CH205364A - Verfahren zur Herstellung eines als Antiseptikum und Konservierungsmittel geeigneten Produktes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines als Antiseptikum und Konservierungsmittel geeigneten Produktes.

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CH205364A
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Ernst Dr Timmermann
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
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    • A61L2/00Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor
    • A61L2/16Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor using chemical substances
    • A61L2/23Solid materials, e.g. granules, powders, blocks or tablets
    • A61L2/238Metals or alloys, e.g. oligodynamic metals

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines als     Antiseptikum    und     Konservierungsmittel     geeigneten Produktes.    Gegenstand der Erfindung ist ein Ver  fahren zur     Herstellung    eines als Antisepti  kum und Konservierungsmittel geeigneten  Produktes.     Das        Verfahren    dient dazu, von  der Eigenschaft     des    metallischen Silbers Ge  brauch zu machen,     dass    bei seiner Anwesen  heit Bakterien absterben.

   Es ist dadurch ge  kennzeichnet,     dass    aus einer Lösung, welche  Silbernitrat, ein Salz,     welches    mit Silber  nitrat nicht     reagiert    und Formaldehyd ent  hält, durch     .Zugabe        eines        Alkalihydroxydes     das     Silber    aus dem Silbernitrat zusammen  und gleichzeitig mit dem     Ilydroxyd    des     Me-          talles,    welches in dem mit Silbernitrat nicht  reagierenden Salz enthalten ist, ausgefällt  wird.  



  Bei     ;der        Berechnung    der zu verwendenden  Menge des     Alkalihydroxydes    kann der Ge  halt der Lösung an Silbernitrat vernach  lässigt werden, weil Versuche gezeigt haben,       da.ss        dass    vorzugsweise in geringer Menge in  der Lösung vorhandene .Silber auch dann als       Hydroxyd    ausgefällt wird, wenn das Alkali-         hydroxyd    der Lösung nur     in    einer     Menge    zu  gefügt wird, die dem vorhandenen, mit dem  Silbernitrat nicht     reagierenden    Salz äquiva  lent ist.

   Es kann aber     natürlich    das Alkali  hydroxyd der     Lösung    auch in einer Menge  zugesetzt     werden,    die dem ;genannten, mit  Silbernitrat nicht reagierenden Salz und dem       Silbernitrat    äquivalent     ist:

       Es ist bereits bekannt, dass Metalle,     ins-          besondere        ,Silber,    in feinster Verteilung auf  alle möglichen Gegenstände und     ,Stoffe        da,-          ,durch        niedergeschlagen    werden, da man ,die  Stoffe     mit    der entsprechenden     Metallösung     in     Berührung        bringt        und    dann -das Metall  durch Zusatz von fällend wirkenden     Mitteln,          wie        Formaldehyd,

      zur     Festhaftung    an den  Träger bringt.  



  Es ist     ferner    bekannt,     dass    man die     oligo-          dynamische    Wirkung von metallischem Sil  ber durch die     Gegenwart    von     .Silberchlorid          steigern    kann. Ein     Gemisch    von Silber und  Silberchlorid tötet     Baakterien    noch     schneller     ab, als reines metallisches :Silber.

   Durch die           Gegenwart    von Silberchlorid bei metallischem  Silber werden Lokalelemente     gebildet,    welche  die erhöhte     oli        odynamische    Wirkung dieser       'Mischung    hervorrufen.  



  Bei dem vorliegenden Verfahren wird ein  aus dem     Hydroxyd    des     Metalles,    ans dem  Salz, das mit dem Silbernitrat nicht reagiert,  bestehender Träger mit .dem metallischen Sil  ber gleichzeitig     hergestellt,    wodurch eine be  sonders feste Haftung und eine besonders  feine Verteilung des Silbers erreicht werden  kann. Dies ist dadurch möglich,     dass    Silber  nitrat mit einigen Aluminium- und     Magne-          siumsalzen    beständig ist.  



