CH204878A - Verfahren zur Herstellung von Gallerten zum Herstellen von Diffusions- oder Beizbildern und Gallerte, hergestellt nach diesem Verfahren. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Gallerten zum Herstellen von Diffusions- oder Beizbildern und Gallerte, hergestellt nach diesem Verfahren.

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CH204878A
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C1/00Photosensitive materials
    • G03C1/64Compositions containing iron compounds as photosensitive substances

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Description


  Verfahren zur Herstellung von Gallerten zum Herstellen von     Diffusions-    öder Reiz  bildern und Gallerte, hergestellt nach diesem Verfahren.    Gegenstand der vorliegenden     Erfindung     ist ein Verfahren zur Herstellung von Gal  lerten zum Herstellen von     Diffusions-    oder  Reizbildern, unter Verwendung von     Ferrosal-          zen    und eine Gallerte, hergestellt nach die  sem Verfahren. Das Verfahren zeichnet sich,  dadurch     aus,    dass die Gallerte in die Form  eines mindestens einschichtigen Gebildes ge  bracht wird.  



  Man kann z. B. eine     Ferrosalzgallerte     derart, mit oder ohne Zwischenschaltung von  Folien oder Blechplatten, in übereinander ge  lagerte Schichten giessen, dass ein Luftzutritt  beim Lagern unmöglich wird. Wenn man un  mittelbar vor dem Gebrauch die Schichten  voneinander abzieht, liegt stets eine frische,  nicht     oxydierte    Oberfläche vor, die beim  Kontakt mit belichteten Blaupausen oder       Bichromatschichten    stets gute Ergebnisse lie  fert.

   Dadurch, dass man der Gallerte die  Form eines mehrschichtigen Gebildes gibt,  dessen einzelne Schichten den zur Lichtemp-         findlichkeit    erforderlichen     Ferrosalzgehalt     bereits enthalten, oder dessen einzelne Schich  ten durch Baden in     ferrosalzhaltigen    Lösun  gen lichtempfindlich gemacht werden, wird  auch das Schmelzen und Giessen sowie das  Anschaffen teurer Giesstische überflüssig ge  macht. Das Herstellungsverfahren wird da  durch jedermann zugänglich, der über keine       besondere        Einrichtungen    und     Erfahrungen     verfügt.  



  <I>Beispiel 1:</I>  Die     Ferrosalzgallerte    weist folgende Zu  sammensetzung auf    Gelatine 600 g  Wasser 2500 g       Glyzerin.    500 g  Ochsengalle 400 g  Traubenzucker 400 g       Zinkweiss    100 g       Titanweiss    200 g       Mohr'sches    Salz 150 g      Diese Masse wird gut geschmolzen, durch  gerührt und blasenfrei auf einen Giesstisch  gegossen. Nach etwa dreissig Minuten ist die  Schicht genügend gefestigt, so dass sie nun  benützt werden könnte.

   Wenn aber eine so  fortige     Verwendung    nick vorgesehen ist,  kann man, wie im Beispiel 5 erwähnt ist,  nach dem Erstarren eine weitere Schicht     aaf-          giessen    usw., so     da.ss    die einzelnen     Schichten     des auf diese Weise gebildeten Blockes bei  Bedarf stets gebrauchsfertig zur Verfügung  stehen. Das Giessen dieser Gallerte kann aber  auch in der Weise vorgenommen werden, wie  dies in den Beispielen 2 und 4 beschrieben ist.  



  Eine Blaupause liefert auf dieser Masse  kein Bild, da die     Ferrosalzkonzentration    zu  hoch ist. Diese Masse kann aber wie folgt  verwendet werden. Ein Papier, welches zuvor  mit einer 2%igen     Ammoniumbicliromatlö-          sung    sensibilisiert und getrocknet wurde, wird  unter einem Rasterdiapositiv etwa zwei Mi  nuten lang unter einer 15     Ampere-Bogenla.mpe          bei    einer Entfernung von zirka 50 cm vom  Lichtbogen belichtet.

   Das belichtete Papier  wird auf die     Ferrosalzgallerte    trocken auf     -e-          quetscht.    Nach etwa zehn Sekunden Kontakt  wird das Papier abgenommen und die Stelle  auf der Masse mit einer     Buchdruckfarbe          eingewalzt.    Damit ist die Druckmatrize fer  tig. Sie gestattet bei kühler     Raumtemperatur     eine Auflage von über 100 Abzügen. Wird  dieselbe mit     Umdruckfarbe    eingewalzt, so  kann man einen Abzug auf Umdruckpapier  oder auf Film machen und diesen auf Stein  oder auf Metallplatten zum direkten oder indi  rekten Flachdruck übertragen.

