CH204246A - Verfahren zur Herstellung von Zellulose aus Bastfaserschäben. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Zellulose aus Bastfaserschäben.

Info

Publication number
CH204246A
CH204246A CH204246DA CH204246A CH 204246 A CH204246 A CH 204246A CH 204246D A CH204246D A CH 204246DA CH 204246 A CH204246 A CH 204246A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
naoh
treatment
treated
hydroxide solution
cellulose
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Porrino Biagio
Ido Dr Mutti
Fazzioli Ilario
Original Assignee
Porrino Biagio
Ido Dr Mutti
Fazzioli Ilario
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Porrino Biagio, Ido Dr Mutti, Fazzioli Ilario filed Critical Porrino Biagio
Publication of CH204246A publication Critical patent/CH204246A/de

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C5/00Other processes for obtaining cellulose, e.g. cooking cotton linters ; Processes characterised by the choice of cellulose-containing starting materials
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C3/00Pulping cellulose-containing materials
    • D21C3/02Pulping cellulose-containing materials with inorganic bases or alkaline reacting compounds, e.g. sulfate processes
    • D21C3/022Pulping cellulose-containing materials with inorganic bases or alkaline reacting compounds, e.g. sulfate processes in presence of S-containing compounds
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C9/00After-treatment of cellulose pulp, e.g. of wood pulp, or cotton linters ; Treatment of dilute or dewatered pulp or process improvement taking place after obtaining the raw cellulosic material and not provided for elsewhere
    • D21C9/10Bleaching ; Apparatus therefor
    • D21C9/12Bleaching ; Apparatus therefor with halogens or halogen-containing compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von Zellulose aus     Bastfasersehäben.       Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,  die     Schäben    von Bastfasern, insbesondere  des Hanfes und des Flachses, die heutzutage  entweder verbrannt oder auf den Feldern  liegen gelassen werden, einer industriellen  Verwertung     zuzuführen.    Gemäss der Erfin  dung wird aus den     Bastfaserscbäben    durch  Behandlung mit     Na2S    enthaltender Natron  lauge eine Edelzellulose hergestellt, welche  besonders zur Herstellung von Textilkunst  fasern, Explosivstoffen und Verbandwatte  geeignet ist.  



  Insbesondere die aus der     Bastfaserschäben-          zellulose    hergestellten Textilkunstfasern wei  sen gegenüber der üblichen Kunstseide den  Vorteil auf, wärmer und elastischer zu sein  und hinsichtlich des Aussehens und anderer  Eigenschaften mehr als jene den natürlichen  Textilfasern zu ähneln, woraus sich eine er  hebliche Erweiterung der Anwendungsmög  lichkeit von Kunstfasern in der Textiltechnik  ergibt.

      Ein besonders einfaches Verfahren zur  Herstellung von Zellulose aus     Bastfaser-          schäben    gemäss der Erfindung geht in folgen  der Weise vor sich  Die zerkleinerten     Schäben    werden in  einem     Autoklaven    bei etwa 140 bis 1460 C  und einem Druck von etwa 5 bis 6     at    mit  Natronlauge behandelt, die aus einer voran  gegangenen Behandlung wiedergewonnen sein  kann und in diesem Falle mit frischer Na  tronlauge soweit angereichert worden ist,  dass sie bei Beginn der     Kochung    einen Ge  halt von etwa 2 bis 2,5  /o     NaOH    besitzt.       DieBehandlungsdauer    beträgt etwa 5 Stunden.

    Bei der     Kochung    wird dem Bad eine geringe  Menge von     Na2S,    und zwar etwa 5 bis 10 g  auf den Liter, zur Verhinderung der Oxy  dierung zugegeben. Das erhaltene Erzeugnis  wird gründlich gewaschen, um die Natron  lauge zu entfernen, und dann zwischen ge  riffelten Zylindern oder ähnlichen Einrich  tungen zerrieben, bis eine gleichmässige Paste      entsteht. Diese wird alsdann mit Natrium  Hypochlorit mit einem Gehalt von etwa 2  bis 5 g aktivem Chlor auf den Liter in üb  lichen Holländern 3 bis 4 Stunden lang be  handelt.

