CH205210A - Saitenhalter und -Stimmer für Streichinstrumente, insbesondere für Geigen, Bratschen und Celli. - Google Patents
Saitenhalter und -Stimmer für Streichinstrumente, insbesondere für Geigen, Bratschen und Celli.Info
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Description
Saitenhalter und -Stimmer für Streichinstrumente, insbesondere für Geigen, Bratschen und Celli. Zum Stimmen der Saiten auf Streich instrumenten dienen die bekannten, im Wir belgehäuse eingebauten Saitenwirbel. Die Be tätigung dieser Wirbel, insbesondere zwecks Behebung feinster Tonhöheabweichungen, verursacht erfahrungsgemäss eine gewisse Mühe, indem beim Drehen dieser Wirbel die gewünschte Tonhöhe der Saite meistens zu nächst einmal über- bezw. unterschritten wird und der genaue Ton erst nach mehr maligem Hin- und Herdrehen des Wirbels eingestellt werden kann.
Um das Stimmen der besonders empfindlich reagierenden Stahlsaiten, die nebst der Darmsaiten insbe sondere für Geigen Verwendung finden, zu erleichtern, sind auf dem Markt bereits kleine Apparate bekannt geworden, die am Saiten halter angebracht werden können. Diese klei nen Apparate stellen jedoch ein Anhängsel provisorischen Charakters dar, das die klas sische Form der betreffenden Instrumente in ästhetischer Hinsicht stört und das zudem den Nachteil hat, das Stimmen nur einer ein- zigen Saite zu erleichtern, während die Darm saiten im allgemeinen nach wie vor mittels der Saitenwirbel gestimmt werden.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun ein Saitenhalter und -stimmer für Streichinstrumente, insbesondere für Geigen, Bratschen und Celli, zum Zwecke, diese Nachteile zu beheben, das Stimmen aller vier Saiten dieser Instrumente in einheitlicher Weise zu erleichtern und das Beheben feiner Tonabweichungen rascher und sicherer aus führen zu können.
Erfindungsgemäss wird das dadurch er reicht, dass an seinem dem Saitenstege zuge kehrten Ende der Saitenhalter einen Querbal ken trägt, durch den mit einem Gewinde ver sehene, in der Längsrichtung der Saiten ver schiebbare und unter sich den normalen Quer abstand der Saiten aufweisende Schrauben spindeln geführt sind, deren dem Steg zu gekehrtes Ende zum Zwecke der Saitenbefesti- gung als Haken ausgebildet ist, und welche am andern Ende, jenseits des Querbalkens, mit einer ein den Schraubenspindeln entspre chendes Innengewinde besitzenden Schrauben mutter versehen sind,
durch deren Betäti gung die zugehörige Schraubenspindel vor- und rückwärtsbewegt werden kann, wodurch die am Endhaken einerseits und am Saiten wirbel anderseits befestigte Saite im Sinne einer Ent- bezw. Anspannung beeinflusst wird.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in zwei Ausführungs formen dargestellt. Es zeigt: Fig. 1 eine Draufsicht auf ein erstes Aus- f iihrungsbeispiel, Fig. ? einen Querschnitt nach der Linie 1-I der Fig. 1, Fig. 3 einen solchen nach der Linie II-II der Fig. 1, Fig. 4 einen Längsschnitt nach der Linie 111-III der Fig. 1,
Fig. 5 eine Draufsicht auf ein zweites Ausführungsbeispiel und Fig. 6 einen Querschnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 5.
1 ist der Saitenhalter, der z. B. aus einem Leichtmetallrahmen bestehen kann, dessen Umriss, von oben gesehen, den bisherigen, höl zernen Saitenhaltern gleicht. 2 ist die Ober kante des Saitensteges bekannter Ausfüh rung, über welchen die Saiten 5 geführt sind. Durch den Querbalken 3, der sich an dem dem Saitensteg zugekehrten Ende des Saiten halters befindet. sind die Schraubenspindeln 4 längsverschiebbar durch die glatten, schlitz- förmigen Löcher 6 geführt.
