CH205517A - Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd. Die kontinuierliche Gewinnung von Wasserstoffsuperoxyd aus Überschwefelsäure oder Lösungen von deren Salzen, insbesondere Ammoniumpersulfat mit Schwefelsäure, ge schieht in der Weise, dass die Destillation in Rohren vorgenommen wird, die entweder ver tikal oder horizontal angeordnet und mit Aussen- oder Innenheizung versehen sind.
Die zu destillierende, aus der Elektrolyse kom mende Lösung tritt an einem DA nde des Roh res oder eines Systems von Rohren ein und verlässt dasselbe wieder, nachdem in ihr sich die Schwefelsäure sehr stark angereichert hat, während der Sauerstoff teilweise in Form von Wasserstoffsuperoxyd mit den gebilde ten Dämpfen entwichen und kondensiert ist, teilweise aber sieh in der Lösung als Über schwefelsäure, Caroscha Säure oder Wasser stoffsuperoxyd vorfindet.
Verfolgt man diesen Prozess in seinen einzelnen Phasen, so findet man, dass in einer I. Phase zuerst lediglich Wasser ab- destilliert, und zwar müssen mindestens 50 bis 60 % des angewandten Flüssigkeitsvolu mens abdestilliert werden, ehe die Schwefel säure in der II. Phase eine solche Stärke er reicht, dass sie imstande ist, durch Hydrolyse Persulfat in Wasserstoffsuperoxyd umzu setzen. Von diesem Punkt ab bedarf es nur einer verhältnismässig geringen Konzentra tionssteigerung der Schwefelsäure, um in der III. Phase zu einer optimalen Destillations und Umsetzungsgeschwindigkeit zu gelangen. Bei weiterer Konzentration (IV.
Phase) nimmt die Geschwindigkeit zur Bildung von Wasserstoffsuperoxyd wieder ab, um schliess, lich in ihr Gegenteil umzuschlagen und aus Wasserstoffsuperoxyd Carosche Säure zu r iickzubild-en.
Alle diese :geschilderten Vorgänge :spie len sich bei einmaligem Durchflussdurch :das Heizrolir ab und je nach der Länge des Roh res, der Heizfläche und dem angewandten Vakuum gelingt es, rund 45 bis<B>50%</B> des Elektrolyt-Sauerstoffes als Wasserstoffsuper oxyd herauszudestillieren. Der Rest wird dann wieder mit Wasser verdünnt und noch mals der Destillation unterworfen, eventuell wird dieser letztere Prozess noch verschiedent lich wiederholt.
Bei dieser Art der Durchführung bestellt nicht allein der Nachteil, dass zuerst der grösste Teil der zu destillierenden Flüssig keit als Wasser abdestilliert werden muss, um dann später am Schluss des Prozesses wie der zugegeben zu werden, sondern es ist mit ihr der weitere Nachteil verbunden, dass die, für die Hydrolyse geeignete Konzentration der Schwefelsäure noch nicht gestattet, d ass aus ihr auch konzentrierte Wasserstoffsuper oxyddämpfe bei nicht zu hohem Sauerstoff gehalt der Lösung entweichen können.
Sollen an diesem Punkt der Reaktion nennenswerte Mengen Wasserstoffsuperoxyd abdestilliert werden, so muss erst der grösste Teil des vor handenen Elektrolyt-Sauerstoffes in Wasser stoffsuperoxyd umgewandelt werden.
Diese Anhäufung des bei der erhöhten Temperatur besonders labilen Wasserstoff superoxyd-Sauerstoffes hat natürlich eine grosse Empfindlichkeit der Destillationsflüs sigkeit gegen die durch die Elektrolyse her eingebrachten Katalysatoren zur Folge und ist dementsprechend mit Ausbeuteverlusten verbunden.
Beide Nachteile: der erhöhte Dampfver brauch und die übergrosse Empfindlichkeit des Prozesses gegen Katalysatoren lassen sich sofort beseitigen, wenn man gemäss der vor liegenden Erfindung während der ganzen Dauer des Destillationsprozesses bei ständi gem Ablauf der Restflüssigkeit. Perlösungen enthaltende Flüssigkeit in solcher Menge zu gibt, dass die Destillationsflüssigkeit eine optimale Konzentration an Schwefelsäure beibehält. Es wird also im Destillationsrohr system stets die gleiche für den Prozess gün stigste Säurekonzentration aufrecht erhalten.
Es kann dies unschwer in der Weise erreicht werden, dass die zu destillierenden Perlösun gen nicht, wie bisher üblich, am Anfang der Destillationsanlage zugegeben werden, son- dern dass die Zugabe gleichmässig über alle Teile des Rohrsystems erfolgt.
Die Durchführung des Verfahrens geht vorzugsweise wie folgt vor sich: Zur In betriebsetzung der Anlage wird zunächst die Flüssigkeit ohne Strömung in dem Ver dampferrohr bezw. dem Rohrsystem so lange erwärmt, bis die III. Phase, also die optimale Phase erreicht ist, bei der die Schwefelsäure etwa ein Konzentration voll 750 bis 1050 g per Liter besitzt. In dieser Phase entweichen grosse Mengen von Wasserstoffsuperoxyd. Um nun diese günstige Konzentration aufrecht. zu erhalten, lässt man an vielen Stellen, über die ganze Länge des Rohres bezw. des Rohr systems verteilt, Ausgangslösung, welche Per verbindungen, z. B.
Ammoniumpersulfat, Schwefelsäure und Wasser enthält, zufliessen, und zwar in solchem Masse, dass während des nun ebenfalls beginnenden Abflusses der Restflüssigkeit ständig eine Konzentration von etwa 750 bis 1050 g Schwefelsäure pro Liter erhalten bleibt.
Im praktischen Betrieb hat sich gezeigt, dass die Aufrechterhaltung einer Säurekon zentration von 830 bis 930 g H2SO4/L in allen Teilen der Apparatur bei dieser Art der Destillation die besten Resultate ergibt, weil sie bei geringer Konzentration von Wasser stoffzuperoxyd in der Lösung dennoch ge stattet, konzentrierte Wasserstoffsuperoxyd lösung zu erhalten. Grossversuche mit einer Destillationsanlage, die 320 Liter Elektro lytlösung pro Stunde zu verarbeiten gestat tete, haben ergeben, dass es so gelingt, mit faset theoretischen Ausbeuten zu arbeiten.
wobei 88 bis 90% des eingesetzten Elektro- lyt,Sauerstoffes in Form von konzentriertem Wasserstoffsuperoxyd ohne jegliche nach- ir;igliche luglilre vari Wasser gewonnen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur kontinuierlichen Gewin nung von Wa.-:sel-stoffsuperoxyd durch Destil- lation von bezw. deren Salzlösungen. dadurch gekennzeichnet, dass nian während der ganzen Dauer des Destilla- tioilspro7esses bei ständigem Ablauf der Restflüssigkeit Perlösungen enthaltende Flüs sigkeit in solcher Menge zugibt, dass die Destillationsflüssigkeit eine optimale Kon zentration an Schwefelsäure beibehält. UNTERANSPRÜCHE : 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die zu destillie- renden Perlösungen gleichmässig über alle Teile des Destillationsrohrsystems zugibt. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Konzentration von etwa 750 bis 1050 Gramm Schwefelsäure per Liter aufrecht erhält.
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