Elektrische Sicherung mit einem Schmelzleiter aus Magnesium oder einer Magnesiumlegierung. Es ist bekannt, elektrische Sicherungen mit einem Schmelzleiter aus Magnesium oder einer Magnesiumlegierung herzustellen. Der artige Schmelzleiter haben den Vorteil, dass im Falle ihres Ansprechens nichtleitende Oxyde entstehen, die auf den Lichtbogen löschend wirken. Es- war bisher nicht mög lich, Schmelzsicherungen aus Magnesium oder Magnesiumlegierungen herzustellen und zu gebrauchen.
Der Grund hierfür liegt darin, dass bei der bisher angewendeten Art der Verbindung zwischen Magnesium mit an dern Metallen wie Kupfer, Messing, Silber usw. .an den Kontaktstellen elektrolytische Störungen auftreten, die sogenannten Kon taktkorrosionen, die zu einer Zerstörung der Kontaktstellen führen.
Die Erfindung betrifft eine elektrische Sicherung mit einem Schmelzleiter aus Mag nesium oder einer Magnesiumlegierung. Ge mäss der Erfindung steht der Schmelzleiter mit einem Kontaktteil aus einem andern Me tall als demjenigen des Schmelzleiters in elektrischer Verbindung. Dabei sind die Kon- taktflächen zwischen den verschiedenen Me- iallen derart ausgebildet, dass ein Zutritt von Luft zwischen ihnen verhindert ist. Für den Kontaktteil kann zweckmässig ein Metall ge wählt werden, das eine gute elektrische Leit fähigkeit besitzt, wie z. B. Silber, Kupfer oder Messing.
Auf der Zeichnung sind mehrere Aus führungsbeispiele des Erfindungsgegenstan des veranschaulicht, teilweise durch blosse Darstellung des Schmelzleiters und des Kon taktteils.
Fig. 1 zeigt in Ansicht und in teilwei sem Schnitt das Ende eines Schmelzleiters mit einem als kurzer Mantel ausgebildeten Kontaktteil, Fig. 2, 2a und 2b in Längsschnitt und Querschnitt zwei durch den Kontaktteil völ lig ummantelte Schmelzleiter mit verschie denen Querschnittformen,
- Fig. d einen an einzelnen Stellen mit mantelartigen Teilen versehenen Schmelz leiter Fig. 4 zeigt einen Schmelzleiter mit einem angeschweissten Kontaktteil; Fig. 5 zeigt einen Schmelzleiter mit einem aus zwei Schichten verschiedenen Materials bestehenden Kontaktteil; Fig. 6 zeigt den Ansehluss eines Kontakt teils an den Schmelzleiter bei einer geschlos senen Sicherung;
Fig. 7 und 8 zeigen zwei weitere, für offene Sicherungen geeignete Ausführungs formen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 ist auf den Schmelzleiter 1 aus Magnesium der durch einen Mantel ? aus Kupfer gebil dete Kontaktteil durch Walzen aufgebracht. Durch das Aufwalzen des Kupfermantels 2 auf den Schmelzleiter 1 sind diese beiden Teile luftabschliessend aneinander geschlos sen, so dass eine elektrolytische Zerstörung zwischen beiden Teilen verhindert ist.
In Fig. ? ist ein 13lagnesiumschmelzleiter 1 dargestellt, welcher auf seiner ganzen Länge mit einem Überzug 2, z. B. aus Sil ber, versehen ist, der luftabschliessend an dem Schmelzleiter anliegt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist der Alagnesiumschmelzleiter 1 nur an den Kontaktstellen, also an den Enden und in der Mitte mit einem luftabschliessenden Cberzug 2 bezw. 3, z. B. aus Kupfer, ver sehen. Auf dem Überzug 3 in der Mitte des Schmelzleiters 1 ist ein leichtschmelzendes und legierungsfähiges Metall, z. B. eine Lot perle 4, angebracht. Durch verschieden dicke Mäntel 3 und durch die Perle 4 kann die Trägheit der Sicherging verändert werden.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 ist der Kontaktteil 5 aus Kupfer durch Ver schweissen mit dem Leiter 1 aus Magnesium innig verbunden.