           Beispiel   <I>2:</I>  Man stellt eine     Ferrosalzgallerte    nach  dem Beispiel 1. her, die aber an Stelle von  150 g nur 100 g     Mohr'sches    Salz enthält.  Wenn die Masse gut geschmolzen und durch  gerührt     ist,    giesst man sie in eine Form, in       welche        etwa    zwölf     Aluminiumblechplatten     senkrecht nebeneinander in einer gegenseiti  gen     Entfernung    von etwa 1 mm eingeschoren  wurden, die zuvor einseitig mit einem Harz  lack     bestrichen    oder bespritzt wurden.

   Nach-         dem    die Masse vollständig erstarrt ist, wird  die     Forrn    geöffnet und man gewinnt daraus  einen. Block, der nach luftdichter Verpackung  der Ränder     unbegrenzt    haltbar ist und daher       auch    als solcher handelsfähig     ist.     



  Nun wird vom Block das     oberste    Blech  abgezogen, was sehr leicht von statten geht,  da die     lackierte    Oberfläche auf der Gallerte  nicht haftet. Somit wird die oberste Schicht  a<B>-</B>     CI          bnedeekt#    die bei guter Ausführung der       Lackierung    absolut glatt und blasenfrei er  scheint. Auf     diese    Schicht wird wie bei Bei  spiel 1 das belichtete     Bichromatpapier    auf  getragen usw.  



  <I>Beispiel 3:</I>  Man stellt eine     Ferrosalzgallerte    nach  den     üblichen        Rezepten    für     Blaupausdruck     oder nach Beispiel 1 her, indem man statt  150 g nur 20 g     Mohr'sches    Salz anwendet. Man  giesst damit wie im Beispiel 2 einen Block,  der zu jeder Zeit gebrauchsfertig ist, wobei  man an Stelle     einseitig    lackierter Metall  blechplatten auch     Celluloidplatten        verwenden     kann.  



  Man belichtet ein Stück Blaupauspapier  unter einem Rasterdiapositiv oder unter einer       Positivzeichnung.    Die     unausgewaschene    Ko  pie wird mit der frisch freigelegten Fläche  des Blockes während einer halben Minute  zum Kontakt gebracht und abgezogen. Durch  Einwalzen. mit Fettfarbe bekommt man eine       Mute        druckfertige    Matrize.

      <I>Beispiel</I>    Eine nach den vorhergehenden Beispielen  hergestellte     Ferrosalzgallerte    wird     in    eine       spiralartig    locker mit genauen Zwischenab  ständen gewundene Filmrolle gegossen, die  sich in     einer    stehenden zylindrischen     Form     befindet.

   Nach dem Erstarren kann man  diese Rolle je nach Bedarf abwickeln, so dass  sie stets frische, nicht oxydierte Masse lie  fert. auf welcher durch Kontakt mit belich  teten     Bichromatschichten    oder     andern        oxyda-          tionsmittelhaltigen    Schichten gute Diffu  sionsbilder hergestellt werden können, die  sich zum Einfärben, zum Quellen, zum Ab  saugen oder zum Auswaschen eignen.      <I>Beispiel 5:</I>  Man stellt eine     Ferrosalzgallerte    nach  Beispiel 1 her und giesst sie auf einen Giess  tisch. Nach dem Erstarren giesst man darauf  eine zweite Schicht usw.

   Hat man auf diese  Weise mehrere Schichten gegossen, so kann  man auf der obersten Schicht Diffusionsbil  der erzeugen, einwalzen,     drucken        etc.     Braucht man die     Matrize    der obersten  Schicht nicht mehr, so kann man dieselbe  einfach wie einen Teppich zusammenrollen,  wobei eine neue Schicht freigelegt wird, die  gleich gebrauchsfertig vorliegt usw.

           Beispiel   <I>6:</I>  Es wird folgende Emulsion zubereitet:    Gelatine 500 g  Wasser 2000 g       Invadin    C 3 g       Ochsengalle    500 g  Glyzerin 50 g  Zinkoxyd 200 g       Titanoxyd    100 g    Mit dieser Emulsion werden Metallplat  ten oder andere ebene Unterlagen aus Glas,  Bakelit, Holz     etc.    begossen und jene darauf  hin, nach dem Erstarren der Gallerte, zum  Trocknen gebracht. Solche Platten stellen  handelsfertige Ware dar.

