CH205364A - Verfahren zur Herstellung eines als Antiseptikum und Konservierungsmittel geeigneten Produktes. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines als Antiseptikum und Konservierungsmittel geeigneten Produktes.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines als Antiseptikum und Konservierungsmittel geeigneten Produktes. Gegenstand der Erfindung ist ein Ver fahren zur Herstellung eines als Antisepti kum und Konservierungsmittel geeigneten Produktes. Das Verfahren dient dazu, von der Eigenschaft des metallischen Silbers Ge brauch zu machen, dass bei seiner Anwesen heit Bakterien absterben.
Es ist dadurch ge kennzeichnet, dass aus einer Lösung, welche Silbernitrat, ein Salz, welches mit Silber nitrat nicht reagiert und Formaldehyd ent hält, durch .Zugabe eines Alkalihydroxydes das Silber aus dem Silbernitrat zusammen und gleichzeitig mit dem Ilydroxyd des Me- talles, welches in dem mit Silbernitrat nicht reagierenden Salz enthalten ist, ausgefällt wird.
Bei ;der Berechnung der zu verwendenden Menge des Alkalihydroxydes kann der Ge halt der Lösung an Silbernitrat vernach lässigt werden, weil Versuche gezeigt haben, da.ss dass vorzugsweise in geringer Menge in der Lösung vorhandene .Silber auch dann als Hydroxyd ausgefällt wird, wenn das Alkali- hydroxyd der Lösung nur in einer Menge zu gefügt wird, die dem vorhandenen, mit dem Silbernitrat nicht reagierenden Salz äquiva lent ist.
Es kann aber natürlich das Alkali hydroxyd der Lösung auch in einer Menge zugesetzt werden, die dem ;genannten, mit Silbernitrat nicht reagierenden Salz und dem Silbernitrat äquivalent ist:
Es ist bereits bekannt, dass Metalle, ins- besondere ,Silber, in feinster Verteilung auf alle möglichen Gegenstände und ,Stoffe da,- ,durch niedergeschlagen werden, da man ,die Stoffe mit der entsprechenden Metallösung in Berührung bringt und dann -das Metall durch Zusatz von fällend wirkenden Mitteln, wie Formaldehyd,
zur Festhaftung an den Träger bringt.
Es ist ferner bekannt, dass man die oligo- dynamische Wirkung von metallischem Sil ber durch die Gegenwart von .Silberchlorid steigern kann. Ein Gemisch von Silber und Silberchlorid tötet Baakterien noch schneller ab, als reines metallisches :Silber.
Durch die Gegenwart von Silberchlorid bei metallischem Silber werden Lokalelemente gebildet, welche die erhöhte oli odynamische Wirkung dieser 'Mischung hervorrufen.
Bei dem vorliegenden Verfahren wird ein aus dem Hydroxyd des Metalles, ans dem Salz, das mit dem Silbernitrat nicht reagiert, bestehender Träger mit .dem metallischen Sil ber gleichzeitig hergestellt, wodurch eine be sonders feste Haftung und eine besonders feine Verteilung des Silbers erreicht werden kann. Dies ist dadurch möglich, dass Silber nitrat mit einigen Aluminium- und Magne- siumsalzen beständig ist.
Es hat sich gezeigt, dass die oligodynami- sehe Wirkung der Präparate dann besonders gross ist, wenn die Fällung des Silbers zusam men mit dem Träger bei einer Temperatur um Null Grad Celsius hervorgerufen wurde, weil man die Silberkristalle dabei in defor mierter Form erhält, das heisst mit besonders grosser Oberfläche, also entsprechend wirk samer.
Wenn man einer Mischung eines mit Sil bernitrat verträglichen Aluminium- oder Magnesiumsalzes vor der Füllung mit Alkali und Formaldehyd noch eine geringe Menge wasserlösliches Chlorid bis zu einer geringen Trübung hinzufitgt, so erhält man nach der Fällung ein Produkt, das metallisches Silber und Silberchlorid in feinstverteilter Form enthält, die oligodynamisch besonders wirk- @am isst.
.4 usf üh rungsbeispiede: 1. 1 kg Aluminiumsulfat (A1,[S0,1I. 18 H",0) wird in 6 Liter destilliertem Wasser gelöst und 5 g Silbernitrat in destilliertem Wasser hinzugegeben. Dieser Mischung fügt man 40 cm' Formaldehyd, 38%ig, hinzu und kühlt durch Zugabe von Eis, aus destillier tem Wasser hergestellt, auf Null Grad Cel- sin:s ab.
Die Fällung des metallischen Silbers mit dem Aluminiumhydroxyd wird vor genommen durch Zugabe der dem Aluminium sulfat äquivalenten Menge Natriumhydroxyd nach der Formel: Ah(S0,), -f- Na. (OH) =? Al(OH), + 3 Na_SO, Hierzu löst man 360 g Natriumhydroxyd in 1 Liter destilliertem Wasser.
Diese Natrium hydroxydlösung wird gleichfalls mit Eis aus destilliertem Wasser gekühlt und langsam zu der vorher erwähnten Lösung gegeben. :Mit der Fällung des Hydroxy de.s geht gleichzeitig die Reduktion des Silbernitrates zu metalli schem Silber vor sieh, wodurch die innige Vermengung gewährleistet ist.