Dem Querbalken 3 gibt man zweckmässig eine der Oberkante des Steges konforme Krümmung und es liegen auch die Zentren der Löcher 6 für die Schraubenspindeln auf einer analog ge krümmten Linie. Dadurch soll erreicht wer den, dass Richtung und Lage der eingespann ten Saiten die gleiche ist, wie bei Verwen dung der bisherigen Saitenhalter. Auf wenig stens einer Seite, z. B. auf zweien werden die Schraubenspindeln längsseitlich mit einer glatten Abplattung 7 versehen, um zu ver hindern, dass sie sich beim Betätigen der Schraubenmuttern 9 und 9' um ihre Längs- achse drehen können.
Auf den nicht abge platteten Längsseiten erhalten die Schrauben spindeln ein Mikrometergewinde 8, während die Schraubenmuttern 9 und 9' mit einem entsprechenden Innengewinde versehen sind. Die Schraubenmuttern sind im Querschnitt beispielsweise rund und am Aussenrand mit einer den übrigen Querschnitt überragenden Berippung 12 ausgestattet, die eine sichere Handhabung beim Schrauben gewährleisten soll. Die Schraubenmuttern in ein und dem selben Saitenhalter können zum Beispiel zwei verschiedene Längen haben und wechselseitig eingesetzt sein.
Dadurch wird eine gute Aus nützung des vorhandenen, verhältnismässig knappen Platzes innerhalb des Rahmens 1 und ferner erreicht, dass zum Stimmen einer bestimmten Saite die zugehörige Schrauben- mutter leichter gefunden, bezw. mit. den übri gen weniger leicht verwechselt werden kann. An dem dem Steg zugekehrten Ende sind die Schraubenspindeln als Haken 10 ausgebildet..
Dieser Haken kann mit einem wenigstens bis zur Tiefe ihrer Längsachse reichenden und in seiner Breite der zugehörigen Saitenstärke entsprechenden, mit der Längsachse par allelen Schlitz<B>11</B> versehen werden, in den die einzuspannende Saite gelegt und in bekann ter Weise mittels Knopf oder Schlaufe fixiert wird. Statt des Schlitzes 11 könnte auch ein Loch in der Richtung der Längsachse der Schraubenspindel durch den Haken 10 ge bohrt sein. Das Zentrum seiner inneren Krüm mung liegt in der Längsachse der Schrau benspindel, so dass der Zug der eingespannten Saite genau in dieser Richtung geschieht.
Um nun zu verhüten, dass beim Springen einer Saite die betreffende Schraubenspindel zurückschnellen, am Haken beschädigt oder vollends aus dem Querbalken 3 herausge schleudert werden könnte, ist parallel zu die sem, innerhalb des Rahmens 1 ein zweiter, wie 3 gekrümmter, aber voller Querbalken 3' vorgesehen, der zugleich die Aufgabe hat, die Rückwärtsbewegung der Schraubenspin deln 4 zu begrenzen. Die Ausführung der Schraubenspindeln und -muttern ist. in Me tall vorgesehen; letztere könnten aber zum Beispiel aus Kunsthorn, Bakelit oder Hart holz angefertigt sein.
In Fig. 5 ist eine zweite Ausführungs form dargestellt, aus der zu ersehen ist, dass der Querbalken 3 an den Seitenenden mit je einem, im Scharnier 13 drehbaren Schenkel 14 verbunden ist, der an seinem andern Ende mit Hilfe seines Loches 15 und einer kleinen, zusätzlichen Schraubenmutter 16 bekannter Ausführung, die durch Loch 17 montiert ist, an einem Saitenhalter 1' bisheriger Ausfüh rung befestigt ist. Auf diese Weise ist es möglich, auch Streichinstrumente, deren bis herige, übliche Saitenhalter nicht entfernt werden sollen, mit dem beschriebenen Saiten halter und -Stimmer auszustatten.
