<B>Zusatzpatent</B> zum Hauptpatent Nr. 199763. Wäschestück mit Ärmel. Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verbesserung des den Gegenstand des Haupt patentes bildenden Wäschestückes mit Ärmel.
Die in der Hauptpatentschrift beschrie bene und dargestellte Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes weist den Nachteil auf, dass die Seitenränder sowohl der an der Manschette vorhandenen Falten, als auch des in die Manschette eingenähten Ärmelteils so wohl im kürzeren als auch im längeren Zu stande der Manschette offen liegen und daher sichtbar sind. Das wirkt in beiden Fällen unschön und hat überdies den Nachteil, dass bei verlängerter Manschette, sofern die ausge zogenen Seitenränder nicht nachträglich zu sammengenäht werden, Fremdkörper zwi schen die beiden Stofflagen der Manschette eintreten können.
Diese Übelstände sind durch die vorlie gende Erfindung dadurch beseitigt, dass die durch die innere und durch die äussere Lage der Manschette gebildeten Stoffalten an den Seitenrändern der Manschette ohne Unter bruch ineinander übergehen und die Seiten- ränder der zwischen der Hilfsnaht und dem innern, das heisst hintern Manschettenrande liegenden Teile der beiden die Manschette bildenden Stofflagen überdecken. Dabei sind die genannten Seitenränder zusammengenäht und verdecken das in der Manschette befind liche Ende des Ärmels.
Also sind weder im kürzeren noch im längeren Zustande der Man schette :die Seitenränder ihrer einzelnen Lagen und die zwischen diesen befindlichen Hohl räume sichtbar und zugänglich. Die Man schette bietet so in beiden Fällen das Aus sehen einer gewöhnlichen Manschette.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes in ver schiedenen Stufen -der Faltung der Man schette beziehungsweise bei verschiedener Armellänge dargestellt.
Die Fig. 1 und 2 zeigen in Seitenansicht bezw. Querschnitt (in der Längsrichtung des Ärmels) die Manschette mit der ersten Falte ihres Anschlussendes; Fig. 3 und 4, 5 und 6 sind ähnliche An sichten bezw. Schnitte in. den zwei nächst- folgenden Faltungsst.ufen der Manschette.
wobei die Schnittfiguren 4 und 6 in grösseren Massstab gehalten sind als die Ansichtsfiglz- ren 3 und 5; Fig. 7 zeigt die Manschette im Quer schnitt in dem Zustande der Faltung, in dem der Ärmel eingeführt wird; Fig. 8 und 9 zeigen in perspektivischer Darstellung bezw. im Querschnitt die an den Ärmel angenähte Manschette bei anfänglicher Ärmellänge; Fig. 10 und 11 zeigen entsprechende Dar stellungen bei verlängertem Ärmel.
In den Fig. 8 und 10 ist die äussere Ecke der Manschette herausgebogen dargestellt, um darunter liegende Teile sichtbar zu machen.
In allen oben erwähnten Schnittfiguren sind die Stoffteile der Manschette der grösse ren Deutlichkeit wegen übertrieben dicli: dar gestellt.
Die am Ärmel a anzubringende Man schette b besteht aus den zwei Stofflagen c, d und einem zwischen denselben an die Stoff lage c angenähten Versteifungsfutter e, wo bei die Lagen c und d am freien Nanschet- tenende und an den Seitenrändern der Man schette bis an den hintern Längsrand hin durch eine Naht Z miteinander verbunden sind, so dass die Manschette eine Tasche bil det. In den nachfolgenden Figuren ist das Futter e der besseren V'bersichtlichkeit wegen nicht mehr dargestellt.
Am innern (hintern) Rande werden zu nächst beide Stofflagen c und d zusammen mit dem Futter e in der aus Fig. 2 ersicht lichen Weise einwärts gegeneinander ein Stück weit umgelegt. Dieses einwä.rtsumgefal- tete Stück (Falte f) wird auf ungefähr hal ber Höhe (oder näher dem äussern Rande) ringsum durch eine Hilfsnaht \?, die zum Bei spiel eine Zicli:zacknaht oder andere leichte Ziernaht sein kann, mit der äussern Lage c bezw. d verbunden.
Hierauf wird die Falte f und diese Naht 2 nach aussen gewendet (siehe Pfeil in Fig. 2), wobei der freie Rand g der Manschette nach aussen gekehrt wird (Fig. 3 und 4). Hernach schlägt man den freien Rand g in einer schmalen Falte lr. nach innen um und näht die Manschette b zwischen der Falte f und dem vordern Rande durch eine Naht 3 ab (Fig. 5 und 6). Hierauf wird der Ärmel a eingesetzt und mit der Manschette b dem umgeschlagenen Rand h, entlang durch eine Naht 4 verbunden (Fig. 7).
Dabei sind dann die Seitenränder des in die Manschette reichenden Ärmelstückes durch die zusam mengenähten Stossränder der Manschetten falten h. verdeckt. Schliesslich legt man die vorn liegende Falte f an der Zickzaaknaht \? gegen den Ärmel a zu herum (Fig. 9), steppt die Manschette durch eine Naht 5 in üblicher Weise ab und faltet sie zur Doppelman schette. -Man erhält so die durch Fig. 8 dar gestellte Form.
In dieser sind die zusammen genähten Seitenränder der verschiedenen La gen der Manschette nicht sichtbar, sondern durch die ohne L nterbruch von der Aussen auf die Innenseite der Manschette über gehende, gegen den Ärmel niedergelegte Falte f überdeckt., Die Manschette bietet also das Aussehen einer gewöhnlichen Man schette.
Wird eine Verlängerung des Ärmels ge wünscht, so trennt man die Hilfsnaht 2 auf und zieht die Manschette b in der aus Fig. l0 und 11 ersichtlichen Weise aus, wodurch sie ntn die doppelte Breite der Falte f länger wird. Ihre Seitenränder bleiben, wie Fig. 1.0 zeigt, nach wie vor geschlossen und die gegen seitige Lage der äussern und innern Knopf löcher der Manschette bleibt sich gleich. Die Manschette behält also nach dem Ausziehen ihr normales Aussehen bei.
Der für die Ver längerung erforderliche Stoffverbrauch ',st sehr gering und das Verlängern lä.sst sich, da dafür nur das Lösen einer einzigen leichten Hilfsnaht erforderlich ist, sehr einfach und leicht bewerkstelligen. Auch die Verbindung des Ärmels mit der Manschette ist sehr ein faeh und der Ärmel selbst wird für die Ver längerung nicht beansprucht.
Ein Ärmel mit Manschette der beschrie benen Art lässt sich nicht nur an Hemden, sondern auch an andern Kleidungsstucken verwenden.