Der entstandene dunkle Niederschlag wird zur Entfernung des gebildeten Natrium sulfates ausgewaschen und nach üblichen Methoden zur Trocknung gebracht.
Ausbeute 2.30 g trockenes Produkt mit 1,3/00' Silbergehalt. Das Material braucht nicht .getrocknet zu werden, sondern kann auch als Passte verwendet werden. Es kann auch, falls gewünscht, geglüht werden, ohne dass die Wirksamkeit beeinträchtigt wird. In diesem Falle verwandelt sich der Träger in Aluminiumoxyd. 2. 1 kg Magnesiumsulfat (MgS0, 7 H#0) wird in 5 Liter destilliertem Wasser gelöst und 5 g Silbernitrat in destilliertem uracser hinzugegeben.
Nach Zusatz von 40 cm' Form aldehyd, 38%ig, und Kühlung mit Eis fällt man unter Rühren mit 3216 g Natrium- hyroxyd in 1 Liter Wasser. Durch die Zu gabe des Alkali wird gleichzeitig das Silber nitrat in Silberhydroxyd übergeführt, wel ches spontan von dem Formaldehyd zit me:- tallisc.hem Silber reduziert wird.
Hierdurch wird eine feste Haftung des Silbers an 31a- gnesiumhydroxyd und eine innige Vermen gung erreicht. Die erhaltene Suspension, die gegen Lackmus alkalisch reagieren muss, wird nach Zugabe von 2-3 Liter Wasser auf gekocht, um die Filtrationsfähigkeit zu ver bessern, und der Niederschlag heiss abfil- triert. Man wäscht zweckmässig mit heissem Wasser, bis das Waschwasser sulfatfrei ist.
Das erhaltene Produkt wird nach üblichen Methoden getrocknet. Ausbeute: 2,3.8 g mit einem Gehalt von 1"35% ;Silber.
Das Produkt kann auch zum Oxyd ge glüht werden, ohne dass, die Sterilisations fähigkeit nennenswert beeinträchtigt ist.
3. Zu einer Mischung von 1 kg Alumi- niumsulfat, 5 g .Silbernitrat, 40 cm' 38 %igem Formaldehyd in 6 Literdestilliertem Wasser wird unter Rühren 0,2g Kochsalz (NaCl) in 100 cm' 'Wasser hinzugegeben.
Es entsteht so eine milchige Trabung. Nunmehr fällt man in der Kälte da=s Aluminiumhydroxyd gleichzeitig mit dem metallischen Silber durch Zugabe von 3160 .g Natriumhydroxyd in 1 Literdestilliertem Wasser und verarbeitet das erhaltene Produkt, wie im ersten Aus führungsbeispiel angegeben. Man erhält 230 g Aluminiumhydroxyd, das neben metallischem Silber eine geringe Menge Silberchlorid ent hält.
Es ist wichtig, dass, ein #Überschuss an Alkali vermieden wird, da in alkalischer Lösung auch das Silberchlorid durch das Formaldehyd reduziert würde. Bei Vermei dung des Alkaliüberschus@ses bleibt das Sil- berchlarid unter den vorliegenden Bedingun- gen voll erhalten, während das Silbernitrat vollständig zu metallischem Silber umgesetzt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines als Anti- septikum: und Konservierungsmittel geeigne ten Produktes, dadurch gekennzeichnet, dass aus einer Lösung, welche Silbernitrat, -ein Salz, das mit Silbernitrat nicht reagiert und Formaldehyd enthält, durch Zugabe eines Alkalihydroxydes das,Silber aus -dem Silber nitrat zusammen und gleichzeitig mit dem Hydroxyd des Metallas, welches in dem mit Silbernitrat nicht. reagierenden Salz enthalten ist, ausgefällt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. .Verfahren nach Patentansprach, dadurch gekennzeichnet, dass die Fällung bei Tem peraturen um Null Grad Celsius ausgeführt wird.2. Verfahren; nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, .dadurch ,gekennzeichnet, ,dass das Alkalihydroxyd in einer Menge verwendet wird, die dem Salz, das mit Silbernitrat nicht reagiert, äquivalent ist. 3.Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, ;dass das Alkalihydroxyd in einer Menge verwendet wird, die dem Silbernitrat und dem ;Salz, das mit :Silbernitrat nicht rea giert, äquivalent ist. 4.Verfahren nach Patentanspruch und Un- teraüsprueh 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gemisch einer Lösung von Silber- nitrat mit einem Aluminiumsalz, das mit Silbernitrat nicht reagiert, mit Form- aldehyd versetzt wird. 5.Verfahren nach Patentanspruch und Un- terarrspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass' ein Gemisch einer Lösung von Silber nitrat mit einem Magnesium.salz, das mit Silbernitrat nicht reagiert, mit Form- a1,dehyd versetzt wird. 6.Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass einem ,Silbernitrat. ein Salz, welches mit Silbernitrat nicht reagiert, und Form aldehyd enthaltenden; Gemisch vor der Fällung mit Alkali ein wasserlösliches Chlorid zugesetzt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE205364X | 1937-02-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH205364A true CH205364A (de) | 1939-06-15 |
Family
ID=5786820
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH205364D CH205364A (de) | 1937-02-19 | 1937-12-13 | Verfahren zur Herstellung eines als Antiseptikum und Konservierungsmittel geeigneten Produktes. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH205364A (de) |
-
1937
- 1937-12-13 CH CH205364D patent/CH205364A/de unknown
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