CH204340A - Brennstoffeinspritzvorrichtung bei Brennkraftmaschinen. - Google Patents
Brennstoffeinspritzvorrichtung bei Brennkraftmaschinen.Info
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Description
Brennstoffeinspritzvorrichtnng bei Brennkraftmaschinen. Die Erfindung bezieht sich auf eine von einem Sitzventil gesteuerte Brennstoffein- spritzvorrichtung bei Brennkraftmaschinen, mit einem an den Ventilsitz anschliessenden, aussen vom Ventilgehäuse und innen von einem Zapfen am Ventil begrenzten Düsen kanal von ringförmigem Querschnitt.
Es sind Vorrichtungen dieser Art be kannt, bei denen die den Düsenkanal begren zenden Flächen des Zapfens am Ventil und am Ventilgehäuse bei der Ausmündung des Kanals glatt zylindrisch sind, so dass der Brennstoff zum grössten Teil parallel zur Zapfenachse austritt; dasselbe ist bei den jenigen bekannten Brennstoffeinspritzvor- richtungen der Fall, wo sich der Zapfen gegen das offene Ende des Düsenkanals ver jüngt.
Bei vielen Brennkraftmaschinen hat der Verbrennungsraum, in den der Brennstoff eingespritzt wird, die Form eines Rotations körpers von geringer Höhe, und die Ein- spritzvorrichtung ist in seiner Achse ange ordnet. Der Brennstoff muss dann nach allen Seiten unter einem bestimmten Winkel zur Zapfenachse eingespritzt werden. Bei be kannten Vorrichtungen ist zu diesem Zwecke der Zapfen an seinem vom Ventilsitz abge wandten Ende verdickt; diese Vorrichtungen eignen sich indessen nicht für das Einsprit zen unter grösseren Winkeln zur Düsenachse.
Ausserdem ändern sich bei ihnen der Aus- trittsquerschnitt des Düsenkanals und die Spritzrichtung je nach der Stellung des Ventils, und bei ganz geöffnetem Ventil wird der Brennstoff stark gedrosselt, wobei er wohl stark zerstäubt, aber nicht weit ge spritzt wird.
Für die Brennkraftmaschinen der erwähn ten Art werden meist Einspritzvorrichtungen verwendet, bei denen der Brennstoff durch feine Düsenlöcher des Ventilgehäuses ge spritzt wird; diese Düsenlöcher verstopfen sich aber leicht mit Verbrennungsrückstän den des Brennstoffes.
Gemäss der Erfindung weisen der Zapfen des Ventils und der ihm gegenüberliegende Teil des Ventilgehäuses gleichachsige, zur Hubrichtung des Ventils parallele und bei jeder Ventilstellung den Düsenkanal bei des sen Ausmündung begrenzende Zylinderflä chen auf, und eines dieser Organe hat in seiner Zylinderfläche bis zur Ausmündung des Düsenkanals durchlaufende Nuten.
Die erfindungsgemässe Einspritzvorrich tung kann für das Einspritzen vorwiegend in der Richtung der Achse der Zylinderflächen ausgebildet sein; in diesem Falle sind die NTuten zweckmässig parallel dieser Achse. Soll dagegen unter einem Winkel zu dieser Achse eingespritzt werden, so münden die Nuten zweckmässig an der Ausmündung des Düsenkanals schief zur Achse der Zylinder flächen aus.
Die Summe der Mündungsquerschnitte der Nuten ist mit Vorteil grösser als der Rest des Mündungsquerschnittes des Düsenkanals, damit ein grosser Teil des Brennstoffes in der Austrittsrichtung der Nuten weit gespritzt und nur ein kleiner Teil in der Nähe der Mündung des Düsenkanals fein zerstäubt wird.
Zweckmässig besitzt der Düsenkanal zwi schen dem Ventilsitz und der mit Nuten ver- sehenen Zylinderfläche eine Erweiterung, von der die Nuten ausgehen. Dabei geht vorteilhaft die Ventilsitzfläche des einen Teils glatt in die den erweiterten Düsenkanal begrenzende Fläche dieses Teils über.
