren bauelements
US2173200A (en) Magnesium lead
DE29912535U1 (de) Female elektrische Sicherung
EP0881655B1 (de) Stromzuführungsleiter für eine Leuchtmittellampe
DE102020124107A1 (de) Erdungsverbinder
EP3149756B1 (de) Schutzschalter mit verbesserter befestigung einer stromschiene
DE1011971B (de) Elektrische Schmelzsicherung
DE353215C (de) Aluminiumleiter mit zeitweise freiliegenden Anschlusskontakten
DE739226C (de) Koronasicherer Silberschmelzleiter fuer Hochspannungssicherungen
DE760308C (de) Traege Schmelzsicherung
DE148712C (de)