Fig. 5 zeigt eine Ausführungsform, bei welcher die Kontakte ein Zwiselienelement 6, z. B. aus Magnesium, aufweisen, das mit einem Überzug 7 aus elektrisch gutleitendem Material, z. B. aus Kupfer oder Silber, ver sehen ist, welches auf der Schicht 6 luft abschliessend aufgetragen ist. Der Schmelz leiter 1 ist an die Schicht 6 so angeschlossen, dass er nicht mit dem Mantel 7 aus Kupfer oder Silber in Berührung kommt. Die Ver- bindun- zwischen dem Leiter 1 und dem Teil 6 kann beispielsweise durch eine Schraubver bindung lösbar, oder sie kann auch durch In einanderwalzen fest sein.
Da eine elektro lytische Zerstörung dann auftritt, wenn Mag nesium oder eine 1Nlübnesiumlegierung mit einem andern Metall, z. B. Kupfer oder Sil ber des Teils 7 in loser Berührung steht, da gegen nicht, wenn Magnesium mit Magne sium oder einer Magnesiumlegierung in loser Verbindung steht, können auch bei loser Ver bindung der Teile 1 und G elektrolytische Zerstörungen nicht auftreten.
Fig. 6 zeigt den Ansehluss des Schmelz leiters 1 an einen Kontaktteil bei einer ge schlossenen Sicherungspatrone. Auf dem Pa tronenkörper 9 sitzt der aus Magnesium oder einer Magnesiunllegierung bestehende Kon taktteil 8 des dreiteiligen, Kappenform auf weisenden Patronenkontaktes fest. Zwischen dieseln Kontaktteil und dein ebenfalls aus Dlagnesiuni oder einer Magnesiumlegierung bestehenden Kontaktteil 10 ist der Schmelz leiter 1 aus Magnesium eingeklemmt.
Auf dieser äussern Magnesiumkappe sitzt luft abschliessend eine Kappe 11 aus gutleitendem Material, z. B. Kupfer oder einer Kupfer legierung. Die Trennungsfuge zwischen den Kappen 10 und 11 kann mit einem feuchtig keitssicheren Kunstharz, Farb- oder Lack anstrich 12 versehen sein, um das Auftreten elektrolytischer Vorgänge an dieser Stelle zu verhindern. Statt. der Anstriche kann man auch ein Metallspritzverfahren anwenden.
Die Fig. 7, 7a, 7b, sowie 8, 8a und 8h zeigen iin Längsschnitt, Draufsicht und Querschnitt Kontaktanschlüsse mit. Schmelz leitern 1 aus Magnesium für offene Siche rungen. Die mit den Schmelzleitern ver bundenen Kontaktstücke weisen Zwischen stücke 1.3 aus Magnesium und Mäntel 14 aus Kupfer auf. Der Schmelzleiter 1 aus Magnesium ist von den Zwischenstücken 13 aus Magnesium gehalten, an welchen unter Luftabschluss die Mäntel 14 aus Kupfer an liegen.
Mäntel 14, Zwischenstücke 13 und das Ende der Schmelzstreifen 1 sind nach Fig. 7 durch Niete oder Schrauben 15 auf den Kontaktstücken 16 befestigt, an die die Stromführungen angeschlossen sind. Wie Fig. 7b zeigt, sind die Bohrungen der Zwi schenstücke 18, durch die die Schrauben oder Niete 15 hindurchgeführt sind, so weit ge halten, dass diese Schrauben 15 das Zwischen stück 13 nicht berühren. Die Trennungs fugen zwischen den Zwischenstücken 13 und den Mänteln 14 können auch hier durch einen feuchtigkeitssicheren Farb- oder Lack anstrich 12 oder dergleichen geschützt sein.
Die Fig. 8, 8a und 8b zeigen eine etwas abgeänderte Kontaktanordnung an den Schmelzstreifen 1 mit einer festen Verbin dung der Metallteile 13 und 14 resp. 16, z. B. durch Schweissen oder Löten.
Die innere, dem Schmelzleiter anhaftende Schicht kann auch zum Beispiel aus Alu minium, Zink, Kadmium, Eisen usw. be stehen, wobei alle Berührungsstellen zwi schen der Schicht und. den Kontaktteilen einerseits und der Schicht und dem Schmelz leiter anderseits luftabschliessend ausgebil det sein müssen. Auf diese Weise ist es möglich, die Gefahr der Korrosion am Ende der Schmelzleiter zu vermindern, da die elek trolytischen Spannungsabfälle, die beispiels weise zwischen Magnesium und Kupfer oder Silber sehr hoch sind, durch die Zwischen schicht, z. B. aus Aluminium, nennenswert unterteilt werden.