   Vor dem Gebrauch  werden dieselben vorerst etwa 15 Minuten  lang in folgender     Lösung    gebadet:    Wasser 1000     cmg     Chromalaun 30 g       Mohr'sches    Salz 40 g  Glyzerin 200 g  Traubenzucker 100 g    Grössere Platten     können    auch, ohne sie zu  baden, so vorbereitet werden, dass man sie  mit trockenem     Battiststoff    überzieht und  mit einigen Kubikzentimeter obengenannter  Flüssigkeit begiesst.  



  Daraufhin wird die nunmehr mit     Ferro-          salzen    versehene Gallerte mit einem Hirsch  leder abgerieben und wie die in den voran  gehenden Beispielen beschriebenen     Ferrosalz-          gallerten        verwendet.       Durch die richtige Abstimmung der       Ferrosalzkonzentration    in der Badeflüssig  keit kann auch die     Ferrosälzkonzentration     der durch     Quellung    entstandenen     Ferrosalz-          gallerte    abgestimmt werden.  



  Dieses Ausführungsbeispiel     weist    den  Vorteil auf, dass man auf diese Art gut ge  härtete und ausserordentlich widerstands  fähige     Ferrosalzgallerten    in Form von Druck  platten herstellen kann.  



  Die Gallerte kann also in die Form eines  mehrschichtigen Gebildes gebracht werden,  dessen     einzelne    Schichten die     notwendigen          Ferrosalze    bereits enthalten. Die einzelnen  Schichten können direkt aufeinander liegen  oder es können zwischen denselben Folien  oder Platten angeordnet sein. In jedem Falle  sind die einzelnen Schichten der Lufteinwir  kung und damit der     Oxydationswirkung    der  Luft entzogen, so dass die Konzentration der       Ferrosalze    in den     einzelnen    Schichten un  verändert erhalten bleibt und die einzelnen  Schichten stets gebrauchsfertig zur Ver  fügung stehen, ohne dass ein Umschmelzen  oder Umgiessen notwendig wird.  



  Die Gallerte kann aber auch, wie dies  im Beispiel 6 beschrieben ist, als einschich  tiges Gebilde hergestellt sein, das     in    den Han  del     bringbar    ist und vor dem Gebrauch ledig  lich durch     Diffusion    mit dem erforderlichen       Ferrosalzgehalt    versehen werden     muss.    Auch  diese     Ausführungsart    erleichtert     wesentlich     das     Arbeiten    und erübrigt ein Umschmelzen  oder Umgiessen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPR üCHE I. Verfahren zum Herstellen von Gallerten für die Herstellung von Diffusions- oder Beizbildern unter Verwendung von Ferro- salzen, dadurch gekennzeichnet, dass die Gallerte in die Form eines mindestens einschichtigen Gebildes gebracht wird. II. Gallerte, hergestellt nach dem Verfah ren nach Patentanspruch I. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Gallerte in die Form eines mehrschichtigen Gebildes ge bracht wird, dessen einzelne Schichten ab ziehbar bezw. abrollbar übereinander ge lagert sind. Verfahren nach Patentanspruch I und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet. dass die Gallerte mit den zur Lichtemp findlichkeit erforderlichen Ferrosalzen versehen und hierauf in die Form eines mehrschichtigen Gebildes gebracht wird.
    dessen einzelne Schichten abziehbar bezw. abrollbar übereinanderliegen und dadurch stets mit dem richtigen Ferrosalzgehalt gebrauchsfertig zur Verfügung stehen. Verfahren nach Patentanspruch I und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass das Gebilde aus einzelnen Schichten hergestellt wird, zwischen denen Folien angeordnet werden. Verfahren nach Patentanspruch I und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn- zeichnet, < lass das Gebilde aus einzelnen Schichten hergestellt wird, zwischen denen Platten angeordnet werden. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Gallerte in eine spiral förmige Rolle gegossen wird, welche sich nach Bedarf abwickeln und stückweise ge brauchen lässt. 6. Gallerte nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein mehrschich tiges Gebilde darstellt, bei dem die einzel nen, die zur Lichtempfindlichkeit erforder lichen Ferrosalze enthaltenden Schichten derart übereinander gelagert sind, dass die einzelnen Schichten vor Luftzutritt ge schützt sind und stets einzeln gebrartchs- fertig zur Verfügung stehen.
CH204878D 1935-11-28 1936-11-27 Verfahren zur Herstellung von Gallerten zum Herstellen von Diffusions- oder Beizbildern und Gallerte, hergestellt nach diesem Verfahren. CH204878A (de)

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