  Es hat sich gezeigt,     dass    die     oligodynami-          sehe    Wirkung der Präparate dann besonders  gross ist, wenn die Fällung des Silbers zusam  men mit dem Träger bei einer Temperatur  um Null Grad Celsius     hervorgerufen    wurde,  weil man die Silberkristalle dabei in defor  mierter Form erhält, das heisst mit besonders  grosser Oberfläche, also entsprechend wirk  samer.

           Wenn    man einer Mischung eines mit Sil  bernitrat     verträglichen    Aluminium- oder       Magnesiumsalzes    vor der     Füllung    mit Alkali  und Formaldehyd noch eine geringe Menge       wasserlösliches    Chlorid bis zu einer geringen  Trübung     hinzufitgt,    so erhält man nach der  Fällung ein Produkt, das metallisches Silber  und     Silberchlorid    in     feinstverteilter    Form       enthält,    die     oligodynamisch    besonders     wirk-          @am        isst.     



       .4        usf        üh        rungsbeispiede:     1. 1 kg Aluminiumsulfat     (A1,[S0,1I.    18       H",0)    wird in 6 Liter destilliertem     Wasser          gelöst    und 5 g     Silbernitrat    in destilliertem  Wasser hinzugegeben. Dieser Mischung fügt  man 40 cm' Formaldehyd, 38%ig, hinzu und       kühlt    durch     Zugabe    von Eis, aus destillier  tem Wasser hergestellt, auf Null Grad     Cel-          sin:s    ab.

   Die Fällung     des    metallischen Silbers  mit dem     Aluminiumhydroxyd    wird vor  genommen     durch    Zugabe der dem Aluminium  sulfat äquivalenten Menge     Natriumhydroxyd     nach der Formel:         Ah(S0,),        -f-    Na. (OH)     =?        Al(OH),        +    3     Na_SO,       Hierzu löst man 360 g     Natriumhydroxyd    in  1 Liter destilliertem Wasser.

   Diese Natrium  hydroxydlösung     wird    gleichfalls mit Eis aus  destilliertem Wasser gekühlt und langsam zu  der vorher     erwähnten        Lösung    gegeben.     :Mit     der Fällung des     Hydroxy        de.s    geht gleichzeitig  die Reduktion     des    Silbernitrates zu metalli  schem     Silber    vor sieh, wodurch die innige       Vermengung    gewährleistet ist.  



  Der     entstandene    dunkle Niederschlag wird  zur     Entfernung    des gebildeten Natrium  sulfates     ausgewaschen    und nach üblichen  Methoden zur Trocknung gebracht.  



  Ausbeute 2.30 g trockenes Produkt mit       1,3/00'    Silbergehalt. Das Material braucht  nicht .getrocknet zu werden, sondern kann  auch als     Passte    verwendet werden. Es kann  auch, falls gewünscht, geglüht werden, ohne  dass die Wirksamkeit beeinträchtigt wird. In       diesem    Falle verwandelt sich der Träger in  Aluminiumoxyd.    2. 1 kg     Magnesiumsulfat        (MgS0,    7     H#0)     wird in 5 Liter destilliertem Wasser gelöst  und 5 g Silbernitrat in destilliertem     uracser     hinzugegeben.

   Nach Zusatz von 40 cm' Form  aldehyd,     38%ig,    und Kühlung mit Eis fällt  man unter Rühren mit 3216 g     Natrium-          hyroxyd    in 1 Liter Wasser. Durch die Zu  gabe des     Alkali        wird    gleichzeitig das Silber  nitrat in     Silberhydroxyd        übergeführt,    wel  ches     spontan    von dem Formaldehyd     zit        me:-          tallisc.hem        Silber    reduziert wird.