Das Ventil kann um seine Achse drehbar sein.
In der Zeichnung sind Ausführungsbei spiele der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 ist ein Längsschnitt durch den vordern Teil einer Einspritzvorrichtung; Fig. ? ist ein Querschnitt nach der Linie 11-i1 <B>von</B> Flg. <B>1;</B> Fig. 3 zeigt im Längsschnitt einen Teil einer andern Einspritzvorrichtung.
In der Bohrung 1 des Ventilgehäuses 2 ist gemäss Fig. 1 und 2 der Schaftteil 3 des nadelförmigen Ventils dicht einpa.sst. Der vordere Teil 4 des Ventilschaftes hat einen kleineren Durchmesser als der Teil 3 und lässt in der Bohrung 1 des Ventilgehäuses den Ringraum 5 frei, in den der Brennstoff- kanal 6 mündet und der von der Absatzflä che 7 zwischen den Teilen 3 und 4 des Ven tils begrenzt ist.
In der Stirnfläche 8 der Bohrung 1 des Ventilgehäuses befindet sich die kegelige Sitzfläche 9, auf welche die Sitzfläche 10 des Ventils passt. Anschliessend an die Sitz fläche 9 hat das Ventilgehäuse die in den Verbrennungsraum 11 der Brennkraftma- schine mündende, glatte zylindrische Düsen bohrung 12. In diese ragt der Zapfen des Ventils und bildet mit der Bohrung 12 den Düsenkanal. Die Sitzfläche 10 des Ventils geht glatt in die Oberfläche des Halses 13 des Ventilzapfens über. An diesem Hals 13 sitzt der Zapfenkopf 14, der zylindrisch ist und dessen Durchmesser nur ganz wenig klei ner ist als der Durchmesser der Düsenboh rung 12.
Die Stirnfläche 15 des Zapfens liegt bei geschlossenem Ventil ungefähr um den Ventilhub ausserhalb der Stirnfläche 16 des Ventilgehäuses ?. In der zylindrischen Mantelfläche des Kopfes 14 sind schrauben- linienförmige Nuten 17 eingeschliffen, die von der um den Zapfenhals 13 vorhandenen Erweiterung des Diisenkanals ausgehen. Die Nuten 17 laufen bis zur Stirnfläche 15 durch; ihr Gesamtquerschnitt ist zweckmässig grösser als der des Ringspaltes zwischen den zylindrischen Flächen des Zapfenkopfes und der Bohrung 1?. In die Stirnfläche 16 mün den sie unter einem Winkel a.
Die Mittel zur Steuerung des Ventils sind in der Zeichnung nicht dargestellt; es kann beispielsweise von einer Schliessfeder belastet sein, wobei der Brennstoff nur je weils für die Einspritzperiode im Raum 5 unter Druck gesetzt wird und durch seine an der Absatzfläche 7 ausgeübte Kraft das Ventil anhebt.
Wenn sich das Ventil öffnet, fliesst der Brennstoff aus dem Ringraum 5 zwischen den Sitzflächen 9 und 10 in den Raum um den Hals 13. Von da strömt der grössere Teil des Brennstoffes durch die Nuten 17 und spritzt aus jeder von ihnen in einem beson deren Strahl ungefähr unter dem Winkel a zur Stirnfläche 16 in den Verbrennungsraum 11. Diese Strahlen liegen auf einem ein- schaligen Rotationshyperboloid und reichen weit in den Verbrennungsraum hinaus. Dort lösen sie sich in feine, leicht entzündbare Tröpfchen auf.
Der Rest des Brennstoffes strömt längs den zylindrischen Flächen des Zapfens 14, in denen er stark gedrosselt wird, und spritzt über die Mündungskante der Bohrung 12 in den Verbrennungsraum. Dabei wird er fein zerstäubt, gelangt aber nicht weit und erfüllt so die Gegend des Ver brennungsraumes, wo der Brennstoff in den aus den Nuten 17 austretenden Brennstoff strahlen noch ungenügend zerstäubt ist.
