CH204378A - Verfahren zur Herstellung eines Hormonproduktes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Hormonproduktes.

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CH204378A
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J1/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, not substituted in position 17 beta by a carbon atom, e.g. estrane, androstane
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines Hormonproduktes.    Bei der synthetischen Darstellung von     3-          Keto-17-oxy-sterinderivaten    liegt eine Schwie  rigkeit darin,     dass.    die hierzu hauptsächlich  zur Verfügung stehenden Rohstoffe, die     3-Oxy-          17-keto-sterinderivate,    die     Carbonylgruppe    am       Kohlenstoffatom        Civ    und die     Hydroxylgruppe     am     gohlenstoffatom        Cs    tragen (z.

   B.     Dehydro-          androsteron),    also gerade umgekehrt wie bei  den     3-Keto-17-oxy-sterinderivaten    (z. B.  Testosteron).  



  Unter     Oxy-keto-sterinderivaten    sollen hier       Oxyketone    verstanden werden, welche das  Kerngerüst des     Androsterons    besitzen (ohne  Rücksicht auf die     sterische    Lagerung der an  den     Kohlenstoffatomen    des Kerns sitzenden  Atome und Atomgruppen), wobei noch eine  Doppelbindung im Kern 1 oder Kern 2 des  Kerngerüstes vorhanden sein kann.  



  Die     3-Keto-17-oxy-Verbindungen    (wie     z.B.     Testosteron und     Dihydrotestosteron)    besitzen  nicht nur eine grössere Wirkung als die     iso-          meren        3-Oxy-17-keto-Verbindungen    (wie z. B.       Dehydroandrosteron        bezw.Isoandrosteron),    son-         dern    sie besitzen häufig auch noch eine  andere physiologische Wirkung (z. B. auf die  Samenblase und Prostata).  



  Man hat daher Verfahren gesucht und  gefunden, um derartige Stoffe aus ihren     Iso-          meren        bezw.    aus den     Rohstoffen    natürlicher  Herkunft herstellen zu können, aber diese  Methoden sind kompliziert und die Reak  tionen verlaufen über Umwege, z. B. über  die     Oxyester        (Ruzicka,        Helv.        Chim.    Acta 18,  1488, 1935).  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren, bei welchem aus     Dehydro-          androsteron    ein     Stoffgemisch    erhalten wird,  das dem     Dehydroandrosteron    gegenüber nicht  nur eine erhöhte physiologische Wirksamkeit,  sondern auch eine andere physiologische  Wirkung, nämlich auf die Samenblase und  Prostata aufweist.

   Das Verfahren ist dadurch  gekennzeichnet, dass man     Dehydroandrosteron     in einem Lösungsmittel, welches weder     Hydro-          xylgruppen    noch     Ketogruppen    enthält, mit       Leichtmetallalkoholaten    behandelt und aus      dem Reaktionsgemisch die     hIetallverbindungen     und das Lösungsmittel entfernt.  



  Als     Leichtmetallalkoholate    können zum  Beispiel verwendet werden:     Natriumäthylat,          Aluminium-isopi-opylat,        Chlormagnesium-t.ri-          phenyloarbinolat,        Aluminium-ti-imetliylcai-bi-          nolat.     



  Es ist nicht notwendig, das     Dehydro-          androsteron    in reinem Zustande zu verwen  den. Es kann z. B. auch das     Dehydroandro-          steron    von Urinextrakten dem erfindungsge  mässen Verfahren unterworfen werden. Das  nach dem erfindungsgemässen Verfahren er  haltene Produkt kann zu Heilzwecken ver  wandt werden; es stellt ein Gemisch aus  bekannten Verbindungen dar.  



  <I>Beispiele:</I>  1. 20 g     Dehydroandrosteron    werden mit  20 g tertiärem     Aluminiumbutylat    in 500     cin$     wasserfreiem Benzol 14 Stunden an)     Rück-          $.usskühler    erhitzt. Dann wird die gelbliche  Lösung zur Entfernung des Aluminiums kurze  Zeit mit verdünnter Schwefelsäure geschüt  telt. Die     benzolische    Lösung wird nun mit  Wasser gewaschen, mit Natriumsulfat ge  trocknet und eingedampft. Es     hinterbleibt     ein nahezu farbloser Sirup (1) von     2-3-          fach    stärkerer Wirksamkeit im Hahnen  kammtest als der     Ausgangsstoff.     



  2. 100 g eines     Urinextraktes,    welcher  zum Beispiel gemäss Funk und     Harrow          (Proc.        Amer.        Soc.        Biol.        Chem.    7,     LKg,    1931)  sowie     Butenandt    und     Tscherning    (Z.

       Physiol.          Ch.    Band 229, Seite 167, 1934) hergestellt  ist und eine Wirksamkeit von einer inter  nationalen     Hahnenkammeinheit    pro mg be  sitzt, werden mit 250 g tertiärem Aluminium  amylat in 1,5 Liter wasserfreiem     Toluol    am       Rückflusskühler    erhitzt.  



  Nach Beendigung der Reaktion wird das  Aluminium durch Ausschütteln mit verdünn-         ter    Schwefelsäure abgetrennt und die     Toluol-          lösung    mit Wasser     gewaschen.    Das in Lö  sung befindliche Produkt ist ohne weiteres  für pharmazeutische Zwecke brauchbar. Es  besitzt eine     3-5fach    stärkere Wirksamkeit  im     Hahnenkammtest    und zeigt im Gegensatz  zum     Ausgangsstoff    eine starke Wirkung auf  die primären Geschlechtsorgane. So zeigt  der durch die oben beschriebene Behandlung  gegenüber dem     Ausgangsstoff    nicht im Ge  wicht veränderte Stoff, z. B. im Samenblasen  test an Ratten, die Einheit in etwa 0,3 mg.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Hormon produktes mit erhöhter physiologischer Wir kung aus Dehydroandrosteron, dadurch ge kennzeichnet, dass man Dehydroandrosteron in einem Lösungsmittel, das weder Hydroxyl- gruppen noch Ketogruppen enthält, mit Leichtinetallalkoholaten behandelt, und aus dem Reaktionsgemisch die Metallverbindun gen und das Lösungsmittel entfernt. UN TERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man reines Dehydro- androsteron als Ausgangsstoff verwendet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in einem Urin extrakt enthaltenes Dehydroandrosteron als Ausgangsstoff verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Aluminium-ter- tiärbutylat als Leichtmetallalkoholat ver wendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktion bei der Kochtemperatur des Reaktionsge misches ausführt.
CH204378D 1936-06-27 1937-06-24 Verfahren zur Herstellung eines Hormonproduktes. CH204378A (de)

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