   Hierdurch  wird eine feste     Haftung    des Silbers an     31a-          gnesiumhydroxyd    und eine innige Vermen  gung erreicht. Die erhaltene Suspension, die  gegen Lackmus alkalisch reagieren     muss,    wird  nach Zugabe von     2-3    Liter Wasser auf  gekocht, um die     Filtrationsfähigkeit    zu ver  bessern, und der     Niederschlag    heiss     abfil-          triert.    Man wäscht zweckmässig mit heissem  Wasser, bis das     Waschwasser        sulfatfrei    ist.

    Das     erhaltene    Produkt wird nach üblichen      Methoden getrocknet. Ausbeute:     2,3.8    g mit  einem Gehalt von     1"35%    ;Silber.  



  Das Produkt kann auch zum Oxyd ge  glüht     werden,    ohne     dass,    die Sterilisations  fähigkeit     nennenswert    beeinträchtigt ist.  



  3. Zu einer     Mischung    von 1 kg     Alumi-          niumsulfat,    5 g     .Silbernitrat,    40 cm' 38     %igem     Formaldehyd in 6 Literdestilliertem Wasser  wird unter     Rühren    0,2g     Kochsalz        (NaCl)    in  100 cm' 'Wasser hinzugegeben.

   Es entsteht  so eine milchige     Trabung.    Nunmehr fällt  man in der Kälte     da=s        Aluminiumhydroxyd          gleichzeitig    mit dem metallischen Silber  durch Zugabe von 3160     .g        Natriumhydroxyd    in  1     Literdestilliertem    Wasser und verarbeitet  das erhaltene Produkt,     wie    im ersten Aus  führungsbeispiel angegeben. Man erhält 230 g       Aluminiumhydroxyd,        das        neben    metallischem  Silber eine geringe Menge     Silberchlorid    ent  hält.

   Es ist wichtig, dass, ein     #Überschuss    an  Alkali     vermieden    wird, da in alkalischer  Lösung auch das     Silberchlorid    durch das       Formaldehyd    reduziert würde. Bei Vermei  dung des     Alkaliüberschus@ses    bleibt das     Sil-          berchlarid    unter den vorliegenden     Bedingun-          gen    voll erhalten, während das Silbernitrat  vollständig zu     metallischem    Silber     umgesetzt     wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines als Anti- septikum: und Konservierungsmittel geeigne ten Produktes, dadurch gekennzeichnet, dass aus einer Lösung, welche Silbernitrat, -ein Salz, das mit Silbernitrat nicht reagiert und Formaldehyd enthält, durch Zugabe eines Alkalihydroxydes das,
    Silber aus -dem Silber nitrat zusammen und gleichzeitig mit dem Hydroxyd des Metallas, welches in dem mit Silbernitrat nicht. reagierenden Salz enthalten ist, ausgefällt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. .Verfahren nach Patentansprach, dadurch gekennzeichnet, dass die Fällung bei Tem peraturen um Null Grad Celsius ausgeführt wird.
    2. Verfahren; nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, .dadurch ,gekennzeichnet, ,dass das Alkalihydroxyd in einer Menge verwendet wird, die dem Salz, das mit Silbernitrat nicht reagiert, äquivalent ist. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, ;dass das Alkalihydroxyd in einer Menge verwendet wird, die dem Silbernitrat und dem ;Salz, das mit :Silbernitrat nicht rea giert, äquivalent ist. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un- teraüsprueh 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gemisch einer Lösung von Silber- nitrat mit einem Aluminiumsalz, das mit Silbernitrat nicht reagiert, mit Form- aldehyd versetzt wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un- terarrspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass' ein Gemisch einer Lösung von Silber nitrat mit einem Magnesium.salz, das mit Silbernitrat nicht reagiert, mit Form- a1,dehyd versetzt wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass einem ,Silbernitrat. ein Salz, welches mit Silbernitrat nicht reagiert, und Form aldehyd enthaltenden; Gemisch vor der Fällung mit Alkali ein wasserlösliches Chlorid zugesetzt wird.
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