   Alsdann wird die Flüssigkeit im  Holländer durch Zugabe von konzentriertem       NaOH    auf einen Gehalt von etwa 0,5 bis  0,6 g     NaOH    auf den Liter gebracht, um die  gebildeten chlorierten     Ligninatoffe    zu ent  fernen und den Gehalt von     a-Zellulose    auf  über 85 % zu steigern. Das erhaltene Er  zeugnis wird dann gründlich gewaschen, bis  die durch die Natronlauge herbeigeführte       Alkalinität    beseitigt ist, und darauf mit       Natriumhypochlorit    mit einem Gehalt von  etwa 0,1 bis 0,3     gr    aktivem Chlor auf den  Liter behandelt.

   Alsdann wird mit Wasser  gewaschen und     Natriumbisulfit    zwecks Neu  tralisierung des an der Faser gebliebenen  aktiven     Chlores    zugegeben.  



  Die Verarbeitung der     Bastfaserachäben-          Zellulose    zu     Textilkunstfasern    nach Art der  Kunstseide oder Stapelfaser erfolgt zweck  mässig nach dem     Kupferammoniumverfahren.     Hierzu wird die Zellulose in Kesseln mit  Rührwerken behandelt, welche eine     ammo-          niakalische    Lösung eines Kupfersalzes ent  halten, so dass die     Schäben-Zellulose    in den  flüssigen Zustand einer Dispersion übergeht.  Hierauf wird die Lösung gefiltert, entlüftet  und der Spinnmaschine zugeführt.  



  Vorzugsweise wird eine nach obigem  Beispiel aus     Schäben    des Hanfes oder Flach  ses erhaltend Zellulose in die Kessel mit  den Rührwerken eingeführt und in ihnen mit  der     ammoniakalischen    Lösung eines Kupfer  salzes behandelt. Nach einigen Stunden gibt  man Natronlauge zu, um die Lösung der  Zellulose zu einer vollständigen Dispersion  zu erleichtern. Diese wird in einer Presse  mit Eisen- oder Nickelsieben gefiltert und  darin zwecks Entfernung der in ihr enthal  tenen Luft unter Vakuum gesetzt.  



  Die     Verspinnung    kann in der üblichen  Weise zunächst in einem Wasserbad und  dann in einem sauren     Koagulierbad,    wo man  den Faden einer entsprechenden Streckung  zur Verbesserung seiner mechanischen Eigen-         schaften    aussetzt, erfolgen. Alsdann wird die  Strähne oder die Stapelfaser gewaschen. Die       Verspinnung    kann auch im Gegenstrom von  heisser Luft erfolgen, um die Wiedergewin  nung des Ammoniaks und des Kupfers zu  erleichtern.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer zur Ver arbeitung auf Textilkunstfasern, Explosiv stoffe und Verbandwatte geeigneten Zellulose, dadurch gekennzeichnet, dass Schäber) von Bastfasern mit NazS enthaltender Natron lauge behandelt werden. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentansprucb, gekenn zeichnet durch ein Verhältnis von 2 bis 5 zu 1 von NaOH zu Na2S in der Lauge. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass anschliessend an die Behandlung mit NasS enthaltender Natron lauge eine Bleichung, hernach eine Be handlung mit NaOH und dann nochmals eine Bleichung vorgenommen wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zerkleinerte Scbäben im Autoklaven bei 140 bis 145 o C und 5 bis 6 at mit Natronlauge 5 Stunden lang unter Zugabe einer geringen Menge von Na2S behandelt werden, dass nach gründ licher Waschung durch Zerreiben eine Masse gebildet wird, die in Holländern 3 bis 4 Stunden mit Natriumhypochlorit mit einem Gehalt von 2 bis 5 g aktivem Chlor auf den Liter behandelt wird, dass dann durch Zugabe von konzentriertem NaOH die Flüssigkeit im Holländer auf eine Konzentration von 0,5 bis 0,6 g NaOH auf den Liter gebracht wird,
    dass hierauf durch Waschung die Alkalirrität beseitigt, eine Behandlung mit Natriumhypochlorit mit 0,1 bis 0,3 g aktivem Chlor auf den Liter vorgenommen und schliesslich durch Waschung mit Wasser und Zugabe von Natriumbisulfit das an der Faser geblie bene aktive Chlor neutralisiert wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung mit Natronlauge unter Verwendung von aus einer vorangegangenen Behandlung wieder gewonnenen Natronlauge ausgeführt wird, die durch Zugabe von frischer Natronlauge soweit angereichert wird, dass sie bei Beginn der gochung 2 bis 2,5 % NaOH enthält. >
CH204246D 1938-01-20 1938-01-20 Verfahren zur Herstellung von Zellulose aus Bastfaserschäben. CH204246A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH204246T 1938-01-20