Mittels des beschriebenen Saitenhalters können nun die Saiten verhältnismässig leicht, rasch und sicher sehr fein gestimmt werden. Ruckweise Tonveränderungen, wie sie bei Be tätigung der gewöhnlichen Saitenwirbel öfters vorkommen, sind bei Gebrauch des be schriebenen Saitenhalters nicht mehr mög lich. Kleine Tonabweichungen können daher innerhalb weniger Sekunden, z. B. in einer kurzen Pause während eines Musikvortrages behoben werden. Ein geübter Geigen- bezw. Bratschenspieler kann dies sogar ausführen, ohne das Instrument aus der Vortragshaltung zu entfernen, indem er die Schraubenmuttern mit der linken Hand betätigt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Saitenhalter und -stimmer für Streich instrumente, insbesondere für Geigen, Brat schen und Celli, dadurch gekennzeichnet, dass er an seinem dem Saitenstege zugekehr ten Ende einen Querbalken trägt, durch den mit einem Gewinde versehene, in der Längs richtung der Saiten verschiebbar und unter sich den normalen Querabstand der Saiten aufweisende Schraubenspindeln geführt sind, deren dem Steg zugekehrtes Ende zum Zwecke der Saitenbefestigung als Haken aus gebildet ist und welche am andern Ende, jen seits des Querbalkens, mit einer ein den Schraubenspindeln entsprechendes Innen gewinde besitzenden Schraubenmutter ver- sehen sind, durch deren Betätigung die zu gehörige Schraubenspindel vor- und rück wärts bewegt werden kann,wodurch die am Endhaken einerseits und am Saitenwirbel anderseits befestigte Saite im Sinne einer Ent- bezw. Anspannung beeinflusst wird. UNTERANSPRüCHE 1. Saitenhalter und -stimmer nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Saitenhalterrahmen aus Leichtmetall besteht.2. Saitenhalter und -stimmer nach Patent anspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Querbalken eine der Oberkante des Saitensteges konforme Krümmung hat und dass die Zentren der Löcher für die Schraubenspindeln auf einer analog gekrümmten Linie angeord net liegen.Saitenhalter und -stimmer nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Löcher im Querbalken glatt und schlitzför- mig, die Schraubenspindeln entsprechend längsseitlich auf zwei Seiten mit einer glatten Abplattung versehen sind, um zu verhindern, dass sie sich beim Betätigen der Schraubenmuttern um ihre Längs achse drehen können.Saitenhalter und -stimmer nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schrau benspindeln auf den nicht abgeplatteten Längsseiten mit einem Mikrometeraussen- und die Schraubenmuttern mit einem ent sprechenden -innengewinde versehen sind. 5. Saitenhalter und -stimmer nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Zen trum der innern Krümmung des Hakens der Schraubenspindeln in der Längsachse der Schraubenspindeln liegt. 6.Saitenhalter und -stimmer nach Patent ansprach und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Haken der Schraubenspindeln einen wenigstens bis zur Tiefe ihrer Längsachse reichen- den und in seiner Breite der zugehörigen Saitenstärke entsprechenden, mit der Längsachse parallelen Schlitz hat.7. Saitenhalter und -stimmer nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zu dem mit Löchern versehenen Querbalken, innerhalb des Saitenhalterrahmens, ein zweiter, im gleichen Sinne gekrümmter, aber voller Querbalken eingesetzt ist, der die Rückwärtsbewegung der Schrauben spindeln begrenzt.B. Saitenhalter und -stimmer nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schrau- benmuttern im Querschnitt rund und am Aussenrand mit einer den übrigen Quer schnitt überragenden Berippung ausge- stattet sind. 9. Saitenhalter und -stimmer nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass Schrauben muttern von zwei verschiedenen Längen vorgesehen und wechselseitig eingesetzt sind. 10.Saitenhalter und -stimmer nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schrau benspindeln und -muttern aus Metall be stehen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH205210T | 1938-05-23 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| CH205210A true CH205210A (de) | 1939-06-15 |
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| CH205210D CH205210A (de) | 1938-05-23 | 1938-05-23 | Saitenhalter und -Stimmer für Streichinstrumente, insbesondere für Geigen, Bratschen und Celli. |
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|---|---|
| CH (1) | CH205210A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4224857A (en) * | 1977-10-21 | 1980-09-30 | Dr. Thomastik Und Mitarbeiter Ohg | Tunable string holder for musical instrument |
| FR3016723A1 (fr) * | 2014-01-22 | 2015-07-24 | William Choffin | Mecanisme d'accordage pour instrument de musique a cordes |
-
1938
- 1938-05-23 CH CH205210D patent/CH205210A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4224857A (en) * | 1977-10-21 | 1980-09-30 | Dr. Thomastik Und Mitarbeiter Ohg | Tunable string holder for musical instrument |
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