Das Ventil 3, 4, 13, 14 dreht sich im Betrieb zweckmässig um seine Achse, damit die austretenden Brennstoffstrahlen, wenn sie auf die Wände des Verbrennungsraumes treffen, dies nicht immer an denselben Stel len tun. Dadurch wird die Gefahr von Be schädigungen der Brennkraftmaschine durch dauernde LTberhitzung derselben Wandstellen des Verbrennungsraumes herabgesetzt. Das Drehen des Ventils um seine Achse wird zum Beispiel durch den Rückdruck des aus den Nuten austretenden Brennstoffes bewirkt.
Bei der Einspritzvorrichtung nach Fig. 3 sind die Nuten parallel zur Ventilachse, wo durch sich mehrere gleichgerichtete, prak tisch zu einem einzigen vereinigte Brenn stoffstrahlen ergeben.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Von einem Sitzventil gesteuerte Brenn- stoffeinspritzvorrichtung bei Brennkraft- maschinen, mit einem an den Ventilsitz an schliessenden, aussen vom Ventilgehäuse und innen von einem Zapfen am Ventil begrenz ten Düsenkanal von ringförmigem Quer schnitt, dadurch gekennzeichnet, dass der Zapfen des Ventils und der ihm gegenüber- liegende Teil des Ventilgehäuses gleichach sige,zur Hubrichtung des Ventils parallele und bei jeder Stellung des Ventils den Dü senkanal bei dessen Ausmündung begren zende Zylinderflächen aufweisen, und dass eines dieser Organe in seiner Zylinderfläche bis zur Ausmündung des Düsenkanals durch laufende Nuten hat. UNTERANSPRÜCHE: 1. Brennstoffeinspritzvorrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten parallel zur Achse der Zylin derfläche liegen.z. Brennstoffeinspritzvorrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten an der Ausmündung des Dü senkanals schief zur Achse der Zylinder fläche ausmünden. 3. Brennstoffeinspritzvorrichtung nach Pa- tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Summe der Mündungsquerschnitte der Nuten grösser ist als der Rest des Mün dungsquerschnittes des Düsenkanals.4. Brennstoffeinspritzvorrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Düsenkanal zwischen dem Ventilsitz und der mit Nuten versehenen Zylinder fläche eine Erweiterung besitzt, von wel cher die Nuten ausgehen. 5. Brennstoffeinspritzvorrichtung nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die Ventilsitz fläche des einen Teils glatt in die den erweiterten Düsenkanal begrenzende Flä che dieses Teils übergeht.6. Brennstoffeinspritzvorrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil um seine Achse drehbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH204340T | 1938-02-28 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH204340A true CH204340A (de) | 1939-04-30 |
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ID=4444119
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH204340D CH204340A (de) | 1938-02-28 | 1938-02-28 | Brennstoffeinspritzvorrichtung bei Brennkraftmaschinen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH204340A (de) |
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE921368C (de) * | 1950-11-14 | 1954-12-16 | Stuttgarter Motorzubehoer G M | Nadelduese fuer Verbrennungskraftmaschinen |
| DE921837C (de) * | 1952-09-05 | 1954-12-30 | Daimler Benz Ag | Einspritzduese mit sich in Stroemungsrichtung oeffnendem Duesenventil |
| DE1086948B (de) * | 1956-02-24 | 1960-08-11 | Licencia Talalmanyokat | Brennstoffeinspritzduese fuer Dieselmotoren |
| DE2809414A1 (de) * | 1978-03-04 | 1979-09-13 | Daimler Benz Ag | Einspritzventil fuer eine luftverdichtende einspritzbrennkraftmaschine |
| WO1986000668A1 (en) * | 1984-07-03 | 1986-01-30 | Baralaba Pty Ltd | Fuel injector |
| EP1213474A3 (de) * | 2000-10-19 | 2004-01-07 | Robert Bosch Gmbh | Brennstoffeinspritzventil |
| WO2024112900A1 (en) * | 2022-11-22 | 2024-05-30 | Stanadyne Operating Company Llc | Gaseous fuel injector |
-
1938
- 1938-02-28 CH CH204340D patent/CH204340A/de unknown
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