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH204246A true CH204246A (de) 1939-04-30

Family

ID=4444065

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH204246D CH204246A (de) 1938-01-20 1938-01-20 Verfahren zur Herstellung von Zellulose aus Bastfaserschäben.

Country Status (2)

Country Link
CH (1) CH204246A (de)
NL (1) NL50324C (de)

Also Published As

Publication number Publication date
NL50324C (de) 1941-05-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH204246A (de) Verfahren zur Herstellung von Zellulose aus Bastfaserschäben.
DE328034C (de) Verfahren zur Herstellung von Einzelfasern aus Bastfaserbuendeln unter gleichzeitiger Aufschliessung und Entfernung vorhandener Holzteile und Inkrusten
DE336637C (de) Verfahren zur Herstellung von leicht bleichbaren Zellstoffasern
DE407500C (de) Verfahren zur Gewinnung von reinen Zellulosefasern aus zellulosehaltigen, durch inkrustierende Begleitstoffe verunreinigten Materialien, wie Zellstoff und pflanzlichen Faserstoffen
DE337672C (de) Verfahren zur Herstellung von Zellulosexanthogenatloesungen, welche sich besonders fuer die Spinnfaserfabrikation eignen
DE533647C (de) Verfahren zur Gewinnung von Zellstoff aus Pflanzenfaserstoffen mittels Chlors
DE879147C (de) Verfahren zum Aufschliessen von Rohgruenbastfasern
DE744868C (de) Verfahren zur Gewinnung von pentosanarmen Zellstoffen aus Pflanzenstoffen
DE932762C (de) Verfahren zum Bleichen von Holzschliff und anderem mechanisch erzeugtem Fasermaterial
DE747430C (de) Verfahren zum Kotonisieren von Bastfasern
DE968585C (de) Verfahren zur Erzeugung eines fuer die Kunstfaserherstellung geeigneten Zellstoffesaus Kiefernholz
DE61709C (de) Verfahren zum Rösten und Degummiren von Flachs, Chinagras u. dergl
DE646819C (de) Verfahren zur Herstellung eines hochveredelten, pentosanfreien Zellstoffs
DE562181C (de) Verfahren zur Gewinnung gereinigten Zellstoffes
DE407334C (de) Verfahren zur Aufschliessung, Bleichung und Veredlung von Pflanzenfasern jeder Art und Gewinnung eines reinen weissen Zellstoffes, insbesondere fuer die Papier- und Textilindustrie
AT21468B (de) Verfahren zur gleichzeitigen Gewinnung von langen spinnbaren und kurzen zur Papierfabrikation sich eignenden Fasern aus Maiskolbendeckblättern.
DE349253C (de) Verfahren zur Herstellung von spinn- und webbaren Fasern aus Stroh, Gras und anderen Stoffen pflanzlichen Ursprungs
DE313344C (de)
DE364563C (de) Verfahren zur Behandlung von Zellulose zwecks Erzeugung hydratisierter Derivate
DE711835C (de) Verfahren zur Gewinnung von Gespinstfasern aus Maisstroh
DE866453C (de) Verfahren zur Gewinnung von Skelettsubstanzen aus inkrustenhaltigen Pflanzenteilen
DE866452C (de) Verfahren zur Gewinnung von faserstoffhaltigem Material fuer die Papierfabrikation aus Torf
DE650059C (de) Verfahren zur Herstellung kuenstlicher Seide aus Meeresalgen
AT77520B (de) Verfahren zur Gewinnung von Spinnfasern oder Zellulose.
DE319540C (de) Verfahren zur Herstellung eines Halbstoffes fuer Papier, Zellulose, Zellstoffseide, insbesondere einer direkt verspinnbaren Faser als Baumwollersatz, aus ausgereiftem Leinstroh